Leserstimmen zu
Der Weg der gefallenen Sterne

Caragh O'Brien

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Abschied

Von: Harakiri

06.04.2015

Der Kampf ums Überleben geht weiter Gaia hat mit ihren Leuten Sylum verlassen, weil ein Leben dort nicht mehr möglich war. Stattdessen will sie vor den Toren der Enklave ein neues Sylum errichten, benötigt dazu aber dringend das Wasser, das ihr der Machthaber vorenthält. Nach einer entbehrungsreichen, aufregenden Reise will Gaia friedlich mit dem Protektor verhandeln, doch in der Enklave sind aufgrund der Vorgeschichte gegen sie und so muss sie all ihren Mut zusammennehmen und auf ihr Glück vertrauen um am Ende als Siegerin hervorzugehen. Immer bei ihr: ihre Freunde Leon, Peter und Will. Der Protektor erweist sich als grausam und böse und hält sich nicht an seine Vereinbarungen. Im Gegenteil, er will Gaia für seine Mütterbank gewinnen. Am Ende kommt es zu einem grausamen Kampf, den nicht alle von Gaias Leuten überleben. Zugegeben, der Schreibstil des dritten Bandes ist genauso fesselnd und mitreißend wie der der vorhergehenden Bände.Leider hat mich das ständige Hin und Her etwas genervt. Gaia muss immer wieder der Enklave entkommen und dennoch zieht es sie wieder hinein. So viel Mut ist ja im Grunde bewundernswert, allerdings für ein 17 jähriges Mädchen denkbar unlogisch. Dass sie dennoch ein Mädchen mit Angst ist, zeigt dann jedoch die Szene als sie in Zelle V gefangen gehalten wird und beinah daran zerbricht. Der Liebe zwischen Gaia und Leon ist in diesem Band sehr viel Raum gewidmet, was mich persönlich sehr gefreut hat. Das war jedoch nicht zu meiner persönlichen Freude, sondern der Handlung geschuldet. So wurden beide angreifbarer und die Handlung intensiver. Überhaupt sprach dieser Band jetzt mehr Gefühle an. Mutterliebe, Trauer, Hass… Die ganze Palette, das hat die Autorin sehr schön herausgearbeitet. Der Schluss war dann eine Überraschung und ich hatte ja gehofft, dass das nicht mehr passiert. Der Kampf am Ende war mir persönlich etwas zu kurz geraten, hier hätte man gerne noch ein bisschen ausschmücken können um die Spannung noch höher zu halten. Der Protektor, der bisher immer so böse war hat in meinen Augen gerade am Ende zu wenig Zeilen bekommen. Fazit: Der dritte Teil der Trilogie ist wie ein Abschied von Freunden. 3 Bücher lang hat man mit ihnen gebangt, gehofft und geliebt und muss nun Adieu sagen.

