Leserstimmen zu
Krähenmädchen

Erik Axl Sund

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Inhalt: In Stockholm taucht die Leiche eines Jungen auf, die Zeichen von brutalsten Misshandlungen aufweist. Die leitende Ermittlerin in diesem Fall ist Jeanette Kihlberg. Doch ihre Ermittlungen stocken schon sehr bald, denn es ist nicht einmal möglich den Jungen zu identifizieren, da ihn keiner zu vermissen scheint und bevor sie irgendeinen nennenswerten Anhaltspunkt gefunden hat, werden bereits weitere Leichen mit den selben Spuren von Misshandlungen gefunden. Eines der Opfer war in Behandlung bei der Psychologin Sofia Zetterlund, die auf die Behandlung von Personen mit traumatischen Erlebnissen spezialisiert ist. Jeanette bittet diese um Hilfe um herauszufinden, was hinter diesen grausamen Morden steckt. Cover und Gestaltung: Das Cover hat eigentlich rein gar nichts mit der Geschichte im Buch zu tun. Dennoch finde ich es sehr passend und gelungen für einen Psychothriller, da es die unheimliche und düstere Atmosphäre des Buches unglaublich gut rüber bringt. Besonders schön finde ich auch den Schriftzug des Titels. Meine Meinung: "Krähenmädchen" ist das Werk des Autorenduos Jerker Eriksson und Håkan Axlander Sundquist und ist der erste Teil einer Thriller Trilogie. "Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen, ehe er selbst zum Monster wird?". Dies ist die eigentliche zentrale Frage, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Es dreht sich vor allem um das Thema Kindesmissbrauch in den verschiedensten Formen von Pädophilie bis zu sexuellem Missbrauch, aber auch in der Hinsicht auf Kindersoldaten in Afrika. Dabei zeigt es auf, was solche Ereignisse in der Kindheit aus einer Seele machen können. Durch diese heftige und verstörende Thematik ist es sehr nervenaufreibend und ich würde zu zart besaiteten Menschen eher davon abraten, da das zweifellos entstehende Kopfkino noch lange nachwirkt und nur schwer zu verdauen ist. Auch Leute, die einen richtigen Thrill suchen sind hier vielleicht nicht ganz so richtig, denn dieser Psychothriller kommt wirklich eher über die Seite der Psychologie und zeigt einem schonungslos die unglaublichsten menschlichen Abgründe auf. Da ich psychologische Thriller immer noch blutigen vorziehe, haben mir diese vielen Einblicke in die Psyche besonders gut gefallen. Die Geschichte ist äußerst dicht und komplex aufgebaut und wird in mehreren Handlungssträngen und Zeitebenen erzählt. in denen man die verschiedensten Personen mit ihren großen und kleinen Problemen und Traumata kennenlernt. Anfangs war das Ganze doch etwas verwirrend für mich, da man lange Zeit gar keine richtige Verbindung zwischen diesen ganzen Personen und Geschehnissen herstellen kann und keine Ahnung hat in welche Richtung sich die Geschichte überhaupt entwickeln wird. Dies trägt allerdings enorm zur Spannung dieses Buches bei. Erst im letzten Drittel beginnt sich einem ein entsetzliches Gesamtbild zu offenbaren. Dabei ist die Geschichte hervorragend durchdacht und sehr wendungsreich. Bei der Zeichnung ihrer Charaktere gehen die Autoren sehr in die Tiefe. So befindet man sich sehr oft in der Vergangenheit, um die Hintergründe der einzelnen Personen kennenzulernen. Bei der Ermittlerin Jeanette, aber auch bei der Psychologin Sofia wird auch ziemlich oft auf deren Privatleben eingegangen. Die meisten Kapitel sind sehr kurz gehalten, was für ein schnelles Lesetempo sorgt. Der Schreibstil ist im Gegensatz zu den heftigen und grausamen Themen des Buches eher direkt, nüchtern und kühl. Dennoch ist die erzeugte Atmosphäre unglaublich intensiv, sehr düster und beklemmend und hängt wie eine Glocke über der gesamten Handlung. Zu erwähnen bleibt noch, dass dieser Thriller direkt auf eine Trilogie angelegt ist und es sich nicht um einen komplett abgeschlossenen Fall handelt. Das Buch endet mit einem fiesen Cliffhanger. Eine kleine Leseprobe zu Band 2 der Trilogie schließt sich noch an. Lobenswert ist allerdings, dass die Bände der Trilogie in Deutschland im zweimonatigen Abstand erscheinen, so dass die Wartezeit zwischen den Teilen nicht allzu lange dauert. Fazit: "Krähenmädchen" von Erik Axl Sund ist ein sehr heftiger, verzwickter und düsterer Thriller, der sich schonungslos mit den abscheulichsten Abgründen von in der Kindheit zerstörten Seelen auseinandersetzt. Er lässt einen erschüttert, entsetzt und aufgewühlt zurück und wird bei mir sicherlich noch einige Zeit nachwirken.

