Leserstimmen zu
Verschwörung

David Lagercrantz

Millennium (4)

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Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist sind zurück. Natürlich ist es ein schweres Erbe, das der schwedische Autor David Lagercrantz hier angetreten hat, denn immerhin wurden die drei “Millenium”-Thriller des verstorbenen Erfolgsautors Stieg Larsson gefeiert und gelesen wie kaum ein anderer Krimi-Dreiteiler. In “Beschwörung (Millenium 4)” verwebt Lagercrantz die altbekannt-ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden seiner beiden Helden mit einer Story um aktuelle Comic-Popart und neueste Entwicklungen in der Computer- und Internettechnologie. Dabei erzeugt er bis zur letzten Seite eine überzeugende Spannung und treibt mit hohem Tempo durch seine gut durchdachte Geschichte. So ist “Beschwörung (Millenium 4)” eine würdige Fortsetzung der “Millenium”-Trilogie, auch wenn die Figuren im Vergleich zum Original ein wenig blass bleiben. Gut also, dass Dietmar Bär die Story sehr authentisch liest und den Charakteren ein unverwechselbares Charisma verleiht.

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Die Bände der Millennium-Trilogie von Stieg Larsson habe ich wie viele andere damals verschlungen (und mir auch die Filme angesehen), daher war ich natürlich sehr neugierig auf die Fortsetzung von David Lagercrantz, in der die Geschichte von Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist fortgesetzt wird. Nachdem es zu dem Buch sehr zwiespältige Meinungen gab, bin ich jetzt endlich dazu gekommen, es zu lesen … Worum geht’s? Mikael Blomkvist steckt in einer Krise. Die Stimmen mehren sich, dass seine große Zeit als Journalist vorbei ist, und ihm ist irgendwie die Freude an seiner Arbeit abhanden gekommen – was auch daran liegen kann, dass es bei »Millennium« ebenfalls kriselt und sich die Zeitung aus finanziellen Gründen mit dem Einstieg des Serner-Konzerns abfinden muss, was natürlich einige Änderungen mit sich bringt. Frans Balder, ein weltweit bekannter Experte für künstliche Intelligenz, hat hingegen ganz andere Probleme. Er ist erst vor Kurzem aus den USA nach Schweden zurückgekehrt, unter anderem, weil er sich endlich um seinen autistischen achtjährigen Sohn August kümmern will, den er bisher sträflich vernachlässigt hat, sodass ihm sogar das Sorgerecht aberkannt wurde. Doch Frans hat außerdem ein Geheimnis, und er weiß, dass man hinter ihm her ist und seine Forschungsergebnisse heiß begehrt sind … Als sich Mikael widerwillig mit einem Informanten trifft und schon gar nicht mehr daran glauben will, dass dieser eine handfeste Story zu erzählen hat, erfährt er auf einmal von einem Hack in der Computerspielindustrie, der von einer Hackerin aufgedeckt wurde, die ihm doch sehr bekannt vorkommt – seiner Meinung