Leserstimmen zu
Into the Water - Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Paula Hawkins

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Drowning Pool

Von: Melanie E.

21.06.2017

"Girl on the Train" hinterließ seine Leserschar zwiegespalten und dies weckte meine Neugier auf den neuen Thriller der Autorin. Klappentext und Cover sprachen mich sehr an und ich war mehr als gespannt, ob mich "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" letztendlich begeistern kann. Ein recht ungewöhnlicher Schreibstil und jede Menge Nebenschauplätze und Personenbeschreibungen nehmen sehr viel Raum ein und wenn nicht jedes Kapitel eine Überschrift getragen hätte, hätte ich schnell den Überblick verloren. Es ist verwirrend und die Orientierung zu behalten ist nicht einfach, dennoch bekommt die Story nach und nach einen Sinn. Leider ist der erhoffte Spannungsbogen zäh und nimmt erst recht spät an Fahrt auf. Das Ende ist recht offen und fordert mich heraus, mir meine eigenen Gedanken zusammen zu schustern. Der Grundgedanke von "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" ist definitiv gelungen, dennoch bin ich nicht komplett überzeugt worden. Irgendetwas fehlt, obwohl ich nicht wirklich benennen kann, was es letztendlich war. Es ist ein Familiendrama, eine alte Schuld und vieles mehr, was uns durch den Thriller begleiten wird und sich nach und nach präsentiert. Sofort zu wissen, was es es mit dem Drowning Pool und dessen Umgebung auf sich hat, wäre ermüdend gewesen und hätte dem Thriller komplett die Spannung entzogen, dennoch fehlte mir der Überraschungsmoment. Es hängen viele Personen in dieser Story fest und jede trägt ihr Päckchen. Schuld? Verdrängung? Eine Vergangenheit, die wieder auflebt? Emotional gesehen ist hier vieles zu finden und dennoch berührte es mich nur bedingt. Julia selbst, die in den Ort ihrer Kindheit zurückreist kann nur bedingt glänzen, da sie doch recht oberflächlich bleibt. Bei mir konnte sie leider nur wenig Sympathiepunkte einheimsen. Sie wurde für mich einfach zu blass gezeichnet, um zu überzeugen. Insgesamt gesehen ist "Into the Water - Trau keinem. Auch nicht dir selbst" ein ruhiger vor sich hin plätschernder Psychothriller, der erst am Ende leicht an Fahrt aufnimmt. Komplett überzeugt bin ich leider nicht und kann daher nur eine bedingte Leseempfehlung aussprechen. Versprochen hatte ich mir um einiges mehr, zumal das Buch auf vielen Seiten hoch gelobt und beworben wurde. Für mich fehlte es hier und da an Spannung, denn die Story selbst hat viel Potential, die mir aber zu oberflächlich geblieben ist. ★★★★ (3,5 Sterne)

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Inhalt Nel hat sich im Fluß ertränkt. Doch daran glaubt ihre Schwester nicht, denn seit Jules denken kann liebte Nel das Wasser. Aber Jules hat schon seit Jahren nicht mehr mit Nel gesprochen. Was ist geschehen, dass sie sich so entzweit haben und vor allem: Was ist die Wahrheit hinter Nels Selbstmord? Eigene Meinung Das neue Buch von Paula Hawkins konnte mich mehr begeistern, als das davor. Hier hatte ich mehr das Gefühl, einer richtigen Geschichte zu folgen, bei der ich mir auch keine Sorgen gemacht habe, dass sie vernünftig zu Ende geführt werden wird. Die Charaktere waren interessant und es wurde aus allen möglichen Sichten erzählt. Über den Kapiteln und unten neben der Seitenzahl stand jeweils der Name des Erzählers im jeweiligen Kapitel, was mir sehr gut gefallen hat und wovon sich viele Autoren mal eine Scheibe abschneiden sollten. Stück für Stück wurde die Geschichte aufgelöst und mit jedem Kapitel mehr wurde klar, dass anscheinend jeder Dreck am Stecken hat. Alle hatten etwas zu verbergen, wie schlimm die Sache jedoch war, wurde erst später aufgelöst. Das Übernatürliche, in Form einer Seherin, fand ich so najaaaaaa.... Wahrscheinlich ist Paula Hawkins keine schönere Möglichkeit eingefallen, wie alles halbwegs logisch aufgelöst werden könnte. Aber dafür war es wirklich nicht schlecht gemacht. Fazit Ein spannender Roman bei dem garantiert keine Langeweile aufkommt, da man sehr zum Miträtseln animiert wird.

