Leserstimmen zu
Die andere Seite des Himmels

Jeannette Walls

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Ich liebe die Werke von Walls, weil sie einfach mit einer wunderbaren Leichtigkeit schreibt, dabei aber niemals platt und lustlos wirkt. Es ist ein schöner Roman mit tollen Charakteren und einer liebevollen und manchmal etwas skurrilen Story. Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung, wie für jedes andere ihrer Bücher!

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"Spricht nicht darüber. Das wird alles nur noch schlimmer machen.9783453357969_Cover[1] Im erzkonservativen Byler unterscheidet sich das Leben erheblich von dem Dasein, das Liz und Bean bisher in Kalifornien führten. Aber Kailfornien ist weit, die Mutter mal wieder auf einem ihrer Selbstfindungstripps verloren gegangen, die Väter der beiden Teenager nicht existent. Für die Mutter scheinen die Töchter nur eine Verlängerung ihrer selbst zu sein. Im steten Strudel aus Dramatik und Euphorie bemerkt sie nicht, dass ihre Kinder auch eigene Wünsche, eigene Träume, ein eigenes Leben haben. Amerika in den Siebzigern. Liz ist fünfzehn, ihre Halbschwester Bean zwölf, als ihre Mutter dieses Mal für eine längere Zeit verschwindet. Sie tauchen unter, als die Polizei vor der Tür steht. Mit einem Greyhoundbus geht es auf eine weite Reise nach Virginia, dort soll ein Bruder der Mutter leben, Onkel Tinsley. In der extrem konservativen Byler, beginnt für die Mädchen ein anderes Leben. Zum äußeren Umbruch kommt der innere Umbau der Pubertät dazu, für den aber eigentlich keine Zeit bleibt. Liz und Bean haben genug mit dem alltäglichen Überlebenskampf zu tun. Die Handlung der Geschichte gleicht einer Heldenreise im Märchen. Die (fast noch) Kinder brechen auf, von einem Dasein, das meist schwierig, doch von innerer Freiheit geprägt ist, in ein Leben das hinter der konservativen Idylle auch seine dunklen Seiten verbirgt. Es sind schöne und bittere Erfahrungen zu bewältigen. Die Heldinnen des Romans stellen sich dem Leben, das nicht immer auf ihrer Seite zu sein scheint mutig und meist unerschrocken. Die beiden ersten Romane von Jeanette Walls begeisterten mich, besonders der Roman „Schloss aus Glas“ in dem die Autorin ihre eigene Biografie aufarbeitet. Jeanette Walls ist eine wunderbare Erzählerin. Das Motiv einer Kindheit im Chaos verbunden mit Widerstandskraft und dem Finden des eigenen Weges sind die Themen, die ihre Romane durchziehen. Die andere Seite des Himmels ist ein spannender Roman über zwei Mädchen die ihrem Schicksal selbstbewusst und gewitzt die Stirn bieten Das Buch erschien in deutschen Übersetzung im März 2015 im Heyne Verlag (Randomhouse Verlagsgruppe). Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Die zwölfjährige Bean und ihre drei Jahre ältere Schwester Liz können gut auf sich allein aufpassen – und das müssen sie auch, denn ihre Mutter lebt nur für den eigenen Traum einer Musik-Karriere, die vermutlich niemals kommen wird. Im Zuge dessen flieht sie auch vor den Problemen des Alltags und lässt ihre Töchter für ihre ständigen Selbstfindungstripps und Männergeschichten alleine zurück. Bean und Liz haben sich daran gewöhnt, bis eines Tages ihre Mutter unerwartet lange fort bleibt und die Kinder sich zu einer Reise quer durch Amerika entscheiden, die sie zu ihrem Onkel nach Virginia und den Wurzeln ihrer Familie führt. Dort erfahren sie viel über ihre eigene Geschichte und geraten in eine typische Südstaaten-Kleinstadt, deren konservativen Normen die liberalen Schwestern mit Unverständnis begegnen. Mit einer fast kindlichen Unschuld versuchen sie, ihre eigenen Probleme zu lösen und sich nicht um gesellschaftliche Konventionen zu kümmern, was ihnen viele neue Freunde beschert, aber auch alte Familienfeinde auf den Plan ruft. "Die andere Seite des Himmels" hat mich begeistert. Nicht nur die sommerliche Leichtigkeit der Erzählung, sondern auch die sympathischen Schwestern, die mit ihrer frühreifen aber entschlossenen Art ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und dabei viel über das Leben lernen, mit mal mehr und mal weniger dramatischen Folgen. Überhaupt war ich erstaunt über die Vielfalt der gesellschaftlichen Themen, mit denen der Leser fast spielend konfrontiert wird. Angefangen von Nixon, dem Vietnamkrieg, der Beendigung der Rassentrennung bis hin zum falsch verstandenen Selbstverständnis familiärer Ehre oder aufkommendem Feminismus müssen sich Bean und Liz mit vielen Fragen über die Probleme der beginnenden 70er Jahre beschäftigen, wobei Ihre Antworten durchaus gesellschaftskritisch und liberal ausfallen, jedoch ohne die Finger mahnend zu erheben. Dadurch driftet die Erzählung auch nicht in eine pseudopolitische Abrechnung mit dem Kleinbürgertum der Südstaaten ab, sondern bewegt sich immer in einem angenehmen, fast unparteiischen Rahmen, der den Erlebnissen der Schwestern nicht die Bühne streitig macht. Letztendlich bleibt die Wurzel der Erzählung, das Verhältnis zwischen den immer selbständiger werdenden Kindern und ihrer labilen Mutter, auch immer die Triebfeder für die Entscheidungen und Handlungen der Kinder. Und so entwickelt sich unter dieses Randbedingungen eine liebenswerte und sehr spannende Geschichte, bei der es dem Leser mit fortschreitender Seitenzahl immer schwerer fällt, das Buch aus der Hand zu legen. Die zauberhaften und mutigen Schwestern Bean und Liz ziehen uns in ihren Bann und machen "Die andere Seite des Himmels" zu einem Buch, welches man nach dem Lesen der letzten Zeile gerne noch mal von vorne beginnt. Jeannette Walls ist seit 2007 hauptberuflich als Autorin tätig, davor war sie Journalistin und Moderatorin einer Sendung im Frühstücksfernsehen des MSNBC. Bekannt geworden ist sie durch die Bücher "The Glass Castle" ("Schloss aus Glas", 2006) und "Half broke horses" ("Ein ungezähmtes Leben", 2011). In beiden Werken verarbeitet sie autobiografische Erlebnisse, die sich sicherlich teilweise auch in "Die andere Seite des Himmels" ("The Silver Star", 2013) finden lassen. Walls wurde 1960 geboren und führte bis zum 17. Lebensjahr mit ihren Geschwistern und ihren Eltern ein Leben, das von vielen Umzügen und teilweiser Obdachlosigkeit gezeichnet war. Zuletzt bewohnten Sie eine von Ratten und Schlangen verseuchte Drei-Zimmer-Wohnung ohne sanitäre Anlagen oder Heizung. Mit 17 verließ Walls ihre Eltern und zog zu ihrer Schwester nach New York, wo sie ihren High School-Abschluss machte und danach mit Hilfe vieler Nebenjobs ein erfolgreiches Studium am Barnard College absolvierte. Heute lebt Sie mit ihrem zweiten Mann John J. Taylor (Journalist) und ihrer Mutter auf einer großen Farm außerhalb von Culpeper in Virginia.

