Während ich schlief

Roman

(3)
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62 Jahre lag sie in einem künstlichen Schlaf – dann erwacht Sie in einer tödlichen Welt

Rose Fitzroys Welt scheint perfekt: Als einzige Tochter steinreicher Eltern genießt sie alle Privilegien und ist zudem noch frisch verliebt. Doch dann versetzen ihre Eltern sie in einen künstlichen Schlaf – und niemand weckt sie auf. Bis ein fremder Junge sie 62 Jahre später zurück ins Leben holt. Rose muss feststellen, dass nichts in ihrer Welt mehr so ist, wie es war: Ihre Eltern sind verschwunden, ihr Liebster unauffindbar, und an ihre Fersen heftet sich ein seltsames Wesen, das ihr offensichtlich Böses will ...


Aus dem Amerikanischen von Karin Diemerling
Originaltitel: A Long, Long Sleep
Originalverlag: Candlewick
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-11194-6
Erschienen am  22. März 2013
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Interessanter Plot, aber nervige Protagonistin

Von: paperlove

04.08.2019

Mit "Während ich schlief" konnte ich eine weitere SuB-Leiche von meiner to-read Liste befreien. Das Buch lag tatsächlich seit 2013 auf meinem SuB und nachdem ich es gelesen habe, ahne ich, wie es überhaupt erst auf meiner Liste gelandet ist. Damals war ich nach meinem Einstieg durch die Hunger Games Trilogie von YA Dystopien regelrecht angefressen und wollte alle Bücher lesen, die der Reihe im Entferntesten ähneln. Sheehans Werk reiht sich da ganz gut in den damaligen Hype ein, wobei ich jetzt - rund sechs Jahre später - das Gefühl hatte, dass ich ein bisschen zu alt für dieses Buch geworden bin. Vermutlich hätte es mir damals deutlich besser gefallen, als ich noch nicht so übersättigt von dem Genre gewesen war. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Rose Fitzroy, die aus einer Art Dornröschenschlaf aus einer Kapsel geweckt wird, in der man nicht nur seinen Körper, sondern auch sein Leben gewissermassen auf Standby setzen kann, während sich die Welt um einen herum weiterentwickelt. Roses Eltern haben von dieser Technologie rege Gebrauch gemacht. Jedes Mal wenn sie sich berufsbedingt für mehrere Monate auf Reisen begeben haben, haben sie ihre Tochter kurzerhand eingefroren und bei ihrer Rückkehr wieder zum Leben erweckt. Was für Aussenstehende (wie mich als Leserin) sehr seltsam klingt, war für Rose Alltag und etwas, das sie kaum hinterfragt hat. Wie ein braves Schäfchen hat sie die Anweisungen ihrer Eltern befolgt. Zumindest solange, bis ihr Kindheitsfreund Xavier (der ursprünglich einige Jahre jünger als sie gewesen war), sie altersmässig im Verlaufe der Teenagerjahre überholt hatte. Und wie es so kommen musste, verlieben sich die beiden ineinander. Durch diesen Umstand hat Rose plötzlich deutlich mehr Mühe, auf Anweisungen ihrer Eltern in der Kapsel 'eingeschläfert' und so von ihrer ersten grossen Liebe getrennt zu werden. Eines Tages scheint irgendetwas schief gelaufen zu sein, denn als Rose von einem fremden Jungen aus der Kapsel geholt wird, erfährt sie, dass 62 Jahre vergangen sind und ihre Eltern sie nicht nur nicht rausgeholt haben, sondern längst in Folge 'der Dunklen Epoche' verstorben sind. Rose ist nun mehr oder weniger ganz auf sich allein gestellt und muss sich in ihrer neuen Zukunft zurechtfinden. Erst jetzt, nachdem sie theoretisch bereits 100 Jahre wäre, beginnt sie das Verhalten ihrer Eltern zu hinterfragen und entdeckt in der Zukunft einige Geheimnisse, die sie