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Nach dem Tod ihrer Schwester Nel kehrt Julia Abbott in den Ort ihrer Kindheit zurück, an den sie eigentlich niemals zurückkehren wollte: Beckford. Voller Angst vor den vielen Erinnerungen und dem Fluss, der den Ort umgibt, versucht Julia herauszufinden, wie Nel gestorben ist - denn obwohl jeder behauptet, sie sei gesprungen, ist sich Julia sicher, dass irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Schließlich hat Nel wenige Tage vor ihrem Tod versucht, Julia zu erreichen - und dann ist da noch der Drowing Pool, der schon so mancher unbequemen Frau in Beckford zum Verhängnis wurde... VIELSCHICHTIGER, KOMPLEXER PLOT & ATMOSPHÄRISCH DICHT Stille Wasser sind tief. Dieses Sprichwort mag im Bezug auf die offensichtliche Wasserbezogenheit von "Into the Water" stumpf wirken, doch in vielerlei Hinsicht scheinen diese Worte zum Buch zu gehören. Auf so vielen Ebenen wirkt die Geschichte um Beckford und seine unbequemen Frauen wie eine stille Wasserfläche, die sich hier und da leicht kräuselt, doch darunter brodelt die Vergangenheit wie kochendes Wasser - inhaltlich, charaktertechnisch, ja, sogar sprachlich. Durch diese unterschwellige, aber doch deutlich wahrnehmbare Spannung, die sich durch das komplette Buch zieht, begleitet den Leser stets eine unheimlich dichte Atmosphäre, die man beinahe zu spüren glaubt. Hinzu kommt die polyperspektivische Struktur, die nicht nur einen vielfältigen Blick auf eine komplexe Geschichte erlaubt, sondern auch zu einem reichhaltigen und vielschichtigen Plotkonstrukt führt. Still und heimlich sieht man sich schließlich von dieser Geschichte von allen Seiten umgeben und verfällt der ruhigen, aber doch intensiven Atmosphäre, ohne dass man es wirklich merkt. Dennoch gilt: "Into the Water" braucht Zeit. Mehr noch: "Into the Water" braucht Aufmerksamkeit und Konzentration. An die vielen perspektivischen und zeitlichen Wechsel muss man sich anfangs noch gewöhnen und die vielen Namen und Figuren scheinen zunächst zu verwirren, doch spätestens nach fünfzig Seiten weiß man jeden Charakter einzuordnen. Das Buch verfolgt mehrere Handlungsstränge auf verschiedenen zeitlichen Ebenen, die letztlich aber alle in die eine große Geschichte münden und unerlässlich sind, um ebendiese zu verstehen. Hier gilt eindeutig: der Weg ist das Ziel, denn auch wenn die Auflösung nicht von Anfang an ersichtlich ist, sonderlich überraschend ist sie irgendwie auch nicht. Gerade die Komplexität und die dichte Atmosphäre machen "Into the Water" aus und geben dem Buch diese permanente unterschwellige Spannung. Sonderlich viel Action oder nervenaufreibende Spannung sollte man - wie auch bereits bei "Girl on the Train" - nicht erwarten. Die Geschichte lebt von dem psychologischen Aspekt, da sie sehr auf ihre Figuren fokussiert ist und die Vergangenheit und die verschiedenen Schicksale in den Vordergrund rückt. EIN POLYPERSPEKTIVISCHES PUZZLE AUF VERSCHIEDENEN EBENEN Die beinahe unzähligen Figuren sind allesamt schwierig und komplex und durch die schiere Anzahl fällt es schwer, sich als Leser auf eine von ihnen zu konzentrieren. Hinzu kommt die Tatsache, dass alle von ihnen sehr viele Ecken und Kanten haben - ein richtiger Sympathieträger ist daher nicht unbedingt dabei. Diese Gegebenheit macht das Buch jedoch einmal mehr interessant und bringt viel Dynamik mit sich. Besonders die verschiedenen Beziehungen und Figurenkonstellationen sind geschickt eingebunden und spannend kontruiert. "Into the Water" ist ein polyperspektivisches Puzzlespiel, bei dem man, von der unterschwelligen und stets konstanten Spannung getrieben, immer tiefer in einen Sog gezogen wird, dem man kaum entkommen kann. Stille Wasser sind tief, heißt es, und wenn dieses Sprichwort auf ein einziges Buch zutrifft, dann muss es "Into the Water" von Paula Hawkins sein. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne ruhige und psychologische Thriller lesen, in denen es vornehmlich um die Figuren und deren Vergangenheit geht.

