Leserstimmen zu
Königin im Exil

George R.R. Martin, Gardner Dozois

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Diese Anthologie behandelt das Thema Frauen und nein nicht nur Ritterinnen und so was. Es ist alles dabei. In der Sammlung sind einige sehr gute Stories, wie die Outlander Story die mich dazu gebracht hat, dass ich bald die Bücher von Diana Gabaldon hole und natürlich George R. R. Martins Kurzgeschichte zu "Das Lied von Eis und Feuer", der den Bürgerkrieg zweihundert Jahre vor dem Ereignissen des Liedes beschreibt. Dieser Kurzroman arbeitet mit wenig Dialog. Dafür lernt man aber die Drachen, die bis auf die drei von Daenerys ausgestorben sind, besser kennen und kann sich epischen Kämpfen auf diesen hingeben und ja es kämpft auch eine Frau mit. Sonst ist es allerdings leider so, dass die Frauen die ja eben das Hauptthema dieser Anthologie sein sollen nicht immer so genau beleuchtet sein werden. Neben den beiden genannten Storys war mein weiteres Highlight die Geschichte von Jim Butcher. Diesen Herren werde ich mir definitiv auch nochmal genauer ansehen. Fazit: Das Buch ist eine schöne Anthologie mit einem auf und ab. Man lernt alte Autoren besser lieben und andere wiederum kennen. Für jeden ist was dabei und es ist qualitativ hochwertig. Manchmal verfehlt es zwar sein Thema aber trotzdem zu empfehlen. http://bibliomantic-hope.blogspot.com/2015/05/rezension-konigin-im-exil-george-r-r.html (da mein Internet Momentan nicht die volle Leistung bringt werde ich vorerst nur auf meinem eigenen Blog inserieren und die Beiträge auf den anderen Plattformen nachliefern)

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Meine Meinung: Ich bin eigentlich kein großer Fan von Kurzgeschichten, lasse mich aber gerne belehren und da hier viele Autoren drin enthalten sind, die ich toll finde oder unbedingt kennen lernen möchte, musste ich dieses Buch einfach testen. In dem Buch wird jeder etwas für seinen Geschmack finden, denn die Geschichten sind so unterschiedlich, wie auch die Autoren. Aber gerade das fand ich toll. Kurzgeschichten sind immer super, wenn man noch Zusatzinformationen zu einer Geschichten haben möchte aber auch um Autoren kennen zu lernen. Beides wollte ich durch dieses Buch bekommen. Ich wollte noch mehr aus der Welt von "Das Lied von Eis und Feuer" oder auch "Game of Thrones", aber auch neue Autoren kennen lernen. Die Geschichte von George R.R.Martin ist definitiv ein Highlight in dem Buch. Aber nicht nur dafür lohnt es sich, das Buch zu lesen. Auch die anderen Autoren haben tolle Geschichten geschrieben. Natürlich mochte ich die eine Geschichte mehr als die andere, aber sie hatten alle mindestens 3 Sterne. Durch dieses Buch werde ich mir den ein oder anderen Autor definitiv noch einmal näher anschauen, wie z.B. Joe Abercombie oder Jim Butcher. Fazit: Dieses Buch bietet großen Lesespaß. Man findet Geschichten aus unterschiedlichen Genres und von vielen tollen Autoren. Durch dieses Buch werde ich mir die Bücher von dem ein oder anderem Autor auf jeden Fall mal näher anschauen. Für Fans von Das Lied von Eis und Feuer" oder auch "Game of Thrones" lohnt sich das Buch alleine schon wegen der Geschichte von George R.R. Martin.

