Wann sind wir wirklich zufrieden?

Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. Auf Basis der größten Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen

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Wann sind die Deutschen wirklich zufrieden?

Es gibt jede Menge Ratgeber, die Zufriedenheit versprechen: durch Meditation, bessere Ernährung, mehr Sport oder mehr Erfolg. Warum aber verspricht jedes Buch etwas anderes? Um gesichert zu erfahren, was zu Lebensglück verhilft, müssten eigentlich Tausende von Menschen jahrzehntelang befragt werden. Dabei gibt es diese Datenbasis schon: das sozio-oekonomische Panel – eine renommierte alljährliche Umfrage mit knapp 85.000 deutschen Teilnehmern, die seit 1984 läuft. Der Soziologe Martin Schröder hat sie im Detail ausgewertet und dabei überraschende Erkenntnisse gewonnen. Er kann so mit manchem Vorurteil aufräumen und anhand empirischer Daten zeigen, was uns wirklich zufrieden macht.

Das Buch enthält durchgehend Grafiken, die die Ergebnisse der Befragung darstellen.

»Umfassende Gesellschaftsanalyse mit überraschenden Wendungen«

(04. Juni 2020)

eBook epub (epub)
mit zahlreichen Grafiken
ISBN: 978-3-641-25676-0
Erschienen am  16. März 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Lebensglück wissenschaftlich erforscht

