Leserstimmen zu
Ein wunderbares Jahr

Laura Dave

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Giorgia ist bereit für den schönsten Tag ihres Lebens, an dem sie ihren Verlobten Ben heiraten will. Als sie während der Anprobe ihres Hochzeitskleides aus dem Fenster guckt, sieht sie ihn mit einer wunderschönen Frau und einem Kind am Schaufenster vorbeilaufen. Als sie dann noch hören muss, dass das Kind zu Ben "Dad" sagt, dreht sie völlig durch. Wie sie ist, steigt sie in ihr Auto und fährt zu dem einzigen Ort, von dem sie denkt, dass sie dort aufgefangen wird, dem Ort ihrer Kindheit. An dem Ort, an dem sie auch in 5 Tagen ihren Ben heiraten wollte. Ihre Eltern betreiben ein Weingut und genau dorthin führt sie ihr Weg, eine Fahrt von über 9 h. Aber dort angekommen, ist alles nicht mehr, wie es war. Ihre Eltern haben sich getrennt, aus dem Schlafzimmer ihrer Mutter kommt ein fremder Mann, ihre beiden Brüder haben sich zerstritten. Der Gedanke, dass sie wie früher immer, gemeinsam über ihr Problem sprechen und beratschlagen, was zu tun ist, rückt in weiter Ferne. Zudem soll auch noch das Weingut verkauft werden. Dagegen geht Giorgia nun mit aller Macht an ... Als ich das Buch in Händen hielt, suggerierte es mir aufgrund der abgebildeten Pfirsiche einen beschwingten und lockeren Unterhaltungsroman. Das ist es eher nicht. Man hat einen Roman in den Händen, der mit vielen Problemen behaftet ist und deren reichliche Baustellen nach Beseitigung rufen. Es gibt viele Protagonisten, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, deren Probleme aber leider ein wenig oberflächlich abgehandelt werden. Als Kernpunkt ist jedoch Giorgias Erkennen, dass ihr Verlobter Ben ein Kind hat, das er ihr bislang verschwiegen hatte. Selbst wenn auch er es erst kürzlich erfahren hatte, hätte er in den vergangenen 5 Monaten doch reichlich Gelegenheit gefunden, es Giorgia schonend beizubringen. Ihr Misstrauen ist erwacht und es stellt sich ihr die Frage, welche Dinge hat er noch vor ihr verborgen? Kann sie ihm jemals wieder vertrauen? Giorgia, die immer versucht hat, alles in der Familie zu richten, muss zusehen, wie sie dieses Mal nicht weiterkommt, die Probleme sind zu kompakt, als dass sie helfen kann. Ihr eigenes Problem ist auch noch offen, denn das Hochzeitszelt steht schon und ihr Verlobter ist ihr nachgereist. Für meinen Geschmack waren es ein paar Probleme zuviel, die bewältigt werden wollten. Für 350 Seiten definitiv zu viel. Interessiert habe ich jedoch mitverfolgt, wie Giorgia ihres in den Griff bekommen will. Natürlich war ich gespannt, ob sie sich nun letztendlich mit Ben vor dem Traualtar wiederfinden wird oder wie sie sich entscheiden wird. Es passiert viel auf diesen 350 Seiten, langweilig wird es einem nicht. Was für meinen Geschmack so gar nicht geht, ist das Cover. Der Roman spielt auf einem Weingut, was machen da die Pfirsiche auf dem Cover? Hatte sich keines mit Weintrauben gefunden? Ich habe lange überlegt, wieviel Sterne ich vergeben will. Meine Vergabe würde bei 3,5 Sterne liegen, da wir aber keine halben Sterne vergeben, gilt in diesem Fall - für den Angeklagten.

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