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Ich habe mir ja doch etwas anderes von dem Buch erhofft, als es dann am Ende doch war. Ich fand (und finde) die Idee einer Anthologie, die starke oder gefährliche Frauen als Thema in den Mittelpunkt stellt und dieses Thema von verschiedenen Aspekten und Genres beleuchtet toll. Und genau das hatte ich mir auch von diesem Buch erhofft. Aber zu oft spielt meinem Eindruck nach die gefährliche Frau – in ein, zwei Geschichten habe ich gar keine gefunden, die ich als gefährlich bezeichnen würde – nur eine kleine Nebenrolle und ist mehr ein Mittel die Handlung voranzutreiben als eine ausformulierte und zentrale Figur. Und das hat mich enttäuscht, weil ich einfahc genau das erwartet hab. Einige der Geschichte sind richtig gut – so lang man sie unabhängig von dem Blickpunkt “gefährliche Frau” betrachtet. Ich kam mir so etwas vor als hätte ich in einem Restaurant Spaghetti bestellt und eine Tomatensuppe mit ein paar Nudeln als Suppeneinlage bekommen – ja, beides enthält Nudeln (die in dem dämlichen Vergleich für die gefährlichen Frauen stehen), aber es ist trotzdem meilenweit entfernt, von dem was ich wollte – und dann ist es mir auch egal, wenn es die weltbeste Tomatensuppe (also Geschichte) ist. Toll und zum Thema passend fand ich die Geschichten von Brandon Sanderson, Jim Butcher (die Geschichte ist mein Highlight der Anthologie) und Carrie Vaughn. Was bei 21 Geschichten nicht gerade viele sind… Gelesen hatte ich vorher nur von zweien der Autor_innen (Martin und Sanderson) etwas, einige andere kannte ich dem Namen nach, aber viele waren mir bis dahin (zumindest unter diesem Pseudonym) unbekannt. Und auch wenn es vor jeder Geschichte eine ein- oder zweiseitige Vorstellung des Autors gibt, fand ich die nicht sonderlich hilfreich. Sie besteht nämlich fast immer nur aus einer groben Genreeinordnung und dann einer Aufzählung von bisher veröffentlichten Werken. Aber wirklich etwas über den Autor wusst eich damit auch nicht. Besser hätte ich es da gefunden, wenn jeder ein paar Sätze zu dem Thema geschrieben hätte oder warum er gerade diese Geschichte dafür ausgewählt hat. Die Bewertung dieses Buches in einer simplen Sterngrafik darzustellen, fällt mir hier recht schwer, da diese nicht viel Aussagekraft hat. Wenn ich versuche die einzelnen Geschichten zu beurteilen, würde ich alles von zwei bis fünf Sternen vergeben – der Durchschnitt liegt dann bei 3,19 Sternen. Aber was sagen diese drei Sterne noch aus? Es gibt Geschichten, die sind großartig gewesen, mit anderen konnte ich nichts anfange. Dazwischen welche, die nett waren, aber auch nicht mehr. Und welche, die an sich gut waren, für mich aber das Thema verfehlt haben.

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Diese Rezension zu der von George R.R. Martin und Gardner Dozois herausgegebenen Anthologie “Königin im Exil und 20 weitere Kurzromane” ist eine Art fortlaufendes Projekt gewesen, denn bei 21 “Kurzromanen” auf über tausend Seiten schien es doch sinnvoller nach jeder Geschichte etwas dazu aufzuschreiben statt bis ganz zum Schluss zu warten. Meine Erwartungen: “Gefährliche Frauen aller Art” – herrlich! Immer wieder stolpert man in eigentlich vielversprechenden Büchern über schreckliche Frauenfiguren, unausgereifte, schemenhafte Damen in 2D, die sich lediglich aus Klischees zusammensetzen und meist nur in eine von zwei Kategorien passen: hilflose Jungfrau in Nöten oder durchtriebene Schlampe. Daher war ich wirklich, wirklich gespannt auf eine Sammlung von Geschichten, die sich eben einmal mit anderen Frauenfiguren beschäftigen – mit Königinnen, Kriegerinnen, Zauberinnen, Assassinen und Kämpferinnen aller Art, starken Frauen, die sich selbst treu sind und für sich einstehen können. Was ich dann bekommen habe, war das Folgende: Gardner Dozois: Einführung Okay, normalerweise lese ich Einführungen nicht mal, aber diese hier war wirklich, wirklich vielversprechend und ziemlich interessant, weshalb meine Erwartungen danach tatsächlich noch ein bisschen höher waren… Joe Abercrombie: Welch ein Desperado! Hm… Wirklich beeindrucken konnte mich Joe Abercrombie mit dieser Geschichte, die sich liest wie ein Western, aber wohl in der gleichen Welt