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Die andere Seite des Himmels von Jeannette Walls Buch: Kalifornien 1970. Bean Holladay und ihre älteste Schwester Liz sind Teenager, als ihre geniale Mutter mal wieder von der Bildfläche verschwindet. Für die Mädchen zunächst nicht weiter beunruhigend. Sobald Probleme am Horizont auftauchen, ergreift ihre Mutter die Flucht. Doch dieses Mal scheint die Sache ernst zu sein…Nachdem die Fürsorge bei den Mädchen auftaucht, wissen sie, dass sie sich schnellstens aus dem Staub machen müssen. Mutterseelenallein legen sie den langen Weg nach Byler, Virginia, zurück, dem Heimatort ihrer Mutter. Dort betreten sie eine Welt, die anders ist als alles, was sie bisher erlebt haben. Sie lernen ihren verschrobenen, aber liebenswerten Onkel Tinsley kennen, erfahren erstmals, dass ihre Mutter aus einer wohlhabenden Familie stammt, und erkunden staunend das familieneigene Anwesen. Bean und Liz gefällt es in ihrer neuen Umgebung, sie merken jedoch bald, dass sie in dem konservativen Ort zuweilen anecken. Und weil sie sich nichts gefallen lassen, haben sie plötzlich den mächtigsten Mann der Gemeinde gegen sich... Autor: Jeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete über zwanzig Jahre als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr internationaler Bestseller Schloss aus Glas, der in 23 Sprachen übersetzt wurde. Eine Kinoverfilmung ist in Arbeit. Ein ungezähmtes Leben, die 2009 veröffentlichte Romanbiographie über ihre Großmutter, belegt seit Jahren die deutschen Bestsellerlisten. Walls lebt mit ihrem Mann in Virginia. Meinung: Jannette Walls stellt uns ihr neues Buch vor, die andere Seite des Himmels, in dem sie eine Familiengeschichte zu ihrem besten darlegt. Die Story ist aus der Ich-Perspektive Beans geschrieben, wodurch man alles wunderbar nachvollziehen kann, wie es in dem Mädchen aussieht und in ihr vorgeht. Auch die anderen Charaktere hat die Autorin gut beschrieben, wie die von Liz, Beans große Schwester. Der Schreibstil der Autorin lässt den Leser in die Geschichte eintauchen. Beide Mädchen, nachdem ihre Mutter ständig den Hang hat spurlos zu verschwinden, versuchen alleine zurechtzukommen. Nur leider müssen sie ihre Sachen packen bevor die Fürsorge sie abholt, und so schlagen sie sich zu ihrem Mütterlicherseits Onkel. Was ihnen dort wiederfährt, erfahrt ihr im Laufe des Buches. Fazit: Eine wundervolle Geschichte, die das Leben zweier Mädchen beschreibt.

