Leserstimmen zu
Die Bücherdiebin

Markus Zusak

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>>Zuerst die Farben. Dann die Menschen. So sehe ich die Welt normalerweise. Ich versuche es zumindest.<< ...so beginnt das Buch „Die Bücherdiebin“ von Markus Zusak. Der Tod höchstpersönlich erzählt hier die Geschichte der Bücherdiebin Liesel und diese Geschichte enthält so so viele Farben! Der Tod erzählt dem Leser, wie er die Welt sieht und dass alles eine Farbe hat und so wird Liesels Geschichte bunt, obwohl sie doch von so vielen grauen und schwarzen Momenten überschattet wird. Der Roman spielt zur Zeit des zweiten Weltkrieges und bietet so für den Tod unendlich viele Schauplätze. Hält neben den grausamen Momenten dieser Zeit aber eben auch einen ganz besonderen Erzähler, den Tod bereit, der nicht so rabenschwarz ist wie man vielleicht meint. Denn auch der Tod hat ein Herz und genau mit eben diesem erzählt er diese Geschichte, die es sich zu lesen absolut und unbedingt lohnt! Für mich persönlich zeichnet sich dieses Buch sehr durch den tollen Schreibstil Zusaks und der sehr kreativen Erzählerperspektive aus. Das Buch hat einen ganz eigenen Charme dadurch und konnte mir die damalige Zeit doch sehr nahe bringen. Liesels Geschichte hat mich sehr berührt und auch wenn ich zu Beginn ein bisschen gebraucht habe um mich gänzlich einzufinden, hielt das Buch ein Ende bereit, was mich unheimlich bewegt und zu Tränen gerührt hat. Fazit: Eine absolut lesenswerte Geschichte, auf die man sich jedoch als Leser einlassen muss!

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Zur Zeiten des Nationalsozialismus wird das Leben in der deutschen Stadt Molching beschrieben. Die kleine Bewohnerin Liesel Meminger lässt bei günstigen Gelegenheiten das ein oder andere Buch mitgehen. Nicht nur ihre Rolle als Bücherdiebin, sondern auch als Freundin, Tochter und Deutsche spielen in dieser Zeit eine große Rolle. Mir hat das Buch unfassbar gut gefallen, weil die Geschichte sehr gut geschrieben ist. Der Autor verwendet eine sehr bildliche Sprache, die den Leser beeindruckt. Besonders faszinierend finde ich, dass die Geschichte aus der Perspektive des Todes erzählt wird. Man erhält einen völlig anderen Blickwinkel auf das Geschehen. Das Buch ist berührend, spannend und herzergreifend. Die Geschehnisse der Nazizeit werden gut mit den fiktiven Charakteren der Stadt Molching verbunden. Wer gerne Bücher rund um den Zweiten Weltkrieg liest und zusätzlich ein literarisches Meisterwerk lesen möchte, hat mit "Die Bücherdiebin" die richtige Wahl getroffen.

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Wie soll es einem gehen, wenn man eine Geschichte liest, die im zweiten Weltkrieg stattfindet. Man weiß: es geht nicht gut aus. Man weiß: es ist keine Fiktion. Man weiß nicht: Was war nur los mit den Menschen? Man weiß noch viel weniger: Was ist eigentlich immer noch los mit den Menschen? Viele Bücher habe ich schon gelesen über diese dunkle Zeit. Immer haben sie mich berührt. Dieses hat mich tief getroffen. Ich musste es immer wieder weglegen, weil ich emotional nicht stark genug bin, um mich ganz auf die Geschichte einzulassen. Seit ich selbst Mutter bin, halte ich es beinahe gar nicht mehr aus, von Kindern zu lesen, die Leid erleben. Liesels Leid ist nicht zu ertragen. Es lähmt mich. Als ich das Buch geschlossen habe, war mir übel. Erzählt werden die Ereignisse aus der Sicht des Todes und in einer Sprache, als würde er ein Märchen erzählen. Dies auch deswegen, weil es als Jugendbuch geschrieben wurde. Für mich hat diese Art des Erzählens etwas von dem Schrecklichen wieder wett gemacht und es gleichzeitig teilweise ins Unerträgliche verstärkt. Weil hier in einer ungeschönten und glasklaren Sprache gesagt wird, wie es war. Das macht einen einfach nur traurig und lässt ein unglaubliches Entsetzen über die Abscheulichkeiten der Menschen zurück. Der Tod als Erzähler greift manchmal in der Geschichte voraus und macht bereits Andeutungen auf deren Ausgang. Das macht es spannend und andererseits will man eigentlich nicht mehr weiterlesen, weil man nicht möchte, dass kommt, was er vorhersagt. Zusak spielt in jeder erdenklichen Weise mit dem Bild von der Macht der Worte. Er zeigt auf, dass Hitler ohne Worte nicht groß werden hätte können, dass es ohne Worte diesen Krieg nicht gegeben hätte, dass den Menschen die Worte gefehlt haben und jenen, die Worte einsetzten, bitterliche Strafen blühten. Worte heilen in diesem Roman einen kranken und bewahren ihn vor dem Tod und sie trösten ein kleines Mädchen,das alleine zu fremden Menschen kommt. Durch Worte entstehen neue Beziehungen und in einem Luftschutzkeller nehmen Worte die Angst der Menschen entgegen. "Wenn er ihn nicht verabscheut hätte, hätte er sich vielleicht nicht ein paar Wochen später auf seinen Platz gesetzt, als sie auf einer scheinbar harmlosen Straße unterwegs waren. Ein Sitzplatz, zwei Männer, ein kurzer Streit und ich. Es bringt mich schier um, wie manche Menschen sterben." S. 498 Sogar der Tod findet noch so viele Worte. Ein zentraler Aspekt dieses Romans für mich: Ich glaube, dass niemand mehr nach dieser Lektüre seine Vorfahren vorwurfsvoll fragen kann: Warum habt ihr nichts dagegen getan? Warum habt ihr dabei untätig zugesehen? Ich denke, in "Die Bücherdiebin" findet man die Antworten darauf. Antworten die einen bis ins Mark treffen. Das Buch ist in seiner Originalausgabe übrigens fast 15 Jahre alt. Für mich ist es ein moderner Klassiker, der nicht an Aktualität verliert. Im Gegenteil. Leider.

