Leserstimmen zu
Der dunkle Weg

Susanne Goga

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Eigentlich wollte Ida bloß ihre Freundin Grace in Dublin besuchen, die sie in einem Zeichenkurs in London kennengelernt hatte. Doch Ida wird sehr warmherzig aufgenommen und verliebt sich in die Stadt, in seine Einwohner und vor allem in einen Arzt. Von Anfang an ist sie mit ihrem Zeichenblock unterwegs um die Einwohner zu zeichnen und sie so im Kampf gegen die Armut zu unterstützen. Durch die detaillierten Beobachtungen, die Ida benötigt um ihre Zeichnungen anzufertigen, bekommt auch der Leser ein ganz genaues Bild von den schlimmen Zuständen in Dublin, von den Müttern, die auf engstem Raum mit ihren Kindern hausen müssen, von den Arbeitern, die am Hafen schuften oder von den Rebellen, die für die Unabhängigkeit Irlands kämpfen. Immer wieder trifft Ida auf Menschen, die nicht länger unter den Arbeitgebern und auch nicht unter den Engländern leiden wollen. Sie wollen etwas ändern und sie schließen sich zusammen um gemeinsam gegen die von England verursachten Missständen zu kämpfen. "Der lange Weg" ist eine Liebesgeschichte, aber vor allem ein sehr lebendiges Portrait von Dublin und von den Zuständen, die dort um 1912 herrschten. Die Autorin schafft es ihre Geschichte so zu schreiben, dass ich in ein paar Jahren sicher der Meinung bin, ich hätte mir einen Film über Ida in Dublin angesehen. Die Geschichte ist gut recherchiert, spannend, packend und sehr empfehlenswert.

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Eine zauberhafte Geschichte über Liebe und Hoffnung

Von: Barbara Lerchenberger

21.04.2015

Der Roman „Der dunkle Weg“ von Susanne Goga ist eine sehr schöne Liebesgeschichte, in einem historischen Milieu. Sie spielt in Irland am Anfang des 20. Jahrhunderts. In einer Zeit, in der sich das Land unter der Herrschaft Englands befindet – gefangen zwischen großer Hungersnot, der Hoffnung auf ein freies Irland und der Angst vor einem großen Krieg in Europa. Inhalt: Die junge Hamburgerin Ida Martens möchte aus den engen Traditionen ihrer Heimatstadt, die sie zu erdrücken scheinen, ausbrechen und macht sich auf den Weg nach Irland – um ihre Freundin Grace Gifford in Dublin zu besuchen. Sie bricht auf mit dem Wissen, dass sie ihre Heimatstadt Hamburg vielleicht nicht so schnell wieder sehen wird. In Dublin angekommen, verliebt sie sich gleich in diese von Gegensätzen geprägte Stadt. Sie ist fasziniert von den wunderschönen alten Gebäuden und den Menschen, hin- und hergerissen zwischen dem Gehorsam ihrem englischen König gegenüber und der Hoffnung auf freies Irland. Sie entscheidet eine Weile in dieser Stadt zu bleiben, um sie zu studieren und zu zeichnen. Daher sucht sie sich eine eigene Wohnung sowie eine Arbeit und lässt sich ganz ein, auf die Abenteuer die Dublin noch für sie bereits hält. Aber nicht nur die Stadt hat es ihr angetan, sondern auch der irische Arzt Cian O’Connor, der hinter seiner etwas ruppigen und manchmal etwas taktlosen und direkten Art einen weichen Kern zu verstecken scheint. Über ein gemeinsames Projekt kommen sich Ida und Cian langsam näher, lernen sich kennen und mit der Zeit entwickelt sich zwischen ihnen eine zarte Romanze. So baut sich Ida fernab ihrer Familie ein neues Leben auf – über dem langsam ein Schatten aufzuziehen scheint. Der Schatten eines nahenden europäischen Krieges und dem ungebrochenen Widerstand der Iren, gegen ihre britischen Regenten. Meinung: „Der dunkle Weg“ führt nicht nur Ida Martens in ein fremdes Land, es entführt auch den Leser in eine andere Welt. In eine Zeit, in der Frauen, die ihren eigenen Weg gingen noch eine Seltenheit waren und ganz Irland noch zu Großbritannien gehörte. Der Roman beschreibt viele tatsächliche Begebenheiten, wie die Gründung der Irish Volunteers am 25. November 1913 sowie den Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Auch viele der Personen, in diesem Roman basieren auf echten Persönlichkeiten – wie beispielsweise Ida’s Freundin Grace Gifford. All dies und die zauberhafte Liebesgeschichte zwischen Ida und Cian machen diesen Roman, meiner Meinung nach, zu einem echt lesenswerten Vergnügen!