spielt wie Abercrombies Fantasyroman “Kliegsklingen”. Es geht um Shy, die auf der Flucht ist, nicht nur vor Kopfgeldjägern sondern auch denen, die eigentlich mal ihre Komplizen waren, denn sie hat sich mit der gemeinsamen Beute abgesetzt. Vielleicht ist die Geschichte für diejenigen, die Abercrombies Roman über Shy gelesen haben, interessanter, aber mich konnte sie einfach nicht berühren. Und Shy war mir eigentlich sogar eher unsympathisch. ► 2,5 Sterne Megan Abbott: Entweder ist mein Herz gebrochen Oookay… Diese Geschichte war einfach irre und das nicht in einem guten Sinn. Sowohl der Schreibstil, den ich fürchterlich anstrengend und nervtötend fand, als auch die Figuren, allen voran die “gefährlichen Frauen” sind irgendwie irre. Diese Geschichte rund um ein verschwundenes Kleinkind und seine Eltern, die aus der Perspektive des Vaters erzählt wird, hat mich nicht einmal im Ansatz begeistern können. ► 1 Stern Cecelia Holland: Noras Lied Nora passt nicht so recht in ihre Welt, eine Welt der Männer, eine Welt der Könige, in der Mädchen und Frauen höchstens schmückendes Beiwerk und Mittel zum Zweck sind – sei es als Braut, mit der Verbindungen zwischen Königreichen besiegelt werden können oder Mutter für die nächste Generation. Als Tochter von Heinrich II und Eleonore von Aquitanien hat die junge Nora mit ihrer Mutter eine starke Frau als Vorbild und will auch selbst eine solche sein bzw. werden. Keine Schlechte Geschichte, aber zum Ende hin irgendwie unbefriedigend (und man sollte eventuell zumindest ein bisschen was über den historischen Hintergrund wissen). ► 3,5 Sterne Melinda Snodgrass: Die Hände, die nicht da sind Ich muss ehrlich sagen, ich bin nicht unbedingt ein Fan von Rahmenhandlung, Binnenhandlung etc., besonders nicht bei Kurzgeschichten, so auch bei dieser. Dazu kommt noch, dass Melinda Snodgrass’ Geschichte für meinen Geschmack einfach zu vulgär war und der Erzähler (erneut ein Mann) war mir ziemlich unsympathisch. Alles in allem, leider einfach nicht meins. ► 2 Sterne Jim Butcher: Bombige Muscheln Ich habe Jim Butchers Serie “Die dunklen Fälle des Harry Dresden” immer noch nicht gelesen, obwohl ich die ersten Bände im Regal stehen habe. Nachdem ich allerdings diese Geschichte rund um Harry Dresdens “Zauberlehrling” Molly gelesen habe, habe ich plötzlich richtig Lust dazu, mehr über diese Welt zu lesen – und hoffe, dass mir Harry dann auch so sympathisch ist wie Molly es mir war – endlich mal eine Frau, die der Prämisse dieser Anthologie gerecht wird. ► 5 Sterne Carrie Vaughn: Raisa Stepanowa Erst vor ein paar Tagen habe ich – ich weiß nicht mehr in welchem Zusammenhang – etwas über Frauen und ihre Rollen an der Kriegsfront gesehen, auch im Vorwort dieser Anthologie geht es darum und ebenso in Carrie Vaughns Geschichte – Raisa ist russische Kampffliegerin und damit eine der wenigen Frauen, die aktiv ins Kampfgeschehen des zweiten Weltkriegs eingreifen konnten. Und die Geschichte ist so ganz anders, als ich es erwartet hätte, denn bislang kenne ich nur die “Midnight Hour” Romane der Autorin. Diese historische Erzählung fand ich zwar nicht schlecht, aber sie konnte mich auch nicht restlos vom Hocker hauen, denn das Ende ist irgendwie enttäuschend. ► 4 Sterne Joe R. Lansdale: Ringen mit Jesus Überhaupt nicht mein Ding, statt um gefährliche Frauen geht es hier meiner Meinung nach eindeutig eher um Macho-Männlichkeitsgehabe und die Frauen sind nicht mehr als Klischees, Trophäen ohne Persönlichkeit und die Geschichte damit in meinen Augen eindeutig kein passender Beitrag für diese Anthologie. ► 2 Sterne Megan Lindholm: Nachbarn Diese Geschichte von Megan Lindholm, die einigen vielleicht auch unter ihrem anderen Pseudonym Robin Hobb bekannt ist, ist einmal etwas ganz anderes. Düster, melancholisch, irgendwie seltsam und doch konnte mich “Nachbarn”, diese Geschichte über Alzheimer, besorgte Familienangehörige und seltsamen Nebel, in ihren Bann ziehen. ► 5 Sterne Lawrence Block: Ich weiß, wie man sie rauspickt Diese Geschichte war irgendwie… eklig. Und definitiv nicht mein Ding, auch wenn sie an sich gar nicht schlecht geschrieben war, aber ich mochte sie einfach nicht und es war wieder eine dieser Geschichten, bei denen ich die starke