Von: Andreas K. Giermaier LernenderZukunft.com

30.11.2020

Lebensglück – was weiß die Wissenschaft über Zufriedenheit Das ist eine Frage, mit der wir uns vielleicht tagtäglich, zumindest unbewusst, befassen. Wir streben nach dem Glücklich sein, jedenfalls aber nach weniger Leid. Nun scheint dies zwar sehr individuell und jeder verfolgt eigene Ziele und hegt eigene Wünsche. Trotz alle dem einen uns die grundlegenden Wünsche und Sehnsüchte, die Bedürfnisse und Befindlichkeiten unterscheiden sich nicht wirklich diametral voneinander. Daher könnte es doch vielleicht sinnvoll sein, eine umfangreiche Studie dazu durchzuführen. Das gibt es jetzt endlich in Buchform Wann sind wir wirklich zufrieden?: Überraschende Erkenntnisse zu Arbeit, Liebe, Kindern, Geld. Auf Basis der größten Langzeitstudie mit über 600.000 Befragungen. Das Sozioökonomische Panel geht genau diesen Fragen nach und seit dem Jahr 1984 wurden alljährlich ca. 85 000 Deutsche in den unterschiedlichsten Situationen und Lebenswegen befragt- insgesamt 600 000 Befragungen. Prof. Martin Schröder wertete nun die Daten aus, mit dem Fokus, uns „Nicht Statistikern“ einen realitätsnahen Bezug und Einsicht zu geben, um uns dann auch mit möglichen normativen Anleitungen („Praxistipps“) zu versorgen. Denn diese Menge an empirischen Daten lassen endlich manche Vorurteile aus dem Weg räumen und die tatsächlichen Faktoren eruieren. Die Ergebnisse scheinen einem manches Mal sicherlich nicht „gender-gerecht“, doch ist dies eben auch ein Abbild der Gesellschaft. Es zeigte sich ua, dass gerade Frauen zufriedener werden, wenn sie mehr Haushaltsaufgaben übernehmen, im Gegensatz zu ihrem männlichen Counterpart. Kinder und Familie – Fluch oder Segen? Kinder machen auch nicht wirklich glücklicher, sie kosten im Gegenteil eher eine Menge an finanziellen (und geisteigen) Ressourcen. Auch bei Familie ist es zwiegespalten, wir haben nicht wirklich einen Vorteil, wenn wir eine riesige Menge an Verwandten unser Eigen nennen dürfen. Freunde allerdings wirken sehr heilsam und tragen immens zur Zufriedenheit bei. Da liegt die Schwelle bei ungefähr fünf guten Freunden, die einem richtig gut tun und das Leben verbessern. Ausgeschlafen? Gesundheit siegt! Bei den genannten Kindern noch eine Ergänzung: Zudem wirkt sich der sich oftmals daraus ergebende Schlafmangel extrem negativ auf die Lebenszufriedenheit aus. Schröder beschreibt, dass zwischen 7-9 Stunden so die beste Schlafdauer wäre, Menschen mit viel zu kurzen Schlafphasen (bei vier Stunden), aber auch Menschen, die im Schnitt über 11 Stunden im Bett verbringen sind dramatisch unzufriedener mit ihren Leben. Darüber hinaus zeigt sich der Faktor Gesundheit als einer der wichtigsten überhaupt. Über das ganze Leben hinweg, aber auch besonders im Alter erweist sich Krankheit als größter Hemmschuh, wenn es um Zufriedenheit geht. Zufriedenheit erweist sich in enger Verbindung mit der mentalen und körperlichen Gesundheit. Macht Geld glücklich? Tendenziell denken wir ja, die meisten Probleme ließen sich mit viel Geld besser lösen. Dies entspricht aber nur zum Teil der Wahrheit, denn bei ungefähr EUR 2000,- netto liegt der Punkt an dem der Grenznutzen stark abnimmt. Das bedeutet, dass alles, was darüber liegt, sich nicht mehr in höherem Ausmaß in der Lebenszufriedenheit niederschlägt. Geld wird somit nutzloser, je mehr wir davon haben. Auch beruflicher Erfolg, die Anerkennung und das Erleben von Selbstwirksamkeit, der Aufstieg im Status – all diese Faktoren tragen zu Zufriedenheit bei – besonders bei Männern. Schröder hat mich da wirklich getroffen, ich habe weit mehr recherchiert und bin weit tiefer eingetaucht, als ich dies je vermutet hätte. Sozialpsychologie par excellance könnte man somit sagen. Allerdings möchte ich noch eine wichtige „Warnung“ mitgebenvon Prof. Schröder selbst, nämlich, dass gleichzeitiges auftreten zweier Faktoren nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass diese auch ursächlich zusammen hängen: Warme Socken machen keine Weihnachten Ich habe immer wieder gewarnt, dass A nicht zu B führen muss, nur weil A und B zusammen auftreten. Menschen ziehen sich jedes Jahr warme Socken an, und ein paar Wochen später beschenken sie sich. Doch warme Socken bedingen nicht Weihnachten. Dasselbe gilt für die hier gezeigten Effekte. Beispielsweise konnte ich zeigen, dass Menschen mit Balkon zufriedener sind. Das heißt allerdings nicht, dass der Balkon die Zufriedenheit direkt bedingt. Es könnte auch sein, dass Menschen mit Balkon beispielsweise öfter in der Nähe eines Parks wohnen und deswegen zufriedener sind, nicht aber aufgrund des Balkons. Idealerweise müsste man darum zufällig Ausgewählten einen Balkon an die Wohnung bauen und deren Zufriedenheit mit anderen vergleichen, die keinen Balkon bekommen haben. Schröder (2020)

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Eine Frage die sich jeder einmal gestellt hat....