nach kann es sich bei ihr nur um Lisbeth Salander handeln, von der er schon lange nichts mehr gehört hat. Dann bekommt er auch noch mitten in der Nacht einen Anruf von Frans Balder, der um sein Leben fürchtet und zwar unter Polizeischutz steht, seine Geschichte aber dennoch schnellstmöglich erzählen will, und so stimmt Blomkvist zu, sich sofort auf den Weg zu dem Wissenschaftler zu machen. Im Laufe der Nacht und bevor Mikael den Mann erreicht treffen jedoch noch einige andere Besucher dort ein und ein geheimnisvoller Mann nutzt das Chaos aus, bringt Frans Balder um und stiehlt dessen Laptop, auf dem er dessen Forschung vermutet. Der einzige Mordzeuge ist sein Sohn August, der in seiner eigenen Welt lebt, nicht spricht, gern puzzelt, aber, wie Frans kurz zuvor herausgefunden hat, auch überragend zeichnen kann … Und so überschlagen sich danach die Ereignisse, erst recht, als August Balder ins Visier des Killers und seiner Auftraggeber gerät, und die Wege von Mikael und Lisbeth kreuzen sich erneut, wenngleich zuerst nur virtuell über seinen Rechner, den sie regelmäßig hackt. Meine Meinung? Lässt man mal außer Acht, dass der vierte Band von einem anderen Autor geschrieben wurde als die ersten drei (Stieg Larsson ist ja bedauerlicherweise 2004 gestorben), dann hat man mit Verschwörung vor allem einen handfesten, gut recherchierten Thriller vor sich, der spannend geschrieben ist und sich richtig gut lesen lässt. Im Laufe des Romans tauchen viele aus früheren Büchern bekannte Personen auf, was einen netten Wiedersehenseffekt beschert, und die Verwicklungen, die bis nach Russland und zur NSA reichen, ergeben einen recht verwickelten Plot, der überzeugen kann. Auch Mikael Blomkvist und Lisbeth Salander wurden gut weiterentwickelt und verhalten sich so, wie man es erwarten würde. Natürlich gibt es Punkte, bei denen man merkt, dass einiges anders ist als zuvor, beispielsweise kamen mir die Vorgänger deutlich brutaler vor und auch Andrei Zander wird mir viel zu romantisch verklärt beschrieben. Ob es sprachliche Veränderungen gibt, ist aus meiner Sicht schwer zu sagen, da ich die ersten drei Bände vor mehreren Jahren gelesen habe und dieser Roman noch dazu von Ursel Allenstein übersetzt wurde und nicht wie die ersten drei von Wibke Kuhn. Fazit Ich kann verstehen, dass viele Kritiker sagen, man habe keinen echten Stieg Larsson in den Händen, aber im Großen und Ganzen ist es ein handfester, spannender Thriller mit altbekannten und neuen Gesichtern, der mir gut gefallen und mir packende Lesestunden beschert hat. Einige Ungereimtheiten und kleinere Kritikpunkte (u.a.: Musste es ausgerechnet die NSA sein? Wieso gibt es einen derart offensichtlichen Cliffhanger?) lassen die Endwertung daher auf 4 von 5 Punkten sinken, aber der Roman ist dennoch eine klare Leseempfehlung!