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Der dunkle Weg von Susanne Goga Diana Verlag 448 Seiten TB: 9,99€ 14.04.2015 erschienen Inhalt: "Hamburg 1912: Gegen den Willen ihrer Eltern begibt sich die Kaufmannstochter Ida auf eine gewagte Reise: fort von ihren Pflichten, auf nach Irland. Dublin empfängt sie weltoffen, kreativ und gegensätzlich – genau die Abwechslung, die Ida gesucht hat. Schnell findet die junge Künstlerin Arbeit, schließt Freundschaften und lernt den Arzt Cian kennen – und lieben. Voller Zuversicht hofft Ida auf eine Zukunft mit ihm, eine eigene Familie, ein neues Leben in Irland. Doch Europa stehen blutige Zeiten bevor, und bald muss Ida um ihre Träume kämpfen." Meine Meinung: Das Cover zeigt passend zum Titel eine Frau, die einen Weg entlang geht. Dies ist sehr stimmig zur Handlung selbst gestaltet worden. Im Buch wird die Zeit vor dem Bürgerkrieg in England/Irland beschrieben. Vor allem die Armut der Arbeiterfamilien wird sehr emotionsnah erzählt. Der Leser reist mit Ida, einer Kaufmannstochter aus Hamburg, nach Dublin. Sie möchte dich dort als Künstlerin einen Namen machen und elternunabhängig leben. Von ihrer Freundin Grace und deren Familie erhält sie immer wieder Unterstützung. Ida lernt schließlich ihre große Liebe Cian kennen. Beide kämpfen mit sehr viel Herz für die Armen und Unterdrückten. Sie werden realistisch und historisch richtig als Freiheitskämpfer für die Unabhängigkeit Irlands beschrieben. Ida unterstützt Cian durch Zeichnungen von den Armen, die veröffentlicht werden sollen. Die junge Frau ist sehr mutig und legt sich sowohl mit der Polizei, als auch mit Gewerkschaftsgegnern klug, frech und schlagfertig an. Die Handlung nimmt nach einigen langatmigen Seiten wirklich Fahrt auf. Der Leser fiebert mit Ida und Cian mit. Durch die sehr bildlich beschriebenen Situationen, hat man das Gefühl mitten in der Handlung zu stecken. Ebenso deutlich dargestellt sind die Protagonisten. Man fühlt sich ihnen unheimlich nah und vertraut. Während dem Lesen versteht man ihre sehr deutlich umschriebenen Emotionen wirklich gut und kann ihnen an manchen Stellen nachfühlen. Die fiktiven Charaktere sind wirklich stimmig und nachvollziehbar mit der historischen Entwicklung zur damaligen Zeit verknüpft. Das Buch und dessen Werdegang beschrieben die irische Situation vor dem Bürgerkrieg eindrucksvoll. Die Protagonistin Ida nimmt den Leser auf eine besondere und etwas andere Reise durch diese Zeit mit. Mein Fazit: Historisch belegt, emotional, packend und bildhaft geschrieben- ein wirklich schöner historischer Roman 5 von 5 Herzen <3 <3 <3 <3 <3

