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Zeitkurier Roman

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18443-8

NEU
Erschienen: 14.08.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Paperback

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In einer zerstörten Zukunft liegt die letzte Hoffnung in der Vergangenheit

Die Erde hat sich in der Zukunft in ein verseuchtes Ödland verwandelt, und die Menschheit musste ins äußere Sonnensystem ausweichen. Dort, in den Weiten des Alls, sind Ressourcen allerdings ein seltener Luxus, und so bedient sich die menschliche Zivilisation der Zeitreise als letztes Mittel. Sogenannte Zeitkuriere reisen in die Vergangenheit, um dort nach Ressourcen und Antworten zu suchen. Bei seinem letzten Auftrag macht der Zeitkurier James Griffin-Mars jedoch den größten Fehler: Er greift in die Zeitlinie ein – und rettet eine Frau. Jetzt bleibt ihnen nur noch die Flucht in die Gegenwart …

»Was für ein Zeitreise-Abenteuer! Unbedingt lesen!«

Ann Leckie

Wesley Chu (Autor)

Wesley Chu, 1976 in Taiwan geboren, wuchs in den USA auf und studierte Management und Informatik an der Universität von Illinois. Nach einigen Jahren als Berater, Banker und Stuntman wurde sein Erstlingsroman "Das Leben des Tao" ein großer Erfolg. Mit "Der Zeitkurier" hat Wesley Chu internationale Anerkennung gewonnen. Er lebt mit seiner Familie in Chicago.

wesleychu.com/

»Was für ein Zeitreise-Abenteuer! Unbedingt lesen!«

Ann Leckie

»Wesley Chu hat das Genre der Zeitreiseromane neu erfunden. Zeitkurier ist ein gnadenlos brillantes Buch!«

Paul Cornell

Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: Time Salvager
Originalverlag: Tor Books

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18443-8

€ 11,99 [D] | CHF 14,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

NEU
Erschienen: 14.08.2017

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Gute Idee mit leider nicht so guter Umsetzung

Von: unzensiert♡team Datum: 13.10.2017

unzensiertblog.blogspot.de/

Der Chronaut James Griffin-Mars ist einer von wenigen Menschen, die das fast vollkommen heruntergewirtschaftete Universum noch am Laufen halten. Aus dem Jahr 2511 unternimmt er Zeitreisen in die Vergangenheit, um wertvolle Ressourcen zu stehlen. Doch dann bricht er das wichtigste Gesetz: Er rettet einer jungen Wissenschaftlerin das Leben – und bringt sein eigenes in tödliche Gefahr...

Wesley Chus Zweitling ist ein klassisches Science-Fiction-Abenteuer: Raumschiffe fliegen umher (oder werden geschrottet), Zeitreisen werden unternommen, seltsame Anzüge werden getragen und über allem liegt der Hauch der Zukunft. Einer ziemlich niederschmetternden Zukunft, in der die Erde nach einer Umweltkatastrophe kaum noch als diese zu erkennen und auch das restliche Universum nicht grade der schönste Platz zum Leben ist. Dementsprechend rau sind diejenigen, die dort leben: Machthungrige Firmenbosse, wilde Stämme und natürlich die Chronauten, Retter der Menschheit, indem sie die gefährlichen Zeitreisen unternehmen, die sie nicht nur physisch, sondern auch psychisch an ihre Grenzen bringen. Chronaut James ist da keine Ausnahme: ein übel gelaunter, versoffener Kerl mit nur einem einzigen Freund und wenig Zielen. Mit der Rettung von Elise scheint sich jedoch einiges zu ändern – leider nicht unbedingt zum Guten.
Zu Beginn (sobald man sich an den eben wirklich sehr Sci-Fi-mäßigen Schreibstil gewöhnt hat) baut Chu die Geschichte sehr gut auf, führt die Figuren und die Welt ein und steuert interessant auf einen Höhepunkt zu. Nach der Rettung von Elise wird dieses Niveau noch über einige Seiten gehalten, um dann jedoch unerklärlicherweise abzufallen. Alle bisher angelegten Erzählstränge werden, anstatt ausgebaut zu werden oder sich zu einem gemeinsamen Finale zu steigern, irgendwie mitgeschleift. Weder die Beziehungen der verschiedenen Personen zueinander noch die Arbeit von Elise oder die persönlichen Entwicklungen werden wirklich thematisiert, stattdessen schleppt sich die Handlung streckenweise dahin, um dann plötzlich in einem ersten Finale zu münden. Dieses wiederum hätte Potential für starke emotionale Szenen – welches jedoch leider nur zu einem kleinen Teil ausgeschöpft wird.
Das Schwierigste ist das Ende, welches so unerwartet und abrupt daherkommt, dass man sofort zum zweiten Teil greifen will, denn jetzt, so scheint es, geht die Geschichte erst wirklich los. Aber: Nirgendwo steht etwas darüber, ob es einen weiteren Teil geben wird oder ob es sich hierbei um eine Reihe handeln könnte. Also können wir nur davon ausgehen, dass dies nicht der Fall ist.