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„Die Bomben kamen – und ich mit ihnen.“ Klappentext: Deutschland, 1939. Der Tod hat viel zu tun, und er hat eine Schwäche für Liesel. Am Grab ihres Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem „Handbuch für Totengräber“ ist eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten geweckt, die sie auch dann nicht verlässt, als ihre Welt in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt: weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat. Erster Satz: Zuerst die Farben. Meinung: Kennt ihr das Gefühl, wenn man Angst vor dem Ende eines Buches hat? So ging es mir bei diesem Buch hier. Ich wusste, dass etwas passieren wird, aber als es passierte, traf es mich eiskalt. Die Bücherdiebin ist Liesels Geschichte, beschrieben aus der Sicht des Todes. Das ist es, das dieses Buch so besonders macht. Der Tod erzählt die Geschichte und das in seiner ganz speziellen Art. Mal witzig, mal ernst, liebevoll oder kühl, sachlich prägnant oder sehr ausführlich. Man lernt Liesel kennen, wie sie aufwächst und lebt und wo sie ihren Platz in der Zeit des Zweiten Weltkrieges einnimmt, was sie durchmacht und erlebt. Man lacht mit ihr, man weint mit ihr, man zittert und hofft. Nicht nur mit ihr, sondern auch mit all den Menschen, die ihr nahe stehen. Jede Figur in dem Buch hat ein besonderes Merkmal oder zeichnet sich durch etwas aus. Liesel, Mittelpunkt des Buches, ist ein so tapferes und mutiges Mädel, lieb, fleißig und hat so einige Tricks parat. Wie der Titel schon verrät, ist sie auch eine Diebin. Was zu der damaligen Zeit aber auch einfach manchmal nötig war *zwinker* Ihr bester Freund Rudi, ein Bursche, der sie auf Diebestouren begleitet, aber mit dem sie auch sehr viele lustige Dinge erlebt. Dann ihre Eltern, Max, die Frau des Bürgermeisters... alle gehören einfach zu Liesels Leben dazu und beeinflussen sie beim Heranwachsen. Auch wenn es Figuren gibt, denen man am liebsten aus den Weg gehen möchte... ohne sie geht es nicht, denn sie machen die Geschichte lebendig. Das Buch liest sich wunderbar flüssig, der Schreibstil ist etwas Besonderes, nimmt einen gefangen, lässt einen aber auch stocken. Die Gedanken des Todes, die sich oft einschieben, lockern den Text auf. Oft musste ich schmunzeln, aber auch sehr oft schlucken. Warum? Weil die trockene Art des Todes es sehr oft auf den Punkt gebracht hat. Man liest einen Satz. Liest weiter. Hält inne. Liest den Satz noch einmal und begreift erst dann, was er bedeutet. Worte, die einen ausbremsen. Worte, die einen zum Nachdenken anregen. Worte, die sich ins Gedächtnis brennen. Ich muss wirklich sagen: dieses Buch hätte ich schon viel eher lesen sollen. Wenn ich mir ein Buch zu meiner Schulzeit hätte wünschen können, würde ich mir das als Schullektüre wünschen, denn in diesem Buch stecken so viele wichtige Gedanken. Es geht nicht nur um den Zweiten Weltkrieg, sondern auch um das Leben in dieser Zeit und wie die Menschen und vor allem ein kleines Mädchen damit umgehen. Eine Zeit voller Schatten, wo Hoffnungsschimmer leuchten. Ich habe es auf Empfehlung einer Freundin gelesen und bedanke mich hiermit bei ihr, dass sie es mir gegeben hat. Auch wenn dieses Buch als Jugendbuchroman zählt, kann ich es ebenfalls nur jedem – egal ob Jugendlicher oder Erwachsener – ans Herzen legen. Lest es. Fazit: Die Geschichte eines Mädchens im Zweiten Weltkrieg, erzählt aus der Sicht des Todes. Absolute Leseempfehlung!