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Diese Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe! Dies war mein erster englischer Roman seit langem und ich muss sagen ich bin begeistert. Paula Hawkins hat mich mit ihrem Buch unglaublich fesseln können und ich werde mir sicher auch noch "The Girl on the Train" zulegen. Ich hatte ein bisschen Angst, nicht so recht mitzukommen, weil mein Englisch ein wenig eingerostet ist. Aber der Schreibstil ist auch im Englischen gut verständlich und nicht zu schwer. Man könnte vielleicht sagen, dass dieser Roman eher ein Krimi ist als ein richtiger Thriller, denn es geht wirklich im wesentlichen darum, dass Nachforschungen angestellt werden und die Fälle um den "Drowning Pool" aufgelöst werden. Trotzdem ist dieses Buch spannend bis zur letzten Seite. Besonders hat mir gefallen, das hin und wieder Abschnitte aus Nels Buch "zitiert" werden. Diese Stellen haben nochmal einen besonderen Thrill. Außerdem ist das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Man erlebt die Gedankengänge und Gefühle der Personen also aus nächster Nähe. Dadurch konnte ich mich gut in die Personen hineinversetzen. Besonders Jules habe ich anfangs nicht verstanden. ich konnte mir nicht vorstellen warum sie sich so von ihrer Familie und Nel abgrenzt. Doch als sie ihre Geschichte erzählt hat, konnte ich nachempfinden warum sie das getan hat. Das Schöne an diesen wechselnden Perspektiven ist, dass sich auch der Sprachstil ändert. Die Kapitel aus Sicht der jugendlichen Lena sind zum Beispiel ganz anders geschrieben, als die der kühlen Polizistin Erin. Ein wenig gestört hat mich nur, dass man ab ungefähr 2/3 des Buchs mit einer Halbauflösung schon teilweise zufrieden gestellt wird und dann weniger Motivation hat weiterzulesen. Doch natürlich erweist sich letzten Endes alles anders als ursprünglich gedacht.

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Klappentext: "Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …" In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen … Meine Meinung: In Into the Water gibt es doch eine sehr große Vielfalt an erzählenden Personen. Ich brauchte gut 50-60 Seiten um mich in die Geschichte zu finden, denn Into the Water ist kein Buch, was man mal eben so nebenbei lesen kann. Die Autorin gibt jeder Person eine Stimme, was mir sehr gut gefallen hat und auch die Erzähl-Perspektiven sind bei den einzelnen Personen anders. Viele sind in der dritten Person geschrieben und andere aus der Ich-Perspektive. Der Schreibstil von Paula Hawkins ist einfach der absoulte Wahnsinn. Diese Frau schafft es, jeder Person tiefe zu verleihen und die Gefühle einer jeden Person deutlich darzustellen. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass man flott voran kommt. Was mir auch gut gefallen hat ist, dass der Verlag unten bei den Seitenzahlen den Namen geschrieben hat, aus wessen Perspektive man gerade liest. Die Geschichte ist ab der ersten Seite spannend und man merkt schnell, dass alle Personen in Beckford ein kleines oder großes Geheimnis mit sich rumtragen, die irgendwie zusammen gehören. Leider fand ich einiges doch zu vorhersehbar, wie z.B. das Ende, was mir aber nicht den Spaß am lesen genommen hat. Alles in allem, fand ich das Buch gelungen.

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Rezension Titel: Into The Water Seite: 473 Seiten Verlag Blanvalet Preis : 14,90 Euro Klappentext: „ JULIA; ICH BIN´S. DU MUSST MICH ANRUFEN. BITTE, JULIA .ES IST WICHTIG.... In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen...... Cover: Das Cover hat mir von Anfang an gefallen, es war alles offen was in diesen Buch passieren kann. Man hätte es nicht besser auswählen können. Meinung: Mir hat es insgesamt sehr gut gefallen. Ich habe mich durch die erste Hälfte des Buches zwar ein wenig gequält. Ich hatte Probleme mit den vielen verschiedenen Charakteren und deren Geschichte, aber ich bin froh das ich nicht aufgeben habe und weiter gelesen hab. Denn von Seite zu Seite bin ich immer mehr ins Buch reingekommen. Und auch wenn man ein paar Dinge wirklich schon vorausehen konnte, war ich immer wieder verwirrt wo ich doch dachte, nun hab ich es. Der Schreibstil ist sehr angenehm zum lesen ,daher hab ich wohl immer weiter gelesen ,durch die kurzen Kapitel kam mal schnell vorran und wollte wissen wie es nun weiter geht . Ich vergebe diesen Buch 4 Sterne . Vielen Dank an den Blanvalet Verlag, für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar und Vielen Dank auch an Paula Hawkins

