Leserstimmen zu
Die Schuld jenes Sommers

Katherine Webb

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€ 20,00 [D] inkl. MwSt. | € 20,60 [A] | CHF 28,90* (* empf. VK-Preis)

1918 : Wyn verschwindet an einem Augusttag spurlos. Verantwortlich dafür gemacht wird ein geflüchteter Kriegsgefangener. 24 Jahre danach: der kleine Davy verschwindet in der Bombennacht auf Barth. 1942: Bombenangriffs auf Bath. Die Überbleibsel von Wyn werden durch eine Bombe freigelegt.  France Leben gerät vollkommen aus den Fugen. Erst verschwindet ihre beste Freundin spurlos und 24 Jahre später Wyns Neffe, auf den sie aufpassen sollte. France lässt beides keine Ruhe und setzt alles dran, Davy zu finden, aber auch endlich den Mord an Wyn aufzuklären. Sie hat nie dran geglaubt, dass der gefangene es war. Mit viel Geduld und einem wahnsinnigen Willen wird das Knäul der verstrickten Fäden und Handlungen nach und nach von France aufgerollt und die Wahrheit kommt ans Tageslicht. Meine Meinung: Das Buch ist in zwei Zeitebenen geteilt. Immer wieder wird man ins Jahr 1918 zurückversetzt und fängt nach und nach alles an zu verstehen. Diese Rückblende ist manchmal sehr düster und manchmal wahnsinnig bedrückend. Man erfährt, dass Wyn kein leichtes Leben hatte, auch wenn sie als Lieblingstochter ihres Vaters galt, musste sie sich oft seiner Willkür aussetzen. Viel Schläge, wenig Essen, keine schöne Zeit. Da war die Freundschaft zu France für Wyn ein echter Segen. Beeindruckt hat mich der kämpferische Wille von France, zu beweisen, dass der eigentliche Mörder noch rumläuft. Auch etliche Rückschläge bringen sie nicht ab alles ans Tageslicht zu holen. Mir kam es manchmal so rüber, dass France mehr als leidet und sich auch eine riesige Schuld gab. Ihre Nachforschungen und Fragen, sind für viele ein Dorn im Auge.  Ich muss gestehen, ich brauchte schon 100 Seiten, um endlich ins Buch zu kommen. Öfter hatte ich überlegt, ob ich abbrechen soll.  Hat man sich erst einmal durchgebissen, wird es ein spannend interessantes Buch, was manchmal gewaltig an die Nieren geht. Die Protagonisten werden ausdrucksstark dargestellt, die mit Verzicht, Verlust und viel Schmerz leben müssen. Dadurch kommt dieser Roman sehr komplex und stark rüber. Man spürt beim Lesen, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat.  Wäre diese lange Anlaufzeit ins Buch nicht gewesen, hätte ich 5 Sterne vergeben.

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Ich habe es angefangen zu lesen

Von: TubiBrest

15.03.2020

Der Schreibstil ist für mich neu. Ich habe vorher noch kein Buch von Katherine Webb gelesen. Ist aber sicherlich nicht das Letzte. Die Geschichte ist spannend und gut zu lesen. Ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen.

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Frances und Wyn waren unzertrennliche Freundinnen, so verschieden sie auch waren. Wir erleben sie in der früheren Zeitebene 1918 in Bath und lernen die beiden aufgeweckten Mädchen im Alter von 7 kennen. Welche Geheimnisse dazu führen, dass Wyn plötzlich wie vom Erdboden verschwindet müsst ihr natürlich selbst lesen. :) In der 2. Zeitebene ist Frances erwachsen und hat auch heute ihre Freundin nie vergessen. Aber das Leben ging natürlich weiter und Frances ist heute eine Frau die ihren Mann steht. 1938 wird Bath bombardiert und der Junge Davy, auf den Frances aufpassen soll, verschwindet im Chaos des Bombenangriffs. Frances sucht ihn verzweifelt. Ob sie ihn lebend wieder finden kann? Was eine der Bomben zu Tage fördert, reißt alte Wunden in vielen der Einwohner wieder auf. Ich finde, dass Katherine Webb gewohnt flüssig schreibt. Sie springt geschickt in den Zeitebenen und hält den Spannungsbogen so gekonnt aufrecht. Die Umgebung Bath‘ wird sehr lebendig beschrieben. Ich konnte mir alle Figuren sofort lebhaft vorstellen. Die weiblichen Protagonistinnen vor allem, sind allermeist sehr fortschrittliche Frauen, die für die Zeit sehr modern und stark wirken. Frances als Protagonistin zB ist getrennt lebend von ihrem Mann und das war sicherlich damals sehr ungewöhnlich. Das Kriegsgeschehen spielt eine eher untergeordnete Rolle, daher kann man das Buch auf jeden Fall auch dann empfehlen, wenn man ein „Zweiter Weltkriegs Setting“ nicht so gern liest. Die Geschichte ist ungewöhnlich, verzwickt und spannend. Ich habe super gern mitgerätselt und fand das Ende sehr stimmig. 4,5 Sterne ⭐️

