Leserstimmen zu
Das Hochzeitsversprechen

Sophie Kinsella

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Ein bisschen überrascht war ich dann auch gleich darüber, dass es dieses Mal zwei Hauptpersonen gab. Sophie Kinsella erzählt entweder aus der Sicht von der etwas chaotischen Lottie oder aus der, von der disziplinierten Fliss. Die beiden Schwestern könnten unterschiedlicher nicht sein und so sollte man meinen, dass es viele urkomische Situationen und Dialoge geben könnte. Dem war leider nicht so. Fliss zeichnet sich gerade durch eine überfürsorgliche Art gegenüber ihrer Schwester aus. Es hat mich manchmal an den Rande des Wahnsinns getrieben, weil Fliss einfach nicht Ruhe geben konnte. Es war schon zu krass, was sie alles tut, um Lottie vor möglichen Fehlern zu bewahren. Auch wenn man Fliss auf der anderen Seite auch verstehen kann, weil sie fast die Mutterrolle für Lottie eingenommen hat. Mir hätte es besser gefallen, wenn das Privatleben von Fliss etwas mehr thematisiert werden würde. Sie war so auf ihre Schwester fixiert, dass man von ihren Problemen nur am Rande was mitbekommt. Es hätte sie ein wenig menschlicher aussehen lassen. Lottie kleidet dabei die Rolle des trotzigen Göres perfekt ein. So einen naiven Buchcharakter habe ich selten erlebt. Sie fällt Entscheidungen, die an ihrer Zurechnungsfähigkeit zweifeln lassen. Allerdings muss ich zugeben, dass sie mir in der zweiten Hälfte, als sie zur Besinnung kommt, wieder sehr viel sympathischer geworden ist. Die Geschichte ist dennoch wirklich nett und der angenehme Schreibstil von Sophie Kinsella lässt einem nur so über die Seiten fliegen. Besonders als die Protagonisten sich in Griechenland wiedertreffen, gewinnt das Buch richtig Schwung. Auch schön fand ich, dass sich meine Meinung von einigen Figuren immer wieder geändert hat. Es steht nicht gleich fest, wer jetzt eigentlich der "Böse" ist. Und so war das Ende dann auch ganz nach meinem Geschmack und auf den letzten Seiten gab es dann auch endlich ein paar Szenen, die mich zum Schmunzeln brachten. "Das Hochzeitsversprechen" ist eine nette Lektüre für zwischendurch. Leider kommt das Buch aber nicht ganz an das ran, was ich von Sophie Kinsella gewohnt bin ("Sag`s nicht weiter, Liebling" ♥). Gerade der freche Wortwitz fehlt mir in der Geschichte sehr.

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Nachdem sich Richard als eine Enttäuschung herausgestellt hat, hat Lottie die Nase voll von bindungsunfähigen Männern. Plötzlich meldet sich Ben, mit dem sie vor 15 Jahren zusammen war. Ben erinnert Lottie an einen vor Jahren geschlossenen Pakt, wonach die beiden einander heiraten wollten, sollten sie mit dreißig noch single sein. Lottie zögert nicht lange und marschiert kurzentschlossen mit Ben zum Altar. Von dort geht es geradewegs in die Flitterwochen auf Ikonos, jene griechische Insel, auf der sie sich einst kennengelernt hatten. Lotties Schwester Fliss und Bens Freund Lorcan sind entsetzt. Kurzerhand machen sie sich auf nach Ikonos, um Honeymoon und Hochzeitsnacht nach Kräften zu sabotieren… Um dieses Buch so kurz wie möglich zu beschreiben: Es ist witzig, romantisch und spannend! :) Dem Genre Chick-Lit wird ja immer vorgeworfen, es sei oberflächlich usw. Klar sind Bücher dieser Art nicht gerade tiefgründig, aber dieses Buch von Sophie Kinsella hat meiner Meinung nach bewiesen, dass romantische Liebeskomödien durchaus den Leser fesseln können. Ich zumindest konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und so hatte ich dieses 500-Seiten-Buch innerhalb von zwei Tagen durch. Die Handlung wird größtenteils von Lottie und ihrer Schwester Fliss erzählt. Diese Perspektivenwechsel ermöglichen es dem Leser, beide Sichtweisen nachzuvollziehen und so fiebert man richtig mit, wie das Ganze letztendlich ausgehen wird. Ich persönlich hatte wirklich Schwierigkeiten, mich auf eine der Seiten zu stellen, aber ich denke ich tendiere eher zu Fliss. Der Schreibstil ist sehr lustig! Ich musste an vielen Stellen schmunzeln und manchmal sogar richtig lachen – und das kommt bei mir wirklich nicht oft vor. Außerdem ist es angenehm leicht und fließend zu lesen. Ich bin froh, seit langem mal wieder ein Buch von Sophie Kinsella gelesen zu haben. Vorher kannte ich bisher nur „Die Heiratsschwindlerin“ von ihr, aber ich werde mich bald mal schlau machen, welche Bücher es sonst noch so von ihr gibt. Meiner Meinung nach ist das ein sehr gelungenes Buch, das viele unterhaltsame Lesestunden garantiert. Große Leseempfehlung!

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Die Geschichte ist abwechselnd aus der Sicht der beiden Schwestern Lottie (Charlotte) und Fliss (Felicity) erzählt. Mit wenigen Sätzen umreißt Sophie Kinsella kurz die Situation, schon steckt man mittendrin und will wissen, wie es weitergeht. Für diesen Roman musste ich mir wirklich Zeit nehmen, denn mitten im Kapitel das Buch wegzulegen, war mir unmöglich. Am Ende jedes Kapitels gibt es einen Cliffhanger, sodass man auch dort nicht aufhören kann. Der Roman ist also nicht für Bus & Bahn oder Wartezeiten auf der Post oder beim Arzt geeignet. Zumal es oft darum geht, wie und wo und ob Lottie und Ben endlich „das Würstchen ins Brötchen stecken“ (so wird es im Buch im Beisein von Kindern formuliert). Mir wäre es peinlich, wenn da jemand fremdes in der Straßenbahn neben mir sitzen und gewisse Wörter im Buch sehen würde. Das lese ich lieber zuhause... Die Dialoge sind großartig und es gibt sehr viel zu lachen. Manchmal blieb mir aber auch das Lachen im Halse stecken, weil eine Katastrophe die nächste jagt. Ich habe mit fast jeder Figur mitgelitten, vor allem mit dem frisch vermählten Paar, das verzweifelt versucht, endlich "die Ehe zu vollziehen" und immer wieder mit den verrücktesten Manövern daran gehindert wird. Wie meist in solchen Romanen liegt die Lösung des Problems auf der Hand, ist das Glück zum Greifen nahe, und die Protagonisten tappen blind herum, bis sie am Ende endlich begreifen, was sie wirklich wollen, wen sie wirklich lieben, was im Leben wirklich wichtig ist. Aber das weiß man ja eigentlich vor der Lektüre. Und wenn man gerade Lust auf eine Komödie mit unerwartetem, aber romantischem Happy End hat, ist dieses Buch genau das Richtige.

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Toller Roman!

Von: Readandbeyourself

26.03.2015

[...] “Das Hochzeitsversprechen” ist ein klasse Roman, der so aus dem Leben gegriffen sein könnte. Es war nicht unrealistisch abgedreht oder kitischig, sondern eine authentische Geschichte (natürlich passieren im echten Leben niiie so viele Missgeschicke auf einmal…). Die Idee und den Verlauf der Geschichte fand ich klasse. Ich mochte Lottie und auch Lorcan sehr gerne. Das Ende war genau nach meinem Geschmack (nicht so kitschig und nicht unrealistisch und dieses schmalige Happy End), und gerne hätte ich noch viel viel länger bei den Schwestern und ihren Liebschaften mitgelesen. [...]

