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Was vom Tage übrig blieb Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-20215-6

Erschienen:  14.11.2016
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Stevens dient als Butler in Darlington Hall. Er sorgt für einen tadellosen Haushalt und ist die Verschwiegenheit in Person: Niemals würde er auch nur ein Wort über die merkwürdigen Vorgänge im Herrenhaus verlieren. Er stellt sein Leben voll und ganz in den Dienst seines Herrn. Auch die vorsichtigen Annäherungsversuche von Miss Kenton, der Haushälterin, weist er brüsk zurück. Viele Jahre lang lebt ergeben in seiner Welt, bis ihn eines Tages die Vergangenheit einholt. Das kritische Portrait einer von Klasse und Hierarchien geprägten Gesellschaft und eine bittersüße Liebesgeschichte, erzählt von einem, der seinen Stand nie hinterfragt und der nie auch nur geahnt hat, dass er liebte.

Zum Literaturnobelpreis 2017 jetzt als bibliophlie Sonderausgabe.

Kazuo Ishiguro (Autor)

Kazuo Ishiguro, 1954 in Nagasaki geboren, kam 1960 nach London, wo er später Englisch und Philosophie studierte. 1989 erhielt er für seinen Weltbestseller »Was vom Tage übrigblieb«, der von James Ivory verfilmt wurde, den Booker Prize. Kazuo Ishiguros Werk wurde bisher in 50 Sprachen übersetzt. Er erhielt 2017 den Nobelpreis für Literatur. Der Autor lebt in London.

Aus dem Englischen von Hermann Stiehl
Originaltitel: The Remains of the Day
Originalverlag: btb

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-20215-6

€ 9,99 [D] | CHF 12,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  14.11.2016

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Das traurige Leben eines Menschen, der nur für den Beruf lebt, ohne selbst zu leben!

Von: Ulrike Anna Neuberger Datum: 06.03.2018

www.lesetipp.at

Mr. Stevens arbeitet seit 30 Jahren als Butler auf Darlington Hall. Er ordnet sein gesamtes Leben seinem Beruf unter, selbst was seine eigenen Gefühlen angeht. Stevens ist ein ergebener Diener der seit vielen Jahren dem adeligen Hausherrn gedient hat und nun steht er im Dienst des neuen amerikanischen Besitzers Mr. Farraday. Sevens soll die ehemalige Hausdame Mrs. Kenton finden, da es schwierig geworden ist, Personal zu finden. Er soll sie nach Darlington Hall zurückholen. Auf seiner Reise erinnert er sich an die vergangenen Dienstjahre, wie er sich in Situationen gegenüber seinem Vater, der Hausdame oder dem Hausherrn Lord Darlington verhalten hat. Er denkt über seinen Beruf nach und lässt Ereignisse Revue passieren. In seiner Pflichterfüllung spührt man eine gewisse Kälte anderen gegenüber, sogar als sein Vater stirbt, der sich, selbst Diener gewesen, auch immer sehr gefühlskalt gegenüber seinem Sohn gezeigt hat. Stevens Senior gibt endlich seinen Gefühlen Ausdruck, doch sein Sohn kann darauf nicht reagieren, antwortet immer wieder dasselbe....

Das Buch ist mit Antony Hopkins und Emma Thompson verfilmt worden und bringt die Atmosphäre des Romans perfekt zur Geltung. Der Film ist ebenso traurig und man hofft immer, dass es irgendwann noch ein Happy-End für Stevens und Mrs. Kento geben könnte, aber eine Liebesgeschichte sucht man vergebens. Natürlich ist das Buch viel besser als der Film, aber zu diesem Schluss bin ich bisher immer gelangt, wenn ich erst den Film sah und dann das Buch gelesen habe!

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Reflexion eines Lebens

Von: Literatur-Universum Datum: 21.09.2018

literatur-universum.blogspot.co.at

Wie beginnt man eine Reise, wenn man nie gelernt hat zu reisen? Mit Tipps? Mit einer Reisebegleitung? Der 56-Jährige Stevens versucht es mit einem Buch. Sein neuer Dienstherr Farraday legt ihm ans Herz endlich einmal zu verreisen. Dazu überlässt er ihm sein Auto und übernimmt die Benzinkosten. Für den Butler ist es jedoch eine Reise in seine Vergangenheit. So weit er auch kommt, schwelgt er immer wieder in Erinnerungen an früher. Wer war er? Und was machte ihn als Butler aus? Was ist überhaupt ein perfekter Butler? Zudem berichtet er immer wieder über die Zeit bei seinem alten Dienstherren Darlington, der eine große Persönlichkeit war und viel Einfluss im 2. Weltkrieg hatte.

Kazuo Ishiguro hat 2017 den Nobelpreis erhalten. Den meistdotierten und bedeutendsten Buchpreis weltweit. Mag sein, dass er mit diesem Buch nicht die größte Geschichte erzählt hat. Er hat aber unter Beweis gestellt, dass man mit einer guten Sprache und Schreibfertigkeit nicht den Stoff einer großen Geschichte benötigt, um einen Leser zu fesseln.

Die Bildhaftigkeit in der Sprache und die filigrane Beschreibung der Figuren sind so speziell angefertigt worden, dass man sich jede Figur hautnah vorstellen kann. Man gewinnt eine Nähe zu der Geschichte, weil die Sprache und Artikulation der Figuren zu einer wahrhaftigen Melodie werden. Der Ich-Erzähler ist ein Butler in jeder Faser seines Körpers. Man merkt ihm an, wie wichtig ihm seine Arbeit, und alles was sich um seine Arbeit spielt, ist. Jedes Detail, welches aus der Norm springt, interessiert ihn nicht, weil er seinen Blick nur auf das Wesentliche fokussiert. Selten hat man so eine Hingabe für einen Job in der Literatur zu lesen bekommen. Ein raffinierter Schachzug, der ideenlosen Gesellschaft von heute zu zeigen, was in der alltäglichen Arbeitswelt tatsächlich von Bedeutung ist.

Durch die Erzählung des Ich-Erzählers, der auch erwähnt, dass gewisse Dinge auch anders abgelaufen sein könnten, sie lange zurückliegen und seine Erinnerungen ihn auch täuschen könnten, gewinnt man viel Sympathie zu der starken Persönlichkeit des Erzählers. Außerdem erhält der Leser einen Blick auf eine Liebesgeschichte des Ich-Erzählers, die der Erzähler selbst nie begriffen hat. Diese Raffinesse in der Erzählung zeichnet den großen Meister Ishiguro aus.


Was auf der Strecke bleibt, ist das Reiseerlebnis. Die Figur ist so sehr von der Vergangenheit ergriffen und gefesselt, dass sie die Dinge, die sich vor ihren Augen bilden und eröffnen nur vage und peripher wahrnimmt. Hier wäre eine Beschäftigung mit der Gegenwart interessant gewesen. Jedoch lässt diese Lücke im Text keinen allzu großen Raum für eine Diskussion, dass der vorliegende Roman ein wahres Meisterstück ist.

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