Leserstimmen zu
Wenn ihr uns findet

Emily Murdoch

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€ 15,99 [D] inkl. MwSt. | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empf. VK-Preis)

Zum Inhalt: „Glück is´ umsonst, sagt Mama...“ Die 15-jährige Carey wohnt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter zusammen in einem alten Campingwagen mitten in einem riesigen Wald. Da die Mutter drogenabhängig ist und in der Stadt neue Vorräte besorgen muss, ist sie oft tagelang nicht da. Viel Zeit ist vergangen, doch sie taucht immer noch nicht auf. Aber dafür kommen andere, fremde Menschen. Und diese wollen Carey und Jenessa mitnehmen, raus aus dem Wald. Weg von ihrem Zuhause. Sie wurden gefunden! Wird das Leben jetzt einfacher? Und schafft Carey es, die Vergangenheit hinter sich zu lassen? Cover: Auf dem Cover ist das Gesicht eines jungen Mädchens, das fast das ganze Titelbild in Anspruch nimmt, wahrscheinlich ist es Careys Gesicht. Ich finde das Cover sehr ansprechend. Schreibstil: Der Schreibstil ist flüssig, macht Lust aufs Weiterzulesen. Carey erzählt aus der „Ich-Perspektive“ im Präsens. Die ersten Seiten waren ein bisschen schwierig zu lesen, weil Carey eine sehr gewöhnungsbedürftige Ausdrucksweise hat. Diese legt sich aber schnell, fast schon gespenstisch schnell - kann man schlechte Angewohnheiten so schnell ablegen? Die Autorin schafft es, Spannung zu erzeugen und zu halten. Careys Rückblicke in die Vergangenheit werden zum besseren Textverständnis kursiv gekennzeichnet. Charaktere: Obwohl, oder gerade weil Carey so viel Schlechtes und Grausames erleben musste, ist sie eine enorm starke Persönlichkeit. Und trotz aller Sorgen ums Überleben, ist sie sehr mutig und schafft es immer wieder auch ihre Schwester Jenessa zu motivieren nicht aufzugeben. Jenessa wirkt recht flach neben der Hauptprotagonistin. Ich konnte ihr nichts abgewinnen. Careys Vater konnte ich lange Zeit nicht einschätzen, er war oft präsent, hat aber leider nie viel gesprochen. Melissa war herausragend nett und aufgeschlossen, was mir leider zu unrealistisch vorkam, wenn man bedenkt, dass sie mit ihrer Tochter und ihrem Mann alleine lebt und plötzlich ziehen zwei wildfremde Mädchen dazu. Delaneys Haltung zu der neuen Situation finde ich sehr angebracht und nicht zu überspitzt. Mich hat sogar gewundert, dass sie sich doch recht schnell geschlagen gegeben hat, ich habe fast noch krassere Sachen in Bezug auf Carey erwartet. Schade fand ich auch hier, dass scheinbar alle Jenessa gleich ins Herz geschlossen haben, wovon man nur wenig mitbekommt, und daher wirkt es für mich nun einmal nicht aufrichtig. Insgesamt hätten auch die Nebenakteure noch stärker einbezogen werden sollen. Meine Meinung: Eine Rezension zu diesem Buch abzugeben, fällt mir sehr schwer. Hätte ich mir dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar gewünscht, hätte ich keine Buchbesprechung abgeben wollen. Das liegt zum einen