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Band 3 der Trilogie Zum Inhalt Nach den umwälzenden Veränderungen in Sylum sind die junge Hebamme Gaia und die Dorfbewohner gezwungen, den Ort zu verlassen. Die Situation ist nicht einfach, aber Gaia ist sicher, dass ihr einziger Ausweg als Ziel die Enklave haben wird. Sie überwinden die seltsame Krankheit, welche die Menschen bisher gezwungen hat, im "Toten Wald" zu bleiben und bereiten sich auf den langen Marsch durch das Ödland vor in der Hoffnung, eine neue Heimat zu finden. Gaia hat sie natürlich vorgewarnt, dass auch in der Enklave Probleme auf sie zukommen werden, aber sie hat nicht geahnt, dass sich auch dort einiges verändert hat. Der Empfang ist alles andere als freundlich und Gaia hat alle Hände voll zu tun, um das Schlimmste zu verhindern. Meine Meinung Der dritte und letzte Teil führt die junge Hebamme Gaia wieder in ihre Heimat nach Wharfton zurück. Durch ihre Rolle in Sylum ist sie gewachsen und kann mittlerweile gut mit ihrer Verantwortung umgehen. Auch ihre Gefühle werden klarer und meine Sympathie zu ihr ist wieder gewachsen. Ihre Beziehungen zu Leon, Peter und Will haben sich geklärt und sie wirkt erwachsener. Trotzdem war mir ihr Verhalten manchmal zu widersprüchlich. Auf der einen Seite ist sie sich ihrer Verwantwortung sehr bewusst, gerade im Hinblick auf die Ereignisse, die sich aus ihrem Handeln ergeben, andererseits kann sie die Gefühle anderer nicht nachvollziehen, die darunter zu leiden hatten. Dennoch hat man gemerkt, dass sie aus ihren Erfahrungen lernt. Die Nebenfiguren waren teilweise prägnant, andere wiederum etwas vage, da hätte meiner Meinung nach etwas mehr draus gemacht werden können. Die Erzählsprache war wieder wunderschön zu lesen, sehr detailreich und bildhaft, so dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte. Während in den beiden vorherigen Teilen die fehlende Spannung durch die interessante Handlung ausgeglichen wurde, gab es hier einige kleine Längen (obwohl das Buch rund 100 Seiten kürzer ist, als die beiden Vorgänger) Das neue Projekt, das der Protektor der Enklave plant, wirft neue Fragen auf. Wie kann sich eine Gesellschaft entwickeln, deren Überleben von Inzucht und Krankheit bedroht ist. Welche Lösungen können gefunden und menschlich akzeptiert werden. Obwohl dieses Thema die ganze Trilogie berührt, ist es für mich im Hintergrund geblieben - ein möglicher Lösungsweg ist am Ende offen geblieben, bzw. hat nur Ansätze gezeigt. Sehr gut fand ich, dass ich hier die Einwohnerzahl aus Wharfton erfahren habe. Das Verhältnis zwischen den Einwohnern und der Anzahl der vielen Geburten hatte mich anfangs etwas irritiert - im ersten Band hatte ich den Eindruck, dass es sich bei Wharfton eher um ein großes Dorf handelt, tatsächlich leben dort 15 000 Menschen. Fazit Mir hat der abschließende Band der Trilogie um die junge Gaia Stone gut gefallen. Ich hab sie gerne auf ihrem Weg begleitet und fand vor allem den Hintergrund zur Idee ausgefallen und sehr interessant. Einige Stellen wirkten etwas konfus, aber insgesamt hat es mich gut unterhalten.

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Erster Satz Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen. Klappentext Für die junge Gaia gibt es neue Hoffnung. Sie führt eine tapfere Schar von Männern und Frauen zur Stadt hinter der Mauer, um dort um Hilfe zu bitte. Doch der Weg ist voller Gefahren und die Antwort auf ihre Bitte ungewiss… Meine Meinung Die Geschichte ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben, der sich auf die Sicht von der Protagonistin Gaia konzentriert. Gaia ist eine Protagonistin, die in eine Führungsrolle gedrängt und gewählt wurde, die sie eigentlich nicht wollte, aber nun muss sie sich der Führungsrolle annehmen, die sie ab und an überfordert. Aber nach und nach wächst sie im Laufe des Buches in die Rolle hinein, die sie nie haben wollte. Sie hat mit einigen Schicksalsschlägen im Laufe des Buches zu kämpfen und entwickelt sich entsprechend weiter. Die Geschichte des Buches ist ein wenig vorhersehbar und daher nicht mehr ganz so überraschend. Sie hat mich zwar gefesselt und war an manchen Stellen spannend, aber ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle einen anderen Verlauf gewünscht. Die Geschichte war auf jeden Fall dramatisch und hat die beiden vorherigen Bücher gut verknüpft, die ja etwas unabhängig voneinander wirkten. Bewertung Trotz der Tatsache, dass der Verlauf der Geschichte ein wenig vorhersehbar ist, entwickelt sich Gaia dennoch weiter und ich konnte mich immer noch gut in sie hineinversetzen. Insgesamt aber fand ich das Buch schlechter als seine Vorgänger, daher gebe ich ihm nur 3 von 5 Würmchen

