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Willkommen bei den Friedlaenders! Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan

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€ 12,99 [D] inkl. MwSt.
CHF 16,00*
(* empf. VK-Preis)

eBook (epub) ISBN: 978-3-641-21404-3

Erschienen: 11.09.2017
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Vier Söhne, ein Flüchtling, kein Plan – aber jede Menge Herz!

Die Berichte in den Nachrichten, die vielen Bilder. So viele Flüchtlinge, und keiner weiß, wohin mit ihnen. Bei vier Söhnen, einer 90-jährigen Großmutter, Kater und Hund kommt es auf einen Jungen mehr auch nicht an, denkt die alleinerziehende Mutter und Journalistin Adrienne Friedlaender – und wenig später zieht der 22-jährige Moaaz aus Syrien bei ihr und ihren Söhnen ein. In amüsanten Episoden erzählt sie vom Multikulti-Mix unterm Reihenhausdach, von fröhlichen, irritierenden und bewegenden Begegnungen. So einfach kann Integration sein?

Wussten Sie, dass Adrienne Friedlaender Plan International unterstützt, ein Patenkind in Benin hat und einen Teil der Erlöse dieses Buches für ein Flüchtlingsprojekt spenden möchte? Zu den Interviews

»Humorvoll und nachdenklich zugleich beschreibt Adrienne Friedlaender die Zeit mit Moaaz …«

Für Sie (04.12.2017)

Adrienne Friedlaender (Autorin)

Adrienne Friedlaender, Jahrgang 1962, ist freie Journalistin. Seit mehr als zehn Jahren schreibt sie Porträts, Kurzgeschichten, Interviews und Reisereportagen aus aller Welt für Tageszeitungen, Magazine und Online-Medien. Sie lebt mit drei ihrer vier Söhne im Alter von neun bis 21 Jahren in Hamburg.

»Humorvoll und nachdenklich zugleich beschreibt Adrienne Friedlaender die Zeit mit Moaaz …«

Für Sie (04.12.2017)

»Ihr Buch ist sehr lesenswert.«

Hubertus Meyer-Burckhardt/NDR Talk Show (08.09.2017)

»'Willkommen bei den Friedlaenders' […] beschreibt lustig, lehrreich und anrührend das Zusammenfinden zweier Welten.«

BRIGITTE Bücher SPEZIAL (27.10.2017)

»Was die Autorin schildert, macht oft nachdenklich, ist aber auch zum Schmunzeln.«

Hamburger Morgenpost (11.09.2017)

»Informativ, liebevoll und heiter.«

MYWAY (06.09.2017)

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13.12.2017 | 20:00 Uhr | Hamburg

Lesung
Eintritt: AK € 5,-

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Mehr Infos

Ev. Gemeindeakademie/Ev. Gemeindehaus Blankenese
Mühlenberger Weg 64 a
22587 Hamburg

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-21404-3

€ 12,99 [D] | CHF 16,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 11.09.2017

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Zwei Kulturen

Von: Anyah Fredriksson Datum: 20.09.2017

https://angisbuecherkiste.blogspot.com

Adrienne Friedlaender ist Journalistin und alleinerziehende Mutter von vier Söhnen. Als sie im Sommer 2015 die Berichterstattung über die Flüchtlingswelle mit ihren Kindern im Fernsehen verfolgt, fragt der jüngste Sohn unvermittelt: „Warum nehmen wir eigentlich niemanden auf? Alle reden immer von Mitleid und wie schrecklich all das für die armen Flüchtlinge ist, aber keiner will sie ins Haus lassen. Finde ich eigentlich echt komisch.“ Dem konnte Adrienne Friedlaender nur zustimmen und nachdem sie dann den Familienrat einberufen hatte, stand der Entschluss fest – wir nehmen einen Flüchtling in unserer Familie auf! Gesagt getan. Die Autorin besucht mit zwei ihrer Söhne das Erstaufnahmelager Schnackenburgallee in Hamburg. Den Kontakt zu dem Flüchtling Moaaz hatte eine gute Freundin der Friedlaenders, die in dem Lager als Musiktherapeutin arbeitete, eingefädelt. Nach einem kurzen zurückhaltenden Gespräch fragte einer der Jungen, „Können wir ihn bitte gleich mit nach Hause nehmen?“ Zu bedrückend war die Atmosphäre in der Unterkunft, zu verängstigt wirkte Mooaz. Der verstand dann die Frage auch fast nicht, ob er es sich vorstellen könnte in der Familie zu leben, oder besser, er traute seinen Ohren nicht. Auf dem Heimweg tat sich dann jedoch bereits das größte Problem auf: die Familie besitzt einen Hund! In Syrien leben Menschen nicht mit Tieren zusammen. Doch auf die Frage, ob er lieber wieder umkehren möchte, schüttelte Moaaz nur den Kopf. Er würde den Hund schon verkraften. So begann ein Abenteuer.