Frauenfigur irgendwie vermisst habe. ► 2 Sterne Brandon Sanderson: Schatten für Stille in den Waldungen der Hölle In einer Welt, in der ein kleiner Regelbruch schon den Tod bedeuten kann, findet sich in dieser Geschichte von Brandon Sanderson endlich eine weitere Frau, die dieser Anthologie alle Ehre macht. Düster und gefährlich ist die Welt, die Geschichte kommt mit einer dunklen Atmosphäre und reichlich Action daher, definitiv einer meiner Favoriten! ► 5 Sterne Sharon Kay Penman: Königin im Exil Die titelgebende Geschichte… Meiner Meinung nach ziemliche Verschwendung, denn auch wenn das historische Setting an sich eigentlich interessant ist, sind die Figuren so langweilig dargestellt, wie nur möglich und auch der Geschichte fehlt jede Spannung – da hätte man genau so gut den entsprechenden Abschnitt in irgendeinem Geschichtsbuch lesen können. Ach, und die starke/gefährliche/irgendwie herausragende Frau ist hier auch wieder nur schmückendes Beiwerk. ► 1,5 Sterne Lev Grossman: Das Mädchen im Spiegel Ich muss an dieser Stelle sagen, ich bin kein Fan von Lev Grossman, seine “Zauberer”-Romane, zumindest die, die ich davon gelesen habe, fand ich ziemlich langweilig und sie haben auf mich wie ein ziemlicher Harry Potter Abklatsch gewirkt (und da ich HP schon nicht so besonders fand…). “Das Mädchen im Spiegel” spielt in der Welt dieser Romane und konnte mich leider genau so wenig überzeugen – zu flach, zu wenig innovativ und einfach nicht meins. ► 1 Stern Nancy Kress: Zweite Arabesque, sehr langsam Dystopie und Ballett, wie geht das zusammen? In Nancy Kress’ Kurzgeschichte geht das erstaunlich gut und ich hatte wahnsinnigen Spaß mit dieser Geschichte. In der Welt, die die Autorin hier erschafft, wurde die Erde von einer Unfruchtbarkeitsseuche heimgesucht und Jahrzehnte später ziehen die wenigen noch lebenden Menschen in Rudeln umher, deren wertvollster Schatz ihre fruchtbaren Frauen sind. Eine tolle Geschichte, die mich neugierig auf mehr von der Autorin macht. ► 5 Sterne Diana Rowland: Stadtlazarus Eine dieser Geschichten, bei denen man sich die ganze Zeit über die Frage stellt, “Lieber Autor, wieso hast du dir nicht ein bisschen mehr Mühe gegeben, das Potential ein bisschen besser ausgenutzt etc.”. Oder anders ausgedrückt: Tolle Idee, aber eine vorhersehbare Geschichte mit Charakteren, deren Motivation man nicht so richtig nachvollziehen kann und teilweise recht schnulzigen Dialogen. ► 3 Sterne Diana Gabaldon: Unschuldsengel Ziemlich vorhersehbar und daher recht langweilig, aber wenn man Diana Gabaldons Highland-Saga kennt vielleicht etwas interessanter, weil man dann die Figuren einordnen kann? ► 2 Sterne Sherrilyn Kenyon: Die Hölle kennt keinen Zorn Geistergeschichte, die aber leider ziemlich schnell zu einer regelrechten Moralpredigt mutiert und auch irgendwie nicht so recht gruselig werden will. An sich ganz okay, aber mein Ding war es leider nicht. ► 1,5 Sterne S.M. Stirling: Verkünder der Strafe Eine postapokalyptische Story, die mir persönlich eher weniger gefallen hat, was zum einen an dem doch recht vorhersehbaren Inhalt lag und zum anderen daran, dass die Welt selbst zwar interessant war, aber leider nichts erklärt wurde – dazu müsste man vermutlich die zugehörige Serie des Autors gelesen haben ► 3 Sterne Sam Sykes: Benenne die Bestie Wundervoll geschrieben, teilweise aber etwas verwirrend und im Grunde so traurig – trotzdem definitiv eine der besseren Geschichten dieser Sammlung und eine, die mir wirklich gut gefallen hat – lesenswert! ► 4 Sterne Pat Cadigan: Kümmerer Nach “Nachbarn” noch eine Geschichte, in der um Mütter, Kinder und Alzheimer geht, nur leider eine deutlich schlechtere, die mich einfach komplett kalt gelassen hat – ich fand das Setting unrealistisch, habe den Figuren ihre Handlungen nicht abgekauft und fand dadurch die gesamte Geschichte ziemlich, naja, blöd. ► 1 Stern Caroline Spector: Lügen, die meine Mutter mir erzählt hat Zombies… Pfui, Zombies. Allerdings spielt diese Geschichte im “Wild Cards”-Universum, es ist also eine Superheldengeschichte und eigentlich fand ich sie dann doch ziemlich gut! Nicht überragend, aber bei den Reinfällen, die es in dieser Anthologie teilweise gab, trotzdem gut! ► 3,5 Sterne