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Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, so viel steht fest. Die Themen sind heftig: Kindesmissbrauch, Pädophilie, Kinderpornografie. Aber ich mag auch keine Krimis, bei denen, wenn es hoch kommt, ein Mord passiert, bei dem nicht beschrieben wird, wie gruselig die Leiche aussah oder was für ein Monster der Täter ist. Deshalb bin ich auch Fan von Jilliane Hoffman oder Simon Beckett. Sprich: ich brauch Action. Da ist Krähenmädchen vom schwedischen Autorenduo Erik Axl Sund genau richtig, obwohl es sogar mir manchmal etwas ZU krass wurde. Das Gute ist, das Buch ist der erste Teil aus der Victoria-Bergmann-Trilogie, die eigentliche Hauptperson, die man aber erst nach und nach kennenlernt. Das heißt: es gibt noch zwei weitere Teile und im September erscheint “Scherbenseele” – Band 1 der neuen Kronoberg-Reihe. Ich freu mich jetzt schon drauf. Das Buch beginnt mit einem grausigen Leichenfund – ein Junge, der vor seinem Tod schwer misshandelt wurde und dem seine Genitalien entfernt wurden. Kommissarin Jeanette Kihlberg hat zunächst keinerlei Hinweise auf die Identität des Jungen, da er nicht als vermisst gilt. Die Polizei sucht den Täter im Pädophilen-Ring und stößt schnell auf einen Mann, der in der Kinderporno-Szene kein unbeschriebenes Blatt ist. Jeanette Kihlberg befragt im Zuge dessen auch Sofia Zetterlund, die das psychologische Gutachten des Mannes erstellt hat und deren Spezialgebiet multiple Persönlichkeiten sind. Nach und nach lernt man das Privatleben der Kommissarin und der Psychologin kennen. Besonders spannend: man erfährt, dass Sofia Zetterlund eine Patientin namens Victoria Bergmann hatte, die als Kind unter anderem von ihrem Vater missbraucht wurde. Sofia hört sich die Sitzungen, die sie auf Band aufgenommen hat, immer wieder an und man merkt, dass sie der Fall sehr mitzunehmen scheint. Was Victoria heute macht, weiß man nicht. Bald wird eine zweite Jungenleiche gefunden. Und noch eine. Die Geschichte packt einen ab der ersten Minute und ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Kapitel sind kurz und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, nur durch die Überschrift weiß man, an welchem Ort das Kapitel spielt. Sogar die Sicht der Opfer und des “Krähenmädchens”, das von ihrem Vater missbraucht wird, bekommt man mit. Man erfährt viel von der Vergangenheit der Hauptpersonen und besonders zum Ende hin rückt das Privatleben der Kommissarin sehr in den Vordergrund. Das hätte ich mir weniger detailliert gewünscht. Auch entspricht Jeanette Kihlberg exakt dem Komissaren-Klischee – kein intaktes Familienleben. Müssen alle Komissare private Probleme haben? Den Cliffhanger am Schluss fand ich super und hat mich, zusammen mit der Leseprobe, neugierig auf das nächste Buch “Narbenkind” gemacht.