und hauptsächlich daran, dass es emotional sehr aufwühlend ist, und es mir darum schwerfällt, es zu bewerten und in eine vorhandene Schublade zu stecken. Zum anderen weiß ich noch nicht, inwiefern ich die Lobeshymnen der anderen Leser für dieses Buch teilen kann. Die Idee, auf der das Buch beruht ist wirklich super. Die Geschichte ist in der heutigen Zeit gar nicht mal so weit hergeholt, was ihr aber auch einen bitteren Beigeschmack gibt. Während ich zum Anfang jedoch noch gar nicht sagen konnte, in welche Richtung sich das Buch entwickelt, und ich gedanklich ständig nur Vermutungen anstellen konnte, fügen sich ab der Hälfte des Buches die Puzzlestücke langsam etwas mehr zusammen. Die Autorin schafft es, dass man im Verlauf sehr stark emotional eingebunden wird, man wünscht sich für Carey und ihrer neuen Familie nur Gutes, ahnt aber, dass dies noch nicht alles war und es zum auflösenden Ende hin gefühlsmäßig noch mal sehr turbulent wird. Das Buch ist nichts für Zartbesaitete, auch als Jugendbuch ab 14 Jahren empfinde ich es noch als zu schwere und unverdauliche Kost. Es ist stellenweise so berührend aber auch verstörend, dass man einfach mitleiden muss. Hätte ich es in so jungen Jahren gelesen, hätte ich es wohl nicht so gut verarbeiten können. „Wenn ihr uns findet“ hat mich lange nicht losgelassen, trotz dem, dass alles irgendwie besser wird, gibt es nach Carey und Jenessas Vorgeschichte natürlich auch kein richtiges gutes Ende. Ein kleines Nachwort hätte ich mir persönlich schon gewünscht, aber wahrscheinlich wäre dann doch noch ein Happy End entstanden, was die Autorin so wohl nicht gewollt hat. Das Buch endet in meinem Kopf mit einem langen Nachhall, man kann es nicht mehr so leicht abschütteln, und einige Szenen spukten immer wieder in den Gedanken herum... Weshalb ich keine 5-Sternebewertung geben möchte, liegt wohl daran, dass die Geschichte zwar immer spannend ist, jedoch salopp gesagt, nichts Großartiges passiert. Die Story beruht größtenteils auf vergangene Geschehnisse und nimmt auch erst ab der Hälfte Fahrt auf, und zeigt dem Leser auch erst dann, wohin die Reise gehen soll. Ein paar Szenen wie der Schuleintritt, die Party oder die leichte Liebesbeziehung waren für das Hauptaugenmerk der Geschichte meiner Meinung nach kaum von Belang. Des Weiteren erfahre ich zu wenig Persönliches über und aus der Sicht von Delaney, Melissa und dem Vater. Man bekommt fast nur einen Einblick in Careys Welt. Die anderen fallen mir zu sehr hinten herunter. Da wünsche ich mir mehr Informationen. Die Geschichte ist auf nur 304 Seiten erzählt, da hätte die Autorin gern noch ein wenig mehr Ausbau betreiben können. Für das Erstlingswerk von Frau Murdoch, aber wirklich eine sehr gute Leistung. Meinen Respekt hat sie sich verdient! Ausgestattet mit einer herzzerreißenden Dramatik, aber auch vielen freudigen Momenten ist dieses Buch definitiv sehr lesenswert. Ich bewerte das Buch mit 4,2 von 5 Sternen.