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Autorin: Die britische Autorin Sophie Kinsella, geb. am 12.12.1969 in London, schrieb ihre ersten Werke bereits im Alter von 24 J. unter ihrem realen Namen Madeleine Wickham. Sie arbeitete zunächst als Wirtschaftsjournalistin und schrieb in dieser Zeit unter dem Pseudonym “Sophie Kinsella” ihren ersten großen Beststeller “Die Schnäppchenjägerin” (Original: “Shopaholic”) aus der bald 7 Fortsetzungen umfassenden Buch-Reihe um die romantische, liebenswerte und chronisch verschuldete Chaotin Becky Bloomwood (verheiratete Brandon), wovon der 1. und 2. Teil sogar in einem Film sehr erfolgreich auf die internationalen Kino-Leinwände gebracht wurde, mit der Schauspielerin Isla Fisher in der Hauptrolle. Teil 7 der Roman-Reihe erscheint im Januar 2015 in deutscher Sprache. Viele weitere romantische Frauen-Komödien summieren sich mittlerweile dazu und Leserinnen in der ganzen Welt können es kaum bis zur nächsten Neuerscheinung der beliebten Autorin erwarten. Auch ihre Schwester, Gemma Townley, hat einige beliebte Frauen-Romane veröffentlicht. Sophie Kinsella lebt mit Mann und vier Kindern in London. Handlung: Lottie, 32, Personalreferentin eines pharmazeutischen Unternehmens, erwartet beim Date zum Lunch in einem Londoner Edelrestaurant mit ihrem langjährigen Freund Richard den langersehnten Heiratsantrag, was sich als ganz großes Missverständnis herausstellt, bei dem Lottie nach dem Date ohne Verlobungsring, ohne den Mann fürs Leben, aber dafür mit großer Enttäuschung und viel Kummer da steht. Wie immer, wenn Lottie Liebeskummer hat, trifft sie mal wieder eine weitreichende Entscheidung: Sie heiratet kurzentschlossen ihre Jugendliebe Ben, den sie mit 18 auf der griechischen Insel Ikonos kennengelernt hat. Mit ihm hatte sie den Pakt geschlossen, dass sie heiraten würden, wenn beide mit 30 noch nicht verheiratet wären und somit hat er sich genau zum “ungünstigsten” Zeitpunkt wieder bei ihr gemeldet. Nachdem Lottie’s Schwester Fliss, die selbst gerade in einem sehr unglücklichen Scheidungskrieg steckt, schon die Hochzeit nicht verhindern konnte, so versucht sie mit aller Macht und einigen Verbündeten die Hochzeitsnacht von Lottie und Ben in deren Flitterwochen auf Ikonos zu sabotieren, damit Lottie noch die Möglichkeit hat, ihre Ehe wegen Nichtvollzug annullieren zu lassen und wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukehren. Aber ist das überhaupt noch möglich …?! Fazit: Zuerst mal ein großes Lob an den Goldmann-Verlag: Preis-/Leistungsverhältnis stimmt hier absolut: Taschenbuch im Paperback (für alle, die sich jetzt fragen, was das ist: doppelter Umschlag beim Taschenbuch) mit knapp über 500 Seiten für 9,99€ ist wirklich gut! Normalerweise werden solche Paperback-Ausgaben meist für 14,95€ verkauft. Das Cover des Buches ist sehr hübsch, tolle Farbauswahl und gibt die Themen des Buches: Hochzeit, Romantik, Griechenland schon auf dem Cover sehr gut wieder. Das Buch ist unterteilt in viele mal kleinere, mal größere Kapitel, in denen verschiedene Personen zu Wort kommen, meist jedoch Lottie oder ihre Schwester Fliss. Vom Schriftbild und der Aufteilung her ist das Buch sehr angenehm zu lesen. Handlungsort ist die fiktive griechische Insel Ikonos – ich denke mir jetzt einfach mal, dass hier Mykonos Pate gestanden hat, wahrscheinlich nicht nur namentlich ;-) Der Plot und der