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Wer ohne Liebe ist Kriminalroman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-09866-7

Erschienen: 08.07.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch

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Ein toter Lehrer, eine verbotene Liebe, eine Ermittlerin zwischen den Fronten.

In Berlin Zehlendorf wird ein Mann ermordet in seiner Wohnung gefunden. Seltsame Codes im Internet bringen die Radioreporterin Emma Vonderwehr auf eine brisante Spur: Der allseits beliebte Grundschullehrer verkehrte in rechten Kreisen. In seinem brandenburgischen Heimatort findet Emma heraus, dass der Schlüssel zu dem Mord in der DDR-Vergangenheit des Opfers liegt. Weitere Menschen sterben und auch Emma steht auf der Liste der Täter. Die junge Journalistin muss sich entscheiden: Macht sie ihre Entdeckungen öffentlich um Schlimmeres zu verhindern oder verhält sie sich loyal zu ihrem Partner Kommissar Edgar Blume, der auf den Fall angesetzt ist?

Mechthild Lanfermann (Autorin)

Mechthild Lanfermann ist 1969 in Niedersachsen geboren und lebt heute in Berlin. Sie studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und später Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Bei btb erschienen ist bisher ihre vierbändige Kriminalromanreihe um die Berliner Radiojournalistin Emma Vonderwehr.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-09866-7

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 08.07.2013

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Ein rechter Lehrer ist ein toter Lehrer

Von: Anke liest Datum: 27.06.2015

www.anke-liest.blogspot.com


Eine wahrlich komplizierte Geschichte, der Emma auf die Spur kommt. Stammt der Mörder tatsächlich aus dem politischen Milieu oder steckt etwas ganz anderes hinter der Bluttat? Und was macht Blume? Er hat doch eigentlich gar nichts mit dem Fall zu tun. Mechthild Lanfermann schafft es hier, selbst den gewieftesten Leser lange Zeit auf die Folter zu spannen. Vor allem das immer wieder Auftreten der jungen Lehrerin schafft es immer wieder, mich zu verwirren - was macht die, warum existiert die - das wird erst etwa nach der Hälfte des Buches klar.

Auch die rechtsradikalen Hintergründe finde ich - das habe ich ja bereits in der Einführung gesagt - sehr gelungen, auch wenn man hier natürlich wieder mit dem "In Brandenburg sind alle rechtsradikal" Klischee spielt - aber ein bisschen Klischee gehört ja irgendwie dazu. Schon die Lebensgeschichte des Mordopfers passt da rein - schon vor der Wende, mit 17, wurde er das erste mal verhaftet...

Von mir bekommt das Buch sehr gute 4 Sterne. Alles in allem ein rundrum gelungener, etwas klischeebehafteter Krimi, wie der Rest der Reihe durchaus Lesenswert.

2. Teil mit der Radiojournalistin Emma

Von: Monika Stutzke  aus Berlin Datum: 20.01.2014

Als der Lehrer Lukas Brinkmann ermordet wird, erhält Emma den Auftrag zur Berichterstattung des Falles. Schnell ist ersichtlich, dass der Lehrer im rechtsradikalen Milieu anzusetzen ist.
Auch ihr Freund und Polizist Edgar Blume ist auf den Fall angesetzt und ermittelt. Ein Austausch der beiden mit hilfreichen Informationen findet nur sporadisch statt, denn Edgar Blume sieht den Fall aus einer anderen Sicht als Emma, darf ihr jedoch dazu nichts sagen.
Emma findet heraus, dass der Lehrer ursprünglich aus einem kleinen Dorf in Brandenburg stammt und dass es vor kurzem schon mal einen Toten aus genau dem Dorf in Berlin gab. Gibt es da einen Zusammenhang und wenn ja, welche Rolle spielen die vielen Rechtsradikalen, die das Dorf fest in ihrem Griff haben? ...

