Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Roman

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Sinnsuche auf Japanisch - was im Leben wirklich zählt

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ...

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?

»Ein nachdenkliches kleines Buch, das einem die Tränen in die Augen treibt - die des Glücks und der Melancholie.«

annabelle Magazin (30. Mai 2018)

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
Originaltitel: If cats disappeared from the world
Originalverlag: Kodansha International Ltd Japan, Tokyo 2012
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-21494-4
Erschienen am  23. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Beeindruckende Philosophie

Von: Ponine T.

15.07.2018

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes … Dieses Buch ist mir vor kurzem im Rahmen des Top Ten Thursday über den Weg gelaufen und ich habe es mir dann ziemlich schnell direkt auch besorgt, weil der Klappentext sehr interessant klang. Gelesen habe ich das Buch dann während einer einzigen Zugfahrt und konnte es fast nicht unterbrechen. Um es kurz zu machen, ich bin schwer begeistert von dieser Novelle. Kawamura hat einen sehr angenehmen und dennoch auch ein wenig fordernden Schreibstil. Wenn es nicht so seltsam klänge, dann würde ich sagen, dass dieses Buch vielleiht das Japanischste ist, was ich bisher jemals gelesen habe. Japanisch in dem Sinn, dass man ja bestimmte Vorstellungen von der japanischen Lebensweise und Lebensphiloophie hat, und die sehe ich in diesem Buch sehr stark wieder. Eine Rückbesinnung auf die Werte hinter der Technisierung, die man erstmal mit Japan in Verbindung bringt. Nicht wirklich überraschendwert ist es, dass der Teufel als Erstes mit dem Telefon und Filmen so ziemlich die Hauptsymbole der japanischen Popkultur ausradiert. Als dann die Zeiteinteilung verschwindet, beginnt der Postbote, seine Entscheidung mehr und mehr zu hinterfragen, denn jetzt, außerhalb des getakteten Lebens, gibt es neue Zeit, in der manNachdenken kann, in der man sich mit sich selbst auseinandersetzen kann und muss. Das Buch gibt jede Menge Input, um selbst zu philosophieren, welche Dinge man bereit wäre zu opfern, welche Dinge es sind, die im eigenen Leben einen Sinn liefern und die man nicht missen kann, weil sie es wert sind, behalten zu werden. Mir hat besonders gefallen, mit welch wenigen Strichen der Autor es schafft, Figuren zu erschaffen, zu gestalten und mit Höhen und Tiefen zu versehen. Selbst nur kurz auftretende Nebenfiguren entstehen vor meinem Auge extrem plastisch, sie hinterlassen einen Eindruck, den ich bei anderen viel längeren Romanen manchmal vergeblich suche. Natürlich ist der Teufel in seiner Darstellung erst einmal großartig pointiert, aber allein die Überlegung, dass für den Briefträger niemand anders als eine Art von „entfesseltem Ich“ den Teufel ausmacht, ist schon wieder eine Überlegung wert, in der man sich nach den letzten Seiten verlieren kann. Diese Gedanken habe ich wirklich ein bisschen vermisst in meinen bisherigen Lektüren, und genau das amcht mir das Buch für dieses Jahr auch so wertvoll. Beeindruckend und absolut lesenswert!

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Was ist wichtig im Leben?

Von: Ulrike Frey

27.05.2018

Dieser Frage geht Genki Kawamura in seinem Roman mit dem neugierig machenden Titel nach. Ein Briefträger erfährt von seinem Arzt, dass er wegen eines Hirntumors nur noch ganz kurz zu leben hat. Er kann überhaupt nicht mit der Diagnose umgehen, hört dem Arzt nicht weiter zu und kommt irgendwie wieder bei sich zuhause an. Hier erwartet ihn in seiner Verzweiflung seine Katze Weißkohl und - der Teufel. Dieser macht ihm ein perfides Angebot. Er kann sein Leben um einen Tag verlängern, wenn er dafür sorgt, dass etwas von der Welt verschwindet. Was das ist, schlägt der Teufel vor. Er muss nur zustimmen. Es beginnt ganz einfach.... Genki Kawamura hat das Thema "was ist Überfluss, was ist wirklich notwendig und - wie furchtbar wichtig bin ich selbst" mutig angefasst. Nach jedem verlängerten Tag geht der Protagonist in sich und ist verzweifelt. Er denkt oft an die verpassten Gelegenheiten in der Vergangenheit. Aber er nutzt auch die erkaufte Zeit, um noch etwas gutzumachen. Der Autor hat den Roman in sieben Abschnitte (Tage) gegliedert und sehr flüssig in der Ich-Form geschrieben. Der Leser erlebt alles hautnah mit, alle Gedanken und Taten, als sei er der totkranke Briefträger. Ich mochte den wiederkehrenden Teufel, aber als Katzenfreund war ich auch rasch vernarrt in Weißkohl. Das Buch wurde aus dem Japanischen übersetzt von Ursula Gräfe und erscheint im Verlag C. Bertelsmann

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Vita

Genki Kawamura, 1979 in Yokohama geboren, ist ein japanischer Filmproduzent und hat mit seinen ersten Roman einen internationalen Bestseller vorgelegt, der auch erfolgreich verfilmt worden ist.

Zur AUTORENSEITE

Zitate

»In seinem Debütroman wirft Kawamura die spannende Frage auf, was wir bereit sind zu opfern, um uns selbst zu retten.«

Glamour (07. April 2018)

»Kawamura entwickelt eine Parabel auf die Frage, was ein Leben lebenswert macht. In Japan bereits ein erfolgeich verfilmter Bestseller, erobert das Buch nun auch Europa.«

Galore (06. April 2018)

»Melancholisch, lustig, nachdenklich, traurig, poetisch: All das trifft auf dieses wunderbare Buch zu und ist dabei noch so viel mehr. Eine Hommage an das Leben.«

BÜCHER Magazin (01. August 2018)

»Ein Büchlein - nicht nur für Katzenliebhaber -, das mit viel Witz zum Nachdenken anregt.«

buch aktuell (11. Juni 2018)

»Der Japaner Genki Kawamura erzählt seine Geschichte trotz ernsten Themas mit subtilem Humor und thematisiert so zeit- und kulturübergreifende Werte.«

Neue Westfälische (07. Juli 2018)