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Die Kaufmannstochter Ida aus Hamburg stammend macht sich 1912 gegen den Willen ihrer Eltern auf den Weg nach Dublin um ihre Freundin Grace zu Besuchen, die sie an der Kunsthochschule in London kennengelernt hat. Schnell knüpft Ida in der Ferne neue Freundschaften und in Dublin sieht sie bald ihre neue Heimat. Sie merkt schnell das Dublin eine Stadt mit zwei Gesichtern ist, auf der einen Seite luxuriöse Geschäfte und breite Boulevards auf der anderen Seite tiefste Armut wo viele Arbeiter in Mietskasernen mit mehreren Personen hausen und Krankheiten wie Tuberkulose an der Tagesordnung sind. Schnell wird ihr klar das sie in Dublin das kreativ, weltoffen und gegensätzlich ist bleiben möchte und sie sucht sich ein möbliertes Zimmer. Durch neue Freundschaften lernt sie den Arzt Cian kennen und lieben. Aber dunkle Wolken kommen auf sie zu, die Iren streben nach Unabhängigkeit von England, Gewerkschaften sollen gegründet werden damit die Arbeiter ordentlich entlohnt werden können, was den Arbeitgebern zu wieder ist und der erste Weltkrieg steht bevor. Wieder einmal hat Susanne Goga gezeigt das sie eine großartige Schriftstellerin ist. Das Buch basiert auf waren Gegebenheiten und mehrere Personen und Ereignisse in diesen Buch sind geschichtlich und historisch belegt. Mit hat es sehr viel Freude bereitet dieses Buch zu lesen und freue mich schon auf das nächste Buch von Ihr.

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Dublin im Jahr 1912: Die Hamburger Kaufmannstochter Ida Martens erfüllt sich einen Traum und reist gegen den Willen ihrer Eltern nach Dublin, um dort eine Freundin zu besuchen. Doch schnell ist Ida klar, dass es für sie ein längerer Aufenthalt in Dublin werden wird. Durch ihre Freundin Grace lernt sie viele neue Menschen kennen, die sich politisch engagieren und Ida hilft bald mit ihrer künstlerischen Arbeit, auf die Missstände in Dublin aufmerksam zu machen. Als sie in dem Arzt Cian O’Connor die Liebe ihres Lebens findet, ist für Ida klar, dass Irland ihre neue Heimat wird. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und auch die politische Lage in Dublin wird immer gefährlicher. Susanne Goga erzählt in ihrem Roman die Anfänge der Kämpfe nach politischer Unabhängigkeit, was schlussendlich ab 1919 zum Bürgerkrieg führte. Die Armut ist in Dublin überall sichtbar, von der großen Hungersnot rund 60 Jahre zuvor hat sich Irland bis heute nicht erholt und ist unter der Bevölkerung nicht vergessen. Die Arbeiter leben von der Hand in den Mund, Krankheiten kursieren in dem Armenvierteil, immer mehr organisieren sich in Gewerkschaften. Als es zur großen Aussperrung kommt und die Menschen nicht mehr wissen, wie sie ihre Kinder satt bekommen sollen, greifen die Iren zu den Waffen. Der Roman endet rund drei Jahre vor Beginn des Bürgerkriegs. Mithilfe der fiktiven Personen Ida Martens und Cian O’Connor erzählt die Autorin die Anfänge des irischen Freiheitskampfes und bindet in ihren Roman viele historische Persönlichkeiten mit ein, die sich maßgeblich gegen England auflehnten. Die sehr eigenständige, selbstbewusste Ida ist Malerin und skizziert immer wieder die schrecklichen Zustände in Dublin und verkauft ihre Zeichnungen unter anderen an Zeitungen. Zudem ist sie eng mit der Familie Gifford wie auch mit Joe Plunkett befreundet, wodurch Ida auch sehr gut über die politischen Ereignisse informiert ist. Mit dem schroffen, zynischen wie verschlossenen Cian O’Connor freundet sich Ida aufgrund ihrer künstlerischen Arbeit an. Cian behandelt eher widerwillig die vermögenden Dubliner, doch hierdurch hat er die Möglichkeit, kostenlos den Ärmsten der Armen zu helfen. Die Geschichte entwickelt sich anfangs eher ruhig, doch mit ihrem packenden, bildhaften Erzählstil zieht Susanne Goga ihre Leser schnell in ihren Bann und als sich die Stimmung in Dublin immer mehr aufheizt, wird die Geschichte auch stetig packender. Zudem verknüpft die Autorin geschickt fiktive mit historischen Fakten, wobei ich mir stellenweise etwas mehr geschichtliche Details gewünscht hätte. Jedoch merkt man jederzeit, dass dem Roman sehr viel Recherchearbeit vorausgegangen ist. Fazit: Die Anfänge des Irischen Bürgerkriegs aus der Perspektive einer sozial engagierten Künstlerin erzählt – fesselnd und atmosphärisch dicht.

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