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Millenium, die Zeitung von Mikael Blomkvist, hat mit schweren Umsatzeinbußen zu kämpfen, eine große Titelstory ist es, was die Auflage wieder steigern würde. So kommt es ihm gerade recht, dass der renommierte Forscher Franz Balder ihm für ein Interview über sein Forschungsgebiet, die künstliche Intelligenz, zru Verfügung steht. Doch kurz vor dem Zusammentreffen wird Balder erschossen. Sofort klemmt sich Blomkvist hinter den Fall – und muss feststellen, dass auch Lisbeth Salander eine Beziehung zu Balder hatte... David Langercrantz hat ein schweres Erbe angetreten, der erfolgreiche Schriftsteller wurde dazu auserkoren, die Millenium-Trilogie des mittlerweile verstorbenen Stieg Larsson fortzusetzen. Große Fußstapfen, die auszufüllen schwierig sein würde – so viel stand schon von Anfang an fest. Insgesamt halten sich Licht und Schatten zwar die Waage, an das Original kann er nicht heranreichen. Das liegt insbesondere an den Charakteren, die Langercrantz viel zu blutleer geschaffen hat. Bestes Beispiel hierfür ist Lisbeth Salander, die in den ersten Romanen eine sehr tiefgründige und vielschichtige Persönlichkeit war, hier jedoch zur platten Superheldin verkommen ist. Reihenweise schaltet sie Bösewichte aus, und das mit einer selbstverständlichen Lässigkeit, die sonst nur James Bond bietet. Und auch die übrigen Charaktere sind ähnlich platt gestrickt und haben nur noch die Äußerlichkeiten mit den Figuren von Larsson gemeinsam, da nützen auch einige Auftritte von alten Bekannten nichts. Dennoch gibt es auch vieles Positives zu berichten, denn Langercrantz schafft einen durchaus spannenden Plot. Dabei verknüpft er verschiedene Handlungsstränge, die ineinander verschlungen sind und ganz unterschiedliche Themen aufgreifen. Die dargebotene Vielfalt passt dabei überraschend gut zusammen, allerdings bleibt der Autor manchmal zu sehr an der Oberfläche und vertieft die Themen nicht genügend. Spannung kommt dabei immer wieder auf, die vielen kleinen Bögen sind ebenso gut geschlagen wie der über das gesamte Buch. Dabei kopiert Langercrantz den Schreibstil von Larsson nicht, sondern geht dabei eigene Wege. Langercrantz greift interessante Themen auf, verknüpft diese gelungen miteinander und schafft eine spannende und düstere Atmosphäre, die auch durch zahlreiche Schockmomente punkten kann. Leider sind die Charaktere dabei deutlich zu flach geraten und können diesen sehr prägenden Zwiespalt aus den vorigen Romanen nicht aufrecht erhalten. Hier hätte ich mir weniger Plattitüden und mehr Mut zur Eigenständigkeit erwartet, denn gerade die wunderbare Lisbeth kommt hier gar nicht mehr zur Geltung.

