Leserstimmen zu
Under Ground

S.L. Grey

(2)
(12)
(19)
(1)
(2)
€ 12,99 [D] inkl. MwSt. | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt Als sich ein tödliches Grippevirus immer mehr ausbreitet und schließlich auch die USA erreicht, fliehen einige Familien ins Sanctum, einem Luxusbunker, der sich selber versorgen können soll. Doch dieser ist noch gar nicht komplett fertiggestellt und der versprochene Luxus fehlt an vielen Stellen. Als dann eine Leiche gefunden wird, steigern sich die schon vorher vorhandenen Spannungen und eine Panik droht auszubrechen. Meine Meinung Da ich generell solche Bücher sehr gerne lese, konnte "Under Ground" schnell meine Neugierde wecken. Zwar klang die Idee nicht neu, aber doch vielversprechend. Leider muss ich sagen, dass es mich ziemlich enttäuscht hat und ich lange überlegt habe, wie ich es überhaupt bewerten soll. Denn insgesamt fehlte mir die Spannung. Ich fand das Buch ziemlich nervig und vorhersehbar, obwohl mir der Anfang noch gefiel. Was mich aber vor allem genervt hat, war das hier sämtliche Klischees bedient werden und es in dem Bunker keinen normalen Menschen zu geben scheint. Alle haben auf ihre Art einen Knall und die Personen sind wirklich klischeehaft, sei es die eingebildete Britin, die ihren Hund über alles liebt, oder der asiatische Nerd. Außerdem wurde ich mit keinem der Protagonisten warm und deren Schicksal war mir relativ egal. Der Plot an sich hat Potenzial und die Idee dahinter mag ich. Der Schreibstil ist auch insgesamt nicht schlecht. Der Plot wird aus verschiedenen Perpektiven geschildert, mal wurde dabei die Ich-Perspektive gewählt, mal die personale Erzählperspektive, was für Abwechslung sorgt. Insgesamt herrscht eine bedrückende Atmosphäre vor und obwohl mir vieles nicht gefiel, ließ sich das Buch sehr gut lesen. Die Beschreibungen des Bunkers fand ich gelungen. Das Ende hat vieles wieder ausgeglichen, weil es spannend ist, mir gut gefallen hat und fernab von den Klischees überzeugen kann. Fazit "Under Ground" bekommt von mir leider nur sehr knappe drei Sterne und das auch nur, weil mir die Grundidee und das Ende gefallen haben. Ansonsten fand ich das Buch eher nervig und klischeehaft, auch wenn es sich gut lesen lässt. Ich kann es nicht wirklich empfehlen, aber bestimmt gibt es den einen oder anderen Leser, den es dennoch fesseln kann.

Lesen Sie weiter

"Under Ground" von S. L. Grey ist 2016 bei Heyne erschienen. Hinter dem Pseudonym S.L. Grey verbergen sich die Bestsellerautoren Sarah Lotz und Louis Greenburg, die sich hier mit der Frage beschäftigen, wie Menschen reagieren, wenn sie sich in einer Extremsituation wiederfinden. In den USA grassiert ein tödliches Grippevirus und während die normale Welt im Chaos versinkt, flieht eine Gruppe gut betuchter Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker. Dort müssen diese ganz unterschiedlichen Personen versuchen, miteinander klar zu kommen. Doch schon bald tauchen erste Spannungen auf, die in Panik gipfeln, als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird. Denn mit ihm ist auch der Code zum Öffnen der Türen verloren gegangen. Und als dann Wasser und Sauerstoff knapp werden, beginnt ein Kampf ums Überleben. Zu meinem Glück gibt es zu Beginn des Buches eine Seite, auf der ein Querschnitt des Bunkers gezeichnet und die Namen der Bewohner aufgelistet sind. So konnte ich immer wieder zurück blättern und nachlesen, wer wer ist, denn dies konnte ich mir über die gesamte Länge des Buches nicht merken. Ob es an dem Schreibstil lag – die einzelnen Kapitel werden jeweils aus Sicht unterschiedlicher Bewohner geschrieben und dann leider auch mal in Ich-Form, dann wieder nicht. Oder lag es daran, dass die Personen eigentümlich flach und leblos blieben. Auch die Beziehungen unter den Bewohnern bleiben charakterlos und undurchsichtig. Durch die räumliche Enge sind die Probleme und Konflikte im Bunker vorprogrammiert. Trotzdem wirkt vieles auf mich konstruiert und bleibt spannungslos. An vielen Stellen musste ich mich immer wieder motivieren, weiter zu lesen. Das Ende ist zwar überraschend, wirkt allerdings auch gestelzt, v. a. weil schon wieder der Erzählstil gewechselt wird und (Achtung Spoiler) in Tagebucheinträgen weiter geführt wird. Sorry – dieses Buch kann ich leider nicht empfehlen. Die Autoren hatten eine tolle Idee (allerdings auch keine neue), die sie allerdings in meinen Augen ohne wirkliche Spannung und Tiefe umgesetzt haben.

