Leserstimmen zu
Die schwarze Dame

Andreas Gruber

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Macht süchtig

Von: Heinz Huber

05.10.2018

Wie in der Maarten S. Sneijder Serie spannend bis zum Schluss

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Dies war tatsächlich mein erstes Buch von Andreas Gruber. Ich muss sagen das ich wirklich positiv überrascht bin, es hat so viele tiefgründige Dinge über Prag beinhaltet, das man wirklich merkt wie der Autor recherchiert hat. Richtig toll an dem Buch finde ich die Einleitung von Andreas Gruber, wie er denn überhaupt zu diesem Buch gekommen ist. Das macht den Autor wirklich wahnsinnig sympatisch. Ein weiterer Pluspunkt für das Buch ist die kleine Karte am Anfang von Prag im 19. Jahrhundert. Sowas hat man selten in einem Thriller, umso überraschter war ich als ich die Ansicht von Prag sah. Der Schreibstil ist wirklich flüssig. Man kommt schnell ins Buch hinein. Ein wenig schwierig war es für mich bezüglich des Themas mit der Kunst. Ich interessiere mich nicht wirklich für Gemälde und habe keine Ahnung davon. Jedoch trat dieses nicht Wissen in den Hintergrund, weil der Autor Andreas Gruber einen wirklich gut die Dinge verständlich gemacht hat. Man lernt eben nie aus. In der Mitte des Buches ging es dann auch so wirklich mit den Thriller-Elementen los. Am Anfang wurde erstmal so die gesamte Story geschildert und der Hauptaugenmerk lag bei Peter Hogart, bis dann eine weitere Protagonistin ins Buch kam. Der Protagonist Peter Hogart war mir sehr sympatisch. Er hat in seinem Leben schon als vieles gearbeitet, doch nun ist er selbständiger Privatermittler, der sich auf Versicherungsbetrug spezialisiert hat. Aber der nächste Fall sollte für ihn nicht nur in einem Versicherungsbetrug enden. Fazit: Andreas Gruber hat mit diesem Prager-Thriller über Peter Hogart ein wirklich gutes Buch geschrieben. Das Ende war für mich überraschend. Ein rundum gelungener Thriller mit tollem Cover, schönem flüssigen Schreibstil und einem Ermittler der einem ans Herz wächst.

