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Zerschnitten Thriller

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eBook (epub) ISBN: 978-3-641-18849-8

Erschienen: 08.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Henry Cutter hat viele Menschen ermordet – sehr viele Menschen. Doch die Morde finden nur in seiner Imagination statt, denn er ist ein berühmter Thrillerautor. Eines Tages behauptet Cutter allerdings, die geschilderten Taten tatsächlich begangen zu haben. Niemand glaubt dem Autor, denn unlängst wurde bei ihm eine voranschreitende Demenz diagnostiziert. Cutter kann keiner Erinnerung mehr trauen. Das Problem ist nur, dass in seiner Umgebung plötzlich schreckliche Morde geschehen. Bestialisch – wie in den Büchern von Henry Cutter ...

Weitere Infos zu Paul Cleave und seinen Thrillern

Paul Cleave (Autor)

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren, dem Ort, wo auch seine Romane spielen. Dem Fan von Stephen King und Lee Child gelang mit seinem Debütroman Der siebte Tod auf Anhieb ein internationaler Erfolg, der in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten stand.

www.paulcleave.co.nz/de

Aus dem Amerikanischen von Frank Dabrock
Originaltitel: Trust No One
Originalverlag: Simon & Schuster

eBook (epub)

ISBN: 978-3-641-18849-8

€ 8,99 [D] | CHF 11,00* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 08.08.2016

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Vergesslicher Mörder?

Von: Harakiri Datum: 11.08.2016

harakirisleseecke.jimdo.com/

Jerry ist Krimiautor und lebt in einem Pflegeheim. Er hat Alzheimer. Scherzhaft nennt er seine Krankheit Captain A, weil die immer mehr von seiner Persönlichkeit übernimmt. Die Krankheit nimmt ihm jede Erinnerung und so ist er sich nicht sicher, ob er ein Mörder ist oder ob diese Taten nur in seinen Büchern vorkommen. Als wieder ein Mord geschieht ist Jerry verdächtig, man kann ihm aber nichts anhaben. Doch ihn plagt die Vorstellung, jemanden getötet zu haben und so versucht er verzweifelt, den Dingen auf die Spur zu kommen. Doch wer meint es gut mit ihm und wer manipuliert ihn?

Diese Frage ist gar nicht einfach zu beantworten in einem Buch, das übers Vergessen geht. Die Handlung spielt auf mehreren Ebenen. Gegenwart und Jerrys „Chronik des Wahnsinns“. Ein Tagebuch, das er beginnt als er seine Diagnose erhält. Darin hält er kontinuierlich fest, was ihn bewegt und darin sieht er auch seine Hoffnung endlich zu erfahren, ob er seine Frau Sandra wirklich getötet hat.
Hier eine Rezension zu schreiben, ohne allzu viel zu verraten ist wirklich schwer. Der Leser macht sich ja während des Lesens so seine eigenen Gedanken, was passiert sein könnte und ob Jerry wirklich so böse ist. Mir kam schnell ein erster Verdacht und der hat sich auch bewahrheitet, aber so ganz sicher konnte ich mir bis zum Ende nicht sein. Legt der Autor doch mit seiner Schreibweise allerlei verwirrende Wendungen vor, die mich so manches Mal in die Irre geführt haben. Das Ende kam dann etwas schnell und nicht ganz nach meiner Vorstellung. Es wurde aber alles geklärt und es bleiben keine offenen Fragen, wie ich es gern mag.
Fazit: Nicht ganz einfach zu lesendes Buch, da Jerrys Verwirrung durch seine Krankheit oft durchschimmert und den Leser gleich mit verwirrt. Besonders die Absätze in Jerrys Chronik fand ich etwas schwer zu verstehen. Dennoch lesenswert, aber wenig spannend.

Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Taschenbuch)

Dranbleiben und reich belohnt werden!