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Krähenmädchen von Erik Axl Sund

Von: Leseratte87

09.07.2015

Zum Buch: Verlag: Goldmann Verlag Ausgabe: (21.07.2014) Originaltitel: Krakflickan Seitenzahl: 480 (Broschiert) Genre: Psychothriller Zum Inhalt: In Stockholm werden mehrere Leichen von kleinen Jungen aufgefunden, deren Körper schwere Misshandlungen aufweisen. Kommissarin Jeanette Kihlberg und Kommissar Jens Hurtig machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch die Ermittlungen erweisen sich als sehr schwierig: es gibt kaum Spuren sowie Anhaltspunkte. Im Zuge ihrer Ermittlungen treffen die beiden auf die Psychologin Sofia Zetterlund. Ihr Spezialgebiet sind Menschen mit multiplen Persönlichkeiten und eines der Opfer war bei ihr in Behandlung. Sie bitten die Psychologin um Mithilfe. Doch diese kann nicht viel zum Fall beitragen, denn sie ist zur Zeit mit der Behandlung einer weiteren Patientin, Victoria Bergman, beschäftigt. Sofia ist verfolgt von dem Gefühl, bei ihrer Patientin irgendetwas übersehen zu haben und hört sich immer wieder die Interviews, die sie mit Victoria geführt hat, an. Doch keiner weiß, welche Rolle Victoria wirklich spielt. Eigene Meinung: Auch ich habe mich an die so groß gehypte Victoria-Bergman-Trilogie gewagt und nun endlich Band 1 gelesen. Die ersten Seiten waren sehr gewöhnungsbedürftig. Es gibt viele kurze Kapitel und bei jedem Kapitelwechsel findet ein Personen- als auch ein Perspektivenwechsel statt: Es werden die Geschehnisse aus der Sicht der Kommissarin Jeanette Kihlberg, der Psychologin Sofia Zetterlund und einer Frau, die ein grausames Spiel treibt, beschrieben. Zudem wird das Leben eines Mädchens beschrieben, dass missbraucht wurde. Diese Wechsel finden sehr schnell sowie abrupt statt, so dass ich zu Beginn eines Kapitels nicht immer sofort wusste, wessen Perspektive ich gerade lese. Nach einigen Seiten habe ich mich aber daran gewöhnt, gerade weil, der Schreibstil sehr flüssig und leicht zu lesen ist, als auch ein schnelles Tempo vorgibt. Mit den Hauptpersonen haben Erik Axl Sund sehr vielseitige Charaktere geschaffen. Allen ist gemeinsam, dass sie nicht einfach sind. Jeder hat prägende Erinnerungen und Erlebnisse, mit denen er selbst irgendwie fertig werden muss. In einigen Passagen erfährt der Leser sehr viele Details über das Privatleben der Protagonisten. Dies empfand ich teilweise etwas langatmig und selbst bis zum Ende des Buches überflüssig. Vielleicht spielt das ja für die nächsten Teile eine wesentlichere Rolle? Schließlich ist dies der erste Band und irgendwann muss die Handlung ja aufgebaut werden. Durch diese langatmigen Passagen hat sich die Spannung nur sehr schleppend aufgebaut. Hierfür gibt es deshalb auch einen Punkt Abzug. Erst auf den letzten 100 Seiten wurde es so richtig spannend. Ich habe daher Hoffnung, dass der nächste Teil dafür umso spannender wird. Wichtig ist, dass die Handlung von „Krähenmädchen“ keine leichte Kost ist. Die Hauptthemen sind Kindesmisshandlung/-brauch sowie die grausame Tötung von Kindern. Die Beschreibungen sind, zum Glück, nicht sehr detailreich, aber sie sind deutlich genug, um eine erschreckende Atmosphäre sowie eigene Bilder im Kopf zu schaffen. An einigen Stellen war es ganz schön gruselig und ich habe das Buch einige Male bei Seite gelegt, um eine kleine Verschnaufpause zu machen. Nichtsdestotrotz liefert der Psychothriller interessante Einblicke in das Denken und Fühlen von Opfern und Tätern, sowie Menschen mit multiplen Persönlichkeiten. Es ist erschreckend für mich, wie normal es für das Missbrauchsopfer ist, was ihm ständig angetan wird und auch das es jeden Mann als Pädophilen sieht. Ich denke, hier steckt viel Wahrheit drinnen. Es ist unvorstellbar, was Kinder fühlen und durchmachen, die solche Taten von Klein auf erleben müssen. Dies ging mir beim Lesen besonders nahe. Ich bin gespannt wie es in den nächsten beiden Teilen weiter geht: Welche schrecklichen und verstörenden Details wir noch erfahren werden und welche grausamen Morde noch geschehen müssen, bevor Jeanette Kihlberg und Jens Hurtig die Wahrheit aufdecken können. Fazit: 4 von 5 Sternen für einen gut inszenierten Psychothriller, dem ein wenig an Spannung fehlt.