Schreibstil sind wieder typisch Sophie Kinsella, so schreibt eben nur sie – auch wenn die Basis-Idee oft ihrer Bücher oft ähnlich ist :-) … Ich habe im Vorfeld ziemlich viele Rezensionen zu diesem Buch gelesen, was mich natürlich sehr skeptisch gestimmt hat, weil etwa 40% der Rezensionen auf unterschiedlichsten Portalen nicht gerade toll ausgefallen sind. Schon mehrfach hatte ich das Buch aus meinem reichhaltigen Bücherregal gegriffen und mit mir gehadert und mich dann doch wieder für ein anderes Buch entschieden. Aber irgendwann war ich neulich der Meinung, dass das eigentlich das ideale Sommerbuch ist und habe es sozusagen “in Angriff genommen” und auch nicht bereut. Da ich keinen Strandurlaub gemacht habe, habe ich es auf dem Balkon oder in der Mittagspause im Straßencafé oder einer Parkbank gelesen. Ich bin sozusagen beim Lesen erstmal vom Schlechtesten ausgegangen, aber je mehr ich in die Geschichte eingetaucht bin, umso besser hat sie mir gefallen. Auch, wenn die Geschichte sicherlich vorhersehbar war und es auch nicht das allergrößte Knaller-Buch von Sophie Kinsella ist – hier hat es im Vergleich zu anderen Kinsella-Büchern doch ein bisschen an dem üblichen Humor und Klamauk gehapert, so hat die Story neben Romantik, Fernweh und Sehnsucht mit der Nebengeschichte um die Schwestern Lottie und Fliss auch einiges an Tiefgang und eine Moral. Den Mädels, die in ihren Rezensionen geschrieben haben, dass das Buch schlecht war, weil es zu vorhersehbar war: Das ist doch eigentlich genau der Grund, warum wir Frauen oft gerne ChickLit lesen – eben weil vorhersehbar ist, dass am Ende alles gut wird – im Gegensatz zum realen Leben …! Daher kann man solche Geschichten auch ganz entspannt inhalieren und genießen. Ansonsten müsste man halt Dramen lesen oder eben anspruchsvollere Literatur, aber ich selbst will mich beim Lesen auch irgendwie entspannen. Das Buch fällt sicherlich in die Kategorie seichte Unterhaltung und ist auch nicht unbedingt ein Must-Read (für eingefleischte Kinsella-Fans auf jeden Fall schon), aber ich habe es – wider Erwarten – doch ganz gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Da habe ich wirklich schon deutlich schlechtere Bücher gelesen. Für eine 3-Sterne-Rezi hat mir das Buch viel zu gut gefallen, daher gibt es von mir eine 4-Sterne-Leseempfehlung für diese ideale Sommer- oder Urlaubslektüre. ****

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Erster Satz Diese jungen Leute! Inhalt Es sollte der aufregendste Abend in Lotties Leben werden, denn immerhin hat ihr Freund Richard sie in ein super-romantisches Restaurant eingeladen, um ihr eine "große Frage" zu stellen. Also bereitet sich Lottie gründlich auf einen Heiratsantrag vor und kann es kaum erwarten "Ja" zu sagen. Doch schnell wird klar: heiraten will Richard gar nicht. Für Lottie bricht eine Welt zusammen. Sie trennt sich von Richard und ist todunglücklich. Da meldet sich keine drei Tage später Ben bei ihr, ihre erste große Liebe. Ben und Lottie hatten sich mit 18 auf Ikonos kennengelernt. Die beiden treffen sich und Ben eröffnet ihr, dass er sich darüber klar geworden ist, dass er schon immer nur Lottie liebe. Nachdem sich die beiden auf Ikonos vor 15 Jahren geschworen haben, einander zu heiraten, sollten sie mit 30 noch Single sein, lassen Ben und Lottie ihren Worten Taten folgen: kurzentschlossen treten sich gemeinsam vor den Traualtar. Davon