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Ein verstörter junger Mann bittet den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, das er – so glaubt er – als Kind mit angesehen hat. Strike ist beunruhigt: Billy hat offensichtlich psychische Probleme und kann sich nur an wenig im Detail erinnern, doch er wirkt aufrichtig. Bevor Strike ihn allerdings ausführlich befragen kann, ergreift der Mann panisch die Flucht. Um Billys Geschichte auf den Grund zu gehen, folgen Strike und Robin Ellacott – einst seine Assistentin, jetzt seine Geschäftspartnerin – einer verschlungenen Spur, die sie durch die zwielichtigen Ecken Londons, in die oberen Kreise des Parlaments und zu einem prachtvollen, doch düsteren Herrenhaus auf dem Land führt. Zugleich verläuft auch Strikes eigenes Leben alles andere als gradlinig: Er hat es als Ermittler zu Berühmtheit gebracht und kann sich nicht länger unauffällig hinter den Kulissen bewegen. Noch dazu ist das Verhältnis zu seiner früheren Assistentin schwieriger denn je – zwar ist Robin für ihn geschäftlich mittlerweile unersetzlich, ihre private Beziehung ist jedoch viel komplizierter …

»Eine Einladung zum Abtauchen in die Welt rund um den Londoner Detektiv, wie sie nur Rowling erschaffen kann - egal, welchen Namen sie sich gibt.«

Stern (27. Dezember 2018)

Originaltitel: Lethal White (Cormoran Strike 4)
Originalverlag: Sphere, London 2018
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24164-3
Erschienen am  17. Dezember 2018
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Die Cormoran-Strike-Reihe

Leserstimmen

Komplexer Krimi mit einigen Längen

Von: Martinas Buchwelten

27.04.2019

Robert Galbraith alias J.K. Rowling passt ihre Krimireihe anscheinend ihrer Harry Potter Reihe an, denn diese werden ebenfalls von Fall zu Fall immer dicker. Band 4 hat stattliche 864 Seiten. 200-300 davon hätte man auch streichen können und trotzden hätte man den Faden der Geschichte nicht verloren, obwohl der Fall wieder sehr komplex aufgebaut ist. Mir war es diesmal einfach zuviel an Geplänkel zwischen Cormoran und Robin, welches viel zu sehr vom eigentlich Fall ablenkt. Doch wovon handelt der eigentlich? Bei Strike taucht im Büro ein verwirrter und verwahrloster junger Mann auf, der behauptet als Kind ein Verbrechen mitangesehen zu haben. Kaum beginnt sich Cormoran für Billys Geschichte zu interessieren, ist er auch schon wieder verschwunden. Kurz darauf wird er vom konservativen Kulturminuster Jasper Chiswell beauftragt Material gegen einen Mann zu sammeln, der ihn erpresst. Robin versucht sich als verdeckte Ermittlerin im Parlament und beobachtet die Vorkomnisse rund um den Minister. Strike ist mittlerweile nach den Shakerwell Ripper Fall zu bekannt, um noch verdeckt ermitteln zu können. Während Robin herausfindet, dass Billys Bruder, der zu den Olympia-Protestlern gehört (die Geschichte spielt 2012 zur Zeit der Olympiade in London) immer wieder Drohungen gegen Chiswell ausstößt, lernt sie auch die Familie des Ministers kennen. Diese scheint einige dunkle Geheimnisse zu haben. Aber nicht nur Chiswell scheint Dreck am Stecken zu haben, sondern auch ein weiterer Minister aus der Gegenpartei. Alle diese völlig unzusammenhängenden Handlungsstränge scheinen lange keine Gemeinskamkeit zu haben, bis sich zum Ende hin aus diesem komplexen Gebilde ein passendes Ganzes zusammenfügt. Das Ende ist schlüssig und wirklich genial gemacht! Und trotzdem kann ich nur eine durchschnittliche Bewertung abgeben, denn es dauert wirklich eine ganze Weile bis der Krimi in Fahrt kommt. Dadurch, dass die Geschichte selbst schon richtig komplex ist, sind die Längen eklatant. J.K. Rowling oder Robert Galbraith erzählt extrem detailliert, baut viele Wiederholungen ein und zieht somit den Krimi viel zu sehr in die Länge. Man hat des öfteren das Gefühl auf der Stelle zu treten - wie auch Robin und Cormoran in ihrem aktuellen Fall. Zu ausschweifend sind vorallem die Szenen privater Natur zwischen den Beiden. Rowling verwendet viel Zeit für das Privatleben der beiden Ermittler. Generell finde ich Cormoran und Robin als Ermittlerpaar richtig toll. Sie haben meiner Meinung schon Kultstatus erreicht....aber muss das Liebesgeplänkel sein? Großartig gelungen sind allerdings wieder die feinen Sozialstudien der englischen Gesellschaft und die Kluft zwischen Upper Class und den "normalen" Menschen. Schreibstil: Sehr viel muss man eigentlich nicht mehr über den Schreibstil sagen... ich denke wir wissen, dass die Autorin schreiben kann und sehr gerne ins Detail geht. Trotz der Längen legt man den Krimi nur schwer aus der Hand. Die Charakterstudien sind wieder einzigartig, aber die Dynamik bleibt beim vierten Band auf der Strecke.. Jedem Kapitel sind Zitate aus Henrik Ibsens Drama "Rosmersholm" vorangestellt. Fazit: Obwohl mir der vierte Fall nun durchschnittlich gefallen hat und man mindestens 200 Seiten hätte kürzen können, werde ich die Reihe noch weiter verfolgen. Robin und Cormoran haben schon Kultstatus, auch wenn dies der bisher schwächste Band der Reihe ist.