„Meine Familie hat keinen Plan gehabt, ich denke zu viel Vorbereitung kann eher schaden, wenn man alles zu Ende denken würde und sich zu viele Gedanken macht … dann macht man es nie. Und trotzdem würde ich alles so wieder tun in meinem Leben, das ist eine Entscheidung des Herzens!“ Dies sagte die Autorin Adrienne Friedlaender in der NDR Talkshow und hatte mich als zukünftige Leserin bereits gewonnen. Das Buch liest sich ganz wundervoll, in verständlicher Sprache und mit lustigen Episoden aufgepeppt berichtet die Autorin von ihrem veränderten Leben. Was es heißt, mit zwei Kulturen in einem Haus zu leben. Was Moaaz von den Friedlaenders lernen konnte und umgekehrt, was er ihnen beibrachte. Eine Geschichte, die berührt, die sich tief ins Herz hineinbohrt und dort ausbreitet.

Von Herzen gerne vergebe ich diesem Buch fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es unbedingt weiter. Es ist ein Buch über Menschlichkeit, schöne Erfahrungen, aber auch von den alltäglichen Schwierigkeiten, die auftreten, wenn ein neues Familienmitglied integriert wird.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

zu perfekt, zu viel heile Welt

Von: Sandra Datum: 17.11.2017

www.sandras-testblog.de

Adrienne Friedlaender ist alleinerziehend, hat einen Hund, eine Katze und vier Kinder, von denen das Jüngste gerade einmal 8 Jahre alt ist. Und sie hat etwas getan, wozu vielen von uns schlichtweg der Mut fehlt: sie nahm für 7 Monate einen Flüchtling bei sich zu Hause auf. Den Anstoß gab damals ihr 12jähriger Sohn mit der Frage, warum sie nicht eigentlich einen Flüchtling aufnehmen würden, anstatt wie alle nur über Mitleid zu reden. Kurze Zeit später zog der 21jährige Moaaz bei ihnen ein. Ein schüchterner Syrer mit einer Katzenphobie, der nur gebrochen Englisch sprach.

Im Laufe der Wochen und Monate stellt Moaaz sich als wahrer Musterschüler und perfekt erzogener Ziehsohn heraus. Er hilft – so ganz anders als die eigenen verzogenen Kinder – im Haushalt, kocht und erweist allen vor allem Respekt. Schließlich geht Familie in Syrien über alles und nie würde Moaaz ein schlechtes Wort über die Familie verlieren. Weder über seine eigene, noch über die, in der er jetzt lebt.

Eigentlich läuft Moaaz „nur“ bei den Friedlaenders mit und doch wird er dadurch perfekt integriert. Indem er mit dem Hund Gassi geht, bekommt er Kontakt zu den Nachbarn. Er geht zum Sport, lernt die deutsche Pünktlichkeit kennen und auch, dass Kinder eben viel mehr Freiheiten haben. Doch auch die Familie und vor allem Adrienne kann von Moaaz vieles lernen. Mehr Gelassenheit und Ruhe zu zum Beispiel und natürlich sehr viel über die arabische Kultur und auch den Koran.