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Großbritannien 2017 Into the Water Autorin: Paula Hawkins Verlag: Blanvalet Übersetzung: Christoph Göhler Veröffentlichung: 24.05.2017 Genre: Mystery, Thriller "Ich lenkte den Wagen an den Straßenrand und schaltete den Motor aus. Dann sah ich auf. Dort waren die Bäume und hier die Steinstufen, vermoost und tückisch nach dem Regen. Sämtliche Härchen an meinem Körper stellten sich auf. Woran ich mich erinnerte: An den eisigen Regen, der auf den Asphalt trommelte, die zuckenden Blaulichter, die im Wettstreit mit den Blitzen den Fluss und den Himmel erhellten, Atemwolken vor verängstigten Gesichtern und den kleinen Jungen, der bibbernd und weiß wie ein Gespenst von einer Polizistin die Stufen zur Straße hinaufgeführt wurde. Daran, wie sie seine Hand umklammert hielt, wie sie sich mit großen, wilden Augen umschaute und den Kopf hin- und herwandte, während sie irgendwen rief. Noch heute kann ich fühlen, was ich damals fühlte, Grauen und Faszination zugleich. In meinem Kopf höre ich dich immer noch sagen: Wie das wohl sein muss? Kannst du dir das vorstellen? Zusehen zu müssen, wie deine eigene Mutter stirbt?" (Into the Water: Paula Hawkins. Verlag: Blanvalet. Übersetzung: Christoph Göhler) "Into the Water" von Paula Hawkins fiel mir beinahe zufällig in die Hände. Geplant war der Titel und die anschließende Besprechung für eine Gast-Autorin, die für "Am Meer ist es wärmer" bereits eine Rezension zu "Girl on the Train" verfasst hat. Aus zeitlichen Gründen musste die Rezensentin mir aber absagen und so blieb Into the Water auf meinem Schreibtisch liegen. Somit fiel der Titel auf meinem eigenen Stapel. Obwohl ich Gillian Flynns "Gone Girl" als sehr gelungen erachte, bin ich nun auch kein passionierter Leser von Thrillern weiblicher Autorinnen. Dass mich dieses Metier aber durchaus auch begeistern kann, dies hat zuletzt erst "Geständnisse" der japanischen Autorin Kanae Minato bewiesen. Ob Paula Hawkins neuster "Spannungsroman" mich begeistern konnte, erfahrt ihr jetzt. Ein guter Titel ist die halbe Miete, heißt es..... oder auch nicht. Paula Hawkins hätte ihren Roman wohl lieber "Drowning Pool" genannt, wenn dies nicht unbedingt Probleme mit Urheberrechten und anderen Querelen mit sich bringen würde. Den Titel "Into the Water" kann ihr daher doch logischerweise nur ein Redakteur zugespielt haben, denn an größerer Ideenlosigkeit ist dieser langweilige Titel für einen umfangreichen Roman kaum zu überbieten. Wiederum, Girl on the Train ist auch nicht gerade ein Titel, der von Einfallsreichtum strotzt. Am wichtigsten ist jedoch, ob der Inhalt überzeugen kann. Nach dem sensationellem Erfolg von Girl on the Train hätte die Autorin ihren neusten Roman auch "Dead Body in the Water" nennen können und keinen hätte es gekümmert, denn eine feste Leserschaft war Paula Hawkins von vornherein sicher. Into the Water beginnt nicht so, wie man sich den typischen Mystery-Thriller vorstellt. Der Prolog erinnert sogar ein wenig an die Eröffnungssequenz des Pilotfilms von Twin Peaks, die die Zuschauer durch ihre kryptische art und weise auch sehr überrascht haben dürfte. Die Geschichte beginnt im Jahr 2015 und Jules (ein Kosename für Julia) berichtet über eine Person, die ihr anscheinend mal sehr nahe stand. Trauer vermischt sich mit Wut und ihren Worten merkt man sofort an, die Frau pflegte ein sehr zerrüttetes Verhältnis zu dieser Person. Die Feder wird an Josh weitergereicht, ein junger Mann, der wartet, dass seine Mutter heimkehrt, die, seit dem Tod ihrer Tochter, gerne mal nächtliche Spaziergänge unternimmt. Als sie am Morgen zurückkehrt und sich ins Haus schleicht, geht sie die Treppen zum Schlafzimmer hinauf und weckt ihren Mann, ihr Sohn Josh folgt ihr dabei heimlich. Als ihr Mann Alec aus einem tiefen Schlaf erwacht, macht seine Frau ihm die traurige Kunde, die Leiche von Nel Abbott sei vor einigen Stunden gefunden worden. Erneut wechselt die Erzählung zu Jules, die sich der Polizei als die Schwester der Verstorbenen vorstellt. Es dauert um die 50 Seiten, bis für den Leser wirklich klar wird, um was es in dieser Geschichte geht. Durch die kryptische, sehr unkonventionelle Erzählweise gewinnt die Geschichte schnell an Fahrt. Einige Leser könnte so ein Stil vielleicht überfordern oder abschrecken, ich hingegen war überraschend angetan. Alle 5-10 Seiten (zum größten Teil der Geschichte zumindest) wechselt der Erzähler, was eine Besonderheit ist aufgrund der Kürze der jeweiligen Parts. Dabei wechselt die Erzählung auch gerne mal vom Ich-Erzähler zum Erzähler aus der dritten Person. Meine Sorge, dieser Stil könnte sich irgendwann abnutzen und langweilig werden, hat sich nicht bewahrheitet. Erst die vielen kleinen Geschichten ergeben gemeinsam ein großes Gesamtwerk, was äußerst gut durchdacht ist, aber leider auch nicht völlig ohne bekannte Klischees auskommt. Von Themen wie Feminismus möchte ich mich aber dennoch distanzieren, da diese Debatte auch wieder einmal auf der Agenda stand. Dass das Buch eher eine weibliche Leserschaft anpeilt, dürfte jetzt keine besonders große und überraschende Offenbarung sein. Resümee Paula Hawkins Stil sorgte bei mir für eine Überraschung. Die sich stets abwechselnden Erzähler(innen) sorgen für Spannung, Mysterien und eine menge Konfusion. Man kann nicht allen trauen, keiner sagt die Wahrheit und jeder ist mal wieder irgendwie verdächtig. Die Zutaten sind alle bekannt und wurden nicht neu erfunden, aber wie sie zusammengeführt wurden ergibt durchaus ein recht erfrischendes Konzept. "Into the Water" ist erst der zweite Mystery-Thriller von Paula Hawkins und ihr Stil scheint sich etabliert zu haben. Abgesehen von der Nutzung einiger etwas zu abgedroschener Klischees und einer kleinen Überlänge ist in dieser Geschichte alles an seinem Platz. Genau da, wo es hingehört. Paula Hawkins scheint gerne die zerstörten Teile einer Vase wieder zusammenzusetzen, aber nicht, ohne dem bekanntem Objekt noch ein eigenständiges Markenzeichen zu hinterlassen.

