Leserstimmen zu
Die Bestimmung

Veronica Roth

Die Bestimmung-Reihe (1)

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“>>Ich schließe daraus, dass du gleichermaßen für Altruan, Ferox und Ken infrage kommst. Leute mit einem solchen Ergebnis nennt man…<<, sie späht über die Schulter, als fürchte sie, jemand könnte uns belauschen, >>man nennt sie.. Unbestimmte.<< Tori spricht das letzte Wort so leise aus, dass ich es fast nicht höre, und da ist auch wieder dieser angespannte, besorgte Gesichtsausdruck. Sie geht um den Stuhl herum und beugt sich ganz dicht zu mir. >>Beatrice<<, wispert sie, >>du darfst unter keinen Umständen mit jemandem darüber sprechen. Das ist sehr wichtig, hörst du?<<” (Seite 27) Die hochgelobte Trilogie von Veronica Roth erschien nun zum ersten Mal als Taschenbuch. Viel Gutes habe ich bisher gehört. Daher musste ich zwingend zugreifen. Das Setting ist ähnlich zu anderen Dystopien: die Welt ist dunkel, die Menschen teilweise unterdrückt, müssen nach strengen Regeln leben und können sich nicht frei entfalten. Beatrice, die sich bei den Ferox Tris nennt, wird zu Anfang regelrecht von den anderen Initianten gemobbt. Die Altruan sind im Vergleich zu den anderen kleine, graue Mäuse. Sie versuchen, nicht aufzufallen und sie kämpfen nicht. Und all das muss Tris nun lernen. Denn wer durch die Initiation fällt, ist danach fraktionslos und lebt wie ein Obdachloser. Sie freundet sich mit Will, Al(fred) und Christina an. Doch allzu eng dürfen diese Freundschaften nicht werden. Denn sie kämpfen alle gegeneinander und nur die Besten überstehen diese Selektion. Und dann gibt es auch noch Eric und Four. Die beiden trainieren die Jugendlichen und bereiten sie auf die Prüfungen während der Initiation vor. Vor beiden hat Beatrice eine gewisse Furcht. Doch Four gegenüber entwickelt sie auch noch andere Gefühle. “Die Fraktion gibt unserem Leben einen Sinn und eine Richtung.” (Seite 47) Die Geschichte ist sehr spannend. Immer wieder überlegt man als Leser, wem der anderen Initianten man wohl trauen kann und wer ein falsches Spiel spielt. Die Jugendlichen müssen sich wahnsinnigen Aufgaben stellen, die wirklich unglaublich viel Mut erfordern. Doch da gibt es auch noch die psychologischen Tests. Und was die Autorin hier mit den Protagonisten macht – und auch mit dem Leser – ist ein perfides Spiel mit den Ängsten. Immer wieder habe ich mit Beatrice gelitten und gehofft. Gehofft, dass sie es irgendwie durch die Prüfungen schafft. Die Seiten flogen nur so durch meine Hände. Bei all dem muss sie auch immer noch aufpassen, dass niemand erfährt, dass sie eine Unbestimmte ist. Denn das könnte ihren Tod bedeuten. Doch auch in der Regierung herrscht keine Ruhe: das Konstrukt, auf dem alles beruht, steht nur auf wackligen Beinen und das Unverständnis der Fraktionen untereinander wächst. Das “Ganze” ist zu Anfang sehr distanziert beschrieben. Doch im Laufe der Geschichte erfährt man als Leser immer mehr darüber. Die Idee der Autorin ist super: fünf Fraktionen, unter denen es kaum eine Verbindung gibt, und deren Charaktermerkmale von Veronica Roth sehr überspitzt dargestellt wurden: Altruan – die Selbstlosen; Candor – die Freimütigen; Ken – die Wissenden; Amite – die Friedfertigen; Ferox – die Furchtlosen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, die Story stimmt, Unterhaltung ist garantiert. Man kämpft sich mit Tris durch die Geschichte – und dann ist das Buch leider zu Ende. Die Jugendlichen sind alle total verschieden und haben sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften. Jeder Einzelne kommt authentisch rüber. Egal, welche Rolle er oder sie spielt. Auch wenn ich schon einige andere Dystopien gelesen habe und dann zwangsläufig hier und da Parallelen auftreten, hat die Autorin mich mit dem Auftakt dieser Trilogie voll und ganz überzeugt! Beatrice – wir lesen uns bald wieder! “Frieden bedeutet Einschränkung. Das hier ist Freiheit.” (Seite 248)