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»Zusak zu lesen war bewegend. Er kennt den Zweiten Weltkrieg nur von den Erzählungen seiner Großeltern und ist selbst in Australien aufgewachsen, also fernab der deutschen Erinnerungskultur. Er geht so sensibel mit dem Thema um – man kann sich fast nicht vorstellen, dass ein derart junger Autor ein Buch zu einem so krassen Thema und zu einer entsprechend schlimmen Zeit so großartig niederschreiben kann. Wie er dabei den Tod als Charakter einbezieht – einfach beeindruckend! Die fast 600 Seiten sind weggelesen wie nix, weil man unbedingt wissen möchte, wie es Liesel, der Bücherdiebin, ergeht. Und auch wenn der Leser im Vorfeld schon viel erfährt über das, was kommen wird, bricht es einem das Herz, wenn es dann tatsächlich soweit ist.«

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Liesel wird in München ihren neuen Pflegeeltern übergeben. Ihr kranker Bruder hat die Fahrt nicht überlebt und so zieht Liesel ein in das Haus der Memmingers. Die Mutter Rosa führt mit strenger Hand das Haus und der Vater Hans verdient sein Geld mit dem Akkordeonspielen. Ein Buch über die Liebe zu Büchern, den Reiz des Stehlens und den Zusammenhalt in schweren Zeiten. Doch der unaufhaltsame Krieg rückt näher und mehr als einmal entkommt Liesel dem Tod, der nach ihrer Seele trachtet. Liesel entdeckt ihre Liebe zu Büchern und da das Geld knapp ist, stiehlt sie diese. Beschäftigt mit Stehlen, Hungern und dem unbezwingbaren Willen, zu überleben, hat es der Tod schwer, das kleine Mädchen zu sich zu holen…..

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Wundervoll!

Von: Die_Bücherdiebin aus Hier

20.03.2016

Ich habe zuerst den Film gesehen, im Anschluss das Buch gelesen. Man meint, wenn man sich nur um die Zeit zu vertreiben ins Kino verläuft, guckt man Schwachsinn, was man sich normalerweise nie ansehen würde. Actionfilme o.ä. . Aber wenn man sieht, das ein hochgelobter 5-Sterne-Film läuft....! Ich habe gehört, es soll wundervoll sein. Das war es nicht. Nein, es hat alles übertroffen! Es war berührend.

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Der Tod erzählt uns eine Geschichte – seine Geschichte. Einfühlsam und fürsorglich erledigt er seine Arbeit und ist dabei so belastet und geschlagen wie es kein Mensch ertragen könnte. Er sucht sich Ablenkungen, lässt sie aber nur gelegentlich zu. Zu ernst nimmt er seine Arbeit zu gewissenhaft erledigt er das Einsammeln und Forttragen von sterbenden Seelen. Doch Liesel und ihre eigene Geschichte rührt sein Herz. Ein Herz, dass so groß und fühlend schlägt wie das eines Menschen und das doch auf keinen Fall mit einem solchen zu vergleichen ist. Vor dem Hintergrund der Kriegswende wird Liesel erwachsen, sie kommt mit Gut und Böse in Kontakt mit Liebe und Trauer mit Verrat, Gewalt und Hilflosigkeit und letzten Endes mit Büchern. Bücher und vielmehr Worte sollen eine tragende Rolle in Liesels ausgehenden Kindertagen spielen und sie vor dem völligen Zerbrechen an den schrecklichen Ereignissen ihres jungen Lebens retten. Ein Buch über die Zartheit von Gefühlen, von der Angst des Todes vor der nächsten geraubten Seele, von der Sinnlosigkeit von Kriegen und Zerstörung – vor allem aber ein Buch über das Leben.

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