weniger begeistert sind aber Fliss, Lotties große Schwester und Lorcan, Bens Freund und Geschäftspartner. Fliss, die selbst gerade in einen Schlamm-Scheidung steckt, möchte ihre Schwester vor genau diesem Schicksal bewahren. Obwohl Lottie und Ben bereits auf dem Weg nach Ikonos sind, um ihre Flitterwochen an dem Ort zu verbringen, an dem sie sich kennengelernt haben, will Fliss die Ehe unter allen Umständen annullieren lassen. Doch für eine Annullierung ist eines ganz wichtig: Ben und Lottie dürfen die Ehe nicht vollziehen, sprich: sie dürfen nicht miteinander schlafen. Fliss lässt sich einiges einfallen, um das zu verhindern. Doch wird sie rechtzeitig kommen? Meine Meinung Sophie Kinsella war für mich keine Unbekannte mehr. Ich kenne sowohl die Shopaholic-Reihe als auch das eine oder andere Einzelbuch von ihr gelesen und mochte schon immer ihren Schreibstil und ihre kurzweiligen Geschichten. Daher musste ich über kurz oder lang auch "Das Hochzeitsversprechen" lesen, zumal mir das Cover wirklich gut gefällt. Es ist frisch und farbenfroh. Also habe ich mich auf das neuste Werk von Sophie Kinsella gestürzt. Das Buch ist in mehrere Kapitel eingeteilt, wobei die Erzählperspektive zwischen Lottie und ihrer Schwester Fliss wechselt. Dabei wird immer aus der auktorialen Erzählsicht berichtet, was mich anfangs kurz ins Stolpern gebracht hat. Ich musste immer genau aufpassen, welche der beiden Ladys jetzt gerade mit Erzählen dran ist. Mit der Zeit hab ich mich daran aber gewöhnt und es hat meinen Lesefluss nicht mehr stark beeinträchtigt. Diese Erzählweise hat es Frau Kinsella erlaubt, dem Leser die Gefühle und Gedanken beider Schwestern näher zu bringen, um klarzustellen, welche Beweggründe die Charaktere antrieben. Schwierigkeiten hat mir diese Erzählweise aber gegen Ende des Buches wieder bereitet. Das Buch nahm zu Ende hin nochmal richtig an Fahrt auf und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Wenn ich da nicht genau aufgepasst habe, wer gerade erzählt, dann kam ich schnell wieder durcheinander. Im Großen und Ganzen hat mir die Art und Weise, die Geschichte zu erzählen, aber gefallen, da dem Leser andernfalls die Beweggründe wahrscheinlich verschlossen geblieben wären. Mit Lottie wurde ein Charakter geschaffen, mit dem ich mir unglaublich schwer tat. Vor allem am Anfang konnte ich sie gar nicht leiden. Sophie Kinsella schafft ja immer wieder einen ähnlichen Typ Frau: irgendwo in einer Lebenskrise, etwas naiv und immer bereit, ins nächste Fettnäpfchen zu springen. Dabei mag ich die Protagonistinnen zumeist, da man sich trotz allem doch ein Stück weit mit ihnen identifizieren kann. Lottie ist eine hoffnungslose Romantikerin und wünscht sich nichts mehr, als endlich verheiratet zu sein. Und da genau lag mein Problem. Ich hatte schnell den Eindruck, dass sie einfach um jeden Preis verheiratet sein möchte, wobei es erst mal keine Rolle spielt, mit wem. Dabei machte sie manchmal nicht nur den Eindruck, etwas naiv zu sein, sondern manchmal war sie einfach nur ein wenig doof. Allerdings ist sie wohl dafür bekannt, nach einer Trennung mal eine "unglückliche Entscheidung" zu treffen. Das fängt an mit dem Beitritt zu einer Sekte, geht weiter über eine überteuerte Eigentumswohnung, bis hin zu einem (nachher entzündeten) Intimpiercing. Scheinbar setzt ihr Hirn nach einer Trennung zeitweise aus. Das erklärt natürlich auch