Leserstimmen zu
Das Lied von Eis und Feuer 01

George R.R. Martin

Das Lied von Eis und Feuer (1)

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Meinung Von Anfang an war ich in das Cover verliebt! Ich mag es sehr, weil es sehr schlicht gehalten ist. Es hat den Grund von einem Pergament, würde ich behaupten und ich bin ein großer Liebhaber von der Pergament Struktur. Mittig Platziert sieht man ein Schild, einen Ritter, der dieses hält, umgeben von zwei Drachen, darin steht der Spruch “Der Winter naht” – welcher der Spruch des Hauses Stark von Winterfell ist. Ich glaube auch, dass auf dem Schild das Wappentier des Hauses zu sehen ist, der Schattenwolf. Am besten gefällt mir ja, dass es in der gesamten Reihen so Einheitlich gemacht wurde, so was macht sich später dann auch mal gut im Regal. Wie bereits erwähnt und im Titel steht, befindet man sich zunächst in Winterfell. Eine Festung weit oben im Norden von Westeros. Westeros, so heißt die Welt, in der die Geschichte handelt. Wegen meiner großen Liebe schon zur Serie muss ich sagen, dass ich natürlich einen großen Vorteil hatte wenn es darum ging, sich eine Vorstellung von den Gebäuden und so weiter zu machen. Um so erstaunter war ich, als ich lesen musste, wie sehr identisch das Ganze doch ist. So etwas erlebt man kaum. George R. R. Martin hat die Orte, Zimmer und Städte, Landabschnitte und Wege sehr gut umschrieben. Somit gab es keinerlei große Anstrengungen ein Bild vor Augen zu haben, finde ich. Auch wenn das jetzt ein wenig Widersprüchlich klingen mag, da ich die Serie ja schon kenne. Man Reist in diesem Buch sehr oft und sehr weit. Weswegen es auch ziemlich häufig zu einem Ortswechsel kommt. Die Hauptorte in der Geschichte sind Winterfell, Königsmund, Das Grüne Tal, Der Königsweg und die Mauer. Das Buch ist reich an Personen und auch sehr komplex. Es ist also nicht sehr einfach einen Überblick über die vielen Menschen zu gewinnen. Blöd nur, wenn man fast bei der Hälfte des Buchs angekommen ist und dann feststellen muss, dass hinten ein sehr großes Verzeichnis der Häuser und Anhängsel vorhanden ist. Also, ich kann es nur jedem Leser ans Herz legen, nehmt dieses Verzeichnis zur Hand, so geht es deutlich einfacher. Es ist auch ziemlich erstaunlich, wie viele der Charaktere man wirklich leiden kann und welche nicht. Ich glaube nicht, dass das noch was mit Sympathie zu tun hat, dass ist gewollt. Man hat wirklich für jeden der Charaktere ein Empfinden und auch eine eigene Meinung. Weil es zu viele sind, liste ich nicht alle auf. Ich sage nur mal, welche mir besonders am Herzen liegen: Tyrion Lannister, Aria Stark, Brandon Stark, Daenerys Targaryen, Ser Jorah Mormont, Kahl Drogo, Eddard Stark und Robert Baratheon. Anfangs war die Sprache in dem Buch erst einmal gewöhnungsbedürftig. Der Schreibstil ist logischerweise in Mittelalterlicher Sprache gehalten um eine gewisse Stimmung zu erzeugen. Man findet aber zügig in den Stil hinein und kann sich auch voll und ganz darauf fixieren. Es liest sich teils langsam teils schnell. Es kommt da glaube ich immer auf die aktuelle Handlung darauf an oder es ist vielleicht auch personenabhängig. Was mir sehr gut gefallen hat war, dass der Autor immer darauf bedacht war sehr viel Humor in die Geschichte mit einzubringen. Das verleit dem Ganzen eine süße extra Note, die es um so besser macht. Ich mag es auch, wenn man den Sarkasmus so richtig spüren kann ihn fast hören kann. Das Feingefühl für Details, was George mit hineinbringt ist überwältigend. Es sind Kleinigkeiten, die einen hohen Wert gewinnen, einfach weil George ein bisschen Gewicht hinzugibt. Es kann dann schon mal emotional oder spannend oder sogar aufwühlend werden. Das ist eine sehr gelungene Kombination. Gerade durch die wechselhafte Erzählungsweise durch verschiedene Charaktere. Ich bin sehr froh darüber, dass Buch doch zur Hand genommen zu haben. Auch wenn ich bereits die Serie kenne und viel weiter bin, aber es ist immer noch mal etwas anderes es in Schrift vor sich zu haben. Bewertung Ich habe mich entschieden diesem Buch 4 von 5 möglichen Sternen zu verpassen. Dies lässt sich auch ganz einfach Begründen, wieso es keine 5 geworden sind. Mir sind manche Handlungen zu schnell von der Hand gegangen. Es war erst so dann urplötzlich war es so. Das fand ich ein wenig schade. Ich meine auf ein paar Zeilen mehr wäre es absolut nicht angekommen. Fazit Durch seine sehr gut durchdachte Geschichte und seine Mut so zu schreiben, wie er schreibt, hat George R. R. Martin mit diesem Buch einen Grundpfeiler für die Fantasy-Bücher geschaffen und eine sehr gute Basis für Folgebände. Diese belaufen sich ja bereits auf 10 im Deutschen. Ich habe dieses Buch mehr als verschlungen, auch wenn ich länger als erwartet dafür gebraucht habe. Ich mag einfach das ganze Gewirr an Personen und Vorkommnissen. Es ist einfach sehr authentisch geschrieben und man fühlt sich wirklich sofort in eine andere Welt versetzt. Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der sich für Mittelalter und Fantasy interessiert. Oder Leuten, die sich gerne von einer komplexen Handlung hinziehen lassen. Es ist ein großes Meisterwerk! Absolut.