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Ein packender Krimi!

Von: Nicoles Bücherwelt

20.01.2019

Band 4 um Cormoran Strike… Mit seinem letzten dramatischen Fall hat es Privatdetektiv Cormoran Strike zu ungewollter Berühmtheit geschafft. Das erschwert ihm seine Arbeit, bei der er sich möglichst unauffällig im Hintergrund bewegen muss. Auch sein nächster Fall erfordert seine vollste Aufmerksamkeit: Eines Tages stürmt ein verstörter junger Mann in das Büro der Detektei und bittet Strike um Hilfe – als Kind hat er ein Verbrechen gesehen, bei dem ein junges Mädchen ermordet wurde. Billy, der junge Mann, ist aufgeregt und leidet unter psychischen Problemen, kann sich nur bruchstückhaft an Details erinnern. Doch Strike lässt dieser Fall keine Ruhe. Zusammen mit Robin Ellacott, die einst seine Assistentin war und nun seine Geschäftspartnerin ist, geht er der Sache auf den Grund. Noch ahnen sie nicht, wie verschlungen die Pfade wirklich sind – ihre Spur führt sie von den zwielichtigsten Ecken Londons bis hin ins Parlament und zu einem düsteren Herrenhaus auf dem Land… Neben den Ermittlungen haben Robin und Cormoran auch Probleme in ihren jeweiligen Privatleben, auch ihre Beziehung untereinander ist viel komplizierter als früher… „Er schien auf sie einzureden, trotzdem verstand sie kein Wort. Die Welt zerfiel, war voller Schrecken und Gefahren und er nur mehr schemenhaft sichtbar, als er ihr den Eyeliner und ein Fläschchen künstlicher Tränenflüssigkeit in die Hand drückte.“ – Seite 187, eBook Nachdem mir die ersten drei Romane um den Privatdetektiv Cormoran Strike und seiner Mitarbeiterin Robin Ellacott schon sehr gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf das neue Buch. Robert Galbraith ist, wie inzwischen bekannt, das Pseudonym von J.K. Rowling, die hier ihr Können im Krimigenre beweist. Mit 864 Seiten ein sehr umfangreicher und komplexer Krimi, doch gerade das hat mir sehr gut gefallen. Die Besonderheit hier ist, dass es nicht nur einen spannenden Fall mit vielen einzelnen Puzzleteilen gibt, sondern auch Strikes und Robins Privatleben genauso im Vordergrund stehen. Beides ist interessant und spannend zu verfolgen, man bekommt von beiden Charakteren ein sehr gutes und persönliches Bild. Die einzelnen Fäden des Falles werden nach und nach verbunden und ergeben letztlich ein Bild, mit dem man so nicht gerechnet hätte – gerade auf den letzten 150 Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Dieser Krimi ist kein rasanter Pageturner, sondern entwickelt nach und nach seine Stärke mit viel Persönlichem, was mir bei den vorherigen Bänden schon sehr gut gefallen hat. Auch wie jedes einzelne Puzzleteil an seinen Platz kommt, ist spannend zu verfolgen. „Schockiert war sie in der Tür stehen geblieben, hatte die Hand immer noch auf der Klinke, den Mund leicht geöffnet und war unfähig zu verstehen, was sie dort vor sich sah.