Von: Anna Salvatore Datum: 02.06.2017

annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/

GANZE REZENSION: http://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2017/06/pures-psychospiel-und-perfide-personen.html

MEINUNG
Leider fiel mir der Einstieg sehr schwer.
Obwohl die Charaktere schon sympathisch scheinen, kamen mir die ersten 100 eher vor, als wollte man die Krankheit Alzheimer (Die die Geschichte später aber erst zum perfekten Psychospiel macht) literarisch verarbeiten.
Hier war es sehr zäh und ich habe mich schon bei meiner Familie beschwert, dass man aktuelles Buch.. langweilig ist.
Denn ich ging mit Thriller- und nicht Roman-Erwartung heran.

Doch dann kam die Geschichte endlich in Fahrt. Circa ab Seite 100 dann, gibt es erste Verwirrungen und Unsicherheiten, sowohl beim Protagonisten als auch beim Leser. Dann kommen die aktuellen Morde ins Spiel (endlich^^) und es wurde noch spannender.

Denn der Autor hat es perfekt geschafft, dass auf einmal alles anders ist.
Auf einmal wird ganz selbstverständlich geschrieben, als ob der Protagonist Jerry wieder 7 Jahre alt ist, was gerade aufgrund der Krankheit glaubt. Dies war teils sogar schon gruselig, weil man selbst immer verunsicherter wird.

So ging es immer weiter, auf einmal wird dies enthüllt, dann kommt das raus...
Der Autor hat es geschickt geschafft, den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken, auf die ich immer reingefallen bin. Normalerweise brüste ich mich damit, das Ende/den Täter vorraussagen zu können. Hier bekam mein Ego einen Schlag ins Gesicht.
Denn ich erkannte erst den Täter, als der Autor es wollte.

Der Schreibstil ist sehr locker, teils benutzt Jerry in seinen Gedanken 'unflätige Worte', die ich aber auch gerne mal in Gedanken benutze, daher störte es mich überhaupt nicht. Es macht Jerry nur menschlicher, und war auch nicht besonders oft.
Als ich in die Geschichte dann reinkam, lies es so flüssig weg wie nichts. In der Tat las ich die restlichen ca. 400 Seiten vom Abend bis um 3 Uhr nachts zu Ende, weil es einfach zu spannend war.

Auch die restlichen Charaktere, wie die Familienmitglieder, die Polizisten, das Pflegepersonal und Jerrys bester Freund waren sehr authentisch und haben die Geschichte lebendig gemacht.

Was ich auch hervorheben muss, ist dieses Spiel mit Jerrys Persönlichkeit. Denn teilweise hatte man das Gefühl, dass sein Pseudonym, Henry Cutter, 'das Steuer übernimmt' und grausame Taten begeht. Man konnte sich nie sicher sein, ob Jerry/Henry nun der Gute oder Böse ist.

Das Ende... macht mich immer noch fertig. Es ist kein typisches Ende, und auch wenn der Autor-Protagonist Andeutungen macht, konnte ich es nicht glauben und war wütend/traurig. Ich hatte sogar Tränen in den Augen o.O

Und was ich auch noch erwähnen muss, ist der Thrill-Faktor, weil der Protagonist sowohl ein Krimi-Autor ist als auch in derselben Stadt lebt, wie der richtige Autor.
Die ganze Zeit fragte ich mich nebenbei, ob der Autor wohl genauso ist. In der Danksagung stand sogar, dass dies sein persönlichstes Buch sei. Hat mir noch etwas Thrill obendrauf gegeben.


FAZIT
Dranbleiben und belohnt werden!
Die ersten 100 Seiten waren geradezu langweilig, doch dann nimmt die Geschichte Fahrt auf und man kann gar nicht mehr aufhören.
Die Geschichte überzeugt dann durch Wendungen, pures Psychospiel und ein Ende, das man nicht hinnehmen will.
Ich bin begeistert, denn die Idee ist perfide und die Umsetzung genial (Bis auf den schweren Anfang abgesehen).

- Aufgrund des schweren Einstiegs 'nur': 4 von 5 Feenfaltern -


Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

© Anna Salvatore's Bücherreich

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