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Ich bin froh, endlich den Anfang mit dem ersten Band in Angriff genommen zu haben, den ich so lange vor mir hergeschoben habe. Und ja, wenn man im Buch die letzten Seiten anschaut, erschlagen einen beinah die langen Namenslisten der Lords, Könige und ihrer Verwandtschaftsverhältnisse. Aber George Martin hat das hier perfekt gelöst. Jedes Kapitel wird aus der Sicht eines anderen Protagonisten geschildert, die sich immer wieder abwechseln, wodurch man die Charaktere und ihre Gesinnung wirklich sehr gut kennenlernt. Der Schreibstil ist sehr dicht und eindrucksvoll, manchmal schwelgt der Autor auch ein bisschen in den Details, aber dadurch erkennt man seine Liebe zu diesem wundervollen Werk und vor allem auch seinen sehr gut durchdachten Handlungsaufbau. Im Vordergrund steht unter anderem die Familie Stark aus Winterfell mit Lord Eddard "Ned" Stark, seiner Frau und seinen fünf Kindern, und seinem Bastardsohn Jon Schnee. Bis auf den 3jährigen Rickon lernt man sie alle gut kennen und jeder hat seine eigenen Facetten. Überhaupt sind die Charaktere sehr differenziert gezeichnet, keine Schwarz-Weiß-Malerei und jeder hat seine Stärken und Schwächen. Natürlich hab ich auch einige davon schon ins Herz geschlossen, z. B. die 9jährige Arya und den 15jährigen Jon Schnee. Arya ist eine kleine Rebellin, ein Wildfang, die sich nicht an die Etikette und den Umgang "am Hofe" gewöhnen will und Jon ist durch seine Rolle als Bastard immer ein bisschen außen vor, obwohl die Geschwister ihn nicht schlecht behandeln - den Hass seiner Stiefmutter hingegen bekommt er täglich zu spüren. Sein Entschluss, der Nachtwache an der großen Mauer beizutreten war eine harte Wahl und ich bin sehr gespannt, wie er sich noch entwickeln wird. Dann gibt es natürlich noch König Baratheon, Herr der Sieben Königslande. Ein Kriegsgefährte von Eddard Stark, doch haben sie sich 8 Jahre nicht gesehen. Nachdem die Rechte Hand des Königs, Lord Arryn, unverhofft einem Fieber erlegen ist, bittet der König Eddard, an seine Stelle zu treten. Doch dieses Amt birgt viele Risiken, derer sie sich beide noch gar nicht bewusst sind. Es werden viele Intrigen gesponnen am Hof des Königs, denn den Lennisters, der Familie der auch die Frau des Königs angehört, kann man nicht trauen. Der König selbst ist in all den Jahren auf dem Eisernen Thron fett und müßig geworden. Er ist auf seine wenigen Freunde angewiesen, denn nicht nur der Tod seines Beraters Lord Arryn weist auf einen Verrat hin, auch die Geschwister Viserys und Daenerys aus dem Hause Targaryen schmieden Pläne. Deren Vater und Großvater, damals König und Königserbe, wurden von Baratheon und Jaime Lennister, dem Bruder der Königin, erschlagen. Um sich den Wunsch auf Rache und die erneute Besteigung des Throns zu