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Eigentlich könnte alles perfekt sein. Eine chaotische Familie mitten aus dem Leben, ein Flüchtling mittendrin und eine Autorin, die einen sehr lockeren und teils saloppen Sprachgebrauch hat. Die ersten Seiten des Buches fand ich es großartig und mochte es gar nicht zur Seite legen. Ich fühlte mich als Leser rundum wohl und selbst auch ein Stück weit angekommen. Doch irgendwann begann genau dieses Perfekte mit den fehlenden Problemen zu nerven. Unglaubwürdig und sogar langweilig zu werden. Adrienne, die ich zu Beginn des Buches noch total nett fand und mit der ich sogar ein Stück litt angesichts ihrer pubertierenden Kinder, wurde mir unsympathisch und ihre Kinder in meinen Augen nur verzogen. Und obwohl ich das Buch ein paar Wochen zur Seite legte, um Abstand zu bekommen und darüber nachzudenken – besser wurde es damit nicht.

Bitte versteht mich nicht falsch! Ich finde es großartig, dass alle den Mut hatten, jemanden völlig fremdes in ihr Haus aufzunehmen und sich einer völlig fremden Kultur zu öffnen. Schließlich ist es nicht damit getan, nur einen Schlafplatz anzubieten – es gehört noch eine ganze Menge mehr dazu. Aber heute, nachdem ich das Buch, auf das ich mich wirklich gefreut hatte, ausgelesen habe, frage ich mich, ob man deshalb wirklich darüber ein Buch schreiben muss.
Während des Lesens bekam ich immer wieder den Eindruck, dass es voll von Dingen ist, mit denen man ein Vorurteil nach dem anderen Beiseite räumen wollte. Moaaz ist lieb, hilft, er kocht, er integriert sich perfekt, macht nie Probleme, wird von der Großmutter über alles geliebt und freundet sich sogar mit der Katze an, vor der er zu Beginn so große Angst hatte. Ihre eigenen Kinder weigern sich statt dessen überhaupt etwas zu tun oder im Haushalt zu helfen. Große Diskussionen gibt es nicht und bei den nur natürlichen (kulturellen) Unterschieden überdenkt Adrienne ihre Einstellung und Sicht der Dinge und schon ist das Thema im Buch vom Tisch. Der Sportverein schenkt Moaaz die Mitgliedschaft und auch die Hausärztin übernimmt wie selbstverständlich die Kosten für die Vitaminkur, die sie ihm verordnet. Natürlich ist das alles toll, aber im gesamten wirkt es einfach ein bisschen zu puderzuckrig. Auch ich habe hin und wieder mit Flüchtlingen zu tun und da ist es keineswegs alles sooooo rosarot.

Auch wir hatten eine Zeit lang überlegt, einen Flüchtling bei uns aufzunehmen, gerade deshalb fand ich das Buch im Vorfeld so spannend. Unsere Kinder sind allerdings viel jünger und genau deshalb entschieden wir uns damals dagegen. Das Buch selbst hat unsere Entscheidung im Nachhinein in keinster Weise geändert oder überhaupt dabei geholfen. Etwas versöhnt hat mich allerdings der auch durchaus selbstkritische Rückblick am Ende des Buches, aber grundsätzlich denke ich, dass eine Zeitungskolumne oder ein Blog zum Thema mit jeweils Kurzgeschichten wahrscheinlich besser gewesen wäre.

Ich habe mir im Vorfeld sehr viele Gedanken gemacht, ob ich es nun empfehlen würde oder nicht. Es ist mir durchaus bewusst, dass hinter diesem Buch echte Menschen und Schicksale stehen und ich freue mich aufrichtig für Moaaz, dass er so gut in Deutschland angekommen ist und sich zurecht gefunden hat. Er hatte großes Glück, einen Platz in einer liebevollen Familie gefunden zu haben. Auch zolle ich Familie Friedlaender meinen absoluten Respekt und Bewunderung. Und genau deshalb lasse ich es offen und werde weder eine Empfehlung abgeben, noch davon Abraten. Schließlich ticken wir alle anders und wer weiß – vielleicht seid ihr von dem Buch total begeistert?

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