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Was kann man heute noch glauben? Ein Disput. Mit Cartoons von Oswald Huber

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13583-6

Erschienen: 14.01.2014
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Gott – mehr als nur eine Idee des Menschen?
Ein Streitgespräch über Christentum und Wissenschaft

Ist alles nur Aberglaube? Was besagen die alten biblischen Berichte und Deutungen im Lichte unseres heutigen Wissens? Was ist Offenbarung – dem Heiligen Geist zu verdanken, oder der Kreativität des menschlichen Gehirns? Wie kann man von Gott im Himmel reden in einem unendlichen Universum? Was bleibt als Grund für Gottvertrauen in einer Welt, in der die Gesetze von Zufall und Notwendigkeit herrschen? Was ist die Zukunft der Kirche, wenn zwar noch die Glocken läuten, aber kaum mehr jemand hingeht?
Ein Streitgespräch um den Wahrheitsanspruch unserer Weltbilder – kontrovers, offen, aktuell.

  • Gott – mehr als nur eine Idee des Menschen?
    Ein Streitgespräch über Christentum und Wissenschaft

  • Radikale Fragen an kirchliche Glaubenslehren

  • Der Ratsvorsitzende der EKD im kontroversen Gespräch mit dem bekannten Wissenschaftspublizisten Martin Urban

Nikolaus Schneider (Autor)

Dr. h.c. Nikolaus Schneider, geboren 1947 in Duisburg, studierte Evangelische Theologie in Wuppertal, Göttingen und Münster, dort Mitarbeit am Institut für neutestamentliche Textforschung in Münster; war Pfarrer in Duisburg-Rheinhausen und Moers, 1987-1997 Superintendent des Kirchenkreises Moers; 1997-2003 Vizepräses und von 2003 bis Anfang 2013 Präses der Evangelische Kirche im Rheinland; seit 2010 Ratsvorsitzender der EKD.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13583-6

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Gütersloher Verlagshaus

Erschienen: 14.01.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Nachdenken über Gott und die Welt

Von: Philipp Greifenstein aus Halle (Saale) Datum: 30.10.2013

Ein schriftliches Gespräch zwischen dem Ratsvorsitzenden der EKD Nikolaus Schneider und dem Wissenschaftsjournalisten Martin Urban (Süddeutsche Zeitung) liegt mit dem Buch "Was kann man heute noch glauben? - Ein Disput" vor.

Die beiden "sprechen" über den Offenbarungscharakter des Christentums, Probleme der Vereinbarkeit von Glaube und (Natur-)Wissenschaft und über deren Konsequenzen für die gegenwärtige Kirche.

Auf beiden Seiten ist das Bemühen um Verständigung spürbar. Manchesmal stehen sich die beiden Disputanten aber auch selbst im Weg. Besonders Schneider erliegt gelegentlich der Gefahr ins theologische Phrasieren abzugleiten. Wenn das geschieht, fühlt man sich in die Debatten der 1980er-Jahre zurückversetzt.

Wer liest das Buch mit Gewinn?
Vor allem Menschen, die Fragen an Kirche und Theologie stellen. Ohne eine solche "Vorbelastung" wird das Verstehen gerade des ersten Teils des Buches (Offenbarung) mühsam. Wer Gefallen an intellektuellem Denken und Streiten hat, wird das Buch schätzen lernen.

Der beste Teil des Buches ist allerdings das angehängte Glosar von Martin Urban mit Cartoons von Oswald Huber. Hier wird es erstmals auch humorvoll.

Fazit
Ein interessantes Buch, die Lesezeit ist nicht verschwendet. Ob es aber tatsächlich ein Debattenbeitrag auf Augenhöhe ist, das mag jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Gelungenes Buch

Von: Monika Wobbe aus Oberhausen Datum: 19.10.2013

Wie gehen Glaube und wissenschaftlicher Fortschritt zusammen? Ist Jesus leiblich auferstanden? Warum gibt es Fundamentalismus? Diese und andere Fragen behandelt das Buch „Was kann man heute noch Glauben? Ein Disput“ der Autoren Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Diplom-Physiker Martin Urban, Wissenschaftspublizist und Gründer der Wissenschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung.
Das Buch ist 2013 im Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh erschienen.

