Wer nicht das Dunkel kennt

Thriller

(7)
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Kriminalhauptkommissarin Lydia Louis steht unter Schock: Das Unfallopfer, das sie befragen soll, ist der Rechtsanwalt Gregor Kepler – ein Mann, den sie aus der Vergangenheit kennt und dessen Gesicht sie in ihren schlimmsten Albträumen heimsucht ... Unauffällig gibt Lydia den Fall an einen jungen Kollegen ab. Kurz darauf werden sie und ihr Partner Chris Salomon an einen Tatort gerufen: In einem Teich wurde die entstellte Leiche einer Frau gefunden. Ihre Handtasche samt Handy liegt am Ufer. Ihr Name: Silvia Kastinzky. Ihr letzter Anrufer: Gregor Kepler. Diesmal muss Lydia den Fall übernehmen – und riskiert damit nicht nur ihren Job, sondern auch ihr Leben ...


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ISBN: 978-3-641-18955-6
Erschienen am  15. August 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Louis und Salomon ermitteln

Leserstimmen

Eigentlich ganz spannend

Von: Weltenbummlerin

09.04.2017

Inhaltsangabe: "Als Dr. Karen Browning die Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall. Doch schon bald hat sie das Gefühl, dass Jessica ihre Hilfe gar nicht sucht. Dafür scheint sie geradezu besessen von Karens Privatleben, und sie weiß Dinge von ihr, die kein Patient wissen sollte. Mehr und mehr fühlt Karen sich von der seltsamen jungen Frau verfolgt, dennoch glaubt sie nicht an eine ernsthafte Gefahr. Dann steht eines Tages die Polizei vor Karens Tür, und sie ahnt, dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen..." Genre: Psychothriller Seiten: 431 Titel: 2/5 Cover: 4/5 Inhalt: 4/5 Schreibstil: 5/5 Charaktere: 3/5 Das Buch fand ich eigentlich ganz gut. Das Ende war interessant, gut ausgetüftelt und nicht so vorhersehbar. Okay ich (und bestimmt auch einige andere) habe/n recht früh bemerkt, was abgeht, aber an sich war es eine gute Idee. Irgendwas hat mich irgendwie dennoch gestört, aber ich kann nicht recht benennen was. Mit den Charakteren wurde ich nicht so recht warm, die beiden Freundinnen von Karen mochte ich eigentlich, aber Karen selbst fand ich von Anfang an nervig und für den Rest konnte ich mich auch nicht ganz begeistern. Gefallen hat mir, dass ein Bezug zu dem ersten Buch von Jenny Blackhurst geschaffen wurde, auch wenn es nur ein kleiner war. Außerdem wurde eine meiner Lieblingsserien - Catfish - erwähnt, was ich richtig cool fand. ("Ich hatte im Netz von dieser Frau gelesen - Catfish wurde sie in dem Artikel genannt, nach einer Reality-Fernsehshow, die Leute auffliegen ließ, die auf Internet-Partnerbörsen logen und falsche Angaben über sich machten, um ihre Chancen zu verbessern." (S.308)) Den Schreibstil fand ich sehr gut, ich habe auch wieder fleißig schöne Zitate gesammelt, welche ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte, also los geht's: - "Doch beim Aufwachen am nächsten Morgen hatte Bea sich entschlossen, der miefigen Langeweile zu entkommen, auf den ihr Leben zusteuerte, wenn sie nicht aufpasste und mit ihrem Leben weitermachte wie bisher." (S. 93) - "Manchmal dachte Bea darüber nach, wie es wohl wäre zu leben, ohne sich selbst zu verachten. Genau zu wissen, wer man war und auf diese Person stolz zu sein. Es war komisch, die Leute nahmen automatisch an, dass das, was sie bestimmt unbedingt brauchte - galt das nicht für alle Frauen? - ein Ehemann war. Tatsächlich aber wollt sie gar nicht von einem anderen Menschen geliebt werden. Sie wollte nur eines: ein ganz klein wenig Zuneigung für sich selbst empfinden." (S. 95-96) - "Es war ja nicht so, dass es ihr finaziell viel besser ging, nur war ihr Leben eben reicher an Farben, während in meinem Leben Grautöne vorherrschten." (S. 139) - "Gott, das Leben war nicht gerade toll, wenn man darum betete, die Gasleitung möge undicht sein, nur um ein bisschen Gesellschaft zu haben." (S. 150) - "Das Erwachsensein war in ihnen gewachsen wie ein Tumor, zunächst fast unbemerkt, und als sie ihn schließlich bemerkten, war er bereits im Endstadium." (S. 200)

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Viel Handlung, wenig Raum, spannend.