“ – Seite 310, eBook Mein Fazit: Ein packender Krimi, der mir mit seiner ausführlichen und komplexen Handlung sehr gut gefallen hat. Mit seinen 864 Seiten sehr umfangreich – nach und nach werden die einzelnen Fäden zusammengewoben, die zum Ende hin ein sehr überraschendes Bild ergeben. Die im Laufe der Handlung entstandenen Rätsel werden alle aufgeklärt und so manches Geheimnis gelüftet. Darüber hinaus hat Galbraith/Rowling auch wieder den Fokus auf das Privatleben der beiden Hauptcharaktere gelegt, das genau so interessant zu verfolgen ist wie dessen aktueller Fall. Wer gerne ausführliche und detailreiche Krimis liebt, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Sehr gelungen!

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Vita

Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall.

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Pressestimmen

»Die Auflösung des Falles gestaltet sich so zauberhaft unerwartet, dass zum erfolgreichen Miträtseln magische oder hellseherische Fähigkeit nötig gewesen wären.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (28. Dezember 2018)

»Sobald man endlich alle Charaktere und Handlungsstränge kennengelernt hat, liest man die zweite Hälfte des Buchs in einem durch, ohne es noch einmal aus der Hand legen zu können, vor lauter Neugierde auf das wirklich ganz und gar überraschende Ende. Sie ist doch eine Meisterin der bizarren zeitgenössischen Szenerien und Plots, die Schriftstellerin Joanne Kathleen Rowling.«

Ulrike Sárkány / NDR Kultur "Neue Bücher" (27. Dezember 2018)

»Dieses langsame Herantasten an die Aufklärung offenbart die Kunst der Autorin, die Spannung auch ohne Spektakel hoch zu halten.«

Focus Online (02. Januar 2019)

»Die Story ist richtig gut, das macht einfach Spaß.«

BR – b5 Kulturnachrichten (27. Dezember 2018)

»Erzählt ist die Geschichte in der Tradition bester englischer Detektivromane. Kleine ironische Brechungen inklusive.«

Hamburger Abendblatt (28. Dezember 2018)

»Ein echtes Krimivergnügen, herrlich leicht und klassisch zugleich.«

Gong (05. Januar 2019)

»Ein Kriminalfall als literarische Schnitzeljagd. Schön schrecklich und brutal komisch. Rowling/Galbraith versteht ihr Handwerk, versprochen.«

Mannheimer Morgen (28. Dezember 2018)

»Der vierte Thriller von Robert Galbraith […] enthält alle Zutaten eines guten Thrillers: Spannung, unerwartete Wendungen und interessante Figuren.«

Nürnberger Nachrichten (13. Juli 2019)

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