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seicht

Von: NA

30.01.2016

Zwischendurch tauchen alte Bekannte aus den Vorgängerromanen auf - ein bisserl namedropping halt, damit wir wieder daran erinnert werden, wo wir uns befinden. Warum musste es ein Millenium-Roman werden? Das ganze wäre problemlos mit anderen Namen gelaufen nur halt nicht so publicityträchtig. Die Charaktere sind zu lieblos, oberflächlich und - ja, langweilig (wer hätte gedacht dass Lisbeth langweilig sein könnte?). Es fehlt an Tiefe, genau dem, was die Romane von Stieg Larsson ausgezeichnet hat. Mittelmass eben.

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David Lagercrantz Verschwörung (Heyne) nach Stieg Larsson... Lisbeth Salander und Mikael Blomkvist haben Millionen Leser begeistert. Weltweit erstürmte die Millennium-Trilogie die Bestsellerlisten und sprengte mit mehr als 80 Millionen verkauften Exemplaren alle Dimensionen. Ein Welterfolg, der seinesgleichen sucht. Nun geht die Geschichte weiter. Mikael Blomkvist soll sich mit dem Computer-Programmierer Franz Balder Treffen, welcher hochbrisantes Material für ihn hat. Balder ist weltweit führend in der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Unmittelbar bevor Blomkvist zum Treffen erscheint, wird Balder ermordet. Sein schwer autistischer Sohn hat die Tat zwar gesehen, aber er redet nicht. Schnell wird klar das Franz Balder viele Feinde hat. Feinde deren Fäden bis in die höchsten Regierungskreise reichen. David Lagercrantz, 1962 geboren, debütierte als Autor mit dem internationalen Bestseller »Allein auf dem Everest«. Seitdem hat er zahlreiche Romane und Sachbücher veröffentlicht, zuletzt die virtuos geschriebene Lebensgeschichte Zlatan Ibrahimovićs. Im Dezember 2013 wurde er vom schwedischen Originalverlag und Stieg Larssons Familie ausgewählt, den vierten Band der Millennium-Romane zu schreiben. Lagercrantz ist verheiratet und lebt in Stockholm. © Heyne & Magnus Liam Karlsson Meinung zur Veröffentlichung: Triff ihren schwächsten Punkt – sei ein Krieger. (Lisbeth Salander) Dem schwedischen Journalisten und Schriftsteller Stieg Larsson gelang mit seiner Thriller-Reihe um den Journalist Mikael „Kalle“ Blomkvist und die Hackerin Lisbeth Salander ein weltweiter Erfolg, den der Autor jedoch nicht mehr miterleben konnte, da er im Jahr 2004 an den Folgen eines Herzinfarktes verstarb. Die drei fertigen Romane wurden erst posthum veröffentlicht. Geplant waren insgesamt zehn Romane, wovon bereits Fragmente und Entwürfe der Bücher vier bis sechs vom Autor erstellt wurden. Auch wenn Larssons Erben eine Nutzung und Beendigung der schon begonnen Romane nicht zustimmten, gewährten sie 2013 dem ebenfalls aus Schweden stammenden Journalisten und Schriftsteller David Lagercrantz („Ich bin Zlatan Ibrahimović“), eine freistehende Fortsetzung mit den Romanfiguren zu konzipieren. Diese ist nun, mehr als zehn Jahre nach dem Tod Stieg Larssons unter dem Titel Verschwörung bei Heyne erschienen. In dem vierten Band der Millennium-Reihe wird Mikael Blomkvist in den Mord eines der führenden Forscher im Bereich der Entwicklung künstlicher Intelligenzen verwickelt. Da der Forscher kurz vor seinem Tode auch im Kontakt mit Lisbeth Salander stand, beginnt Blomkvist mit seinen Recherchen. Die Spur führt zu einem US-amerikanischen Softwarekonzern, der mit der NSA verknüpft ist. Blomkvist hofft, hier eine Verschwörung aufdecken zu können, die ihm die dringend benötige Enthüllungsstory bescheren würde… Lagercrantz gab zu, dass er nach einem ersten Schock, als er von der Möglichkeit erfuhr, einen vierten Millennium-Roman schreiben zu dürfen, der Versuchung nicht wiederstehen konnte. Jedoch ist Verschwörung ein Roman, der sich als Hommage an die Trilogie versteht und sich am Ideal des kunstvollen, vielschichtigen Erzählens Larsson orientiert. Dabei verwendet er nicht nur die bekannten Figuren, er entwickelt sie auch weiter. Die Breitseite der Anfeindungen, die der Autor für die Fortführung der Reihe erfahren musste, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es ist ein bekanntes Prinzip, Buchreihen auch über den Tod des ursprünglichen Autors weiterzuführen. Lagercrantz gibt sich erstaunlich Mühe, keinen spürbaren Stilbruch oder eine Änderung der Erzählstruktur zuzulassen, so dass wir hier einen spannenden, inhaltlich faszinierenden und schematisch sich gut in die Reihe einfügenden Roman, der kurzweilig unterhält. Verschwörung (Originaltitel: „Det som inte dödar oss“, 2015) erscheint in einer Übersetzung aus dem Schwedischen von Ursel Allenstein als gebundene Ausgabe mit Prägeeinband bei Heyne (608 Seiten, €22,99). Im Anhang des Buches befinden sich eine Danksagung des Autors und eine Stockholm-Karte. David Lagercrantz gelingt mit Verschwörung ein spannender Thriller, der gut geschrieben und geschickt aufgebaut zu fesseln vermag… wenn man sich als Leser mit dem Gedanken anfreunden kann, einen eigenständigen Baustein der grandiosen Stieg Larsson-Reihe zu lesen. Christian Funke

