Wie man einen Toaster überlistet

Novelle

(4)
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Nach vielen Jahren in Flüchtlingsheimen und Notunterkünften kann Salima endlich in ein Hochhausapartment umziehen. Das Gebäude ist zwar neu, aber damit fangen die Probleme erst an: Der intelligente Toaster gibt auf einmal den Geist auf und nimmt nur noch das Brot der Toastermarke an. Dann fällt der Kühlschrank aus. Als Salima feststellt, dass selbst der Fahrstuhl die ärmeren Mieter benachteiligt, fasst sie einen Entschluss. Es muss doch einen Weg geben, sich in die Haushaltsgeräte zu hacken und sie wieder frei verfügbar zu machen! Gesagt, getan ...

»Leicht und locker. Für den kleinen Hunger zwischendurch.«

Helmut Petzold, Bayern 2 Diwan (02. Juni 2019)

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Unauthorized Bread
eBook epub (epub)
ISBN: 978-3-641-24176-6
Erschienen am  08. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Unautorisiertes Brot? Salimas Abenteuer als Hackerin

Von: Meliha Kocak

20.05.2019

Für meinen Geschmack war das Buch viel zu kurz. Aus dem Thema hätte man locker mehr machen können, aber hier war es immerhin überhaupt nicht in die Länge gezogen. Salima ist meistens schnell von Begriff, gründlich und hat gute Absichten. Sie möchte mit ihren Jailbreak-Aktionen (= Änderung des Betriebssystems, um andere Funktionen einzubauen) nur denjenigen helfen, die durch die steifen und unfairen Regeln so sehr benachteiligt werden. Natürlich gibt es da auch schnell viele Interessenten, weil die Dringlichkeit der aktuelle Lage wichtiger scheint als die drohenden Konsequenzen. Das Buch thematisiert also schon einige interessante Probleme, die aktuell schon vorhanden sind, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Die Umsetzung davon fand ich schon gelungen und auch gut verständlich. Dabei geht es um Toaster, Waschmaschinen und andere Geräte und alles ist sehr digital und "smart" - was heutzutage ja total angesagt ist - und daher sowohl angenehmer für den Verbraucher als auch komplizierter, wenn es um Nutzungsrechte geht. Salima gehört dabei zu einer Gruppe, die keine echte Wahl hat, was sie benutzen kann, weil sie keine finanziellen Mittel hat, und dadurch dazu gezwungen wird, in anderer Hinsicht Geld auszugeben. Auch Diskriminierung spielt in dem Buch eine Rolle! Enttäuschend fand ich aber, dass manches hier viel zu gut lief und vor allem zum Schluss alles zu schnell und einfach ging. Es ist zwar eine Novelle und daher kann man keine umfangreiche Geschichte erwarten, aber nach dieser zusammenhängenden und angemessen ausführlichen Story hätte ich mir auch ein entsprechendes Ende gewünscht. Fazit Mir hat "Wie man einen Toaster überlistet" ziemlich gut gefallen und ich mochte die Darstellung der Regeln um Patente, Nutzungsbedingungen und co. und auch Salimas Abenteuer als Hackerin fand ich spannend und unterhaltsam!

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Gar nicht smart

Von: Der Büchernarr (Frank)

25.04.2019

Der Titel dieser kleinen Novelle ist durchaus wörtlich zu nehmen. Der Aufhänger ist tatsächlich ein Toaster, der sich weigert, ein Toast zu toasten, weil seine Programmierung dies nicht zulässt. Selbstverständlich wird der Leser in dieser kleinen Novelle auf einen anderen Pfad geleitet. Intelligenz Die Erzählung spielt in der nahen Zukunft (auf neudeutsch Near Future), in der das Leben durch zahlreiche IoT-Geräte erleichtert wird. Der Gedanke, dass alles “smart” sein soll, wird hier weitergesponnen. Mit “IoT” ist “Internet of Things” oder zu gut deutsch “Internet der Dinge” gemeint. Dahinter versteckt sich ein Allesnetzwerk, in dem viele beliebige Geräte untereinander kommunizieren. Wie z.B. eine Toastscheibe mit einem Toaster oder das Geschirr mit dem Geschirrspüler. Dass die “Intelligenz” der Internetgiganten recht fragwürdig ist, merken die User im tagtäglichen Umgang im Netz, in dem die hochgelobten intelligenten Algorithmen ebenso versagen, wie die vermeintlich intelligenten Geräte in dieser Novelle. Doctorow zeigt dem Leser ein Szenario, in dem der soziale Status eng mit dieser Intelligenz verbunden wird und eine Klassengesellschaft formiert. Eine Angst, die aktuell mit der Angst um die Freiheit im Internet einhergeht und gar nicht mal so weit hergeholt sein mag. Fazit Diese kleine “Near Future Novelle” regt den Leser zum Nachdenken an, ob wirklich alles smart werden muss und wohin die Möglichkeiten eines “Internet der Dinge” führen kann. Dadurch wird diese Erzählung zu einem Buch über Freiheit und Selbstbestimmung, die sich kein Mensch in einer Gesellschaft nehmen lassen sollte. Sehr bemerkenswert fand ich in diesem Zusammenhang die Wertfreiheit hinsichtlich der gezeigten Hauptfigur, die frei von ethnischer Herkunft und Religion dargestellt ist. Eine empfehlenswerte Novelle, die ich allen Lesern ans Herz legen kann.

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Vita

Cory Doctorow, 1971 in Toronto geboren, ist Schriftsteller, Journalist und Internet-Ikone. Mit dem Blog boingboing.net und seinem Kampf für ein faires Copyright hat er weltweite Bekanntheit erlangt. Sein erster Jugendroman Little Brother wurde ein internationaler Bestseller. Cory Doctorow ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt in Los Angeles.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Die vielen Missbrauchsmöglichkeiten hinter technischen Innovationen in einer Erzählung darzustellen ist Doctorow überzeugend gelungen.«

Nordwest-Zeitung, Axel Knönagel (17. Mai 2019)

»Cory Doctorows Walkaway erinnert uns daran, dass die Zukunft, für die wir uns entscheiden, auch die ist, in der wir leben werden.«

Edward Snowden

»Cory Doctorow ist William Gibson auf Speed! Er schreibt Science Fiction, die ins Herz unserer Gegenwart zielt.«

Austin Chronicle

»Cory Doctorow schreibt die passende Science-Fiction für eine Welt, die sich selbst mehr und mehr in eine Science-Fiction-Welt verwandelt.«

Washington Post

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