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Wir haben das KZ überlebt - Zeitzeugen berichten

Ab 12 Jahren

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-15680-0

Erschienen: 28.09.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Wer Überlebende des Holocaust trifft, spürt den Abgrund, der sie von anderen Menschen trennt. Sie waren in Auschwitz, Buchenwald, Dachau. Sie haben unsägliches Leid erfahren. Der Tod war ihr ständiger Begleiter. 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz gibt es nicht mehr viele Zeitzeugen. Umso wichtiger ist es, ihre Erfahrungen für die Nachwelt zu dokumentieren. Im Gedenken an die Toten, aber auch für den Frieden in der Zukunft. Damit sich die Hölle auf Erden nicht wiederholt.

Reiner Engelmann hat Max Mannheimer, Esther Bejarano, Eva Mozes Kor und sieben weitere Zeitzeugen befragt und ihre Erinnerungen für Jugendliche aufgeschrieben. Ein erschütterndes Zeugnis und ergreifendes Mahnmal wider das Vergessen. Und zugleich ein zutiefst bewegendes Plädoyer für das Leben.

Mit schwarz-weiß Fotos und ausführlichem Glossar.

"Kann dank des gut lesbaren Stils und des kundigen Glossars nicht nur historisch interessierten Jugendlichen empfohlen werden."

Eselsohr, Thomas Unglaube (01.10.2015)

Reiner Engelmann (Autor)

Reiner Engelmann wurde 1952 in Völkenroth geboren. Nach dem Studium der Sozialpädagogik war er im Schuldienst tätig, wo er sich besonders in den Bereichen der Leseförderung, der Gewaltprävention und der Kinder- und Menschenrechtsbildung starkmachte. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Anthologien zu gesellschaftlichen Brennpunktthemen und seit 1969 aktiv bei amnesty international. Bei cbj sind bereits erschienen: "Der Fotograf von Auschwitz" und "Wir haben das KZ überlebt".

"Kann dank des gut lesbaren Stils und des kundigen Glossars nicht nur historisch interessierten Jugendlichen empfohlen werden."

Eselsohr, Thomas Unglaube (01.10.2015)

"Diese Interviews zeugen von der großen Empathie des Autors, die genau zu diesem oft verdrängten Teil des Erlebens aus Opfersicht Vertrauen aufbaut."

astrolibrium.wordpress.com (02.10.2015)

"Ich habe große Hochachtung vor der Empathie und eindringlichen Art von Reiner Engelmann, über den Holocaust, seine Opfer und die Überlebenden zu schreiben."

zwiebelchens-plauderecke.blogspot.de (24.02.2016)

Originaltitel: Die letzten Zeitzeugen

eBook (epub)
Mit Fotos

ISBN: 978-3-641-15680-0

€ 13,99 [D] | CHF 17,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbj

Erschienen: 28.09.2015

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Lesenswerte Berichte von Zeitzeugen aus dem 2. Weltkrieg

Von: daudlmaus Datum: 23.09.2015

daudl-maus.blogspot.de/

Vor kurzem bekam ich als eBook das Buch "Wir haben das KZ überlebt - Zeitzeugen berichten" von cbj zur Verfügung gestellt.
In dem Buch berichten Zeitzeugen wie sie die damalige Zeit erlebt haben. Und wie sie - wie es der Titel bereits verrät - das KZ überlebt haben.
Als ich vor ein paar Jahren einem Zeitzeugen in Berlin zuhören durfte, hat mich das besonders ergriffen. Das war ein Mensch, der das wirklich erlebt hat. Der schonungslos berichtet hat, wie es war. Kein Geschichtsbuch der Welt kann das Gefühl ersetzen, was das damals in mir ausgelöst hat.
Die Menschen in diesem Buch, die hier ihre Geschichte erzählen, sind ebenfalls Menschen, die anderen Menschen von damals erzählen. Leider werden sie älter und irgendwann gibt es sie nicht mehr. Meine Kinder sind noch so jung, sie verstehen vieles noch nicht.
Auch hat nicht jeder das Glück so jemanden einmal selbst kennenlernen zu dürfen. Denn es ist wichtig, nicht zu vergessen. Nicht, damit ich mich schlecht fühle wegen Fehler, die andere lange vor mir begangen haben. Sondern, um es anders zu machen. Menschen anders zu behandeln.
Menschenleben zu achten.
Dieses Buch hat mich beim Lesen berührt, die Schicksale der Menschen haben mich ergriffen. Und es hilft dabei nicht zu vergessen. Wer wie ich genau danach auf der Suche ist, der ist mit diesem Buch genau richtig beraten.
Von Menschen, die es erlebt haben, für Menschen, die das nicht vergessen wollen.
Und obwohl das was die Menschen darin beschreiben so viele Jahre zurück liegt, ist die Botschaft darin doch unmissverständlich:

Achte das Leben anderer Menschen.