vor ihr zu verbergen versucht haben Die Idee hinter dem Buch fand ich sehr interessant, ich hatte allerdings grosse Schwierigkeiten mit der Protagonistin Rose. In der ersten Hälfte des Buches hat sie mich fast ausschliesslich genervt, denn sie benimmt sich wie die Prinzessin auf der Erbse, jammert nur herum und erwartet, dass alle um sie herum sich um sie kümmern sollen. Mein feministisches Herz bricht jedes Mal, wenn Autor*innen solche schwache, weibliche Charaktere kreieren, die nichts selbst auf die Reihe kriegen und am besten noch von einem Mann gerettet werden müssen. (Denn genau darauf hat sich Rose verlassen). Hinzu kam, dass ich sie nicht gerade als besonders clever oder klug eingeschätzt habe, denn anfangs macht es den Eindruck, als hätte sie das höchst befremdliche Erziehungsverhalten ihrer Eltern zu keiner Sekunde hinterfragt und allem Folge geleistet, was sie von ihr verlangt haben. Und dieses beeinflussbare Verhalten zieht sich leider auch durch den Rest des Buches, ganz so als ob sie nicht eigenständig handeln oder denken könnte. In der zweiten Hälfte wird dieses Bild zum Glück wenigstens zu einem kleinen Teil revidiert, allerdings nicht in dem Ausmass, als wäre mein erster Eindruck des Charakters falsch gewesen. Da wäre auf jeden Fall noch viel Entwicklungspotential vorhanden, was Roses Charakter angeht. Was mich amüsiert hat, war eine Zurückweisung, die Rose von einem Jungen bekommen hatte, der - wenn es nach ihr ginge - wohl ihr Ritter in schillernder Rüstung hätte sein sollen. Einen solchen Korb habe ich ehrlich gesagt in Young Adult Romanen noch nie miterlebt und hat nicht nur Rose, sondern auch mich überrascht. Das fand ich herrlich erfrischend, denn ich bin fest davon ausgegangen, dass es sich um eine vorhersehbare Insta-Love handelt. Was mich dann aber gestört hatte, war Roses hartnäckige Art, den Jungen dennoch ständig von sich und ihren Gefühlen überzeugen zu wollen, obwohl er ihr klar gemacht hat, dass er für sie lediglich freundschaftliche Gefühle hegt. Über den Plot lässt sich insgesamt sagen, dass er eher spannungsarm verläuft. Das Ende enthüllt zwar noch eine oder zwei interessante Fakten, aber nicht so, dass bei mir das Bedürfnis aufgekommen wäre, dass ich unbedingt weiterlesen MUSS. Ich habe den zweiten Teil der Dilogie trotzdem mal auf meine to-read Liste gesetzt. Die Fortsetzung wurde leider nicht mehr übersetzt und hat auf Goodreads unterdurchschnittlich schlechte Bewertungen erhalten, deshalb habe ich es nicht so eilig, die Reihe zu beenden. Ich bin aber dennoch neugierig, ob Rose noch über sich hinauswächst und aus ihrer eher kindlichen, braven Rolle hinauswächst und zu einer eigenständigen, starken jungen Frau wird. Ich würde es mir für sie wünschen. Fazit: In "Während ich schlief" erwacht eine jugendliche Protagonistin nach 60 Jahren aus dem Dornröschenschlaf in einer hochtechnologischen Kapsel, die das Altern aufhält, und muss feststellen, dass beinahe alle aus ihrem Umfeld verstorben sind und sie nun ganz auf sich alleine gestellt ist. Die Idee hinter der Geschichte wäre vielversprechend, doch die etwas einfältige, ständig rumjammerende und schwächliche Protagonistin wiederspiegelt all das, was ich aus feministischer Sicht verabscheue. Und aus diesem Grund hatte ich zunächst Mühe, mich auf das Buch einzulassen. Ansonsten ist das Buch sehr kurzweilig und vor allem Fans des Young Adult Sci-Fi bzw. Dystopia Genres zu empfehlen. Von mir gibt's 3.5 Sterne.