Lesen Sie weiter

Inhalt: Ein tödliches Grippevirus breitet sich von Asien aus. Als das Virus die USA erreicht, geraten die Menschen immer mehr in Panik und einige wollen sich in einem unterirdischen Luxusbunker vor der Epidemie in Sicherheit bringen. Hier sollen sie alles finden, was man zum bequemen Überleben braucht: Vorräte, Zerstreuung, Luxus, ärztliche Versorgung und vor allem Sicherheit. Nur leider ist nicht nur der Luxus mehr Schein als sein, die Anlage ist noch nicht fertiggestellt, das was fertig ist, ist teilweise mangelhaft, es gibt keinen Arzt usw. Die von vornherein angespannte Atmosphäre der viel zu unterschiedlichen Menschen lädt sich immer mehr auf. Feindseligkeiten werden kaum verhehlt und als der Erbauer des Sactums tot aufgefunden wird, der als Einziger den Code zum Öffnen der Türen hat, bricht auch im Bunker Panik aus. Meine Meinung: Das konnte ja nicht gut gehen. Wenn eine bunt zusammen gemischte Gruppe Prepper ((abgeleitet von englisch: to be prepared, deutsch: bereit sein bzw. dem Pfadfindergruß: Be prepared, deutsch: Allzeit bereit) in einem abgelegenen Bunker das Ende der Zivilisation abwarten will. Es kommt unweigerlich zu Spannungen, die auch schon mal tödlich enden können. Damit habe ich gerechnet, ich habe auch damit gerechnet die Enge und Ausweglosigkeit spüren zu können, da ich selbst Angst vor engen, geschlossenen Räumen habe. ich erhoffte mir beim Lesen diese Angst auch ein klein wenig zu spüren. Ihr kennt das, wenn man gemütlich mit einem Buch auf der Couch liegt und sich dann umguckt, ob der Mörder nicht doch in der Tür steht. Dieses Gefühl konnte das Autorenduo auch tatsächlich erreichen. Womit ich nicht gerechnet hatte, war die Klischeekeule. Es wurde nichts ausgelassen, vom Hillbilly, der seinen Sohn zu einem Waffen-fixierten Idioten erzieht und Frau und Tochter unterdrückt, der zickigen Britin, die ihren Hund mehr liebt, als ihren Mann, dem asiatischen Jungen, der seine Zeit mit Videospielen vergeudet, der liebevollen Mutter, dem wunderschönen Au-Pair-Mädchen, das unfreiwillig mit ihrem undurchsichtigen Chef und dessen niedlichen kleinen Tochter im Bunker landet, dem älteren Ehepaar, das gleich am ersten Tag weggesperrt wird, weil die Ehefrau nicht ganz gesund scheint und so weiter und so fort. Bei der Personenkonstellation war leider vieles vorhersehbar und somit nicht sonderlich spannend. Das Ende des Buches hat mir allerdings wieder gefallen, dem fehlte es nämlich an jedem Klischee. Gefallen hat mir die Grundidee, gerade weil ich nachvollziehen kann, wie man sich fühlt einen Ort, der gefährlich ist, nicht verlassen zu können. Ebenso wie der Schreibstil, er ist flüssig, die Personen sind realistisch beschrieben und ich bekam ein Gefühl für die örtlichen Begebenheiten. Auch der Bezug zur Realität hat mir gefallen. In einer Zeit, in der sich Viren immer schneller ausbreiten und es wohl immer mehr Menschen gibt, die sich auf ein Ende der Welt vorbereiten, ist so ein Szenario durchaus denkbar. Ich kann für Underground leider nur eine eingeschränkte Leseempfehlung geben.