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Meinung: Anfänglich hatte ich etwas Sorge, dass ich durch die lange Lesepause schlecht in die Geschichte finden würde. Aber erstaunlicherweise gelang mir dies, auch ohne große Erinnerungsstützen der Autorin, relativ problemlos und ich konnte auch bald die meisten Charaktere wieder gut zuordnen und auseinanderhalten. Die Handlung setzt einige Zeit nach Beenden des zweiten Bandes ein. Gaia hat eine Zeit lang in Sylum gelebt und geherrscht, aber nun macht sie sich mit den meisten Bewohnern auf den Weg zurück in ihre Heimat, um dort eine neue Siedlung zu gründen. Dabei erfährt man relativ wenig über das, was in der vergangen Zeit geschehen ist und auch über die beschwerliche Reise selbst werden nur wenige Worte verloren und dadurch auch etwas Spannungspotential verscheckt. Das Hauptaugenmerk der Geschichte liegt eher auf den Verhandlungen von Gaia mit dem Protektor der Enklave um Wasser, die Veränderungen, die es in ihrer Abwesenheit gab und auch das Thema Genetik zieht sich wieder wie ein roter Faden durch den Abschlussband und bringt den Leser doch ab und an zum Nachdenken über Fragen der Ethik. Man kann eigentlich wirklich nicht sagen, dass zu wenig passiert, denn es gibt einige Entwicklungen, viel Aktion und auch Grausamkeiten, die die Spannung eigentlich hoch halten sollten. Aber irgendwie plätschert trotzdem alles ein bisschen vorhersehbar vor sich hin und wirklich mitreißende Momente gibt es eher selten. Dafür sehr in die Länge gezogene Verhandlungen und viele Fehlentscheidungen von Gaia. Ich mochte Gaia immer sehr gerne, sie hat viel Mut, Stärke und auch Verstand bewiesen und sich immer nachvollziehbar entwickelt. Nun muss sie die Last eines ganzen Volkes auf ihren jungen Schultern tragen und ist davon doch eindeutig überfordert. Durch ihre Fürsorglichkeit möchte sie Gewalt vermeiden, eine Einstellung die ich eigentlich gut heiße, aber dadurch trifft sie immer wieder die gleichen fehlerhaften Entscheidungen und lässt ihre Gegner mit sich spielen. Viele der anderen Charaktere bekommen in diesem Abschlussband eher wenig Raum zugestanden. Sie sind zwar alle vorhanden und erfüllen ihre Aufgaben, aber den meisten hätte etwas mehr Erzählzeit auch nicht geschadet. Auch die Liebesgeschichte zwischen Gaia und Leon wird eher kurz gehalten und in wenigen, eingestreuten Passagen abgehandelt. Für mich persönlich war das aber nicht so schlimm, ich fand es ausreichend und auch trotz der Knappheit nachvollziehbar beschrieben. Und Gott sei Dank spielt auch das Liebesviereck aus dem Vorgänger keine Rolle mehr, auch wenn die anderen Optionen ab und an Erwähnung finden. Am Ende gibt es nochmal einige Überraschungen und die meisten offen gebliebenen Fragen werden beantwortet, so dass man die Reihe mit einem zufriedenen Gefühl zur Seite legen kann. Fazit: Ein Abschluss der die meisten Fragen beantwortet und den man vom Grundgerüst her so stehen lassen kann. Jedoch war der Plot im Großteil ein bisschen vorhersehbar, der Spannungsbogen, trotz der vielen Ereignisse, manchmal zu flach und es wurde einiges an Potential einfach liegen gelassen. Somit bin ich zwar nicht enttäuscht, aber auch nicht hochzufrieden, weshalb ich das Buch mit soliden 3 Sternen bewerte.