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Titel: „Die schwarze Dame“ Band: Teil 1 der Reihe um Peter Hogart Autor: Andreas Gruber Erscheinungsdatum: 18. Dezember 2017 Seitenanzahl: 362 Seiten Genre: Thriller Preis: Taschenbuch 9,99€ ISBN: 978-3-442-48026-5 Verlag: Goldmann Klappentext: Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft … (Randomhouse) Hier kannst Du „Die schwarze Dame“ kaufen. Weitere meiner Rezensionen zu Titeln des Autors: „Todesfrist“ „Todesurteil“ „Todesmärchen“ „Todesreigen“ Vielen lieben Dank an den Goldmann Verlag und Randomhouse für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares dieses Titel! 🙂 Cover und Klappentext Das Cover und besonders die Farben finde ich absolut gelungen und es hat mich sofort angesprochen! Die düstere Atmosphäre bietet sofort den richtigen Einstieg in das Buch. Den Klappentext hingegen finde ich in Ordnung, jedoch nicht weltbewegend. Er klingt wie eine typische Ermittler-Story und auch die Tatsache, dass die Handlung scheinbar in Prag spielt, verursachte bei mir nicht gerade Euphorie. Ich hatte Sorge, dass ich durch bestimmte (kaum aussprechbare) Ortsnamen oder Namen der Figuren den Spaß am Lesen der Geschichte verliere, was jedoch nicht der Fall war. Trotzdem war ich gespannt auf die Geschichte und wollte wissen, welche anderen Geschichten aus Grubers Feder mich vielleicht ebenso überzeugen können, wie die Reihe um Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez. Figuren Als wichtigste und auf den ersten Blick prägnanteste Person dieses Thrillers würde ich Peter Hogart betiteln. Ich habe ihn als freundlichen Mann kennengelernt, der zufrieden in seinem Beruf ist und ihn mit Freude und Geschick ausübt. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass er sich zu mehr berufen fühlt und daher etwas zurückstecken musste. Teilweise bekommt man als Leser kleinere Einblicke in sein Familienleben als Bruder und Schwager, welches aber ziemlich schnell wieder in den Hintergrund rückt, da es zum gegebenen Zeitpunkt einfach nicht sehr wichtig erscheint. Allerdings wird dem Leser dadurch ein privaterer und familiärer Peter Hogart schmackhaft gemacht. Hogart ist stets engagiert und gerät in Situationen, die derartig weder geplant noch gut für den Fall waren (zumindest in den Augen seiner Auftraggeber). Oft findet er sich zwischen Ereignissen wieder, die brenzlig bis hoch gefährlich sind, doch lässt nicht locker und ist mehr als bemüht seinen ihm aufgetragenen Fall zu lösen. Innerhalb der Story lernen wir ebenfalls die Privatdetektivin Ivona Markovic kennen, die auf mich beim ersten Aufeinandertreffen eher wie eine hochnäsige und arrognate Geschäftsfrau wirkte. Im Laufe der Handlung lernen wir sie, einige ihrer Hintergründe, ihren Bruder und ihre bisherigen Ermittlungen kennen, die sich zu einem runden Bild zusammensetzen und gut zu Ivona als Person passen. Obwohl sie auch ihre weichen Seiten zeigt, habe ich sie doch größtenteils als toughe, starke und autarke Frau erlebt, die sich in ihrem Beruf einen Namen gemacht hat. Ebenso wie Hogart ist sie stets versessen darauf, ihre Fälle zu lösen und gerät mit ihm zusammen in Situationen, die sie gemeinsam meistern. Gruber hat außerdem noch einige andere Figuren konstruiert, die ebenfalls gut in die Story und deren Atmosphäre passten. Einige habe ich zu Beginn falsch eingeschätzt und wurde positiv überrascht. Schreibstil und Inhalt Zunächst möchte ich hier erwähnen, dass wir es bei „Die schwarze Dame“ mit Andreas Grubers Debüt-Thriller zu tun haben, der Ende letzten Jahres neu aufgelegt wurde. Demnach berücksichtige ich seine Anfänge hinsichtlich meiner Bewertung. Den Schreibstil empfinde ich auch in diesem Buch als angenehm, wobei ich das Gefühl hatte, dass Gruber im Laufe der Story auch mit seinem Schreibstil gewachsen ist. Zu Beginn hatte ich einige Stellen, über die ich gestolpert bin, obwohl sich weder Rechtschreib- noch Grammtik- oder Satzbaufehler finden ließen. Wie bereits unter dem ersten Punkt beschrieben, hatte ich bei dem Handlungsort zunächst meine Bedenken, da ich bereits öfter das Problem hatte, mir unter Straßen- oder Ortsnamen einfach nichts vorstellen oder diese gedanklich nicht aussprechen zu können, was für mich den Lesefluss enorm gestört hat. Auch hier finden wir natürlich einige tschechische Sätze, Orts- oder z.B. Restaurantnamen, die aber von Gruber umgehend und laienhaft leicht erklärt und übersetzt werden, sodass ich keinerlei Verständnis- bzw. Vorstellungsprobleme hatte. Außerdem befindet sich im vorderen und hinteren Einschlag des Buches eine, zwar etwas sehr klein und unscharf, abgedruckte Karte, die mir als Leser einen noch besseren Eindruck in die grobe Umgebung Prags verschaffen konnten. Zudem beschreibt Gruber die Orte seiner Handlungen und die dazu passende Atmosphäre sehr bildgewaltig und realitätsnah, was damit zusammenhängt, dass der Autor selbst Prag besucht und Inspiration für diese Geschichte und die passenden Zutaten für die Kulisse gesucht, sowie gefunden hat. Der Thriller beginnt seichter und nimmt im Laufe der Handlung in Prag immer mehr Fahrt auf. Wir begleiten Hogart, und später mit ihm zusammen auch Markovic, bei ziemlich fulminanten und explosiven Ereignissen, die die Seiten nur so dahin fliegen lassen. Lange wusste ich außerdem nicht, worauf der Täter bei der Auswahl seiner Opfer und der Orte, an denen er sie ablegt, achtet und empfand auch die Auflösung etwas an den Haaren herbei gezogen. Für mich war das zunächst eine lieblos hervorgekramte Kiste, die neu aufpoliert wurde. Originell und eher außergewöhnlich war sie, aber sie konnte bei mir nicht den berüchtigten „Aha-Wow“-Moment verursachen, vor allem auch, weil dieser Part schon bereits bei ca. der Hälfte aufgedeckt wurde. Zu meinen Glück nahm Gruber nach diesem kleineren Tief wieder mehr Fahrt auf und schilderte mir eine spannende Verfolgungsjagd, durch die das Buch sehr rasch gelesen war. In kleineren Teilen haben wir es hier mit einem Thema zu tun, dem ich bisher nicht wohlgesonnen war. Allerdings wird dies lediglich kurz erwähnt und die Hintergründe werden erörtert. Hier hat Gruber ebenfalls einige kleinere psychologische Aspekte eingebaut, die ich grundsätzlich in jedem guten Buch zu schätzen weiß. Fazit Gruber hat mit seinem Debüt „Die schwarze Dame“ als erster Teil seiner Reihe um Peter Hogart ein wirklich gutes Buch auf den Markt gebracht, was äußerlich brillant neu aufgelegt wurde. Trotz einiger kleineren Längen und einem zu Beginn etwas holprigen Einstieg habe ich das Buch sehr gerne gelesen, weshalb ich es relativ zügig durch hatte. Mit Peter Hogart und Ivona Markovic hat Andreas Gruber zwei sehr sympathische und gut zueinander passende Protagonisten gezeichnet, die sehr gut in die Atmosphäre der Stadt und der Handlung passten. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil der Reihe und vergebe für dieses Buch 4,5/5 Sternchen. 🙂