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Meine Meinung: Jannett Walls nimmt den Leser mit auf die Reise in die wilden 70er, durch eine schwierige Kindheit, Irrungen und Wirrungen des Lebens, ohne ein Urteil zu fällen. Das Cover des Buches ist ansprechend und dezent gestaltet. Die schwarze und weiße Gestaltung geben ihm den Touch eines alten Fotos. Der Schreibstil der Autorin ist einfach, klar und leicht verständlich. Durch bildhafte Beschreibungen hat man beim Lesen das Gefühl sich in Amerika zu befinden. Die Geschichte von Bean und Liz ist erschreckend und schön zugleich. Eine Mutter, die ihren Traum leben möchte und dafür sogar ihre Kinder im Stich lässt; zwei Schwestern, die zusammenhalten wie Pech und Schwefel und ein muffeliger Onkel, der ein großes Herz hat sind die Hauptcharaktere der Story. Sie sind so gut beschrieben, dass man während der Handlung denkt man kenne sie alle genau. Die Handlung an sich nimmt ab und zu an Spannung zu, fällt dann jedoch recht bald wieder ab. Es ist ein leichtes Buch für Zwischendurch. Wer tiefgehendere und bewegendere Beschreibungen einer scheinbar schlechten oder etwas anderen Kindheit sucht ist mit diesem Buch nicht gut bedient. Wer jedoch eine leichte und typisch amerikanische Geschichte eines Sommers lesen möchte; ist hier genau richtig. Mein Fazit: Liz und Bean sind mit sehr sympathisch, ihr Onkel ist liebenswürdig und man lernt das Kleinstadtleben in den USA mitten in den 70er Jahren kennen. Ein nettes Buch für Zwischendurch, was sich unheimlich schnell weglesen lässt und nicht zu anspruchsvoll ist. Super Buch zum Ablenken und einfach mal Abschalten! An manchen Stellen flacht die Handlung etwas ab, daher keine 5 Herzen. 4 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3

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