die übereilte Hochzeit. Allerdings fand ich es doch bedenklich, sein ganzes Leben nach einem Mann auszurichten, denn nach jeder Trennung bekam Lottie die Eingebung, sie müsse ihr Leben umkrempeln. Aber was hatte sie davor? Schmeißt sie für einen neuen Mann jedes Mal ihre Träume über den Haufen? Diese ganzen Kleinigkeiten haben mir Lottie sehr unsympathisch gemacht, weswegen ich auch einige Zeit gebraucht habe, um in die Geschichte einzutauchen. Als sie dann aber endlich wieder anfängt, ihr Gehirn zu benutzen, fand ich endlich einen Zugang zu ihr. Ihre dortigen Reaktionen wiederum waren für mich verständlich und ich konnte mich etwas mit ihr identifizieren. Fliss, Lotties große Schwester, dagegen war mir da eher die liebere Schwester. Aufgrund von ihrer Scheidung ist sie etwas verbittert und trifft ebenfalls die eine oder andere "unglückliche Entscheidung", allerdings tut sie das, um ihrer Schwester leid zu ersparen. Ihre Gedanken und Gefühle waren mir von Anfang an zugänglicher als die ihrer Schwester.Im Grunde ist sie ein herzensguter Mensch, der absolut nicht verstehen kann, wie sich der eigene Ehemann vom Traummann zum Dreckskerl wandeln konnte. Lotties Ehemann, Ben, war zwar ein etwas farbloser Charakter, allerdings hat Sophie Kinsella es geschafft, die Eindrücke des Lesers über ihn immer genau zu steuern. Anfangs macht er wirklich den Eindruck, er persönlich sei Prince Charming auf dem sagenumwobenen weißen Pferd, doch mit der Zeit kommt sein wahrer Charakter hervor. Dem Verlauf der Geschichte liegt ein schön ausgearbeiteter Spannungsbogen zugrunde. Der Klappentext verrät zwar schon ziemlich viel von der Handlung, aber mich konnte das Buch trotzdem fesseln. Es kam nie Langeweile auf, weil eigentlich immer irgendetwas passiert. Köstlich amüsiert habe ich mich aber auf jeden Fall ab dem Zeitpunkt, in dem Fliss theoretisch über Telefon versucht, den "Vollzug der Ehe" zu verhindern. Mit Nico, dem VIP-Direktor des fraglichen Hotels, hat Fliss einen Helfer vor Ort und was der sich alles einfallen ließ, war einfach nur zum totlachen. Ab der Hälfte des Buches konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Und als dann alles anfängt, sich aufzulösen, bringt Sophie Kinsella mit der einen oder anderen unerwarteten Wendung hier und da nochmal richtig Fahrt in die Geschichte. Erwährenswert ist dieses Mal wohl auch die Atmosphäre und das Setting. Ein Großteil der Story spielt auf Ikonos, der griechischen Insel und das Buch hat es wirklich geschafft, dass ich den Sandstrand unter den Zehen fühlen und das Meer rauschen hören konnte. Das Sommerfeeling hat bei mir daheim auf dem Sofa Einzug gehalten. Nachdem Kinsellas Bücher ja meist im regnerischen London spielen, eine echt schöne Abwechslung. Schlussworte Obwohl ich kleine Anfangsschwierigkeiten hatte, in das Buch einzutauchen, konnte es mich schließlich total fesseln. Es handelt sich um ein Buch über Trennung und die Frage, wie das Leben weitergeht, wenn man denkt, die Welt hört auf, sich zu drehen. Jeder geht mit einer solchen Extremsituation anders um und doch hat jeder von uns den gleichen Schmerz. Trotzallem verspürt das Buch auch Witz und Humor, wird nie langweilig und konnte so meine Schwierigkeiten mit Lotties Charakter wieder wettmachen. Für Kinsella-Fans ein absolutes Muss und für Kinsella-Neulinge bestimmt nicht das schlechteste Buch, um die Autorin kennenzulernen.