Deshalb können wir dem „Zeitkurier“ unter diesen Umständen leider nur 2 1/2 Sterne geben. Wir hätten gerne mehr Sterne gegeben, denn der Anfang und das ungewöhnliche Setting haben uns wirklich Spaß gemacht, ebenso wie die grundlegende Idee und die mit James‘ Entscheidung einhergehenden Ereignisse. Die zweite Hälfte des Buches jedoch ging einfach nicht in die Tiefe. Dazu kam das unerwartete und unerfüllende Ende – zu einem Zeitpunkt, an dem für uns einfach viel zu viele Geschichten unerzählt und Fragen unbeantwortet blieben. Das zusammen lässt leider nicht zu, dass wir dieses Buch wirklich weiterempfehlen können – nur Sci-Fi-Fans, die einfach gerne alles lesen, was mit Zeitreisen und der Zukunft im Weltraum zutun hat, würden wir sagen: Lest das mal, wird euch sicher nett unterhalten.

Science Fiction ohne viel Schnickschnack

Von: Janine Gimbel Datum: 08.09.2017

schreiblust-leselust.de/

Das Universum im 26. Jahrhundert: Die Erde ist ein verseuchtes Ödland, nur noch ein Bruchteil der einstmaligen Weltbevölkerung lebt auf ihr. Die Menschen sind teils gestorben, teils ins All ausgewandert. Deshalb gibt es auf zahlreichen Planeten Kolonien. Doch eins konnte dabei nicht gelöst werden: Die Energiequellen und Ressourcen werden dennoch langsam knapp. Um diesem entgegenzuwirken, machen speziell ausgebildete Menschen Zeitreisen, die Chronauten. James Griffin-Mars ist einer von ihnen, ein sehr guter sogar. Er ahnt allerdings nicht, dass sein neuer Auftrag auf der Erde alles verändern wird und sein komplettes Weltbild infragestellt.

Wesley Chu ist mit „Zeitkurier“ ein sehr interessanter Zeitreisen-Science-Fiction-Roman gelungen, der ohne viel Technik auskommt. Man muss nicht seitenweise über den Aufbau von Raumschiffen und deren zahlreiche Knöpfe lesen, sondern kann sich mit dem Problem der Zeitreisen und den Auseinandersetzungen der Menschen mit ihrer Umgebung befassen. Die Zeitreisenden werden jahrelang getestet und ausgebildet, nur die besten schaffen die Prüfung. Und selbst dann dürfen sie nicht in kritische Zeiten, etwa die Weltkriege, hineinspringen. Das dürfen erst erfahrene Chronauten wie James. Damit die Zeitreisen nicht ganz aus dem Ruder laufen, sind bestimmte Gesetze einzuhalten. Ändert sich etwas in der bereisten Zeit, wird dies Verwerfung genannt. Ziel ist es, so wenige Verwerfungen wie möglich zu kreieren, damit diese möglichst schnell heilen und der Zeitstrom intakt ist. Ist zum Beispiel ein Chronaut mit der Bergung von Brennholz bei einem Waldbrand beauftragt, muss er dafür sorgen, dass der Wald trotz seines Einsatzes auch wirklich abbrennt. James hat die Gesetze verinnerlich, nimmt sie aber nicht allzu ernst. So kommt es dann auch, dass er eine Person aus der Vergangenheit mit in die Gegenwart bringt und damit eines der wichtigsten Zeitreise-Gesetze verletzt.

James ist generell kein einfacher Fall. Bisweilen macht er den Zugang zur Geschichte sogar schwer. Er hat seinen Job im Wesentlichen satt und betrinkt sich meist maßlos. Er hat nur einen guten Freund, seinen Lotsen Smitt, sonst kann den Widerling keiner leiden. Smitt kennt James schon lange und kann ihn eigentlich auch nicht wirklich leiden, hält aber zu ihm und macht seinen Job. Wie sollen ihn dann die Leser und Leserinnen leiden können? Nun, das ist nicht einfach, aber irgendwie fügt sich die tolle Geschichte um diese sperrige Figur herum und wird trotzdem interessant und turbulent.

Science-Fiction ohne viel Schnickschnack mit dem spannenden Thema Zeitreisen. Das macht Lust auf mehr. Im englischen Original gibt es unter dem Titel „Time Siege“ tatsächlich eine Fortsetzung zum Cliffhanger im ersten Band. Bleibt zu hoffen, dass dieser auch deutschen Lesern und Leserinnen nicht vorenthalten wird!

Gelungene Unterhaltung, wenn auch die Hauptfigur den Zugang zur Geschichte maßgeblich erschwert.

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