Lesen Sie weiter

Also erwartet hatte ich ehrlich gesagt ein bisschen was anderes - und ich musste mich erstmal mit dem Stil und der Umsetzung arrangieren. Aber insgesamt war es dann doch eine gute Unterhaltung. Der Prolog hatte mich etwas irritiert, da ich mit der Momentaufnahme der Situation nicht viel anfangen konnte - das klärt sich dann aber später auf. Der Einstieg war dann recht flott, denn die Autoren halten sich nicht mit viel Erklärungen über den Virus auf, der sich scheinbar recht schnell auf der Welt ausbreitet. Im Fokus stehen hier ganz klar die Charaktere, die sich auf engstem Raum zusammenraufen müssen. Und die Figuren sind hier wirklich ein ganz spezielles Sammelsurium an Psychopathen! Da wurde an keiner Problematik gespart, ob es um religiöse Fanatiker geht, um rassistische Waffennarren, reiche verwöhnte Oberschicht, Computernerds, paranoide Weltsichten, Alkoholprobleme oder Fremdgänger. Die Kapitel werden abwechselnd aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben und Perspektiven geschrieben. Der Schreibstil passt sich dabei immer ganz gut an die jeweilige Person an, wirkte auf mich aber meist recht locker. Das war auch für mich der Grund, warum ich das ganze nicht so recht ernst nehmen konnte und diese Grundspannung vermisst hab, die mich in so einer Situation packen sollte. Einen richtigen "Thrill" hab ich beim Lesen nicht empfunden, aber es war trotzdem mitreißend, denn es passiert einfach auf allen Ebenen sehr viel. Leider nur sehr oberflächlich und kurz, was zwar das Tempo vorantreibt, mich aber eben nicht so richtig in das Szenario eintauchen ließ. Dazu kommt die etwas kantige Schreibweise, also kurz angebunden und fast schon wie ein Überblick über das Geschehen, ohne sich einfühlen zu können. Trotzdem waren die Charaktere ziemlich klar umrissen und folgten alle einem typischen Schema. Ich war eigentlich durchgehend einfach abgelenkt durch die vielen Sachen, die passiert sind, aber so richtig warm geworden bin ich mit niemandem, der in dem Bunker festsitzt. Selbst die Aufklärung am Ende ist relativ emotionslos und obwohl es eine große Überraschung gab, hat der "Wow-Effekt" einfach gefehlt. Fazit 3.5 Sterne Das Buch ist sehr schwierig zu beurteilen: einerseits hat es ein gutes Tempo und einen soliden Plot, aber andererseits war zu viel reingepackt, ohne richtige Emotionen zu wecken. Trotzdem hat es mir insgesamt beim Lesen (wenn man das ganze nicht so ernst nimmt) Spaß gemacht :)

Lesen Sie weiter

Unter Tage

Von: meloftheshell

13.12.2016

Tja, was habe ich erwartet? Jedenfalls nicht das, was ich bekommen habe. Erstmal hat mich der Anfang schon ziemlich überrascht, da alle Einwohner nach und nach ins Sanctum eintrudeln, einer unterschiedlicher als der andere. Grob gesagt, hatte ich von diesem Buch die Vorstellung, dass ein paar neureiche Exzentriker in den Bunker eingesperrt werden und sich, pardon, dann gegenseitig die Köpfe einschlagen. So ähnlich kam es dann auch in etwa, aber auch doch ganz anders. Vom Virus selbst bekommt der Leser wenig bis gar nichts mit. Da gibt es etwas, eine schlimme Krankheit, die schon Tausende Tote in Asien gefordert hat, doch es geht hier ausschließlich um die Sanctumbewohner und was Extremsituationen bei einzelnen Menschen bewirken können. Mir hat das Buch bis auf einen Kritikpunkt eigentlich gut gefallen. Spanung war genug da, die Enge und die klaustrophobische Stimmung des Sanctums wurde sehr gut rübergebracht. Auch das Ende fand ich zwar nicht verblüffend, aber doch wohl überlegt. Letzten Endes lag es an den eindimensionalen Charakteren, weswegen das Buch von mir jetzt nicht 5 Daumen hoch bekommt. Das Auseinanderhalten der Bewohner war kein Problem für mich, vielmehr konnte ich zu keinem der Charaktere Sympathien entwickeln. Durch die wirklich eindimensionale Darstellung (der böse Waffenfanatiker, der skrupellose ehemalige Geheimagent, die naive gottesfürchtige Mutter) fehlten mir in diesem Buch herausstechende Charaktere. Mein Fazit Ein spannendes Buch, dem es an manchen Stellen an Tiefgang gemangelt hat.