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Die Schuld jenes Sommers

Von: Bookgirl

19.01.2020

Die Autorin entführt in dem historischen Roman „Die Schuld jenes Sommers“ die Leser ins England des 20. Jahrhunderts. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen, die durch die Kapitelüberschriften leicht zu unterscheiden sind. 1916 - 1918: Das schüchterne Mädchen Frances freundet sich mit der gleichaltrigen furchtlosen Wyn an. Sie werden zu besten Freundinnen und haben ein gemeinsames Geheimnis. Eines Tages verschwindet die 8-jährige Wyn spurlos. Bei der Suche nach ihr findet man Kleidungsstücke, ein vermeindlich Verdächtiger wird verurteilt. Die inzwischen erwachsene Frances quält sich auch über 20 Jahre nach dem Verschwinden ihrer Freundin mit quälenden Fragen: „Wurde ein Unschuldiger verurteilt? Hätte ich das Verbrechen verhindern können?“ 1942 Nacht der Bombardierung und die Tage danach : Die kinderlose Frances, die regelmäßig auf den Neffen ihrer damals verschwunden Kindheitsfreundin Wyn Davy aufpasst, übergibt den Jungen an ein älteres Ehepaar zur Aufsicht. Sie selbst braucht Zeit zum Nachdenken, da es sich an diesem Tag um den Geburtstag von Wyn handelt. Erinnerungen an damals werden wieder wach. In dieser Nacht wird Bath bombardiert. Das Ehepaar, welches auf Davy aufgepasst hat, wird tot in den Trümmern seines Hauses gefunden. Von Davy jedoch fehlt jede Spur. Die Mutter Carys gibt Frances die Schuld an seinem Verschwinden. Frances macht sich große Vorwürfe, dass sie nicht bei Davy geblieben ist. Als dann noch bei Aufräumarbeiten das Skelett von Wyn vor deren Elternhaus gefunden wird, weckt die Konfrontation mit der Vergangenheit wieder Zweifel bei Frances: Hat sie sich als Kind richtig verhalten? Von Schuldgefühlen geplagt macht sie sich auf die Suche nach Davy. Dieses gestaltet sich zwar als schwierig, aber Frances gibt nicht auf und sucht verzweifelt und hartnäckig, bis sie das Kind tatsächlich lebend findet. Doch selbst jetzt ist Frances nicht beruhigt, schließlich stellt sie sich der Vergangenheit und will ihre verdrängten Erinnerungen aufarbeiten. Sie ist überzeugt, dass man damals die falsche Person verurteilt hat und ist entschlossen, immernoch den wahren Mörder von Wyn zu finden. Der Leser fragt sich: Wieso fühlt sich Frances schuldig? Was hat sie versucht zu verdrängen, dass sie bis heute verfolgt? Durch den bildhaften Schreibstil der Autorin konnte ich mich gut in die Gefühlslage der Hauptdarstellerin versetzen. Man spürt die Traurigkeit über den Verlust der Freundin, die Verzweiflung, in Kindheitstagen etwas falsch gemacht zu haben. Aus dem damals ängstlichen Kind Frances wurde mit der Zeit eine mutige, starke Frau im Erwachsenalter. Der Krieg als historischer Hintergrund spielt für die Handlung eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht die Protagonistin mit Ihrem Gefühlchaos und der Suche in ihren Erinnerungen nach der Wahrheit. Leicht zu lesen. Gute Unterhaltung. Gern spreche ich eine Leseempfehlung dafür aus.