George R.R. Martin: Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen Langweilig! So leid es mir auch tut, aber diese Geschichte war einfach nichts. Vielleicht lag es auch daran, dass diese Anthologie mit ihren stark durchwachsenen Geschichten meine Geduld doch ziemlich strapaziert hat, aber ich konnte mit dieser Geschichte von George R.R. Martin einfach nichts anfangen und habe sie auch irgendwann nur noch überflogen. Davon hatte ich mir eindeutig mehr erwartet. ► 1,5 Sterne Mein Fazit: Die Anthologie “Königin im Exil und 20 weitere Kurzromane” war ein verdammt durchwachsenes Erlebnis, oft habe ich mich einfach nur gefragt, was diese oder jene Geschichte denn überhaupt in der Anthologie zu suchen hat, weil von gefährlichen Frauen eigentlich keine Spur zu finden war. Schade, aber ich hatte mir definitiv mehr erwartet, für meinen Geschmack wirkt es zu oft so, als wären Autoren nur wegen ihres mehr oder minder bekannten Namens, nicht aber auf Grund passender Geschichten in der Sammlung gelandet.

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Kurzbeschreibung Gefährliche Frauen aller Art, Kriegerinnen, Königinnen, Zauberinnen und viele mehr, sind das Thema dieser spannenden Anthologie. Sie enthält Kurzgeschichten aus vielen verschiedenen Genres – Fantasy, Science Fiction, Historie, Noir - und mit den unterschiedlichsten Figuren. Außerdem sind auch Novellen für echte Fans dabei. Jim Butcher überrascht mit einer Geschichte, aus seiner Harry Dresden-Welt, Diana Gabaldon erzählt mehr aus Jamies Vergangenheit und George R.R. Martin lässt seine Leser wieder tief in Westeros versinken und. Allgemeines Diese Kurzgeschichtensammlung ist wohl am besten mit einer Packung Pralinen zu vergleichen. Man weiß so grob, was man bekommt, ist am Ende aber dann doch überrascht. Überrascht vor allem auch durch die Vielfalt, die unterschiedlichen Richtungen und – wie es eben bei Süßem so ist – manches mag man ganz besonders gerne, anderes dagegen schmeckt nicht direkt bitter, gefällt einem aber leider nicht so gut. Dennoch muss ich sagen, habe ich verhältnismäßig viele Geschichten mit 3 oder sogar mehr Sternen bewertet. Grund Um der Wahrheit genüge zu tun, muss ich allerdings zugeben, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte, da mich die Kurzgeschichte Schatten für Stille in den Waldungen der Hölle von Brandon Sanderson unglaublich gereizt hat. Wie viele wissen, ist Mr. Sanderson mein absoluter Lieblings-Fantasy-Autor und ich würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen um den Mann einmal bei einer seiner Vorlesungen live zu erleben. Und da ich alle seine Cosmere-Romane liebe, liebe, liebe, durfte natürlich diese Kurzgeschichte nicht fehlen. Ich habe die Geschichten auch nicht in der im Buch vorkommenden Reihenfolge gelesen, sondern quer nach Lust und Laune, was übrigens sehr gut funktioniert. Früher war ich nicht mal so sehr der Fan von Kurzgeschichten, aber ich muss sagen, dass das Buch wunderbar zu lesen war. Trotz über 1100 Seiten, hat man immer das Gefühl an ein Ziel zu kommen, schnell etwas Neues erleben zu können, eben eine neue Nascherei für Zwischendurch. Die Geschichten Genau wie bei den eben schon erwähnten Naschereien ging es mir mit „Königin im Exil“ - einige Geschichten haben mich absolut geflashed, total vom Sockel gehauen, mir den Atem genommen, mich richtig mitfühlen und mitfiebern lassen, trotz ihrer relativen Kürze. Dazu gehörten vor allem Zweite Arabesque, sehr langsam von Nancy Kress und Entweder ist mein Herz gebrochen von Megan Abbott. Beiden Geschichten habe ich nicht nur die volle Punktzahl gegeben, sondern ihnen auch noch eine imaginäre goldene Krone aufgesetzt. Erstere Geschichte ist eine düstere Endzeit-Geschichte, aus der Sicht einer alten Frau. Trotz der schlimmen Umstände jedoch, schafft es die Autorin die Hoffnung auf Schönheit zu wecken. Wie sie das tut ist wunderbar umgesetzt, ihre Protagonistin ist eine ungewöhnliche, aber auf jeden Fall starke Frau und das Ende ist authentisch und emotional. Die zweite Geschichte kann man fast Moderne Noir nennen. Und obwohl die Geschichte einen männlichen Erzähler hat, ist es doch eine Frau, die im Vordergrund steht, die man näher kennen lernt und dann