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Während ich schlief

Von: nef

19.08.2015

Inhalt: Rose ist orientierungslos und geschwächt, als sie aus ihrem Stasis-Schlaf geweckt wird. Sie hat schon häufiger Zeit in der Stase-Röhre verbracht, doch nie hat es ihrem Körper so zugesetzt wie jetzt. Was sie noch mehr verwirrt, ist allerdings die Stimme desjenigen, der sie erweckt hat, denn sie gehört weder zu ihrem geliebten Xavier noch zu ihrer Mutter. Stattdessen steht ein fremder Junge vor ihr und ist einigermaßen sprachlos. Beim Herumstöbern im Keller des großen Gebäudekomplexes des UniCorp Imperiums ist er auf eine alte Stase-Röhre gestoßen und hat den Wiederbelebungsmechanismus in Gang gesetzt. Völlig panisch versucht er das Mädchen in der Röhre mit Mund-zu-Mund-Beatmung zu beleben, doch sie ist schon wach und reagiert prompt auf seine Lippen. Er kann gar nicht glauben, dass jemand in den letzten Jahren in diesem Keller in einer Röhre gelegen hat und fällt aus allen Wolken, als er erfährt, wenn er dort gefunden hat. Es handelt sich um die Tochter der Firmengründer von UniCorp, die bereits seit über sechzig Jahren als tot gilt. Das alles ist jedoch nebensächlich, wenn Rose ist nicht einmal in der Lage aus ihrer Röhre zu steigen ohne einen Schwächeanfall zu erleiden. Kein Wunder, ihr Körper war die letzten Jahre wie tot. Kurzerhand bringt er sie zu seiner Mutter, die Ärztin ist. Rose bekommt von all dem nur verschwommen etwas mit. Ihre Augen sind zu sehr geschwächt und sie kann nur Schemen erkennen, zudem fragt sie sich die ganze Zeit wo ihre Eltern sind, wo Xavier ist und warum sie in so schlechter Verfassung ist. Noch im Krankenhaus wird ihr mitgeteilt, dass ihre Eltern seit langer Zeit nicht mehr am Leben sind, denn sie hat viel Zeit in der Stase-Röhre verbracht, zu viel Zeit - genaugenommen 62 Jahre. Rose ist geschockt und wird von Trauer überwältigt. Alles ist ihr fremd, es gibt nichts mehr, was sie an ihr altes Leben erinnern könnte. Doch am meisten trauert sie um ihre große Liebe Xavier. Nur langsam kann sie sich an ihre neue Umgebung gewöhnen und auch ihr Körper braucht noch eine ganze Weile um sich auf seine Aufgabe wieder einzustellen. Und als wenn das noch nicht genug wäre, erfährt sie nun auch noch, dass sie Alleinerbin des gesamten Imperiums UniCorp ist. Da sie allerdings erst 16 ist, ist sie noch nicht mündig und so verwaltet der aalglatte Guillory ihr Vermögen bis sie volljährig ist. Doch sie traut ihm nicht. Als sie der Öffentlichkeit präsentiert wird, ist sie gerade einmal eine Woche wieder in dieser Welt und hat noch lange nicht alles erfasst. Aber sie weiß schon jetzt, dass die Presse zukünftig ein großes Interesse an ihr haben wird. Um ihr Leben so gewöhnlich wie möglich zu gestalten, wird sie an der Firmeneigenen Schule eingeschrieben und hat fortan einen geregelten Tagesablauf. Selbst ihre alte Wohnung kann sie wieder bewohnen, wenn auch mit ihr zugewiesenen Pflegeeltern, die sich in keiner Weise persönlich für sie interessieren. Rose ist für sie nur ein Job und das merkt sie auch ziemlich deutlich. Der einzige Lichtblick in ihrem Leben ist ihr neuer Hund. Ein Afgahne, den sie Zavier, nach ihrem verlorenen Freund, tauft. Außerdem hat sie nun ein eigenes Atelier, sie liebt das Malen und Zeichnen und doch kommt sie sich vor wie eine Außerirdische. Als sie in der Schule in Brens Freundeskreis integriert wird, lernt sie allerdings einen wirklichen Außerirdischen kennen - Otto. Er ist ein Laborexperiment