Lesen Sie weiter

Während einer tödlichen Grippewelle in den USA, suchen vier sehr verschiedene Familien Zuflucht in einem noch nicht ganz fertig gestellten Bunker mit Luxuswohnungen. Doch kaum ist die Luke abgeriegelt, wird der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden. Doch leider ist er der Einzige, der den Ausgangscode für die Luke kennt. Angst breitet sich aus. werden sie je wieder aus dem Bunker raus kommen können? Ein Buch, dass mich vom Klappentext extremst neugierig gemacht hat. Die Idee fand ich genial, auch wenn das Grundgerüst nicht neu ist, wurde es sehr gut verpackt und umgesetzt. Durch die sehr interessante, komplett unterschiedliche Zusammenstellung der Familien, die zusammentreffen und miteinander auskommen müssen, entsteht eine sehr angespannte, explosive Atmosphäre. Es sind recht viele Charaktere, aber durch die graphische Darstellung des Bunkers mit den Namen der Bewohner, konnte der Leser sich sehr schnell und gut orientieren und sich die Namen einprägen. Jeder Charakter hat seine ganz speziellen Eigenheiten, Schwächen und im Laufe des Buches immer sichtbarere krankhafte, psychotische Züge. Jede einzelne Person hatte einen Knall, war auf seine Art leicht bis schwer psychisch angeknackst. Dies war auch der große Reiz in diesem Buch, wie diese Menschen miteinander in einer sehr schwierigen und angstvollen Situation zurechtkommen und sich verhalten. Das Buch hat mich durchweg fesseln und packen können. Es war sehr spannend geschrieben. Ich wollte immer weiter lesen, wissen wie es weitergeht, was als nächstes noch passieren wird. Die Kapitel waren sehr kurz und übersichtlich. Da der Name der Person, dessen Sichtfeld beleuchtet wurde, am Anfang eines jeden Kapitels stand, kam es zu keinen Verwirrungen oder Unklarheiten wo man sich befindet. Der Schreibstil war sehr flüssig und gut lesbar. Mit der hohen konstanten Spannung kam ich sehr schnell in die Geschichte voran und hatte es in nur 2-3 Tage komplett durchgelesen. Ich fand das Buch wirklich sehr, sehr gut und hat mich auch während den Lesepausen begleitet und mich beschäftigt. Note: 4/5

Lesen Sie weiter

INHALT: Als sich tödliches Grippevirus auch in die USA ausbreitet, zahlen einige wenige Familien sehr viel Geld dafür um in Greg Fullers Luxusbunker einzuziehen. Dort sollen sie in Sicherheit sein und alles haben, was sie brauchen. Doch abgeschottet von der Welt gibt es bald Streit und sogar einen Mord... Es scheint, als würden die Familien diesen Bunker nie wieder verlassen können... MEINUNG: Als ich dieses düstere und geheimnisvolle Cover gesehen habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Auch der Klappentext klang richtig toll. Ich stehe auf Endzeit und Katastrophenfilme / - geschichten. Ich lese eigentlich überhaupt keine Thriller und wollte mich an diesen aber mal wagen, da ich dachte, es wäre ein außergewöhnlicher Thriller. Leider waren meine Erwartungen deswegen ziemlich hoch. Der Einstieg gelang mir ganz leicht. Zu Beginn wird uns eine Karte des Bunkers gezeigt, man wir sehen können, welche Familien es alles gibt und wo sie wohnen. Das hat mir gut gefallen, denn bei den vielen Personen verliert man leicht den Überblick. Zu Beginn hat mir alles noch sehr gut gefallen. Der Schreibstil liess sich sehr leicht lesen und ich war gespannt, was mich erwartet. Nach und nach ziehen die ganzen Familien in den Bunker ein und ich gab mir Mühe die verschiedenen Familien einigermaßen kennenzulernen. Es dauerte jedoch nicht lange, da empfand ich die große Anzahl an verschiedenen Menschen eher anstrengend. Ich musste immer wieder zur Skizze zurückblättern, um nochmal nachzuschauen wer zu welcher Familie gehört. Zwar waren alle irgendwie charakterisiert, sodass sie einen Wiedererkennungswert hatten, trotzdem hätte ich mir etwas weniger Personen gewünscht. Im Laufe des Buches zieht sich die Handlung etwas, wie ich finde. Es gibt nur Gezanke untereinander und der mysteriöse Todesfall wird ja schon im Klappentext und Prolog erwähnt, sodass dies keine Überraschung mehr war. Ich möchte auch nicht zuviel verraten, es ist immer am besten an einen Thriller unwissend ranzugehen, aber ich muss einfach sagen, dass ich mehr erwartet hätte. Es ist wirklich ein typischer Thriller mit einem Mord und der "Wer ist der Mörder" Frage. Von Endzeit und Katastrophe war hier nicht mehr so viel zu merken und auch das Setting konnte mich irgendwie nicht richtig überzeugen, schade! Es war für mich mal was anderes im Gegensatz zu den ganzen Fantay- und Jugendbüchern, aber ich hätte mir einfach was anderes gewünscht. FAZIT: Für Thrillerfans vielleicht einen Griff wert, aber alle die etwas außergewöhnliches erwarten, sollten diese Erwartung lieber vor dem Lesen runterschrauben. Rockt mein Herz mit 3 von 5 Punkten!