Von: eileens good vibes

05.11.2020

Ich interessiere mich für solche Themen sehr finde es aber oft schwierig, dass diese Art von Sachbüchern nicht leicht zu lesen ist. Doch gleich zu Beginn des Buches wurde durch den Autor direkt richtiggestellt: er möchte hier nicht mit wissenschaftlichen Begriffen um sich werfen und erzählt daher in relativ einfacher Sprache um was es genau geht. Inhaltlich sind viele Themenfelder vertreten, von denen jeder ein paar hat die ihn selbst betreffen. Hier hast du eine kleine Übersicht der Oberbegriffe: Familie Arbeit und Geld verdienen Freizeit und Freunde Wohnen Politik Gesundheit Lebensstil und persönliche Eigenschaften Was ist der richtige Partner? Warum wir nie wissen, was Zufriedenheit bedingt, Sie die Effekte hier aber trotzdem ernst nehmen können Große Erklärungen für Zufriedenheit und ihr Wahrheitsgehalt Wie du siehst, inhaltlich ist wirklich viel dabei und ich habe im Laufe des Durchlesens mir so einige Stellen markiert. Die Ansätze fand ich teilweise echt erstaunlich. Den genau wie es Martin Schröder zu Beginn in der Einleitung erklärt, nicht alles verhält sich so wie wir denken. Als einfaches Beispiel anhand der Kategorie Familie: Normalerweise geht man immer davon aus man wäre zufriedener, wenn der Partner sich ebenfalls mit um die Kinder kümmert, dass Frau also nicht alleine damit umgehen muss. Tatsächlich ergaben die Ergebnisse der Langzeitstudie, dass Frauen sogar zufriedener sind, wenn ihr Partner lange arbeitet und sie somit ihre Ruhe vor ihm haben. Gleiches auch für die Väter. Heißt es doch immer ein Vater möchte für seine Kinder da sein, doch laut den Ergebnissen ist ein Vater zufriedener, wenn er so lange wie möglich arbeitet. Dieses und viele weitere Beispiele zeigen wie verquer vieles ist. Sehr interessant fand ich dazu auch die Grafiken. Martin Schröder hat das ganze sehr einfach gehalten, damit die Daten auch wirklich für Laien nachvollziehbar sind. Fazit Es gab viele Kapitel aus denen ich für mich, meine Lebenserfahrung und Lebensweg viel mitnehmen konnte. Vergangenes betreffend habe ich nochmal reflektiert und versucht aus diesem neuen Blickwinkle zu betrachten. Es hat sogar geholfen! Vielleicht hilft es dir auch mit Dingen abzuschließen, wenn du sie anders siehst. Für die Zukunft gab es bei mir auch ein, zwei Themen die mich sehr beschäftigen. Auch hier gaben mir die Ergebnisse der Studie einen ganz anderen Blick darauf. Für das ein oder andere „Problem“ das ich mit mir herumschleppe war es sogar ein stückweit befreiend. Man kann behaupten was man möchte aber ich glaube jeder kann hier etwas für sich herausziehen. Als Argument, als Seelenfrieden, als Hoffnungsanker oder schlicht als Tatsache. Ich werde definitiv dieses Buch immer mal wieder in die Hand nehmen, wenn wieder in der Gedankenschleife des „was wäre, wenn“ mich befinde. Für mich hat dieses Buch eine gute Möglichkeit geschaffen aus diesen Hamsterrädern auszubrechen und anders auf die Dinge zu schauen.

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Vita

Martin Schröder, geboren 1981, ist Professor für Soziologie an der Universität Marburg. Einer breiten Öffentlichkeit wurde er durch Auftritte in den Tagesthemen, Stern TV oder RTL News bekannt. Er schreibt regelmäßig für Der Spiegel und FAZ. 2018 erschien sein Buch »Warum es uns noch nie so gut ging und wir trotzdem ständig von Krisen reden« (Benevento).

Zur Autor*innenseite

Pressestimmen

»Ein praktischer Ratgeber ... glänzt durch wissenschaftliche Professionalität, Scharfsinn, Vielseitigkeit und Humor. Schröders imposantes Pionierwerk lässt hoffen, dass uns die Wissenschaft helfen kann, die Lebenskunst der Zufriedenheit besser zu meistern.«

Psychologie heute (09. Oktober 2020)

»So interessant, erstaunlich und unterhaltsam kann Statistik sein!«

ZEITENWENDE (10. August 2020)

»Das Buch ist ... kurzweilig, interessant und bietet viele Anregungen und Überraschungen.«

achtsamkeits-akademie.at (19. Juli 2020)