Aus dem Inhalt

Glaube, Aberglaube und Wissen
Martin Urban meint, nur wenn biblische Aussagen im Licht heutiger Wissenschaften neu gedeutet werden, könne eine weitere Ausbreitung des Fundamentalismus verhindert werden. Seiner Meinung nach beschäftigen sich die Kirchen zu wenig mit dieser Gefahr.
Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider betont, dass Glauben eine andere Qualität als Wissen habe. Er sieht Glauben und Wissen nicht als gegenseitige Konkurrenz. Er selbst frage in erster Linie danach, wem er glauben könne. Die Beziehung Gottes zu den Menschen und der Menschen zu Gott stehe für ihn im Mittelpunkt.
Die Offenbarung – kreativer Einfall oder göttlicher Ursprung?
Martin Urban fragt nach Maßstäben, anhand dessen man göttliche Offenbarungen voneinander unterscheidet. Er hält eine Offenbarung für einen „kreativen Einfall“. Wichtig sei „kritische Selbstreflexion“.
Präses Schneider hält dagegen: „Ich glaube an Offenbarungen Gottes, die außerhalb der kreativen Leistungen des menschlichen Gehirns entstehen..." Er hält aber nicht von Pauschalurteilen über die katholische Kirche.
Hat Jesus Christus eine Kirche begründet?
Dies verneint Martin Urban ausdrücklich.
Präses Schneider glaubt dagegen, dass Jesus Christus nicht die heute existierenden institutionellen Formen der christlichen Kirchen gestiftet habe. Er habe aber das Zutrauen, dass Jesus Christus auch heute Nachfolgerinnen und Nachfolger inspiriert.
Kirche und Toleranz
Martin Urban wünscht sich eine aufgeklärte und tolerante protestantische Kirche. Er tritt ein für die Rechte homosexueller Menschen und die Emanzipation der Frau.
Präses Schneider stimmt ihm zu. „Den anderen Menschen als Gottes geliebtes Geschöpf zu achten,
… das ist nach meiner Erfahrung eine große Hilfe, mit Konflikten gewaltfrei umzugehen“.
Heiliger Geist – Hilfskonstruktion oder lebendige Wahrheit?
Martin Urban stellt Fragen zur Kommunikation Gottes mit den Menschen. Ihn interessiert, wie Gott kommuniziert und ob dann die Naturgesetze noch gelten. Seiner Meinung nach benötigen wir die „Hilfskonstruktion Heiliger Geist“ nicht. Ein furchtloser Glaube sei das, was uns Jesus vermittelt habe.
Präses Schneider sucht auf diese Fragen keine Antwort. Der Heilige Geist ist für ihn „keine überflüssige Hilfskonstruktion, sondern die unverzichtbare Form, Gottes gegenwärtiges Wirken zu beschreiben und zur Sprache zu bringen“. Wissenschaftsgläubigkeit könne auch in eine „Gefangenschaft des Denkens“ führen.


Das Buch ist interessant für jeden, der sich mit Fragen zum christlichen Glauben in heutiger Zeit beschäftigt. In einem Streitgespräch versuchen beide Autoren, wichtige Glaubensthemen zu behandeln. Sie tun dies als überzeugte Protestanten in offener und ehrlicher Weise. Es geht um die Herausforderung, in unserer Zeit als Christ zu bestehen und seinen Glauben nicht zu verlieren. Ob die im Buch vertretenen Meinungen zutreffen oder nicht, muss der Leser selbst beurteilen.
Nicht gefallen hat mir die pauschale Verurteilung des Katholizismus, denn es gibt nicht nur eine Sichtweise. Auch heute noch weht der Geist wo er will.
Das Glossar am Schluss bietet noch einmal wichtige, durch gelungene Cartoons aufgelockerte Informationen zum Thema.
Ein empfehlenswertes Buch.

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