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Story Milsel Blomkvist soll sich mit dem Computer-Programmierer Franz Balder Treffen, welcher hochbrisantes Material für ihn hat. Balder ist weltweit führend in der Entwicklung künstlicher Intelligenz. Unmittelbar bevor Blomkvist zum Treffen erscheint, wird Balder ermordet. Sein schwer autistischer Sohn hat die Tat zwar gesehen, aber er redet nicht. Schnell wird klar das Franz Balder viele Feinde hat. Feinde deren Fäden bis in die höchsten Regierungskreise reichen. Anmerkung: 2005 erschien der erste Teil der Millennium Reihe um den Journalisten Mikael Blomkvist und der ständig übel gelaunten, aber hoch genialen Computer Spezialistin Lisbeth Salander. Die Reihe war auf 10 Bände ausgelegt. Noch vor der Veröffentlichung des ersten Bandes starb Larsson an den Folgen eines Herzinfarktes (Workerholic,60 Zigaretten am Tag). Mit über 60 Millionen verkaufter Bücher hat sich eine große Fangemeinde gegründet. Und schnell wurde spekuliert ob und wie es weitergeht. Hatte Larson doch mehr Titel fertig, wenn ja, wie viele? Spekulationen reißen auch nach der Veröffentlichung des vierten Romans, der von den Erben (Vater und Bruder) autorisiertem Band, nicht ab. Zuletzt will seine Lebensgefährtin drei Titel auf Larson Laptop gefunden haben. Schreibstil: Die große Frage die sich stellt, kann David Lagercranz Stig Larsson Schreibstill nachahmen? Macht er etwas Eigenes? Ich finde man muss schon sehr genau hinsehen, um Unterschiede festzustellen. Für mich muss es auch nicht 100 % identisch sein. Die Geschichte muss stimmen und das tut sie. Das Buch ist leicht lesbar und es kommen wieder, wie schon in den ersten Teilen, viele Erzzählstränge zusammen. Charaktere: Die Charaktere werden wie immer sehr genau beschrieben. Selbst ein Taxifahrer bekommt eine halbe Seite gewidmet, in der, der Leser, alles Wissenswerte über den Charakter erfährt. Lisbeth Salander ist wieder der Charakter. an dem sich alle Geister scheiden ,ob man sie mag oder nicht, muss der Leser für sich ausmachen. Mein Fazit: Das Romane von anderen Schriftstellern weiter geschrieben werden, ist nicht neu. Für den Leser stellt sich die Frage, ob der Autor dem gerecht wird. Ich finde David Lagercrantz hat eine gelungene Fortsetzung geschrieben, nicht besser, aber sehr gut lesbar, auch für Quereinsteiger. Die Geschichte hat viele Handlungsstränge. Wie schon in den ersten Teilen geht es nicht nur um die Geschichte des ermordeten Programmierers, aber genau das macht die Serie aus. Es geht sehr viel um Computer-Spionage. Hacken von Computern. Es kann durchaus sein, dass das einigen Lesern nicht gefällt. Auf Grund der in die Geschichte eingebauten Erklärungen ist es aber für jeden verständlich, das gilt auch für die Erklärungen rund um den autistischen Sohn. Ein gelungener Auftakt, der aber mit den ersten teilen nicht mithalten kann, aber vielleicht muss man dem Autor eine Chance geben. Wie und ob es weiter geht, wir werden sehen. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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Meinung: “Das Buch hat eine gute Marketingstrategie.” Wir beide haben die ersten drei Bände dieser Milleniumssaga geliebt. Stieg Larsson kann erzählen und hat einen sehr komplexen Schreibstil. Immer wieder wurden Handlungsstränge und Informationen hineingeworfen, die dann später verwendet wurden und das macht diese ersten 3 Bände so wahnsinnig gut. Nichts ist vorhersehbar und man wieder immer wieder überrascht. Es sind interessante und vielschichtiger Thriller in unseren Augen. Doch dieser Fortsetzungsband ist ganz anders im Vergleich zu den vorherigen Büchern. Mein Vater meinte, dass es sehr künstlich konstruriert wirkt und die Geschichte relativ unspektakulär war. Die Geschichte um das autistische Kind war nun ja nicht ganz so sinnig in seinen Augen. Er vermutet, dass hier versucht wurde mit Gewalt die Reihe fort zu setzten, da die vorigen Bände so gut angekommen und verkauft wurden. Dieser neue Fall konnte ihn nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere wirken auch nicht ganz so überzeugend. Lisbeth ist zwar so cool wie immer, jedoch wirkt sich nicht so authentisch wie “früher”. Michael hingegen befindet sich in diesem Band in eine Sinnkrise und mein Vater hat das als ein wenig langweilig empfunden. Kurz zusammen gefasst: die alt bekannten Charaktere sind da, aber nicht mehr so authentisch, wie in den vorherigen Büchern, was sehr schade ist. Am Ende hat er sogar drüber gelesen, da ihm die Auflösung eigentlich nicht mehr interessiert hat. Er hat zu mir gemeint, sollte es noch einen fünften Band geben, wird er die Reihe nicht mehr weiterlesen. Deshalb breche ich die Reihe nach dem dritten Buch ab. Eigentlich waren mehr Bücher als die ersten Drei von Steig Larsson geplant, jedoch ist der Autor frühzeitig verstorben. Fazit: Der 4 Band der Reihe war nicht sehr spektakulär und wir hätten es auch überlebt, wäre dieser Band nicht veröffentlicht worden. Mein Vater meint, mehr wie 3 Sterne darf ich nicht vergeben, also gibt es für das Buch die Bewertung von 2 Herzen. Ich für meinen Teil erspare es mir mal lieber. Falls ihr jedoch an den ersten 3 Bänden interessiert seid und gerne Thriller/Krimis liest, kann ich euch die Bücher sehr gerne weiter empfehlen. Mir haben die ersten Bände super gefallen und ich habe die damals verschlungen wie nichts. Ich werde mir die neuen Ausgaben wahrscheinlich auch noch holen für mein Bücherregal, also die ersten 3 Bände vom Original, Stieg Larsson. ;)