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Vielen Dank an dieser Stelle an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. „Die schwarze Dame“ von Andreas Gruber aus dem Goldmann Verlag der Random House Verlagsgruppe. Genre: Thriller Erschienen ist die Neuauflage dieses Thrillers am 18.12.2017. Auf insgesamt 362 Seiten kann man Ermittler Peter Hogart dabei erleben, wie er einen verzwickten Fall löst, den er so gesehen gar nicht lösen muss. Es aber aus seiner Neugierde heraus als Versicherungsdetektiv dennoch tut. Die Bezeichnung „Thriller“ hat dieses Buch absolut verdient. Klappentext: „Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft“ Eigentlich ist Peter Hogart in Prag um einen Versicherungsbetrug aufzudecken, denn das ist sein eigentlicher Auftrag. Dabei gerät er aber unfreiwillig in eine Mordserie hinein, in die auch seine spurlos verschwundene Kollegin verwickelt ist. Durch seine Neugierde und etwas unkonventionelle Art an den Fall heranzugehen, schliddert Peter Hogart mehr ungewollt als geplant in Dinge, die für einen Versicherungsdetektiv eigentlich ein paar Nummern zu hoch erscheinen. Aber es ist nun mal seine spezielle Art, dass er, obwohl er um die Gefahren weiß, dennoch nicht davon ablässt. Bei alledem gerät er an die verschiedensten Personen, wovon die meisten eher dem Prager Untergrund zuzuordnen sind. Aber es gibt dann doch eine Bekanntschaft, mit der er sich in die Aufklärung der Mordserie stürzt, obgleich ihm von mehreren Seiten, bzw. eigentlich allen Seiten, nahegelegt wurde, Prag wieder zu verlassen. Er handelt anders und irgendwie auch nachvollziehbar, wenn auch der gesunde Menschenverstand der Aufforderung wohl nachgekommen wäre. Doch was er mit seiner Bekanntschaft ermittelt ist wahrlich mehr als unerwartet.

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Peter Hogart arbeitet als selbstständiger Versicherungsdetektiv. Die meisten seiner Fälle sind eher Routine. Doch manche sind wirklich nervenaufreibend. Und gerade bei einem der letzteren Fälle hat Hogart die Lage ungünstig eingeschätzt. Für die Versicherungen ist er daher nicht immer die erste Wahl. Nun sind in Prag mehrere höchst wertvolle Gemälde dem Vernehmen nach verbrannt. Eine Katastrophe, die einer genauen Untersuchung bedarf. Diese sollte eigentlich die Nichte des Chefs durchführen. Kurz nachdem sie meldete, der Fall sei gelöst, verschwindet sie spurlos. Hogarts Aufgabe ist es, das Schicksal der jungen Frau zu klären und nachzuvollziehen, was mit den Bildern geschehen ist. Bereits im Jahr 2007 geschrieben und als ebook veröffentlicht freut sich der Autor nun über diese Taschenbuchausgabe. Der Versicherungsdetektiv Peter Hogart ermittelt hier in seinem ersten Fall. Von Wien wird er nach Prag geschickt. Für Hogart ist es nicht der erste Besuch in dieser schönen Stadt. Er wandelt dann nicht nur auf den Spuren der verschwundenen Alexandra Schelling, sondern auch auf den seiner Jugendreise. Er erzählt den Lesern von seinem Prag, den Gassen und Wegen, den schönen Orten, den Veränderungen. Seine Kollegin findet er sobald nicht, allerdings lernt er die Privatdetektivin Ivona Markovic kennen, die einer ganz anderen Sache auf der Spur ist. Mit Peter Hogart stellt der Autor einen neuen oder besser alten Protagonisten vor, der dem Leser schnell sympathisch wird. In Beziehungsdingen gescheitert, als Ermittler gewieft, Familienmensch nur, wenn er sich mit seinem Bruder und dessen Tochter verabredet. Da könnte die neue Bekanntschaft mit der Pragerin Ivona einen Neuanfang bedeuten. Doch erstmal gilt es das Rätsel um die verschwundene Kollegin und die Bilder zu lösen. Daran begibt sich Hogart auf fesselnde Weise. Natürlich entwickelt sich ein Autor beim Schreiben weiter und so ist dieses ältere Buch durchaus anders als eines der neueren. Zu Beginn der Handlung könnte man beinahe meinen, man sei in eine Reisebeschreibung geraten, das wirkt für einen Kriminalroman etwas raumgreifend, macht aber gleichzeitig Lust, sich die Schauplätze selbst einmal anzuschauen, kann so ganz verkehrt also auch nicht sein. Dieser Eindruck verfliegt auch recht schnell, wenn Hogart und Markovic nach und nach die Hintergründe einer perfiden Mordserie entschlüsseln. Zwar ist das gewählte Thema nicht so neu, aber dennoch so packend umgesetzt, dass man als Leser nicht von der Lektüre lassen kann.