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Wenn ihr uns findet

Von: Mischke aus Hünfelden

07.05.2014

Ein unsagbar wahres Buch, in diesem Buch habe ich viele Sachen wieder erlebt, sicher mit einer anderen Geschichte, aber dieses Buch hat eine völlig wahre Geschichte für mich wieder gegeben, die beiden kleinen Mädchen von jetzt auf gleich auf sich gestellt und die Große hat es so gut gemeistert, ich fand es toll und sag hier mit nochmal ganz lieb danke das ich es lesen durfte.

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Klasse, unbedingt lesen, sehr berührend

Von: Tanja Zierold aus Wetzlar

26.04.2014

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es ist sehr feinfühlig geschrieben und man lebt diese Geschichte wircklich mit. Die 15 jährige Carey hat einiges mitgemacht und ist doch so stark. Sie kümmert sich Liebevoll um ihre jüngere Schwester und ist sehr bemüht ind das "neue Leben" hineinzupassen. Ein wunderbares Jungenbuch, dass auch Erwachsenen Lesern viel zu bieten hat. Ich gebe Sterne.

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Verliebt in die kleinen Dinge...

Von: Johanna Knöckl

24.04.2014

Wegen des Titels, hatte ich mich vor dem Lesen des Romans auf einen Thriller oder Krimi eingestellt. Aber was ich dann während des Lesens antraf, war so viel mehr. „Wenn ihr uns findet“ ist ein authentisch geschriebenes, ehrliches Buch, über die zwei Schwestern Carey und Jenessa. Aber nicht nur die zwei Hauptpersonen sind mir sofort ans Herz gewachsen, sondern auch Pixie, Ryan, Melissa und wie sie alle heißen. Schritt für Schritt gibt das Buch die Geheimnisse der Mädchen preis und passt sich damit Careys Tempo in der Geschichte an. Diese Tatsache macht das Buch wahnsinnig spannend und am liebsten würde man es in einem Rutsch durchlesen. Es sind die vielen kleinen Dinge, die mich an „Wenn ihr uns findet“ begeistert haben, z.B. die Umgangssprache, die eingearbeiteten Erinnerungsbruchstücke,… Man lernt die „Zivilisation“ ganz neu kennen, beispielsweise wenn Jenessa zum ersten Mal fernsieht :) und man wird sich bewusst in welchem Überfluss wir eigentlich leben! Alles in Allem ist „Wenn ihr uns findet“ ein ehrliches, aufwühlendes aber auch wunderschönes Buch, das zum Nachdenken anregt und einen so schnell nicht mehr loslässt!

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Einfach nur ergreifend

Von: Steffi Breitsprecher

18.04.2014

Ein Buch einfach nur bewegend und ergreifend, weil es trotz "Jugendbuchformat" ein doch sehr schlimmes und eigentlich immer präsentes Thema aufgreift und einem vor Augen führt, wie vielen Kindern Misshandlungen wiederfahren oder auch Eltern nicht im Stande sind für ihre Kinder zu sorgen, weil die Drogen ihren Körper und ihren Geist zu sehr im Griff haben. Ich finde diese Themen sind wirklich wunderbar verpackt in eine Geschichte vom Erwachsen werden, mit allem was dazu gehört, ob nun die Veränderungen die der Körper durchlebt, als auch die erste grosse Liebe. Ich war von dem Buch gefesselt und habe es innerhalb kürzester Zeit verschlungen. Man fühlt sich sofort mitgenommen, weil es einem beim lesen sehr leicht gemacht wird, sich Schauplätzue und vor allem die Protagonisten vorzustellen, da alles sehr gut und bildhaft beschrieben wird. Man fühlt förmlich den Schmerz, die Freude und die Liebe auf jeder einzelnen Seite. Das Buch ist zu keiner Zeit langatmig mit einer gestreckten Story und dadurch hat man das Gefühl einfach nicht aufhören zu können mit dem Lesen. Ich werde das Buch auf jeden Fall weitergeben, damit Freunde und Familie sich davon einen Eindruck verschaffen können. Ich kann es nur empfehlen und denke das jeder, egal aus welcher Altersgruppe, daran Freude hätte und trotz allem auch einmal zum Nachdenken angeregt wird. Mein Fazit kurz und knapp: tolles Buch, tolle Story, sollte man gelesen haben!

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Sehr ergreifend und spannend

Von: Ulrike Keckstadt aus Rostock

17.04.2014

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, da es so spannend war. Das Buch liest sich sehr gut, da die Schriftart und -größe sehr gut gewählt wurde. Carey ist auf jeden Fall eine kleine Heldin, und meistert das Leben als große Schwester, Beschützerin und Ernährerin... Es ist sehr spannend, da es immer wieder Rückblicke in dieses Leben gibt, obwohl Carey versucht ein normaler Teenager zu werden. So erfährt man sehr viel über ihr Leben und den Kampf des Überlebens... Jedoch hat das Ende mich sehr zum Nachdenken angeregt: Wie wird es den Beiden weiterhin ergehen? Was passiert mit Carey? Taucht die Mutter wieder auf? Wird sie ihre gerechte Strafe bekommen?...

