Leserstimmen zu
Zum Sterben schön

Tessa Korber

Die Bestatterkrimis (2)

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Dummerweise habe ich den ersten Teil >>Gemordet wird immer<< nicht gelesen, so dass es mir am Anfang doch recht schwer fiel, in die Geschichte reinzukommen bzw. die Personen kennenzulernen und wer zu wem gehört. Aber mit der Zeit kam ich dahinter, auch wenn ich ehrlich gesagt drauf und dran war, das Buch zur Seite zu legen, denn bis zur Hälfte des Buches fehlte mir die Spannung um wissen zu wollen, wie es denn nun weitergeht. Von der Idee her fand ich die Geschichte nicht schlecht, denn warum sollte ein Bestatter nicht auch mal Detektiv spielen? Allerdings war meiner Meinung nach vieles zu übertrieben und daher auch ein wenig unglaubwürdig. Nach etwas über der Hälfte des Buches wurde es dann doch etwas spannender und ehrlich gesagt wurde ich erst auf die falsche Fährte gelockt, denn ich hatte zunächst einen ganz anderen Täter in Verdacht. Umso überraschter war ich dann doch von der Wendung. Zum Ende hin gefiel mir das Buch um Längen besser als zu Anfang; denke jedoch, dass, wenn ma den ersten Band gelesen hat, mit der Fortsetzung besser umgehen kann.

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In Nürnberg werden junge Floristinnen ermordet und anschließend mit Blumen äußerst pietätvoll hergerichtet. Nachwuchs-Bestatter Viktor wird in den Fall verwickelt und von Neugier getrieben, ermittelt er zusammen mit Freundin Miriam auf eigene Faust. Was die Beiden allerdings nicht wissen ist, dass der Serienmörder bereits Miriam ins Visier genommen hat. Währenddessen schlägt sich Victors Onkel Wolfgang mit einem Urnendieb herum und Tante Hedwig hat endgültig die Nase voll und packt ihre Koffer. Nur wohin nun mit Neffen Tobi? Nachdem Victor nach zehn Jahren Vagabundenleben nach Nürnberg zurückgekehrt ist und das Erbe seiner Eltern angetreten hat, arbeitet er nun im Bestattungsunternehmen seines Onkels mit. Nebenbei gerät Victor aber immer wieder mehr oder weniger ungewollt in einen Mordfall. Und dieses Mal wird es ganz schön kompliziert. Während Victor und Miriam mit tatkräftiger Unterstützung der ruppigen Kommissarin Karoline Schneid nach dem Blumenmädchen-Mörder suchen und hierbei den unterschiedlichsten Spuren nachgehen, wird Onkel Wolfgang erpresst. Ein ehemaliger Freund seiner Nichte Hannah scheint irgendetwas zu wissen, was für sein Bestattungsunternehmen den Ruin bedeuten würde. In dem ganzen Chaos fühlt sich Tante Hedwig hoffnungslos überlastet und fährt kurzerhand zur Kur. Nun obliegt die Verantwortung für Tobis Betreuung, der Autist ist, alleine bei Miriam und Victor. Aber da scheint es Hilfe zu geben. Und während Victor auf Mördersuche ist, gerät er auch noch unfreiwillig in das Visier der Ermittler. Tessa Korber präsentiert im Verlauf ihres spannenden, humorvollen, unterhaltsamen und warmherzig erzählten Bestatter-Krimis einige Verdächtige, die durchaus ein Motiv hätten und so ist Rätselraten von Anfang an gegeben, zumal sich die Geschichte recht vielfältig entwickelt. Die Story präsentiert sich nachvollziehbar und wird durchweg kurzweilig und fesselnd von der Autorin erzählt, wobei sich der Kriminalfall mit dem Privatleben der Protagonisten gut die Waage hält. Wie schon im ersten Band lebt der vorliegende Krimi definitiv von seinen authentisch agierenden und stellenweise recht eigenwilligen Charakteren. Dreh- und Angelpunkt des Krimis sind wieder Victor und seine Familie, deren Leben dieses Mal ziemlich turbulent verläuft. Aber auch über Karoline erfährt man einiges und die nach außen hin so kühle, disziplinierte Kommissarin hat mit Problemen zu kämpfen, welche ihr den Job kosten könnten. Fazit: Ein sehr unterhaltsamer Krimi voller Humor, bei dem dieses Mal auch die Spannung nicht zu kurz kommt und kurzweilig erzählt wird.

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