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“Gaia ließ den Blick über die Mauer und die winzigen Schatten der Wachen darauf schweifen, und ihr Puls beschleunigte sich. Die Enklave war bereit – und sie war bewaffnet.” (Seite 56) Der dritte Teil beginnt eine gewisse Zeit nach dem Ende des 2. Bandes. Zusammen mit Gaia, der Matrarch von Sylum, zog ich als Leserin mit ihrer Gruppe quer durch das Ödland, auf dem beschwerlichen Weg Richtung Enklave, um dort Hilfe zu erhalten. Im ganzen letzten Jahr ist in Sylum kein einziges Mädchen geboren worden. Gaia hat sich zur unerschrockenen Anführerin des Klans entwickelt. Den Mut braucht sie allerdings auch, um dem Protektor gegenüber zu treten. Doch schnell muss sie erkennen, dass sich hier einiges geändert hat und ihr ihre Grenzen aufgezeigt werden. Der Protektor versteht es, ihr Angst einzuflößen. Und Gaia wehrt sich mit aller Macht. Dabei muss sie aber auch an die denken, für die sie die Verantwortung trägt. Und das fällt ihr nicht immer leicht. Schließlich kommt es irgendwann so weit, dass sie ihre geplante Zukunft aufgeben muss, um Leon zu retten. Mit ihren Taten und Gedanken war ich nicht zu 100% einverstanden. Sie begann, an Leon zu zweifeln – glaubte eher dem Protektor, der sagte, Leon wäre ein Lügner. Spätestens da hatte sie mich als Freundin und Fürsprecherin zur Hälfte verloren. Immerhin war sie diejenige, die Leon zu den meisten seiner Taten angestachelt hat. Ihr Gefühlsleben war teilweise so verwirrend, wie im zweiten Teil. Peter hat immer noch Gefühle für Gaia; diese zeigte er auch teilweise relativ offen. Ihr fiel es schwer, damit umzugehen. Schließlich gehörte ihr Herz Leon, mit dem sie sich eine Zukunft vorstellte. Doch tief in ihr hatte auch Peter seinen Platz. Dies führte weiterhin dazu, dass Leon Eifersucht verspürte. Doch Gaia zuliebe stellte er seinen Stolz zurück und stärkte ihr voll und ganz den Rücken. Schließlich hatten sie alle ein Ziel: New Sylum vor den Mauern der Enklave zu errichten, um hier ein besseres Leben führen zu können. “Sie musste einen Schritt auf ihn zu machen, um es zu nehmen, und da stellte sie fest, dass sie zitterte, solche Angst hatte sie vor ihm. Das Zwischenspiel in Zelle V hatte sie all ihrer Reserven beraubt, und nun war binnen Minuten von der Matrarch New Sylums nicht mehr als ein verängstigtes Mädchen geblieben.” (Seite 94) Der Plot hat wieder spannende Wendungen. Die Grausamkeit und die kranken Ideen des Protektors konnten mich überraschen. Doch wenn man die zentralen Themen dieses Buches, wie zum Beispiel Geburtenkontrolle, mal ins wahre Leben transportiert, kommt man ganz schön ins Grübeln. Das Setting ist durchgängig toll. Auch in diesem Buch befindet sich zu Anfang eine Landkarte. So lassen sich die Orte und Wege besser lokalisieren und vor dem geistigen Auge sehr gut visualisieren. Der Weltentwurf der Autorin konnte mich von Beginn an überzeugen. Der Verlauf der Geschichte, die Dinge die passiert sind, erschienen mir alle logisch und führten auch zu einem stimmigen und guten Abschluss der Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass mir das Atemlose und der “Wow” Effekt, die mich im ersten Teil gepackt hatten, auch hier wieder gefehlt haben. Trotzdem konnte das Buch mich überzeugen, Die Birthmarked-Trilogie kann ich allen Dystopie-Fans empfehlen, die Interesse an einer Geschichte mit einem spannenden Weltentwurf und Nähe zur Realität haben. “Sie schaute hinüber zu den vielen Menschen, die geduldig anstanden, um ihre DNS registrieren zu lassen, und ihr wurde beinahe schlecht bei dem Anblick. Die bunten Eisbällchen waren der reine Hohn.” (Seite 181)

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