doch wieder nicht richtig kennen lernt. Die vor allem die prägende Persönlichkeit hat und die mir noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis haften geblieben ist. Es gab noch andere Geschichten, die mir wirklich sehr sehr gut gefielen. Dazu gehörte natürlich auch die Geschichte von Herrn Sanderson, denn auch er bedient sich einer eher außergewöhnlichen Frau. In die gleiche Kerbe schlägt Megan Lindholm (Robin Hobb) von der ich irgendwie eine Fantasygeschichte erwartet hatte, aber dann eine so wunderbare, kluge, moderne Geschichte bekam. Auch die eher sexlastige Geschichte Ich weiß wie man sie rauspickt von Lawrence Block gefiel mir gut, auch wenn sie nicht volle Punktzahl bekommen durfte, da hier die „starke“ bzw. „gefährliche“ Frau zu sehr im Schatten des noch gefährlicheren Protagonisten stand. Ringen mit Jesus von Joe R. Lansdale gehört ebenfalls zu meinen Favoriten, denn als kleiner Wrestling Fan, habe ich diese Meister-Schüler Geschichte natürlich ganz besonders genossen. Aber auch Noras Lied von Cecilia Holland, Lügen, die meine Mutter mir erzählt hat von Caroline Specter, Kümmerer von Pad Cadigan und Bombige Muscheln von Jim Butcher haben von mir noch sehr gute 4 Sterne erhalten. Ein paar der Geschichten sind sicherlich für Fans diverser anderer Werke so etwas wie ein Muss. Diana Gabaldon erzählt aus Jamies Vergangenheit. Dem Protagonisten aus der Highland-Saga. Leider konnte mich die Geschichte nicht überzeugen. Der Anfang war zu langatmig und das Ende zu gewollt. George R.R. Martin erzählt aus der Vergangenheit von Westeros, seiner Welt aus Das Lied von Eis und Feuer. Ich hatte mich als Fan natürlich auf die Geschichte gefreut, musste aber feststellen, dass es sich eher wie eine geschichtliche Abhandlung aus einem Schulbuch las und mich daher absolut nicht packen konnte. Eine der schwächsten Erzählungen in diesem Buch. Caroline Specter erzählt mit ihrer Kurzgeschichte eine weitere Wildcard-Geschichte, die trotzdem ich Wildcards bisher nicht kannte, gut zu verstehen, unterhaltsam und wirklich spannend war. Jim Butcher erzählt eine Geschichte aus der Sicht von Harry Dresdens Protege. Leider muss ich hier negativ anmerken, dass diese Geschichte (und auch schon die Autoreninformation) das Ende des neunten Bandes massiv!!! spoilert. Wer also noch nicht so weit ist, sollte, obwohl die Geschichte toll ist, die Finger davon lassen. Ein paar Geschichten gefielen mir wie gesagt nicht so gut. Was ganz unterschiedliche Gründe hatte. Ich mag nicht im Einzelnen auf alle eingehen. Ich kann nur sagen, dass mir manches thematisch nicht zusagte, andere Geschichten am Thema vorbei gingen, wieder andere gefielen mir vom Stil her nicht und zuletzt konnten mich einige emotional nicht packen, eben weil zu distanziert erzählt worden sind, oder die Charaktere so flach waren wie das Wasser im Babyplanschbecken im Schwimmbad. Die negativen Aspekte So wirklich grundsätzlich habe ich an der Anthologie nichts zu meckern. Es gibt nur eine klitze kleine Sache, die mir mit der Zeit sehr an die Nieren gegangen ist. Sexuelle Gewalt, Vergewaltigung und Missbrauch (in einer Geschichte sogar bei Kindern) sind Themen, die mir immer schwer im Magen liegen und diese Themen kamen mir dann doch zu oft vor. Generell waren sehr viele Geschichten sehr sexualisiert. Ich hatte zeitweise das Gefühl, dass eine starke Frau immer auch mit Sex, ihren Reizen oder diversen Gelüsten in Verbindung gebracht wurde. Das störte mich dann doch ein wenig. Des weiteren muss ich anmerken, dass viele erwähnte Werke von den Autoren, entweder nie übersetzt worden sind, oder schon so alt sind, dass sie Out of Print sind. Teilweise hätte ich von einigen Autoren gerne noch mehr gelesen. Fazit Eine wunderbare Kurzgeschichtensammlung. Abwechslungsreich, vielfältig, überraschend, besonders und wirklich schön. Es ist toll zu sehen, dass nicht alle Heldinnen und starke Frauen, Anfang 20, super athletisch, wunderschön und sexy sein müssen. Das Buch enthält wirklich eine bunte Bonbon-Kiste aus den unterschiedlichsten Geschichten. Ein Genuss sie zu lesen. Ich habe mich – auch aus eigener Neugierde mal hingesetzt und durchgerechnet. Das Buch würde also insgesamt aufgerundet 4 Sterne bekommen.