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Ich wollte dieses Buch das uns als Teil 4 der Millennium Trilogie präsentiert wurde zuerst nicht lesen. Es erinnerte mich an Nachahmung und Fanfiction und ich konnte mir einfach nicht vorstellen das es gut für die Geschichte ist. David Lagercrantz ist eben nicht Stieg Larsson und Larsson's Stil ist schwer zu kopieren. Trotzdem entschloss ich mich einen Blick zu wagen, nachdem viele Kritiken und Rezensionen so extrem unterschiedlich ausfielen. Manch einer war furchtbar enttäuscht und riet nachdrücklich von dem Buch ab, ein anderer feierte Lagercrantz als würdigen Nachfolger und war total begeistert. Was trifft denn nun aber zu ? Nun um das heraus zu finden muss man das Buch wohl doch lesen und sich seine eigene Meinung bilden. So auch ich. Lagercrantz Geschichte setzt nicht an der Stelle an, an der der dritte Band von Larssons endet. Er lässt doch einige Jahre verstreichen in denen Blomkvist und Salander keinen Kontakt haben. Erst als ein führender schwedischer Wissenschaftler ermordet wird, tritt Salander wieder in Erscheinung. Der Wissenschaftler forschte an intelligenten Supercomputern und war noch dazu ein verschrobener Eigenbrötler. Sein autistischer Sohn musste den Mord mit ansehen, kann der Polizei aber nichts sagen, da er nicht spricht. Die Polizei ist mehr Behinderung den Hilfe, haben sich dort undichte Stellen aufgetan und Blomkvist kann auch zunächst wenig Licht ins Dunkel bringen. Erst ein hoher Mitarbeiter der NSA bringt ihn auf eine Spur. Salander agiert viel im Hintergrund am Computer, tritt aber in entscheidenen Dingen in Aktion. Denn die Mörder sind nun auch hinter dem Sohn, ihr und Blomkvist her. Wird es Ihnen gelingen die Verschwörung die hinter all dem steckt auf zu decken ? Das Buch fackelt doch so einige Themen ab, bleibt dabei aber ein spannender Thriller. Es bewegt sich sowohl im Bereich der Industriespionage als auch des internationalen Verbrechens. Selbst das Thema Whistlblower wurde aufgenommen und auch ganz gut eingebaut. Leider verliert Lagercrantz sich oft in langen Erklärungen die den Drive ein bisschen aus dem Buch nehmen aber nicht uninteressant sind. Was mir gar nicht gefallen hat sind seine endlosen Rückblicke auf bereits Geschehene Ereignisse über Salander in früheren Büchern. Salander ist ein so herausragender Charakter, da sind jedem Larsson Leser diese Dinge mehr als geläufig und er wiederholt sie mehr als einmal. Auch das hochstilisieren von Salander zur selbsternannten Superheldin passt für mich nicht zur komplexen disharmonischen und zwiegespaltenen Person Salander, wie sie Larsson gezeichnet hat. Die Familiengeschichte und altbekannte Personen aus früheren Büchern sind allerdings ganz stimmig eingebaut. Trotzdem, würde man die Namen Salander und Blomkvist im Buch austauschen, hätte man einen sehr guten Thriller, aber eben keine Millennium Trilogie. Eben diese Austauschbarkeit lässt die Figuren verblassen. Bei Larsson waren es aber genau diese zwei Antihelden, die die Handlung voran trieben. Bei Lagercrantz stolpert Blomkvist durch das Buch. Dieser Millennium Stempel auf Lagercrantz Buch macht es leider für den Leser schlechter als es wirklich ist, denn es ist ein guter Spionagethriller. Er ist spannend, hat Überraschungen parat und auch eine tiefgründige aktuelle Geschichte dahinter. Er versucht auch wirklich die Geschichte im Sinne Larssons fortzusetzen. Nur gelingt es ihm in Bezug auf Larssons Hauptfiguren leider nicht. Für mich war das Buch wirklich in Ordnung es hat mir auch mein vorheriges Bild der Protagonisten nicht zerstört aber es war eben im Vergleich mit Larsson nur ok. Ich hoffe immer noch inständig das sich Larsson's Erben endlich einigen und wir vielleicht doch noch in den Genuss des von ihm fast fertig geschriebenen, wirklichen vierten Teil kommen ansonsten wäre ich dafür alles weitere unangetastet zu lassen.

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