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Inhalt: Wir haben das Jahr 1942. Frances passt regelmäßig auf den kleinen Davy auf. Nach einem Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Bath ist er unauffindbar. Sie ist sich sicher, dass er überlebt hat und beginnt deshalb sofort verzweifelt nach ihm zu suchen. Und noch etwas passiert in der Bombennacht in der Davy verschwunden ist: Die leichte eines jungen Mädchens taucht plötzlich unter den Trümmern auf. Schnell ist klar, dass es sich dabei um Wyn handelt, die beste Freundin von Frances, die vor 24 Jahren ebenfalls spurlos verschwunden ist. Also muss sie nun gleichzeitig zwei Fragen klären: Wo ist Davy? Was ist vor 24 Jahren mit Wyn passiert? Rezension: Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen und das macht meiner Meinung nach Bücher immer besonders spannend. In der Gegenwart begleiten wir Frances bei ihrer unermüdlichen Suche nach Davy und in der Vergangenheit erfahren wir mehr darüber, was sie damals mit Wyn erlebt hat. Besonders brisant wird das Ganze dadurch, dass Davy das Kind von Wyns Schwester ist und auch noch andere Familienmitglieder eine entscheidende Rolle spielen. Das Buch hat nur wenig Handlung, es lebt von der Tiefe und davon, dass man so viel über die Hintergründe erfährt und die Protagonisten sehr gut kennenlernt. Ohne das ich zu viel verraten möchte, kann ich sagen, das es mich beeindruckt, wie mit den Themen Schuld und Wahrheit umgegangen wird. Es hat mich wirklich nachdenklich gemacht. Es ist kein „leichtes“ Buch aber wirklich sehr zu empfehlen.

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umständlich erzählt

Von: Helgus

17.01.2020

Finde das Buch etwas langatmig und nicht flüssig erzählt. Für mich war es schwer in das Buch einzutauchen.

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Bath 1942

Von: Kerstin C.

13.01.2020

Das Cover zeigt ein idyllisches Bild. Im Vordergrund sieht man Wiesenblumen und einen Weg zu einem kleinen Häuschen, das oberhalb einer größeren Stadt liegt. Es könnte der Blick auf Bath in England sein. Mich hat das Cover direkt angesprochen und so habe ich mir das Rezensionshörexemplar im Bloggerportal direkt angefordert. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Die meiste Zeit sind wir im hier und jetzt, was allerdings das Jahr 1942 ist. Um die Geschichte von Frances und Wyn besser verstehen zu können, blicken wir ab und zu in das Jahr 1918 zurück. Als die Welt der Mädchen noch mehr oder weniger in Ordnung war. Frances ist inzwischen Anfang dreißig und hat ihren Verlust aus Kindertagen nie wirklich verarbeitet. Mit diesem wird sie schlagartig konfrontiert, als nach dem Bombenangriff 1942 ein Mädchenskelett in den Trümmern gefunden wird. Anna Thalbach verleiht mit ihrer ruhigen und facettenreichen Stimme der Geschichte genau das richtige Flair. So kann ich sehr gut in die Geschichte um Frances eintauchen. Und kann an der Stimmlage erkennen, ob ich gerade die 8 jährige Frances höre oder aber die erwachsene. Ich habe die gekürzte Fassung des Hörbuches genossen. So konnte ich innerhalb kürzester Zeit die Geschichte verschlingen. In zwei Erzählsträngen wurden die Suche nach Davy Noyle 1942 und der Fall um die vermisste Wyn Hughes 1918 gut ineinander verwoben. Die Beschreibung der einzelnen Spielorte sind vermutlich der Kürzung zum Opfer gefallen. Doch war für mich die kurze Fassung für das Verständnis ausreichend. Frances wurde als Protagonistin in all ihren Facetten heraus gearbeitet. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Das Hörbuch hat Lust gemacht auf mehr von Katherine Webb. Ich hatte mit dem Hörbuch ein paar schöne Stunden und habe beim Hören die Zeit vergessen. Für mich war es ein gelungener Ausflug in das Genre der historischen Romane. Was ich in naher Zukunft vermutlich wiederholen werde. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- bzw. Leseempfehlung ob nun für die original oder gekürzte Fassung. Da kann ein jeder nach seinem Geschmack und nach seiner Zeit wählen.

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Eine Zeitreise zwischen Davy und Wyn

Von: Monika Dahlen

13.01.2020

Eine Zeitreise zwischen Davy und Wyn Ich finde es sehr spannend wie die Geschichte immer wieder zwischen Davy und Wyn erzählt wird. Die Geschichte bewegt sich zwischen zwei Zeiten und zwei unterschiedlichen Geschichten. Ich mag das Buch auch wenn es sich nicht so einfach lesen lässt man muss etwas mitdenken und auch immer auf die Parallelen der beiden Erzählungen achten.

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