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Dieses Buch ist irgendwie genau so, wie ich beim Anblick des Covers bereits vermutet habe und noch eine Ecke schlimmer. Zuckersüß, humorvoll und ziemlich oberflächlich – für einen Tag am Strand oder ähnliches mag es vielleicht eine ganz nette Lektüre sein, mehr darf man aber meiner Meinung nach nicht von diesem Buch erwarten. Während ich die Bücher, die ich bislang von Sophie Kinsella gelesen habe – einige aus ihrer Shopaholic Reihe -, zwar leicht aber trotzdem amüsant und unterhaltsam fand, ist “Das Hochzeitsversprechen” nach einem eigentlich ganz guten Anfang leider einfach nur seicht. Erzählt wird die Geschichte, nach einem erstmal verdammt verwirrenden Prolog, abwechselnd von den Schwestern Lottie und Fliss. Mit keiner von beiden konnte ich wirklich viel anfangen. Wie Lottie sich erst so sehr in den vermeintlichen Antrag ihres Freundes hineinsteigert und auch wie sie anschließend damit umgeht – ihre ganze Art war mir von den ersten Seiten an unsympathisch. Das wird auch durch dieses völlig irrsinnige Vorhaben bezüglich des Hochzeitsversprechens, dieses Pakts, den sie mit 18 mit ihrem Freund Ben geschlossen hat – ein Kerl, mit dem sie seit 15 Jahren quasi nichts mehr zu tun hatte -, nicht besser. Ich konnte einfach beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum sie so handelt, wie sie es tut, ich fand ihre Aktionen ehrlich gesagt einfach dumm. Und Fliss… Keine Ahnung wieso genau die mir auch so unsympathisch war, aber sie war es. Doch, eigentlich weiß ich auch wieso sie mir so unsympathisch war. Es war ihre Art sich einfach ungefragt in das Leben ihrer Schwester einzumischen, nur weil sie denkt, sie wüsste was das Richtige für Lottie ist – denn Lottie selbst kann das schließlich unmöglich wissen, ihre bisherigen Männergeschichten beweisen das doch wohl zur genüge, oder nicht? Diese Art von besserwisserischer Einmischung in das Leben anderer ist in meinen Augen einfach unmöglich. Von daher ist ein großer Teil des Plots für mich, Fliss’ Art sei Dank, auch direkt unattraktiv geworden. Immerhin besteht ein Großteil der Handlung daraus, dass sich Fliss und Lorcan aufmachen, um ihrer Schwester bzw. ihrem Freund Hochzeitsnacht und Honeymoon zu versauen. Und ab diesem Punkt wurde die ganze Sache für mich auch weitestgehend unlustig. Während es zu Beginn durchaus noch die eine oder andere amüsantere Stelle gab, ist der Großteil der Geschichte im weiteren Verlauf für mich einfach nicht mehr nachvollziehbar gewesen. Viele Dinge, die Fliss tut, um ihre Schwester von ihrem Vorhaben abzubringen, sind einfach absolut unmöglich aber weder sie selbst noch Lottie scheinen auch nur ansatzweise irgendetwas aus der ganzen Geschichte zu lernen – Charakterentwicklung ist hier nicht oder nur in sehr geringem Maße zu finden. Alles in allem ist “Das Hochzeitsversprechen” von Sophie Kinsella daher leider wirklich nicht mein Fall gewesen. Das lag vor allem daran, dass mir das Konzept des Buchs weit weniger gefallen hat, als ich erst dachte, wer also mit Fliss’ und Lotties Einstellungen kein Problem hat, dem dürfte das Buch deutlich besser gefallen als mir ;-)