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Ich bin eigentlich mit überhaupt keinen Erwartungen an das Buch rangegangen und wurde umso mehr positiv überrascht. Altruan,die Selbstlosen. Candor, die Freimütigen. Ken, die Wissenden. Amite, die Friedfertigen. Ferox, die Furchtlosen. Für welche Franktion würdest du dich entscheiden? Was ist deine Bestimmung? Mit sechzehn Jahren wählst du deine Franktion, für den Rest deines Lebens. So auch Beatrice, die mit ihrem Bruder bei ihren Eltern, bei Altruanen, aufwächst. Beatrice muss sich bald entscheiden, bleibt sie bei den Altruanen oder wird sie eine andere Franktion wählen. Denn wenn sie es tut, wird sie ihre Familie für immer verlassen müssen. Der Eignungstest soll ich dabei helfen, sich zu entscheiden. Doch es kommt alles anders, als Beatrice es sich hätte vorstellen können. Der Eignungstest zeigt kein deutliches Ergebnis an - Sie ist eine Unbestimmte. Was es heißt eine Unbestimmte zu sein, muss Beatrice auf die harte Tour erfahren. Beatrice entscheidet sich für die Ferox, die Furchtlosen. Doch ist sie wirklich so furchtlos, wie es von Ferox verlangt wird. Kann sie über sich selber hinaus wachsen? Ganz langsam entwickelt sich Beatrice, jetzt Tris, und muss feststellen, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint und muss bald im das Leben derer kämpfen, die sie liebt. Ich bin wirklich, wirklich froh, dass ich dieses Buch gelesen habe. Sonst hätte ich ein unglaubliches Buch verpasst. Die Menschheit in fünf Franktionen zu unterteilen, fand ich sehr faszinierend. Denn ich konnte mir vorher nicht recht vorstellen, wie man dann nach diesen Regeln leben soll - ohne Ausnahme. Die Umsetzung ist Veronica Roth meiner Meinung super gut gelungen. Natürlich ist nicht alles nur schwarz und weiß. Es gibt viele verschiedene Grautöne und das ist auch gut so. Andersrum hätte es nicht funktionieren können. Beatrice, später Tris, ist ein wirklich außergewöhnliches Mädchen und ich konnte ihre Verwandlung in eine Ferox vollkommen nachvollziehen. Ich habe mit ihr gelitten und war am Ende Stolz auf das, was sie erreicht hat und noch erreichen wird. Es ist alles andere als leicht eine Ferox zu werden und Tris musste so einige Hürden auf sich nehmen. Auch hier hat Veronica Roth viele verschiedene Facetten der Menschen gezeigt, durch die verschiedenen Menschen und Mitstreiter, die Tris auf ihrer Reise begleiten. Ich war regelrecht gefangen in der Welt der Ferox, Altruan und aller anderen Franktionen. Die Spannung hat nie nach gelassen, war stets da, greifbar, zum Ende hin kaum noch auszuhalten. Der Schreibstil von Veronica Roth lässt auch nichts anderes zu. Leise und leicht und doch so Bildgewaltig. Das Ende hat sämtliche Emotionen bei mir ausgelöst, von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. Ein Wechselbad der Gefühle. Und ich lechze nach mehr. Fazit: Ich kann das Buch nur aus vollstem Herzen empfehlen. Unbedingt lesen, sonst verpasst man einen unglaublich tollen Auftakt einer Trilogie. Ich kann den zweiten Teil kaum erwarten und freue mich auf ein Wiedersehen mit Tris und allen anderen.