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Diese Anthologie hat mir im großen und ganzen echt gut gefallen. Es gab Geschichten die ich echt toll fand und Geschichten die mir überhaupt nicht gefallen haben, was denke ich aber auch normal ist. In diesem Buch findet man eine so große Bandbreite an Genres das ich denke, dass jeder in diesem Buch etwas finden wird was ihm gefällt. Außerdem muss ich echte die Qualität des Einbandes loben. Trotz der Dicke von über 1000 Seiten hat sich der Buchrücken weder rund gelesen noch sind Leserillen aufgetaucht.

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Zu dem Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, es ist sehr schlicht gehalten und ganz oben prangt in großen Buchstaben unter anderem auch der Name des bekannten Autors George R. R. Martin. Die Schrift ist die selbige, als auch auf den Büchern von “Das Lied von Eis und Feuer“ und passt somit sehr gut zu diesen Büchern. Zu den Storys: Gefährliche Frauen, egal ob Magierin, Kriegerin, Prinzessin oder Königin, darum geht es in dieser Sammlung an Kurzromanen. In dem Buch sind insgesamt 20 Kurzromane von sehr bekannten und beliebten Schriftstellern verfasst worden. Die wohl bekannteste Geschichte – “Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen“ entspringt der Feder von George R. R. Martin. Allein diese Geschichte war schon für mich die größte Indikation, dieses Buch unbedingt lesen zu wollen, da es sich hierbei schließlich um eine Geschichte aus dem gigantischen Fantasy-Epos “Das Lied von Eis und Feuer“ handelt. Da das Beste bekanntlicher Weise zum Schluss kommt, bildet diese Geschichte auch das Schlusslicht des Buches, wird sozusagen als ganz besonderes “Leckerlie“ aufgehoben, denn schließlich wurde auch ja auf dem Cover mit dem Namen von George R. R. Martin geworben. Wer jedoch hier denkt, dass es sich um eine Art Fortsetzung handelt oder gar abgeschlossene Handlungsstränge erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Es ist eine Vorgeschichte, die sich 250 Jahre vor den Geschehnissen aus “Eis und Feuer“ abspielt. In der Geschichte wird sehr detailliert der sogeanannte “Tanz der Drachen“ geschildert, ein Bürgerkrieg während der Ära des Hauses Targayen. Dieser Krieg spielte sich zwischen zwei verwandten Zweigen der Targayen-Dynastie ab: Auf der einen Seite ist Prinzessin Raenyra Targaryen, die Erstgeborene von König Viserys Targaryen, und Prinz Aegon Targaryen, der Sohn aus zweiter Ehe. Nach Viserys Tod beansprucht jedes der Kinder den Thron für sich und es kommt zum erbitterten Krieg zwischen den Halbgeschwistern. Das Besondere an diesem Krieg: die in “Eis und Feuer“ als ausgestorben geltenden Drachen werden hier in den Krieg involviert und wir erfahren mitunter, wie es zur Ausrottung der Drachen kam. Hier gibt es ein kurzes Wiedersehen mit der Drachendame Vhargar, die in einigen Bänden von “Eis und Feuer“ als eine der drei ersten Drachen oftmals erwähnt wurde. Der Schreibstil von George R. R. Martin ist wie immer unvergleichlich. Jedoch kommen hier so gut wie keine Dialoge zum Vorschein, sondern es handelt sich rein um Hintergrundwissen und Vorgeschichte. Das Ganze ist sehr spannend aufgebaut, jedoch hatte ich manchmal sehr große Mühe, die ganzen Name (die sich gerade bei den Targaryen) alle sehr ähneln, auseinander zuhalten. Ein weiteres Highlight dieses Buches ist der Kurzroman “Unschuldsengel“ von Diana Gabaldon, der Autorin der “Highland-Saga“. Hier lässt uns die Autorin einen kurzen Einblick auf das Leben von Jamie Fraser erhaschen und uns einen Blick auf dessen Abenteuer