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Krähenmädchen ist für mich ein solides 3 Sterne Buch und ein solider Auftakt zu der Victoria-Bergmann Trilogie! Es konnte mich leider nicht total begeistern und mitreißen, da mich die Erzählstränge doch etwas verwirrt haben und ich einige Zeit gebraucht habe um in die Story reinzukommen und mich zurecht zu finden. Die Story und die Idee dahinter gefallen mir ganz gut und ich werde die Reihe auch weiter verfolgen weil ich schon gespannt bin wie es weitergeht. Leider konnte ich keine wirkliche Bindung zu den Charakteren aufbauen. Auch war mir persönlich die Story schlicht zu pauschal und oberflächlich gehalten. Ich hoffe, dass in den nächsten Bänden die Geschichte an Fahrt aufnimmt und sich für mich auch ein besserer Lesefluss einstellt. Luft gibt es auf jedenfall nach oben (und unten..)! Eine viel ausführlichere Rezension ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=O5N6jToMAwo

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Die schwer misshandelte Leiche eines Jungen wird mitten in Stockholm gefunden, der die ganze Stadt erschüttert. Kommissarin Jeanette Kihlberg wird mit dem Fall betraut und bittet die Psychologin Sofia Zetterlund um Hilfe. Langsam sortieren sie die Fakten, doch der Schlüssel zu der Lösung scheint die psychisch stark gestörte Victoria Bergmann zu sein, deren Vergangenheit mit dem aktuellen Fall in Verbindung zu stehen scheint... Um „Krähenmädchen“ ist ein ziemlicher Hype entstanden, der düstere Thriller aus Schweden, der von einem Autorenduo unter dem Pseudonym Erik Axl Sund geschrieben wurde, hat ein starkes mediales Echo hervorgerufen. Tatsächlich kann dann auch die sehr dichte Atmosphäre des Thrillers überzeugen, wobei die stellenweise brutalen Beschreibungen schon an die Grenzen herangehen. Das Thema wird dabei sehr hart und unnachgiebig geschildert, was dann auch einen starken Eindruck hinterlassen kann. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Charaktere so umfassend beschrieben werden. Durch zahlreiche Perspektivwechsel wird die Handlung aus zahlreichen Sichtweisen gezeigt, was sie sehr lebendig wirken lässt. Nur leider hat der Roman auch einige Stolpersteine. So ist die Handlung recht schnell zu durchschauen, etwas zu offensichtlich wurden hier ganz zu Beginn die Hinweise gestreut, die sich dann auch tatsächlich bestätigen. Schade, denn das Grundkonstrukt hätte deutlich spannender geschildert werden können, die Autoren lassen hier viel Potenzial liegen – vielleicht auch, weil zu viele Nebenschauplätze aufgemacht werden, die die Handlung nicht wirklich bereichern. Die verwendete Sprache ist recht klar und leicht zu lesen, bietet aber nicht sonderlich viele Finessen oder eindringliche Bilder, die im Gedächtnis bleiben. Dennoch können die Autoren die Szenen durchaus stimmig wirken lassen und eine düstere Atmosphäre schaffen, die die Handlung anreichert und sie dichter wirken lässt. Die wörtliche Rede wirkt durchaus authentisch und glaubhaft. Von Krähenmädchen bleibt ein solider, aber kein überragender Eindruck. Viele Elemente aus anderen erfolgreichen Romanen wurden miteinander kombiniert, aber etwas unsauber zusammengefügt. So wirken die Charaktere zwar durchaus intensiv, die Handlung kommt aber des öfteren vom Weg ab und ist zu leicht durchschaubar.