Von: Tipperin

07.02.2017

Ein Unfall mit Fahrerflucht und ein verletzter Anwalt. Als Kriminalhauptkommissarin Lydia Louis mit ihrem Partner Chris Salomon im Krankenhaus zur Befragung des Opfers eintrifft, erwartet sie ein Schock. Das Opfer ist ein alter Bekannter aus der Vergangenheit, mit dem etwas schlimmes vorgefallen sein muss. Sie schafft es, sich selbst schnell aus der Angelegenheit rauszuhalten, bis an einem See eine weibliche Leiche gefunden wird. So viel ist von ihr nicht mehr zu erkennen, aber ihr letzter Anrufer war tatsächlich der Anwalt, der angefahren im Krankenhaus liegt. Nun kommt Lydia um eine Ermittlung, in der der Anwalt vorkommt, nicht mehr herum. Während mehrere Frauen unauffindbar sind und ein alter Mord an einem Professor irgendwie mit den Ermittlungen verstrickt zu sein scheint, hat die Kommissarin selbst jedoch noch ganz andere Probleme. Es scheint ein Video zu existieren, welches ihre Karriere zerstören könnte. Und jemand aus ihrem Team scheint es auf die abgesehen zu haben.. Stil, Machart, Meinung Dieser Thriller ist vergleichsweise dünn, der Plot vergleichsweise umfangreich. Daher ahnt man schon, dass die Autorin nicht lange fackelt und sich nicht mit unnötigen Beschreibungen aufhält. Das finde ich sehr gut, denn damit hab ich es meistens auch nicht so. Man ist schnell in der Geschichte drin und hat schnell zwei miteinander zusammenhängende Fälle mit einer Verbindung in die Vergangenheit. Diese bringen auch einige Personen auf die Bildfläche, die als Opfer, Zeuge oder mutmaßlicher Täter auftreten. Auf der anderen Seite hat man die internen Abläufe im Kommissariat, die nicht nur die Ermittlungen sondern ein paar Probleme innerhalb des Teams thematisieren. Dann gibt es mehrere Perspektiven, wobei die Hauptperson ganz klar Lydia Louis ist. Die Spannung ist, wohl auch durch die Knappheit, unbedingt gegeben. Es war zu keiner Zeit langweilig und ich war sehr fix mit dem Buch fertig. Zunächst hatte ich ein paar Probleme, mich bei den vielen Personen immer sofort zurechtzufinden. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mit Teil 3 ganz uninformiert mitten in die Reihe reingelesen habe. Hätte ich bei eins angefangen, wären mir die vielen Ermittler ja schon bekannt gewesen. Eine weitere Empfindung von mir ist es, dass eventuell etwas viel auf zu wenig Seiten passiert. Wie schon gesagt mag ich einen wenig ausschweifenden Erzählstil, hier ist jedoch ein sehr umfangreicher Plot recht kurz abgehandelt. Ich möchte jetzt nicht spoilern, aber es gibt nicht nur den Anwalt mit der Verbindung zu dem Mordopfer, sondern auch einen Mordfall in der Vergangenheit und einen Serientäter. Die Frage ist in der Geschichte dann, was davon womit zu tun hat. Das finde ich gut! Aber es gibt viele Ansätze in kurzer Zeit, mag hätte mehrere Dinge noch etwas ausbauen können. Dann gibt’s noch die vielseitigen Probleme der Ermittlerin dazu. Zunächst war mir die Ermittlerin ja gänzlich unsympathisch. Ihr Partner hingegen war sehr sympathisch. Rückblickend sind die beiden, auch im Zusammenspiel mit den anderen Kollegen, ein sehr gutes Team – auch für eine gesamte Reihe. Die Ermittlerin ist zwar im Auftreten recht unsympathisch, aber trotzdem gut im Job und nicht irgendwie böse, falsch oder ungerecht. Am Ende erschließt sich auch, woher das kommt. Daumen hoch für das gesamte Ermittlerteam, die Autorin hat es gut zusammengestellt! Fazit Ich vergebe 3 von 5 Sternen. Der Plot und die Schreibe waren gut, auch das Ermittlerteam ist mit reichlich Konfliktpotential für eine größere Reihe gut zusammengestellt. Der Fall war auch nicht schlecht. Trotzdem war dieser Thriller für mich eher Durchschnitt und ich habe schon besseres gelesen. Ich denke trotzdem, dass ich den nächsten Band bei Gelegenheit austesten werde, um der Reihe eine Chance zu geben. Es war nichts schlechtes an der Sache, nur nicht genügend Grandioses..

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Vita

Sabine Klewe, Jahrgang 1966, arbeitet als Schriftstellerin, Übersetzerin und Dozentin in Düsseldorf und hat zahlreiche erfolgreiche Kriminalromane veröffentlicht. »Der Nachtjäger« ist der Auftakt einer neuen Reihe um den Privatermittler Linus Roth.

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