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"Es gibt so viele unterschiedliche Arten an Tränen auf der Welt." und dieses Buch lässt den Leser diesen Satz nicht nur lesen, sondern auch fühlen. "Sorge, Angst, Erleichterung, Schock, Bestürzung, Freude,..." haben mich vom ersten Kapitel an in den Bann gezogen, fasziniert und mein Mutterherz ins Stolpern gebracht. Das Buch zur Seite zu legen, war einfach unmöglich für mich. Sowohl Carey wie auch Janessa haben mich einfach staunen lassen und den Wunsch in mir geweckt, unsere Kinder einfach zusätzlich in die Arme zu schliessen und sie wissen zu lassen, wie sehr sie geliebt werden. Ganz sicher bin ich nicht die Supermama des Jahres, dennoch bin ich weit von der Mutter Joelle entfernt, die sich durch Methamphitamin und eine bipolare Störung in einer ganz anderen Welt zu befinden scheint. Umso erstaunlicher ist die Entwicklung von Carey und Janessa, die sich wohl gerade durch ihre tiefe Liebe zueinander so positiv auf die beiden auswirkt. Dennoch gab es so viel, auf das sie verzichten mussten und zusammen mit den Mädchen erfährt der Leser, was ihnen "zusteht", was sie "verdient haben" und wie man lernt, dies anzunehmen und noch viel wichtiger, Vertrauen zu haben...in sich und die Menschen, die einen lieben, so unwahrscheinlich letzteres auch erscheint. So unbekannt Emily Murdoch mir bisher war, so unerwartet (positiv) "überfahren" hat sie mich mit diesem Buch. Der Schreibstil lässt sich nicht nur mit Poesie beschreiben, dafür löst er zu intensive Gefühle aus. Mit "Wenn ihr uns findet" wurde nicht nur ein Buch geschrieben. Unterschiedliche Emotionen wurden mit großer Sorgfalt und Liebe zum Detail zusammengefügt und dürfen vom Leser wie ein Karton-in-Karton-in-Karton-Geschenk "ausgepackt" werden. Jeder dieser "Kartons" ist mit einer Leidenschaft verpackt, die mich berührt hat und vom Herzen her 5 Sterne für dieses wundervolle Buch vergeben lassen. (Ich hoffe, ihr versteht dieses "Bild" ?! ;-) )

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Ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte!

Von: Anja Schmidt (zwiebelchens-plauderecke.blogspot.com) aus Lehnstedt

11.04.2014

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Carey ist eine starke Heldin, die trotz aller negativen Erfahrungen in ihrem jungen Leben nicht zerbrochen ist. Die selbstlose Liebe zu ihrer kleinen Schwester Jenessa, die sie wie ihr eigenes Kind aufgezogen hat, obwohl sie ja selbst noch ein Kind war und ist, kann man nur bewundern. Zwischen beide Mädchen herrscht eine tiefe Verbundenheit, wie man sie nur selten findet. Es ist erschreckend, wie schnell und spurlos ein Kind verschwinden kann und dennoch nur wenige Kilometer von seinem Zuhause gefangen gehalten wird. Trotz intensiver Suchaktionen wurde Carey zehn lange Jahre nicht gefunden. Die Mädchen waren zwar nicht wirklich eingesperrt, lebten aber in einer anderen Art von Gefängnis jenseits der Zivilisation. Zum Glück gibt es immer jemanden, der die Hoffnung nie aufgibt. So finden beide zurück in ein normales Leben und in ein liebevolles Zuhause. Das Buch profitiert von der Tiefe der handelnden Charaktere und dem einfühlsamen stilsicheren Erzählstil der Autorin. Eine berührende Geschichte mit Tiefgang, ohne sich in Sentimentalitäten zu verlieren. Das Ende gibt allen den Mut zu hoffen, egal wie ausweglos eine Situation erscheint. Nichts ist selbstverständlich, aber alles ist möglich. Mein Fazit: Ein Buch, das in keinem Bücherregal fehlen sollte. Bitte unbedingt lesen! Kimmy vergibt 5 von 5 Käseecken

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