Leserstimmen zu
Das Kaninchenrennen

Boris Koch

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Das Kaninchenrennen von Boris Koch ist ein Kinderbuch, welches auch super von Erwachsenen gelesen werden kann. Ich finde, das insbesondere die Charaktere hier sehr liebevoll und authentisch gezeichnet/geschrieben werden konnten, so das ich mich in vielerlei Hinsicht an völlig andere Situationen aus eigener Vergangenheit erinnerte, die ähnlich abliefen. Ich glaube so ein Buch hätte mir damals gut getan, Unterschiede zu erkennen. Freund ist nicht gleich Freund Das musste der 10 jährige Tim auch schmerzlich feststellen. Das es bei dem Kaninchenrennen eben nicht ums gewinnen geht, hat nicht jeder verstanden. Boris Koch hat mit Tim eine junge Hauptfigur ins Leben gerufen die eben nicht immer auf einer Glückwelle schwimmt und mit Hindernissen ebenso gut umzugehen lernt, wie mit einem Erfolgserlebnis. Er macht in diesem Buch eine richtige Entwicklung durch, von Misserfolgen, falschen Freunden, Enttäuschungen & Umgang mit Streitsituationen, sowie Hoffnung und er erfährt was es bedeutet, richtige, beständige Freunde zu haben. Aber der Autor hat meiner Meinung noch etwas unterschwellig mitgegeben. Manchmal entwickeln sich Freundschaften aus gleichen, wenn auch andersartigen Situationen. Ob nun Pascal, der zugezogene, oder Lissy, die sich nicht unterdrücken lassen möchte. Der Wille nach Akzeptanz ist bei allen vorhanden und schweißt die 3 Kids eng zusammen bei ihren Abenteuern, die sie bis zum großen Rennen durchstehen müssen. Tierliebe steht hier auch ganz hoch im Kurs. Tiere können eine ganz eigene Verbindung zum Menschen, insbesondere Kindern aufbauen, allerbester Freund werden. Und auch wenn das Gesetz immer noch Tiere als "Sache" bezeichnet, so haben auch diese ein Herz und können sich mitteilen, mit Hingabe lieben und verstehen. Fazit Ein wirklich spannendes & wertevermittelndes Kinderbuch, welches Tierliebe & Freundschaft ganz groß schreibt! Absolute Leseempfehlung!

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Inhalt: Jedes Jahr findet in Niederrohde ein Kaninchenrennen statt. Die zehnjährigen Kinder starten dort mit einem von Ihnen ausgesuchten Kaninchen. Das Rennen hat den Ursprung in einer Sage in der ein Kaninchen den kleinen Ort gerettet hat. Dieses Jahr ist auch Tim dabei. Er möchte unbedingt gewinnen, nicht nur weil er siegen möchte sondern auch um seinen Vater zu rächen der von allen nur der Kneifer genannt wird, weil er als zehnjähriger an dem Rennen nicht teilnahm obwohl er als Favorit galt. Auch Tim wird es nicht leicht gemacht, das Erbe seines Vaters und ein besonderes Kaninchen stellen ihn vor ungeahnte Herausforderungen die er meistern muss. Meine Meinung: Das Kaninchenrennen wurde mir von mehreren wärmstens empfohlen und so landete es recht schnell auf meiner Wunschliste. Ein Buch für Kinder ab 10 Jahren das auch Erwachsene begeistert. Es wartet mit einem kleinen Gimmick, einem Daumenkino auf, aber nicht nur das. Der Schreibstil ist sehr einfach und kindlich gehalten und der Text ist unterhaltsam aber auch lehrreich. hier geht es um Freundschaft und Rücksichtnahme um Ehrgeiz und die Familie. Ein Buch das unterschwellig viel lehrt, aber offensichtlich sehr viel Lesespaß bringt. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Alles läuft auf das große Rennen hinaus und es ist nicht einzuschätzen wie dieses enden wird. Toll finde ich auch dass dieses Rennen nicht nur in der Freizeit Auswirkungen hat. In der Schule gibt es ein Fach das Kaninchenkunde heißt, der ganze Ort fiebert mit den Jungen mit. Das ruft nicht nur freundliche Reaktionen herbei. Es gibt Neider und Intriganten auch unter den Kids. So hat Tim es wirklich nicht leicht. Bei seinen Großeltern aufgewachsen muss er erst seinem Opa trotzen und dann auch seinen mitschülern und Lehrern. Er kann einem schon leid tun, doch er zeigt das er sich nicht unterkriegen lässt. Tim ist ein normaler sehr sympathischer Junge, mit einem cleveren Köpfchen und dem Herzen am rechten Fleck. Er steht ziemlich alleine da, denn das Rennen macht selbst aus scheinbaren Freunden Feinde. Er ist ein Stehaufmännchen, der weiß wie er sich behaupten kann und dabei nach außen den starken mimt, aber innerlich sehr unsicher ist. Seine Großeltern könnten unterschiedlicher nicht sein. Während sein Großvater gerne möchte das er gewinnt würde seiner Oma auch der vierte Platz genügen. Manches Mal habe ich mich hier gefragt woher er seine Genügsamkeit und auch seine Achtung vor den Kaninchen her hat, sein Denken das auch sein Kaninchen gewinnen kann. Seine Freunde Pascal und Lissy sind genauso Außenseiter wie er, passen aber perfekt zu Tim. Die Drei gegen den Rest des Ortes könnte man so sagen. Sie stärken ihn und werden durch ihn gestärkt. Ein Geben und nehmen von dem sich so manch einer in der Geschichte eine Scheibe abschneiden kann. Zu Beginn musste ich ersteinmal in die Geschichte rein kommen und mich an den recht kindlichen Schreibstil gewöhnen, als das geschah wollte ich nicht mehr aufhören zu lesen und war bis zum Ende begeistert. Eine Geschichte nicht nur für Kinder