erfüllen, hofft vor allem Viserys auf die Kampfeskraft der Dothraki, einem wilden nomadischen Volk auf einer Insel jenseits der Meerenge. Viserys ist von Hass geradezu verzehrt und wirkt wie ein arrogantes Kind, der nur mit dem Fuß aufstampfen braucht, um seine Befehle durchzusetzen. Er wird der "Bettlerkönig" genannt, weil er heimatlos umherzieht. Seine Schwester Daenerys hingegen, gerade mal 13 Jahre alt, wird durch seinen Willen mit dem Anführer der Dothraki verheiratet: Khal Drogo. Sie möchte eigentlich nur ein friedliches zu Hause, doch die wilden Sitten der Dothraki werden nicht spurlos an ihr vorübergehen. Besonders erwähnen muss ich noch den Bruder von Cersei (die Königin) und Jaime Lennister, den Zwerg Tyrion, ein hässlicher, trunksüchtiger Kerl, der unter jeden Rock schlüpft. Durch seine missgebildete Gestalt hatte er es nie leicht bei seinem Vater, Lord Lennister, dem Wächter des Westens, und da er im Kampf niemals Ehre erreichen könnte, hat er sich dem Wissen aus Büchern verschrieben. Seine humorvolle, sarkastische Art und seine Lebenseinstellung, die er sich aus seiner Erfahrung zusammen getragen hat, machen ihn mir trotz allem sympathisch :D Ich hoffe, ihr habt bis hierher noch den Überblick behalten können :) Es ist wirklich nicht einfach, das alles zusammenzufassen, weil einfach so viel passiert und jedes Schicksal mit einem anderen verstrickt scheint. George Martin nimmt dabei kein Blatt vor dem Mund und zeigt die Welt von Westeros, wie sie ist: kalt, hart und grausam - aber auch der Humor hat nicht gefehlt! Magie im Sinne von Zauberkünsten gibt es hier keine, aber die Vorboten aus dem verfluchten Wald jenseits der Mauer im Hohen Norden lassen erahnen, dass da noch einiges auf die Menschen in Westeros zukommen wird. "Die Wanderer" sind wieder aufgetaucht, grausame Wesen, deren Hintergründe aber noch im Dunkeln bleiben - auf jeden Fall vielversprechend! Auch das Land Westeros ist anschaulich beschrieben. Beim Lesen war ich jedes Mal mitten im Geschehen und hatte das Gefühl, ich könnte alles bildlich vor mir sehen. Zur Orientierung gibt es vorne und hinten im Cover eine Karte - einmal vom Norden und einmal vom Süden. Auf jeden Fall hat mich die Reihe schon angesteckt, ich bin so gespannt, wie es weitergeht und ich werde auch nebenher immer wieder die Serie weiterschauen - ein wirklich tolles Erlebnis, nach dem Lesen das ganze nochmal in Bild und Ton vor sich zu sehen :) Ich denke, die Folgebände werden auch bald auf meinem SuB landen! Fazit Eine absolut stimmige, sehr gut durchdachte Weltenschöpfung. - ein hartes Land, in denen sich die Charaktere zwischen Treue, Macht und Krieg entscheiden müssen. Alles wirkt lebendig und authentisch und ich kann es gar nicht mehr abwarten, wie es weitergeht.

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