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In Stockholm wird ein Junge tot aufgefunden. Er wurde schwer misshandelt. Kommissarin Jeanette Kihlberg wird als Ermittlerin mit dem Fall betreut. Doch sie und ihr Team kommen fast keinen Schritt weiter. denn es gibt kaum Spuren und alle Ermittlungen führen in eine Sackgasse. Dann tauchen weitere Leichen auf. Im Zuge ihrer Ermittlungen sucht sie Hilfe bei der Psychologin Sofia Zetterlund. sie ist Psychologin mit Spezialgebiet Multiplen Persönlichkeiten und hatte eines der Opfer in Behandlung. Unter den Patienten ist auch Victoria Bergmann, die Sofia Kopfzerbrechen bereitet, denn sie meint, bei ihr irgendwas zu übersehen. Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, musste ich mich erst mal ein wenig reinfinden. Es spielen viele verschiedene Persönlichkeiten mit und diese muss man erst einmal auseinander halten. Aber nach und nach hat mich dieser Thriller in den Bann gezogen. Und es wurde sogar Spannung aufgebaut. Der Erzählstil ist von verschiedenen Protagonisten, aber hauptsächlich von Jeanette und von Sofie oder von Victoria. Oftmals erzählt Victoria auch in Vergangenheitsform, sprich von ihrer Kindheit und dessen Erlebnisse. Die einzelnen Personen, die hier mitwirken sind realistisch und gut dargestellt. Was mich hier etwas stört, ist die vielen Hintergründe der einzelnen Protagonisten. Teilweise wird darauf langatmig eingegangen. Obwohl es gut ist, das die Autoren nicht nur sich auf den Fall konzentriert haben, sondern hier auch das Private mit einfließen haben lassen. Am Ende wird dieser Thriller allerdings etwas verwirrend und man muss sich noch mehr aufs Lesen konzentrieren, damit man in der Geschichte und dem Leerfloss bleibt. FAZIT: Dieser Thriller hätte gutes Potenzial, wenn er nicht ab und zu verwirrend wäre. Auch das total offene Ende, so dass man die folgenden Bände lesen muss stört mich. Aber trotz allem wird hier Spannung aufgebaut und gehalten. Die Protagonisten sind mir sympathisch. Allerdings ist das Thema Multiple Persönlichkeit hier mir ein wenig zu undurchsichtig dargestellt. Ich habe mich viel und oft mit dem Thema beschäftigt und weiß wovon ich spreche. Hier allerdings kommt es mir ein wenig zu oberflächig vor. Es wird zwar beschrieben, dass die Personen Gedächtnislücken haben und auch die Stimmlage verändert sich, aber sonst nichts. Doch so eine multiple Persönlichkeit hat noch viel mehr Facetten, die hier gar nicht aufgeführt werden. Was es mit dem Krähenmädchen allerdings hier auf sich hat, wird meiner Erachtens nicht geklärt. In der Vergangenheit von Victoria Bergmann kommt dieses Mädchen zwar immer zu Wort kurz, aber es wird nicht aufgeklärt wer oder was es ist. Das Coverbild zeigt einen See (?). ich vermute, das ist der See, wo Victoria als Kind Urlaub gemacht hat. Der Titel ist mit Ästen geschrieben, die wohl etwas Blutverschmiert sind. Ich finde diese Art gut gewählt. Passt zum Titel. Beim Aufklappen des Covers kann man dieses nochmals aufklappen und es zeigt eine Seenlandschaft, genauso wie der hintere Teil. Das komplette Cover ist düster gehalten, so wie dieser Thriller auch ist. Alles im Allen gut gewählt! Was für mich auch positiv ist, sind die teilweise extrem kurzen Kapitel. So lässt sich das Buch gut lesen und man kommt schnell vorwärts trotz der über 400 Seiten. Am Ende ist noch eine Leseprobe zum zweiten Teil von der Victoria Berman Trilogie Narbenkind. Und als kleines Bonbon gibt es noch ein kurzes Interview mit den beiden Autoren.