Und damit ist die Botschaft auch heute brandaktuell.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Gegen das Vergessen

Von: Anne-Marit Strandborg Datum: 24.04.2017

https://anneslesetagebuch.wordpress.com/

Über 70 Jahre ist die Befreiung von Auschwitz her. Die Menschen, die dort eingekerkert waren, haben die Hölle auf Erden erlebt. Doch viele Überlebende gibt es mittlerweile nicht mehr. Einige hat Reiner Engelmann aufgesucht und sie befragt. Und sie waren bereit, zu erzählen. Aufgeschrieben wurden diese Erinnerungen für Jugendliche.

"Niemand kann aus der Geschichte seines Volkes austreten.
Man soll und darf die Vergangenheit
nicht auf sich beruhen lassen,
weil sie sonst auferstehen
und zu neuer Gegenwärtigkeit werden könnte."

Jean Amery

Meine Großtante wurde 1911 geboren, hat also beide Weltkriege miterlebt. Im Zweiten Weltkrieg, das weiß ich von einem Onkel, hat sie jüdische Mitbürger versteckt – aber sie selbst hat nie ein Wort über diese Zeit verloren. Dabei war ich sehr interessiert und habe Fragen gestellt. Doch bis zu ihrem Tod hat sie geschwiegen.

Esther Bejarano stammt aus einer musikalischen Familie. Als Kind lernte sie das Klavierspielen. Schon mit zehn Jahren spürte sie die politischen Veränderungen, musste eine jüdische Schule besuchen. Zwei jüngere Geschwister wurden zur Sicherheit ins Ausland geschickt, doch eigentlich glaubte der Vater, dass es nicht so schlimm werden würde und weigerte sich, mit dem Rest der Familie auszuwandern. Doch es kam schlimmer. Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen, jüdische Geschäfte wurden zerstört und geplündert und Juden verhaftet. Da nützte es dem Vater auch nichts, dass er auf sein Eisernes Kreuz 1 verweisen konnte, die höchste deutsche Kriegsauszeichnung. Er kam ins Gefängnis und wurde dann nach Breslau versetzt, während Esther in die Jugend-Aliah-Schule in Berlin kam, die ein Vorbereitungslager zur Auswanderung nach Palästina war. Doch diese Lager wurden 1941 geschlossen, die Jugendlichen in Zwangsarbeitslager gesteckt. Esther kam nach Neuendorf bei Fürstenwalde in ein Lager. Sie musste in einem Blumengeschäft 12 Stunden täglich arbeiten. Während der Besitzer manierlich mit ihr umging, waren es die Kunden, die sich nicht mehr von einer Jüdin bedienen lassen wollten.
Ende des Jahres erhielt Esther den Auftrag, die Wohnung der Eltern zu räumen. Sie sah, dass diese überhaupt nichts mitgenommen hatten und erfuhr erst später, dass die Eltern zu dem Zeitpunkt nicht mehr lebten.
Und dann kam Auschwitz.

Das Kapitel über Esther Bejarano ist überschrieben mit Ich habe viel Glück in meinem Leben gehabt. Auf jeden Fall hatte sie das Glück, den Horror zu überleben. Sie ging nach dem Krieg nach Palästina, heiratete dort und ging dann aber mit ihrem Mann nach Hamburg zurück. Und dann, wenn sie Menschen sah, die ungefähr ihr Alter hatten, kamen die Fragen: Wussten die was? Haben die geschwiegen? Waren unter ihnen sogar Täter?

Esther Bejarano wollte sich rächen, wie, das wusste sie damals noch nicht. Es war auch kein Rachedurst gegen einzelne Personen, sondern gegen das System.
Seit 1979, nach einem Schlüsselerlebnis mit der deutschen Polizei, schaut ihre Rache nun aus: singend auf der Bühne und erzählend in den Schulen – ich verneige mich.

Nicht nur Esther Bejarano kommt in diesem Buch zu Wort. Weitere Zeitzeugen berichten über ihr Leben:

Edward Paczkowski: „Wir sind alle Menschen! Wir wollen leben!“
Erna de Vries: „Ich wollte noch einmal die Sonne sehen.“
Josef Königsberg: „Erinnerung ohne Hass.“
Philomena Franz: „Wenn wir hassen, verlieren wir. Wenn wir lieben, werden wir reich.“
Heinz Hesdörffer: „Ich rede, damit ihr wisst, wie es damals war!“
Karol Tendera: „Wir Slawen haben keinen Hass in uns.“
Eva Mozes Kor: „Ich habe den Nazis vergeben.“
Tadeusz Sobolewicz: „Vergebung, Versöhnung ist wichtig! Aber wir dürfen nicht vergessen!“
Max Mannheimer: “ Versöhnung als Stärke.“

Dieses Buch ist zwar für Jugendliche aufgearbeitet worden, aber es dürfen auch gerne Erwachsene lesen, die sich noch unschlüssig sind, wem sie ihre Stimme verweigern sollen.

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