und im wahrsten Sinne des Wortes nicht von dieser Welt. Doch auf unerklärliche Weise fühlt sie sich zu ihm hingezogen, denn sie sind beide Freaks. Und auch Otto hat Interesse an Rose, sehr zum Missfallen seiner Freundin. Cover A Long Long Sleep englisch Als Rose eines Abends erneut von Alpträumen geweckt wird, begibt sie sich in ihr Atelier. Sie hat Angst vor dem Schlafen, denn jedes Mal suchen sie schreckliche Träume heim, die sich in ihr Gedächtnis brennen. Während sie an ihrem Tisch sitzt und an einer Zeichnung von Bren arbeitet, hört sie ein Geräusch hinter sich. Eine Art Menschenroboter hat sich Zutritt zur Wohnung verschafft, sämtliche Alarmsysteme umgangen und greift sie an. Nur ihrem Hund hat sie es zu verdanken, dass sie entkommen kann, denn dieser lenkt das Wesen lange genug ab, damit sie fliehen kann. Völlig verstört geht sie am nächsten Tag zur Schule, sie weiß nicht warum sie sich niemanden anvertraut, bis sie selbst glaubt, es wäre nur ein Alptraum gewesen. Selbst ihr Atelier ist sauber aufgeräumt und keine Spuren eines Angriffes sind zu sehen. Doch kurz darauf wird sie erneut angegriffen und dieses Mal ist Zavier nicht bei ihr. Sehr schnell erhält sie die Information, was dieses Wesen von ihr will - es hat den Auftrag sie zu töten. Doch wer steckt dahinter? Will sich Guillory vielleicht die Macht an der Führungsspitze nicht durch ein junges Ding wie sie nehmen lassen? Meinung: Ich weiß gar nicht wieso ich so lange gewartet habe, bis ich dieses Buch begonnen habe zu lesen. Es liest sich weg wie nichts und ist durchweg spannend. Man startet mit der Wiederbelebung von Rose nach 62 Jahren künstlichen Tod und erfährt dann stückchenweise wie ihr Leben vorher war. Rose ist keine Romanheldin im eigentlichen Stil. Sie ist in sich gekehrt, hat Angst und vor allem einen großen Selbstzweifel. Dieser rührt nicht wenig von ihren Eltern her und an manchen Stellen ist es schon etwas nervig. Aber sie macht während des Buches eine Wandlung durch und erhält einen anderen Blickwinkel auf ihr vergangenes Leben. Das macht sie dann auch zu einem sehr sympathischen Charakter. Nun gibt es eine ganze Reihe an Romanen jener Art, doch ich fand es war wirklich mal etwas Neues. Die Zeitrechnung vor Rose' Schlaf beginnt bereits gegen Ende des Zwanzigsten Jahrhunderts. Auf der Erde gab es eine große Dunkle Epoche, in der viele Krankheiten die Hälfte der Menschheit ausgelöscht haben. Nach dem Wiederaufbau ist die Firma von Roses Eltern das Wirtschaftsunternehmen schlecht hin. Es kommen Menschen von anderen Planeten um hier zu arbeiten und ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Technologie ist relativ weit entwickelt und ermöglicht ein angenehmes Leben. Mein liebster Charakter in diesem Buch ist Otto und da das Ende des Buches definitiv Spielraum für eine Fortsetzung lässt, hoffe ich auf ein Wiedersehen mit ihm in einem weiteren Buch von Anna Sheehan.

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Vita

Anna Sheehan

Ihre erste Geschichte veröffentlichte Anna Sheehan mit 16 Jahren als Fortsetzungsroman in einer Lokalzeitung, seitdem ist sie mit ganzer Leidenschaft Schriftstellerin. Mittlerweile ist sie regelmäßig zu Gast bei der Pacific Northwest Writers Association, die ihre Arbeit mit einem Stipendium auszeichnete. „Während ich schlief“ ist Anna Sheehans großes Romandebüt. Sie lebt auf einer einsam gelegenen Farm in Oregon und schreibt bereits an ihrem nächsten Buch.

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