Das war der zweite Teil mit der Radioreporterin Emma Vonderwehr und dem Polizisten Edgar Blume.
Die Autorin Mechthild Lanfermann macht es sich mit ihren Themen nicht leicht. Hat sie sich im ersten Teil unter anderem dem Thema Juden zugewendet, so hat sie sich mit diesem Krimi ein weiteres brisantes Thema ausgesucht - die rechte Szene in Deutschland.
Der Roman beginnt mit einem Ereignis aus dem Jahre 1987 im Osten Berlins. Nach einem Konzert in der Zionskirche tauchten Skinheads auf und grölten Naziparolen. Justiz und Polizei hatten bis dato rechtsextreme Tätigkeiten in der DDR abgestritten.
Einer der Beteiligten kam wegen Denunziation unschuldig in den Knast und schwor Rache an dem, der ihn da hineingebracht hatte.

Ein Dorf in Brandenburg scheint hier der Sitz von Rechtsextremisten zu sein. Es ist kurz vor der Landtagswahl und die Rechten wollen in den Landtag einziehen. Edgar Blume und sein Team wollen das verhindern, Drogen sind mit im Spiel, es fehlt noch die Verbindung, alles miteinander zu verknüpfen, um die rechte Partei verbieten zu können.
Für Blume drängt die Zeit, in 14 Tagen ist die Wahl, aber sie sind ihrem Ziel noch keinen Schritt näher.
Emma recherchiert auf die ihr eigene Art und Weise und kommt Edgar Blume mehr als einmal in die Quere, was ihm natürlich nicht passt. Er bittet sie, vieles von ihrem Recherchiertem noch nicht an die Öffentlichkeit zu bringen, um seine Arbeit nicht zu gefährden.
Sie ist mit der Situation nicht zufrieden und sucht weiterhin nach Antworten.
Mit Rocco Schmitz, einem der Rechtsextremisten, schafft sie sich einen ernst zu nehmenden Feind, der unter anderem auch gegen sie aufwiegelt. Obwohl sie Angst hat, gibt sie nicht auf.

Ein ausgesprochen dicht atmosphärisch aufgeladener Krimi mit dem Thema Rechtsextremismus in Deutschland legt Mechthild Lanfermann hier vor.
Es ist erschreckend, wie genau sie dieses Buch recherchiert hat, es macht Angst, weil man weiß, dass vieles die Realität in Deutschland ist.
Der Aufmarsch der Nazis und wie verschreckt man das als Otto Normalverbraucher in den Medien immer wieder erleben muss.
Hier ein ganzes Dorf unter der Knute der Neonazis, die Kirche wird als Treffpunkt genutzt, um das Jungvolk an sich binden zu können. Großkotziges Getue mit dem Gefühl der Macht lässt die andersdenkenden Dorfbewohner kapitulieren.
Beim Lesen spürt man die Angst förmlich.

Mit diesem Roman wird aber nicht nur nach einem Mörder gesucht, es zeigt einen Teil der deutschen Geschichte, der wieder nachweisbar gut recherchiert wurde. Neben Mord, Drogen und Nazis hat der Leser auch Einblick in die Gefühlswelt der beiden Protagonisten Emma und Edgar, die es sich beide nicht einfach machen.
Die Fäden des Ereignisse hat die Autorin geschickt geflochten. Selbst als der Mörder gefasst wurde, sinkt das Spannungslevel nicht ab, denn es ist noch immer eine Rechnung offen, die gezahlt werden muss.
Dass letztendlich alles stimmig ist, lässt den Leser mit einem guten Gefühl das Buch schließen.

Auch wenn man dieses Buch für sich allein lesen kann, würde ich empfehlen, den Vorgänger zu lesen. Die Autorin bringt zwar einige Rückblicke auf den Vorband, um die Zusammenhänge verstehen zu können, aber das erklärt meiner Meinung nach nicht genug die Beziehung zwischen Emma und Edgar, die langsam zustande kam.

Teil 1 hatte mir schon gefallen, aber der hier gefiel mir besser, ich fand ihn spannender und atmosphärisch dichter und empfehle ihn sehr gern weiter.

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