Leserstimmen zu
Ein wunderbares Jahr

Laura Dave

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Sicher kennt ihr solche Filme auch: ein besonderer Anlass steht an – meistens Weihnachten, ein runder Geburtstag oder die Silberhochzeit – und die ganze Familie findet sich im Elternhaus ein. Mutter, Vater, mehrere Geschwister samt Ehepartnern und Kindern sitzen um den Tisch – und dann kracht es, aber so richtig. Lange gehütete Geheimnisse kommen ans Licht, in der elterlichen Ehe stimmt es schon lange nicht mehr, der Ehemann der ältesten Tochter geht fremd, der mittlere Sohn hat seine Liebe zu Männern entdeckt, kurz: nichts ist mehr so, wie es noch vor einem Tag zu sein schien. Aber trotzdem schwingt durch solche Filme irgendwie immer ein heiterer Unterton, man befindet sich trotz aller Widrigkeiten in einer Komödie und nicht im Drama, und hat Freude beim Zuschauen, denn man weiß: am Ende ist alles nur noch maximal halb so schlimm, als es im ersten Moment aussah. Etwas Ähnliches ist Laura Dave mit „Ein wunderbares Jahr“ nun in Buchform gelungen. Vorwegschicken möchte ich, dass ich den deutschen Titel auch nach längeren Überlegungen nicht verstehe, denn die Erzählzeit im Roman erstreckt sich nur über ein paar Tage, die erzählte Zeit dagegen über mehrere Jahrzehnte. Aber sei es drum. Im Original heißt der Roman übrigens „800 Grapes“, also „800 (Wein)Trauben“. Und damit wären wir dann auch schon beim Setting: ein Weingut im wunderschönen Hinterland Kaliforniens. Hierher, in den Schoß ihrer Familie, zieht es Georgia Ford, nachdem sie – ausgerechnet bei der letzten Anprobe ihres Brautkleids – feststellen muss, dass ihr Verlobter ein Geheimnis hat, das alles über den Haufen wirft. Kurzentschlossen steigt Georgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: das Weingut ihrer Familie. Doch dort sind Georgias Eltern gerade dabei, Zukunftspläne zu schmieden, die den Verkauf des Weinbergs und das Ende ihrer Ehe beinhalten. Noch dazu tragen Georgias beiden Brüder lange schwelende Konflikte aus und ein gewisser Jacob taucht auf der Bildfläche auf und möchte die Weinberge der Familie kaufen. Als schließlich noch Georgias Verlobter samt „diversen Anhängen“ vorfährt, nimmt das Drunter und Drüber vollends seinen Lauf. „Ein wunderbares Jahr“ ist ein richtiger Wohlfühlroman, der einen von der ersten Zeile an reinzieht in die Fänge von Georgias Familie. Wie bereits erwähnt hat eigentlich jeder der Protagonisten sein Päckchen zu tragen und es wird keineswegs ein heiteres Familienidyll dargestellt, das kitschig vor sich hinplätschert. Dennoch hat man beim Lesen durchweg ein positives Gefühl und der Roman wird bei allen ernsthaften Momenten nie zu schwermütig oder melancholisch, sondern behält sich eine gewisse Leichtigkeit. Das Setting in den Weinbergen Kaliforniens ist natürlich ein Traum für jedes Kopfkino und die Charaktere sind ebenfalls so gezeichnet, dass man zu jedem ein konkretes Bild vor Augen hat. Ein interessanter Nebenaspekt ist der Weinanbau. Laura Dave hat hierfür gründlich recherchiert und lässt ihr Wissen geschickt in die Handlung einfließen. Man bekommt beim Lesen richtig Lust, sich nebenher ein gutes Gläschen Wein zu genehmigen – und auf der Seite des Blanvalet Verlags bekommt man sogar tolle Anregungen passend zum Roman: http://www.randomhouse.de/webarticle/aid58729.rhd?mid=12254 Ich empfehle diesen Roman jedem, dem der Sinn nach ein paar gemütlichen Lesestunden auf dem Balkon oder der Strandliege stehen und der gute Familiengeschichten zu schätzen weiß. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Meine Rezension Ich starte mal wieder mit dem wunderschönen Cover, welches erstaunlicher Weise nichts mit dem Inhalt zu tun hat, da es im ganzen Buch nicht einmal um Pfirsiche geht :D Nichts desto Trotz ist es ein mehr als ansprechendes, sommerliches Buchcover. Laura Dave hat einen bezaubernden Schreibstil, welcher einen tief in ihre Geschichte hineinzieht und so schnell nicht wieder loslässt. Es geht um Giorgia und ihre Familie und das damit verbundene Drama, um die Zukunft aller. Gefühle, die wohl jeder von uns schon einmal hatte, sind hier ein großes Thema. Geschwisterliebe, Unsicherheit in der Partnerschaft, Eifersucht und verblasste Liebe. Nach ihrer Flucht, versucht Georgia sich darüber klar zu werden, was sie eigentlich wirklich will und entdeckt dabei, dass sie nicht die einzige in ihrer Familie ist, die Zukunftsängste hat. Es droht eine komplette Familie zu zerbrechen und sie sieht es als ihre Aufgabe, dies zu verhindern - koste es, was es wolle! Ich finde es sehr schön, wie Laura Dave viele Details über die Entstehung von Wein einfließen lässt. Aber das geschieht nicht trocken und Fachmännisch, sondern sehr einfühlsam und anschaulich, anhand der Geschichte, welche sie uns hier erzählt. Auch Synchronisation im Leben spielt hier eine große und schöne Rolle. Es muss ja nicht immer alles Schicksal sein ;) Je mehr Seiten des Buches man hinter sich lässt, um so mehr sehnt man sich an diesen Ort, in diese atemberaubenden Weinberge Kaliforniens. Es ist unglaublich, was Georgias Vater aus dem nichts erschaffen hat und was nun in Gefahr schwebt. Es gibt überraschende Wendungen und Schicksalsschläge, denen sich die Protagonistin stellen muss und welche sie langsam, aber sicher in die richtige Richtung weisen. Manchmal braucht es ein Schockerlebnis, damit man erkennt, was man wirklich will...

