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Wer ruhig schlafen kann Kriminalroman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-13403-7

Erschienen: 09.06.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

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Berlin im Hochsommer: Radioreporterin Emma Vonderwehr springt als Gerichtsreporterin ein und wieder meldet sich ihr kriminalistischer Instinkt. Auf dem Alexanderplatz ist das Straßenmädchen Hilke tot aufgefunden worden. War es wirklich der alte Paule, der zwar notorisch zu viel trinkt, aber eigentlich ganz friedlich scheint? Als Emma nach der Verhandlung mit der Freundin der Toten spricht, bemerkt sie, dass diese vor etwas Angst hat. Emma beginnt in der Berliner Straßenszene zu recherchieren und wird mit Gewalt und Drogen konfrontiert. Hilke soll sich prostituiert haben, doch Emma zweifelt an der Geschichte. Sie hat einen schrecklichen Verdacht …

Mechthild Lanfermann (Autorin)

Mechthild Lanfermann ist 1969 in Niedersachsen geboren. Sie studierte Theater, Film- und Fernsehwissenschaften und später Journalistik an verschiedenen deutschen Hochschulen und an der Sorbonne in Paris. Nach dem Studium arbeitete sie als Reporterin und Redakteurin beim WDR, bei Radio Bremen, beim RBB und bei Deutschlandradio Kultur. Außerdem lehrte sie Hörfunk an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover . Mechthild Lanfermann lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Berlin.

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-13403-7

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 09.06.2014

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Der dritte Fall für Emma Vonderwehr

Von: Mordsbuch Datum: 04.02.2016

www.mordsbuch.net/

Der dritte Fall für die taffe Journalistin Emma Vonderwehr. Diesmal übernimmt sie die Urlaubsvertretung für einen Kollegen, als Gerichtsreporterin. In der Verhandlung wird gerade der Tod eines Straßenmädchens verhandelt, in der der Schuldiger schon so gut wie fest steht. Angeklagt ist der alkoholkranke, aber eigentlich herzensgute Paule. Für Emma scheint es nicht mehr all zu viel Neuigkeiten in diesem Fall zu geben. Doch dann trifft sie auf Maren, eine Freundin der Toten. Als Emma hörte was Maren zu erzählen hat, kommen ihr Zweifel, ob Paule wirklich der Täter ist und sie fängt an, auf eigene Faust in der Berliner Straßenszene zu ermitteln.

Mein Fazit: Ein spitzen Krimi mit super Recherchen. Das Buch hält die gesamte Länge über die Spannung, so das es einem schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Die sympathischen Charaktere kommen auch nicht zu kurz, so das man die Welt aus den Augen von Sozialarbeitern, Straßen-Kids und Obdachlosen sehen kann. Also alles in allem ein Buch das ich nur empfehlen kann.

Emma kann's nicht lassen

Von: Monika Stutzke Datum: 30.06.2015

lesendes-katzenpersonal.blogspot.de/

Emma Vonderwehr ist Radioreporterin und als diese momentan als Urlaubsvertretung bei Gerichtsverhandlungen unterwegs.
Hilke, eine Obdachlose vom Alexanderplatz, wurde tot aufgefunden, der Mörder Paul, ebenfalls ein Obdachloser, recht schnell gefunden, zumal er geständig war. Bei der Verhandlung wird Emma auf Maren aufmerksam, ein Mädchen, das den Angeklagten kannte und die Verhandlung besuchte. Als sie kurz mit ihr ins Gespräch kam, meinte diese, Paul wäre zu dem Mord gar nicht fähig gewesen, auch weil er ständig betrunken war. Sein Geständnis hatte er zwischenzeitlich widerrufen.
Emmas Spürsinn ist geweckt, sie recherchiert auf eigene Faust und versucht zu ermitteln, wer für den Mord verantwortlich ist. Dabei stößt sie auf die Tatsache, dass Edgar Blume, ihr Ex-Freund, der verantwortliche Ermittler seinerzeit für diesen Fall war. Sie spricht ihn darauf an, aber für ihn ist der Fall abgeschlossen...

Emma Vonderwehr ist eine taffe Radioreporterin, der es nicht reicht, einfach nur über die Verhandlungen zu berichten, sondern sie sieht genau hin und hört genau zu. So wird sie auf Maren aufmerksam, die die Tote und auch Paul kannte und die die Meinung vertritt, dass mit der Überführung von Paul als Mörder irgendwas nicht stimmt. Auch hatte Hilke wohl in letzter Zeit vor ihrem Tod von viel Geld gesprochen. Und es ist nicht zu übersehen, dass sie selbst Angst hat, wovor oder vor wem, gibt sie nicht preis.
Aber sie bringt Emma auf eine Spur, die sie emsig verfolgen wird.

Parallel zu Emmas Recherchen macht sich Edgar Blume Gedanken über den Fall, für den er zwar die Verantwortung trug, die er selbst aber nur grob begleitet hat. Obwohl er Emma erzählt hat, dass er mit seiner Frau einen Neuanfang plant und mit ihr gemeinsam Urlaub in Italien machen will, lassen ihn die damaligen Ermittlungen nicht in Ruhe und trotz Urlaub beginnt er im nachhinein ebenfalls Unklarheiten zu erkennen und ihnen nachzugehen.

Das ist nun schon der 3. Fall mit Emma Vonderwehr, einer Frau, die mir ausgesprochen sympathisch ist. Die Autorin entführt den Leser auf den Berliner Alexanderplatz, in das Milieu der Arbeits- und Obdachlosen. Sie zeichnet ein recht gut recherchiertes Bild vom Leben auf der Straße. Realitätsnah übermittelt sie ein Bild, das man als Unbeteiligter zwar am Rande sieht, über das man sich größtenteils keine Gedanken macht. Die Zustände, wie die Obdachlosen leben, machen betroffen und regen zum Nachdenken an.
Ebenso übermittelt sie aber auch, dass es Hilfe für diese Menschen gibt, die Streetworker, die sich ihrer annehmen, ihnen Essen geben und auf deren Hilfe die Betroffenen zählen können.
Ich bin selbst schon sehr oft über den Alexanderplatz gelaufen, aber beim nächsten Gang werde ich ihn wohl aus einer anderen Perspektive betrachten.

Die Ermittlungen sowohl von Emma wie auch von Edgar laufen parallel und bringen unglaubliches zutage. Auch wenn man als Leser bald einen Verdacht hat und sich dieser auch letztendlich bestätigt, wird das Buch zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Man wird stetig vorwärts getrieben, ist neugierig, wie sich alles auflösen wird und wie es zusammenhängt.

Dieser Krimi könnte auch als Einzelband gelesen werden, denn er ist in sich abgeschlossen. Wer jedoch auch gern auf das Insiderwissen der Beziehung zwischen Emma Vonderwehr und Edgar Blume zurückgreifen möchte, sollte die Reihe von Beginn an lesen, es lohnt sich.
Für mich ist es Krimi, an dem man nicht vorbeikommt, wenn man selbst Berliner ist. Mir wurde ein Stück Berlin gezeigt, das ich so noch nie bewusst in mich aufgenommen habe.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle und nicht nur Berlinern.

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