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Dieser Thrillerauftakt hat mir fesselnde Lesezeit geschenkt. Andreas Gruber schreibt nicht nur toll, er bringt auch inhaltlich einige Überraschungen in der Handlung unter, die man so nicht erwartet und deswegen gespannt weiter liest. Hogart landet für eine Versicherung in Prag. Was anfangs noch in die Kunstszene führt und als Versicherungsbetrug beginnt, läuft später auf eine gefährliche Suche nach einem Serienkiller hinaus. Dadurch verschiebt sich die relativ ungefährliche Ermittlung auf eine völlig andere Schiene. Es geht hinein in die kriminellen Strukturen der Mafia, Greco und seine Schläger machen Hogart das Leben schwer und sind ihm immer auf den Fersen. Gemeinsam mit der Privatdetektivin Ivona Markovic entdeckt Hogart die Parallelen zwischen seiner Vermisstensache und den zerstümmelten Leichen. Ivonas guten Kontakten ist es zu verdanken, dass Hogart gute Starthilfe und auch Schutz geniesst. Die geköpften Mordopfer sorgen in Prag für Angst und Schrecken. Die Story fängt recht gemächlich an und steigert sich allmählich zu einem fesselnden und komplexen Fall. Hogart ist ein mutiger und intelligenter Typ, der mit Ivona eine passende Ermittlungs-Partnerin an seiner Seite hat. Beide wirken authentisch und man erlebt mit ihnen ihre schockierenden Erlebnisse aufgeregt mit. Ich habe mich mehrfach gefragt, wie die Morde mit den verschwundenen Gemälden zusammenhängen könnten. Nach und nach kommen immer mehr Details zum Vorschein, die man nicht erwartet, die aber den Fall klarer werden lassen. Die Hintergrundgeschichte des Mörders hat es ebenfalls in sich. Einige gefährliche Szenen und die grausamen Mordopfer lassen die Spannung anwachsen und ein toller Showdown schliesst das Buch ohne offene Fragen ab. Lediglich die Nebenfiguren fallen hier etwas blass aus, da hätte ich mir noch mehr Ausarbeitung gewünscht. Auch wenn der Schreibstil für einen Thriller etwas zu ausführlich gerät, gefällt mir die düstere, atmosphärisch genaue Beschreibung von Andreas Gruber recht gut. Hier sieht man die erwähnten Schauplätze in Prag bildhaft genau vor Augen und kann die unterschiedlichen dunklen Stimmungen wunderbar nachvollziehen. Sogar geschichtliche Dinge finden hier eine gelungene Einbindung in die Handlung, was dem Buch allerdings auch eher einen romanhaften Zug verleiht. Als waschechten Thriller würde ich das Buch nun nicht bezeichnen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut. Mir hat dieser Auftakt mit den Prager Ansichten gut gefallen, die Reihe werde ich gern weiter verfolgen. Für Andreas Gruber Fans ist dieses Buch ein Muss und wer gern Spannungsliteratur aus Prag liest, sollte sich das Buch nicht entgehen lassen. Der nächste Teil der Peter Hogart Reihe erscheint im April im Goldmann Verlag und heißt "Die Engelsmühle".