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Gemischte Gefühle

Von: Sunny

12.03.2014

Die Sechzehnjährige Beatrice steht kurz vor ihrem Eignungstest. Welche der fünf Fraktionen wird am Ende ihre sein? Innerlich hofft sie bei ihrer Familie bleiben zu können, den Altruan. Doch die Testergebnisse sind nicht eindeutig: Beatrice ist eine Unbestimmte. Doch das darf sie niemandem sagen, nicht einmal ihrer Familie. Sie muss sich für eine Fraktion entscheiden. Und die Entscheidung ist gefallen, sie wird ihre Familie verlassen. Hat sie die richtige Wahl getroffen? Was erwartet sie in der neuen Fraktion? Beatrice ist eine neugierige Person, was bei den Altruan, der Fraktion ihrer Eltern, nicht gern gesehen ist. Sie und ihr Bruder, Caleb, dürfen beim gemeinsamen abendlichen Essen keine Fragen stellen und ihre Gesichter nicht in Spiegeln betrachten. Ihre Kleidung ist grau und somit unscheinbar. Alle Altraun sehen ziemlich gleich aus. Beatrice war mir gleich zu Beginn sehr sympathisch. Sie ist ein durchschnittliches mit Ängsten aber auch einem starken Kopf. Sie ist eher unscheinbar, so lehren es die Altruan. Als sie sich für eine andere Fraktion entscheidet, den Ferox, beginnt sie sich zu verändern. Sie wird mutiger und wirkt keinesfalls mehr unscheinbar. Sie lernt neue Leute kennen, Freunde und Feinde. Je länger sie bei den Ferox war, umso unsympathischer wurde sie mir. Sie denkt nur noch an sich selbst, kümmert sich nicht um ihre Freunde und hat Denkweisen, die mich mit einem Kopfschütteln zurückgelassen haben. Ich konnte sie nicht mehr verstehen, ihre Handlungen nicht nachvollziehen. Ich war teilweise sauer auf sie und ihr Egoismus hat mich aufgeregt. Zum Ende des Buchs kamen wir uns wieder näher und sie zeigte Gefühle und Verletzlichkeit. Four, ihr Ausbilder, hat mir als Charakter sehr gut gefallen. Er ist ein sehr guter Kämpfer, hat aber auch einen weichen Kern und zeigt Gefühle. Er scheint immer genau zu wissen was zu tun ist. Er will Tris beschützen und ihr helfen, auch wenn sie das manchmal nicht annehmen will oder kann. Ich würde mich bei ihm sehr sicher fühlen. Das Buch hält definitiv einiges an Spannung bereit. Es gibt Kämpfe, welche teilweise recht brutal sind. Menschen sterben und es mangelt nicht an actiongeladenen Momenten. Mir wurde als Leser nie langweilig, da ständig irgendetwas passierte. Durch die Erzählperspektive in der Ich-Form war man mittendrin. Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Man kommt sehr schnell voran. Die Kapitel hatten für mich eine optimale Länge, da ich es nicht mag, wenn sich ein Kapitel über 30 Seiten zieht. Die Charaktere sind sehr gut ausgebaut. Christina und Will wurden für Tris zu guten Freunden und haben mich vollkommen überzeugt. Trotz allem hat mich die teilweise negative Entwicklung von Tris gestört und ich konnte mich nicht richtig mit ihr anfreunden. Fazit: Die Bestimmung ist ein sehr spannungsgeladenes Buch und hat mir gut gefallen. Die Story ist gut durchdacht und ausgearbeitet. Ich werde den zweiten Band definitiv lesen und hoffe, das Tris sich wieder mehr ins positive entwickeln wird.

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