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Ich mag Thriller und Psychothriller sehr gerne. Erst kürzlich habe ich wieder einmal ein sehr interessantes, äußerst spannendes Buch verschlungen: Erik Axl Sunds "Krähenmädchen". "Krähenmädchen" ist der erste Band einer Trilogie. Ich mag Krimis, die in Skandinavien spielen, sehr gerne und deswegen war ich sehr auf dieses Buch gespannt, das mir schon in der Buchhandlung und online aufgefallen war. Schon das Buchcover selbst fand ich sehr ansprechend. Und auch der Titel "Krähenmädchen" klingt für mich sehr interessant. Das Buchcover ist ganz in dunklen Farben gehalten. Man sieht darauf eine düstere Seen- bzw. Moorlandschaft. Auf den schwarzen Himmel ist in krakeliger Schrift der Titel in weißen Buchstaben aufgedruckt. Das Buch wurde von zwei Autoren zusammen geschrieben, von Hakan Axlander Sundquist und Jerker Eriksson. Schon nach wenigen Zeilen gelang es ihnen, mich an das Buch regelrecht zu fesseln. Ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen und habe es in nur zwei Tagen verschlungen. Der Roman beginnt damit, dass ein Junge tot und grausam verstümmelt in einem Park gefunden wird. Man hat Schwierigkeiten, seine Identität herauszufinden. Das bleibt kein Einzelfall, denn in den nächsten Monaten werden in Stockholm immer wieder ähnlich zugerichtete Leichen gefunden. Anscheinend ist hier ein Serienmörder am Werk... Bei den Ermittlungen findet man schließlich heraus, dass eines der Opfer in Behandlung bei der Psychologin Sofia Zetterlund war. Mit dieser beginnt die Ermittlerin Jeanette Kihlberg zusammenzuarbeiten um endlich die grausamen Morde aufzuklären. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, trotzdem hat man meiner Meinung nach keinerlei Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen oder die jeweiligen Abschnitte bestimmten Personen zuzuordnen. Mal ist man mit der Kommissarin mitten in den Ermittlungen, dann ist man wieder bei einem der grausamen Leichenfunde dabei oder aber bei einer Behandlung der Psychologin, die vor allem Menschen mit Identitätsstörungen betreut, wie etwa Victoria Bergman, die als Kind missbraucht wurde. So werden dann auch mehrere Themen im Thriller abgehandelt und über allem steht immer wieder die Frage, wie viel Leid ein Mensch ertragen kann, bevor er selbst zu einem Monster wird. Mehr möchte ich an dieser Stelle über den Inhalt nicht verraten. Ich habe aber schon bald geahnt, was es mit bestimmten Personen im Thriller auf sich hat... Trotzdem fand ich das Buch auch weiterhin spannend und fesselnd. Die Sprache ist einfach und bestens lesbar. Es wird gut beschrieben, so dass man sich ein perfektes Bild von Personen, Handlung und Orten machen kann. Natürlich gibt es hier auch einige grausame Beschreibungen, aber das gehört eben zu einem Thriller mit dazu. Schon jetzt bin ich sehr gespannt auf die beiden anderen Teile, die ich auf alle Fälle lesen möchte. Am Ende des Buches ist nämlich mehr oder weniger offen, ob der Mörder auch tatsächlich der Mörder ist. Und auch sonst hat man noch so einige Fragen, die man unbedingt beantwortet haben möchte. Ich fand diesen Thriller sehr fesselnd und gebe ihm deswegen volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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Dies Buch ist spannend. Stellenweise war ich zwar ein wenig verwirrt, und kam mit den vielen Personen nicht klar, aber dass hat sich zum Glück Stück für Stück geklärt, bzw wurde es mir klarer. Die Idee zu dem Buch finde ich super. Auch dass es viel um multiple Persönlichkeiten geht, dass ist nämlich ein sehr interessantes Gebiet wie ich finde. Es wird deutlich, dass der Autor sich die Mühe gemacht hat viel über diese Persönlichkeitsstörung zu erfahren. Er hat sie auch gut in das Buch eingearbeitet - meiner Meinung nach. So verworren es auch manchmal ist, ich finde es gut, dass alles wirklich erst am Ende raus kommt. Und ich kann sagen, dass Ende schockt und es handelt sich dabei um ein offenes Ende. Das finde ich eigentlich wieder zu offen, da ich nicht mehr unbedingt Reihen lesen wollte. Ein bisschen schade ist es schon. Mal sehen ob ich den 2. Band lesen werde - gut ist, dass er bald raus kommt und man nicht so lange warten müsste. Denn eigentlich möchte ich schon wissen wie es weiter geht. Zu einigen der Charaktere fehlt mir leider die Sympathie. Irgendwie wurden sie für mich nicht unbedingt ansprechend ausgearbeitet - aber das ist auch eine Geschmackssache. Und das man manche eher ablehnt, ist klar, aber hier war es mir doch zu heftig. Alles in allem sind es zu viele Punkte, als das mich das Buch vollendens hätte überzeugen können. Aber schlecht fand ich es auch nicht. Vielleicht kann mich ja Band 2 mehr überzeugen.

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