werfen, bevor er Claire kennen lernte. Diese Kurzgeschichte ist sozusagen die Vorgeschichte zu dem Buch “Feuer und Stein“. Fans dieser Buchreihe werden diese Geschichte eben so wie ich lieben. Ganz besonders gut gefiel mir auch die Geschichte mit dem Titel “Das Mädchen im Spiegel“. Sie entstammt der Feder von Lev Grossman, dem Autor des Fantasy-Zweiteilers “Fillory“. Diesen Roman kann man ohne Weiteres lesen, ohne Vorkenntnisse über Filory oder die anderen Werke des Autors zu haben. Hier ist eine Auflistung der mitwirkenden Autoren und deren Geschichten: Joe Abercrombie – Welch ein Desperado Megan Abbott - Entweder ist mein Herz gebrochen Cecelia Holland - Noras Lied Melinda Snodgrass – Die Hände, die nicht da sind Jim Butcher – Bombige Muscheln Carrie Vaughn – Raisa Stepanowa Roe R. Lansdale – Ringen mit Jesus Megan Lindholm – Nachbarn Lawrence Block – Ich weiß, wie man sie rauspickt Brandon Sanderson – Schatten für Stille in den Waldungen der Hölle Sharon Kay Penman – Königin im Exil Lev Grossman – Das Mädchen im Spiegel Nancy Kress – Zweite Arabesque, sehr langsam Diana Rowland – Stadtlazarus Diana Gabaldon – Unschuldsengel Sherrilyn Kenyon – Die Hölle kennt keinen Zorn S. M. Stirling – Verkünder der Strafe Sam Sykes – Benenne die Bestie Pat Cadigan – Kümmerer Caroline Spector – Lügen, die meine Mutter mir erzählt hat George R. R. Marin – Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen Leider kann ich nicht alle Kurzgeschichten hier beschreiben, denn das würde den Rahmen sprengen. Jedoch ist dieses Buch hier etwas ganz Besonderes. Hier haben sich großartige Autoren in einem Buch versammelt um uns wunderbare und bisher unveröffentlichte Werke zu offenbaren. Fazit: Eine großartige Sammlung von spannenden, bis hin zu dramatischen Geschichten ganz großartiger Autoren, die den Leser in Atem halten. Jede Geschichte hat ihre eigene einzigartige Note und hinterlässt einen verzückten Leser. Ganz klar, dieses Buch ist eine Ode an alle starken und mutigen Frauen, denn darum geht es schließlich in den Geschichten. Diese liebevolle Sammlung großartiger Meisterwerke genialer Autoren hat mein Herz und meinen Geist mit 5 von 5 möglichen Büchersternchen erobert.

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“Königin im Exil” wird von George R. R. Martin und Gardner Dozois präsentiert. Auf über 1100 Seiten werden in diesem Buch 21 Kurzromane vorgestellt. Für mich waren darin natürlich besonders die ca. 125 Seiten von “Die Prinzessin und die Königin oder die Schwarzen und die Grünen” von Interesse. Der Roman spielt in der Welt von “Das Lied von Eis und Feuer” aber über 250 Jahre vor den eigentlichen Handlungssträngen des selben – also auch über 150 Jahre vor der Handlung von “Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben”. Der eigentliche Inhalt ist im Grunde nur eine Beschreibung der kriegerischen Auseinandersetzungen und Intrigen bei der Machtergreifung ein Königs von Westeros. Wem die ausführlichen Beschreibungen von Drachenkämpfen gefällt sei dieser Roman wärmstens Empfohlen. Wer jedoch größeren literarischen Tiefgang erwartet wird schnell enttäuscht sein. Außerdem ist es selbst mir schwer gefallen bei der Vielzahl von Namen und Doppelnamen der Menschen und Drachen immer den Überblick zu behalten. (Allein dazu war das zuerst vorgestellte Buch sehr nützlich.) Das Buch ist broschiert im Blanvalet Taschenbuch Verlag erschienen und kostet 16,99 EUR. Es ist 13,7 x 6,5 x 21,6 cm groß und ist bei Amazon und jeder gut sortiertem Buchhandung erhältlich.

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