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Ich liebe die Thriller von Andreas Gruber, besonders die Todesreihe hat es mir angetan und wird jederzeit gerne empfohlen. Leider konnte "Die schwarze Dame" da nicht ganz mithalten. Der Ermittler Peter Hogart ist zwar sehr sympathisch, doch auch ziemlich 0815 und könnte mit vielen Charakteren des Thrillergenres einfach ausgetauscht werden. Auch mit der Geschichte wollte es zunächst nicht so recht klappen. Ich fand es doch etwas zäh und langweilig, bis es in der zweiten Hälfte endlich interessanter wurde. Großer Pluspunkt ist hier der Täter. Dieser ist zwar recht schnell bekannt, doch seine Hintergrundgeschichte lässt einen nicht kalt und gibt der Geschichte das gewisse Etwas 👌 Auch die Art und Weise wie er mordet, fand ich recht innovativ und gut gemacht. Die Kulisse in Prag ist zwar schön beschrieben, doch dieser ganze Unterweltskram mit den bösen Jungs ist nicht so meins 😅 Meiner Meinung nach hätte man darauf ruhig verzichten können 🤔 Fazit: Der geübte Thrillerleser wird viel Altbekanntes finden, doch der Täter und seine Geschichte sind auf jeden Fall einen Blick wert 👍 Allerdings sollte man sich am Anfang auf ein eher ruhigeres Tempo einstellen, welches ungefähr zur Hälfte hin steigt

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INHALT: Auf der Suche nach einer spurlos verschwundenen Kollegin wird der Wiener Privatermittler Peter Hogart nach Prag geschickt. Doch die Goldene Stadt zeigt sich Hogart von ihrer düstersten Seite: Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest und hat binnen Stunden nicht nur eine Reihe äußerst zwielichtiger Gestalten, sondern auch die gesamte Prager Kripo gegen sich aufgebracht. Nur die junge Privatdetektivin Ivona Markovic, die gerade eine Reihe bizarrer Verstümmelungsmorde untersucht, scheint auf Hogarts Seite zu stehen. Als die beiden bei einem Anschlag nur knapp dem Tod entrinnen, wird klar, dass es eine Verbindung zwischen ihren Fällen geben muss. Und dass ihnen die Zeit bis zum nächsten Mord davonläuft ... MEINUNG: Nachdem ich Todesreigen beendet habe, musste ich unbedingt Nachschub von Andreas Gruber haben. Die schwarze Dame gab es zuvor nur als eBook und wurde nun vom Goldmann Verlag als Taschenbuch verlegt. Es handelt sich also nicht um ein gänzliches neues Buch von dem Autor. Die schwarze Dame ist anders als die Reihe um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Darauf sollte man sich unbedingt einstellen. Man kann und sollte diese nicht miteinander vergleichen, weil man dann vielleicht enttäuscht ist. Genau aus diesem Grund hatte ich auch so meine Startschwierigkeiten mit dem Buch. Es geht hier nämlich für meinen Geschmack deutlich gemächlicher zu als in der anderen Reihe. Die Geschichte spielt in Prag und es geht um den Versicherungsdetektiv Peter Hogart. Peter Hogart mochte ich sofort. Andreas Gruber gelingt es wieder einen sehr speziellen Charakter zu schaffen und schreibt ihm einige charmante Eigenschaften auf den Leib. Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet, obwohl ich manchmal meine Schwierigkeiten hatte dort durchzusehen. Das liegt aber an den vielen slawischen Namen, die in meinem Sprachgebrauch einfach nicht so gängig sind. Mit der Zeit wurde es aber besser. Ich hatte Startschwierigkeiten, weil sich die Geschichte erst ganz gemächlich in Gang setzt und ich nicht ahnte wohin das Ganze führen wird. Die Atmosphäre, die Andreas Gruber mit dem Spielort in Prag wählt, ist grandios. Ich konnte mich so richtig in die dunkle, mystische Umgebung Prags reinfühlen und habe die Bilder vor meinem geistigen Auge gesehen. So richtig war mir nicht klar, in welcher Zeit der Roman spielt, aber es kam mir eher wie das 20. Jahrhundert vor, obwohl viele moderne Sachen verwendet werden. Es steht Thriller drauf und es auch einige Elemente, die den Roman zu einem solchen machen, aber es kam mir eher vor wie ein Krimi. FAZIT: Mit Der schwarzen Damen besweist Andreas Gruber, dass er auch eine ganz andere Art von Thriller/ Krimi schreiben. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten entpuppte sich die Geschichte als äußerst spannend und vor allem durchgängig atmosphärisch. Vom Tempo her aber etwas gemächlicher als die Nemez-Sneijder-Reihe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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