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Auf dieses Buch habe ich mich riesig gefreut, schon "Girl on the Train" fand ich grandios umso gespannter war ich natürlich auf das neueste Werk der Autorin. Ich muss zugeben das meine Erwartungen richtig hoch waren. Nel Abbott ist Tod, gestorben in einem Fluss der schon viele Frauen das Leben gekostet hat. Doch wie kam es dazu? Ist sie selbst gesprungen oder war es ein heimtückischer Mord? Ihre Schwester Julia kommt in ihren Heimatort zurück um sich um Nels Tochter zu kümmern, doch schnell gerät sie immer weiter in einen Sog der das ganze Dorf betrifft. Was geschah wirklich? Der Schreibstil der Autorin ist wieder einmal recht locker und flüssig. Dadurch liest sich das Buch in einen Zug aus. Das Buch beginnt mit einem Prolog der mich fesselte und meine Neugierde noch weiter steigerte. Erzählt wird das Buch aus der Sicht verschiedener Charaktere, das sorgte natürlich für zusätzliche Spannung. Das ganze wirkt sehr mysteriös und unheimlich man spürt förmlich das etwas in der Luft liegt und dennoch bekommt man es nicht zu fassen. Die ganze Atmosphäre im Buch ist unglaublich packend. Die Charaktere an sich sind gut gestaltet, gerade was die Hauptcharaktere betrifft. Sie wirkten authentisch und realistisch. Allerdings wurden einige Nebencharaktere ziemlich blass und farblos gehalten, hier hätte ich mir deutlich mehr tiefe gewünscht. Die Handlung war sehr fesselnd, spannend und packend zu gleich. Immer wenn ich dachte das ich das Rätsel gelöst habe wurde ich eines besseren belehrt. Durch geschickte Wendungen führte mich die Autorin in die Irre. Ich muss sagen dieses Buch hat mir gut gefallen und ich wurde bestens unterhalten. Klare Empfehlung. Fazit: Mit "Into the Water" ist der Autorin ein spannender Roman gelungen der mich fesselte. Er packte mich und ließ mich nicht mehr los. Dieses Buch bekommt von mir 4,5 Sterne!

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