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Vorurteile und wahre Freundschaft

Von: D. Flöttl aus Regensburg

03.12.2014

„Das Kaninchenrennen“ ist ein Roman von Boris Koch und ist 2014 bei Heyne Verlag erschienen. Für Kinder ab 10 Jahre. Erzählt wird von einem kleinen Ort der Niederrhode heißt. Jedes Jahr wird hier eine jahrhundertealte Tradition gepflegt, dies alles zu Ehren eines Kaninchens, dass die Dorfbewohner einst vor Räubern warnte. Aus diesem Grund dürfen jedes Jahr alle Zehnjährigen an einem Rennen teilnehmen dass zu Ehren dieses Kaninchens veranstaltet wird. Wessen Kaninchen als erstes über die Ziellinie geht, der ist der große Held. Diesem winken Ruhm und Anerkennung auch weit über das Jahr seines Erfolgs hinaus. Tim Köhler ist einer von ihnen, welche die Chance zu diesem Ruhm haben soll. Doch niemand traut ihm etwas zu, denn entweder kommt er immer zu spät, oder er wird ständig mit seinem Vater, den alle „Kneifer“ nennen, verglichen. Denn es heißt dass er ist nicht einmal zu diesem Rennen angetreten. Dieser Makel haftet heute noch auf seiner Familie. Leider sind Tims Eltern bei einem Ballonflug auf tragische Weise ums Leben gekommen. Seitdem wird er von seinen Großeltern groß gezogen. Aber vorher müssen die Kaninchen noch ausgewählt werden. Tim entscheidet sich für eines welches ihm zugezwinkert hat und bemerkt erst später dass er ein verkrüppeltes Bein hat. Trotz aller Warnungen entscheidet er sich trotzdem für dieses Kaninchen und nimmt auch den Ärger mit seinem Großvater dafür auf sich, der sich auch von ihm abwendet. Seine ganze Hoffnung lag auf Tim seit die Familienschmach auf ihm liegt. Pascal und Lissy, die beide neu im Dorf sind, zeigen Tim worum es wirklich geht. Um Freundschaft, Akzeptanz und ein Teil der Gemeinschaft sein. Der Autor verarbeitet in seinem Buch einige Arten von Vorurteilen, wahren Freundschaften und Diskriminierung. Er schreibt seine Geschichte auf eine Art in denen man den Protagonisten genau folgen kann und ein klares Bild von ihnen hat. Das Buch ist nicht nur für Kinder ab 10 Jahre geeignet. Auch als Erwachsener hat man seinen Spaß daran und kann sich wieder mal in eine Welt wie aus früherer Zeit zurückdenken.

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Das Kaninchenrennen

Von: B. Lenzen aus Mönchengladbach

26.11.2014

In Niederrhode wird die Tradition gepflegt. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges warnte ein Kaninchen die Menschen des Ortes vor einem Überfall durch Räuber. Daher gibt es jedes Jahr ein Fest, bei dem alle Zehnjährigen mit einem Kaninchen ein Rennen veranstalten. Der Sieger wird wie ein Held gefeiert. Wer aber kneift, dem ist Hohn und Spott auf Jahre sicher. Tim Köhler ist Waise und lebt bei seinen Großeltern. Er will in diesem Jahr dabei sein. Aber er hat es schwer, weil er ständig zu spät kommt. Außerdem ist sein verstorbener Vater ein Kneifer. Dann gerät er auch noch mit seinen Freunden in einen Streit. Aber Pascal und Lissy zeigen sich dann als Freunde. Tim aber lässt sich nicht unterkriegen. Die Geschichte ist wunderbar erzählt. Man kann mit den Protagonisten mitfühlen, erlebt ihre Enttäuschungen, ihre Verletzungen, aber auch ihren Kampfgeist. In dem kleinen Ort spielen Kinder noch draußen, leben ohne die heutige Technik und können noch Kinder sein. Die einzelnen Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Tim, Pascal und Lissy gehören nicht wirklich zur Gemeinschaft. Da ist zunächst der etwas chaotische Tim, dessen Vater Kneifer war. Pascal ist neu im Dorf und Lissy ist ein Mädchen. Tims ehemaliger Freund Carsten besteht auf Einhaltung von Vorschriften. Arno ist arrogant und sieht sich überall als Führer. Dann sind da noch Tims liebevolle Oma und der ehrgeizige Opa. Das liebevoll gestaltete Cover passt perfekt zu diesem Buch. Dieses Kinderbuch ist ein Lesespaß auch für erwachsene Leser.

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