Lesen Sie weiter

Um sich vor einem tödlichen Virus zu schützen, dass von Asien in die USA herüberschwappt, fliehen einige reiche Bürger Amerikas ins Sanctum, eine unterirdische Einrichtung mitten in der Wildnis von Maine voller Survival-Luxuswohnungen. Die Einrichtung versorgt sich selbst durch Gemüseanbau und Hühnerzucht, verfügt über einen Aufenthaltsraum und ein Schwimmbad sowie dieverse Wohneinheiten auf mehreren Ebenen. Allerdings ist das Sanctum erst halb fertig, als die Gerüchte über das AOBA-Virus aufkommen, und eigentlich noch nicht richtig betriebsbereit. Nach und nach lernen wir - mal aus der Ich-Perspektive, mal durch einen personalen Erzähler - die Bewohner der sieben Wohnungen kennen. Da wäre einmal Ich-Erzählerin Gina aus Wohnung 3A, die Tochter der Guthries. Äußert katholisch erzogen, fast schon extremistische Denkweisen und wie der Rest ihrer Familie ein Waffennarr. Der cholerische Vater hat vor dem Einzug ins Sactum die Pferde erschossen, "damit sie nicht verhungern", die Mutter flüchtet sich in ihren Glauben und ihr Bruder Brett gafft (und grabscht) alles an, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Eine durch und durch durchgeknallte und unsympathische Familie. "Er beäugt mich so schamlos von Kopf bis Fuß, dass es mir fast den Atem verschlägt. [...] Sein hemmungsloser Blick gleicht dem eines Tiers. Kein Deut höflicher Zurückhaltung." (Cait über Brett, Seite 39) In 2B wohnt der zweite Ich-Erzähler, Jae, Sohn von Stella und Yoo-Jin. Er ist ein Teenager, der Viedeospiele liebt und sich halbwegs gut mit Computern auskennt. Die letzte Ich-Erzählerin ist Cait aus 3B, ein Au-pair Mädchen aus Johannesburg, das von ihrem Gastvater Tyson mehr oder weniger ins Sactum verschleppt wurde, als alle Flüge in ihre Heimat gestrichen wurden, um weiterhin auf die kleine Sarita aufzupassen. Sie war für mich die einzig halbwegs normale Person in diesem Irrenhaus. Auch aus den übrigen Wohnungen gibt es Erzähler, allerdings aus der personalen Perspektive. Da ist einmal James aus 4A, der mit seiner schicki-micki Freundin Viktoria und ihrem verwöhnten Hund Claudette ins Sanctum gezogen ist. Will Boucher aus 5A, der eigentlich nur Handwerker im Sanctum war und sich noch immer in der Einrichtung befand, als diese abgeriegelt wurde und der eigentlich viel lieber zuhause bei seiner sterbenskranken Frau wäre. Greg, der Erbauer des Sanctums, der auf Ebene 8 lebt. Und Trudi aus 4B, die mit ihrer kranken Mutter Caroline und ihrem aufbrausenden Vater Leo in einer der Wohnungen lebt. Die, so ganz nebenbei, jeweils um die $ 1.500.000 gekostet haben. Bis auf Will sind alle Bewohner also stinkreich und ein priviligiertes Leben gewöhnt, alle leben in ihrer eigenen schrägen Welt und alle haben irgendwie einen Knall (allen voran der völlig widerliche Brett Guthrie). Kein Wunder also, dass es da zu Konflikten kommt. Vor allem, wenn plötzlich der Strom ausfällt - womit jegliche Kommunikation nach draußen sowie die Möglichkeit, die Luke zu öffnen, versagt - , der Erbauer des Sanctums stirbt und die Essens- und Wasservorräte knappt werden. Und in diesem Fall führen die Konflikte unweigerlich zu Leichen. Hört sich eigentlich super spannend an. Aber irgendwie ist der Funke nicht übergesprungen. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit keiner Figur mitgefiebert habe und dass mir auch keine so wirklich sympathisch war. Oder an den vielen Perspektivenwechseln. Oder daran, dass ich schon viel zu schnell wusste, wer der Mörder war. Irgendwie konnte die Story mich nicht packen und statt wie gefesselt vor dem Buch zu sitzen, musste ich mich durchbeißen. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, Under Ground hätte so viel spannender und düsterer sein können.

Lesen Sie weiter