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Endlich hatte das Warten für alle Chick-Lit-Fans ein Ende: mit “Das Hochzeitsversprechen” ist diesen Monat endlich der neue Roman von Bestsellerautorin Sophie Kinsella im Goldmann Verlag erschienen. Lottie ist sich sicher, dass Lotties Freund Richard ihr nun endlich, nach drei Jahren Beziehung, einen Heiratsantrag machen wird. Nachdem sie das Thema so lange gemieden hat, um ihn nicht zu verschrecken, wie die Männer zuvor, kann sie es nun kaum erwarten, schließlich ihre Hochzeit zu planen. Doch es kommt wie es kommen muss: Richard macht ihr keinen Heiratsantrag. Am Boden zerstört trifft Lottie aber überraschend auf ihre alte Jugendliebe Ben und so beschließen beide am gleichen Abend schon zu heiraten. Lotties Schwester Fliss dagegen befindet sich mitten in einer nervenauftreibenden Scheidung von ihrem Mann Daniel. Als sie von der ‘unglücklichen Entscheidung’ ihrer Schwester erfährt, setzt sie, gemeinsam mit Bens Freund Lorcan, alles daran, um Lottie und Ben vor der schlimmsten Entscheidung ihres Lebens abzubringen. An sich verspricht dieser Roman alles, was man von Sophie Kinsella erwarten würde – Charme, Witz, sympathische Charaktere und eine leichte, aber berührende und unterhaltsame Handlung. Doch leider wurden mir sowohl Lottie als auch Fliss im Laufe der Handlung immer unsympathischer. Lottie fand ich schon anfangs zu naiv und selbstbezogen. Fliss war mir am Anfang noch relativ sympathisch, aber dann wurde sie immer hysterischer und abgedrehter – kurzum, ich konnte das Verhalten beider Frauen absolut nicht nachvollziehen und fand es zu extrem und überzogen. Auch die männlichen Charaktere im Buch konnten mich nicht überzeugen – während Lorcan anfangs sehr sympathisch zu sein erschien, wurde auch sein Verhalten im weiteren Verlauf einfach nur nicht nachvollziehbar und sprunghaft. Genauso verhielt es sich mit Ben. Ab der Hälfte war ich dann leider von fast allen Charakteren und Handlungsweisen genervt. Von den normalerweise immer total sympathischen und netten Protagonisten in Kinsellas Romanen keine Spur – wahrscheinlich hat die Autorin es diesmal zu gut gemeint und hat hier meiner Meinung nach Charaktere erschaffen, die zu jedem Chick-Lit-Vorurteil passen. Auch der Handlungsverlauf an sich hält lange nicht das, was die Inhaltsangabe verspricht. Am Anfang noch ganz nett, vor allem die Perspektivwechsel von Lottie und Fliss fand ich sehr positiv, hat es ein wenig Abwechslung in die Geschichte hineingebracht. Doch genauso wie schon die Charaktere wird auch die Handlung immer überzogener und unrealistischer. Und damit meine ich: noch unrealistischer, als es normalerweise üblich ist. Die Idee hinter der Geschichte dagegen finde ich dafür eigentlich sehr gut und wüsste auch nicht, dass es diese so schon einmal gegeben hat, was ich der Autorin und diesem Roman durchaus als großen Pluspunkt verbuchen kann. Trotzdem wollte Kinsella hier wohl zu sehr Romantik und Charme, genauso wie zu viel von allem eigentlich reinbringen. Gäbe es weniger Zufälle oder Hysterie, wäre die Handlung eventuell weniger überzogen. Auch den Prolog ist meines Erachtens völlig unnötig. Das zwar relativ schöne Ende reichte leider nicht, um die restlichen 500 Seiten zu vergessen. Als großer Fan von den Kinsella-Romanen tut es mir wirklich im Herzen weh, so negativ von ihrem neuesten Roman schreiben zu müssen – aber Sophie Kinsella kann beziehungsweise konnte es besser. Viel besser. Und “Das Hochzeitsversprechen” hält leider nicht das, was der Name Kinsella eigentlich verspricht. Sehr schade.

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