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Als erstes dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Sommerlektüre handelt. Weit gefehlt, stellte ich nach recht kurzer Zeit fest. Wir befinden uns im Bereich gehobener Literatur, es werden viele Worte verwendet, die man in einem normalen Roman nicht zu lesen bekommt. Was mich aber nicht weiter stört, ich finde es ganz angenehm, dass der Kopf auch mal ein bisschen zum Denken angeregt wird. Ich finde den Schreibstil der Autorin wunderbar. Flüssig und realitätsnah wir hier die Problematik einer ganzen Familie beschrieben. Man taucht direkt in die Geschichte ein. Giorgia ist nett, freundlich und sehr hilfsbereit, gerade im Bezug auf ihre Familie, als sie merkt das es zu Hause Probleme gibt, begibt sie sich auf direkten Wege dorthin um zu helfen, obwohl das Weingut ihrer Eltern nicht der Ort ist, an dem sie gerne zu Gast ist, da dort eigentlich ihre Hochzeit mit Ben stattfinden sollte. Als sie dort ankommt, wir ihr das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Ihre Eltern haben sich getrennt, in dem Elternhaus wohnt ein fremder Mann und ihre beiden Brüder wollen nichts mehr miteinander zu tun haben. Zudem soll das geliebte Weingut verkauft werden, ganz klar das Giorgia das nicht zulassen will und kämpft mit ihren eigenen Methoden dagegen an. Und als wenn das ALLES noch nicht genügend Probleme wären, findet sie auch noch heraus , das ihr verlobter ein Kind hat. 5 Monate hat er geschwiegen, ganz klar das Georgia da misstrauisch wird und alles infrage stellt. Ich kann also nur nochmals betonen, das hier ist keine leichte Kost, nichts für mal kurz zwischendurch. Die Problematiken der verschiedenen Protagonisten sorgen dafür, dass das Buch durchgehend spannend ist. Aber ich muss auch zugeben, dass es einem schnell alles zu viel werden kann. Deshalb habe ich zwischendrin Pausen eingelegt. Dennoch empfand ich das Buch als eine wundervolle Bereicherung.

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Turbolente Familiengeschichte

Buch & Aktuelles

Von: NadinE aus Rotenburg

13.05.2015

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, diese turbolente Familiengeschichte, in der jeder sein eigenes Chaos zu ordnen hat und der Leser bis zum Schluss gespannt ist, wohin die Wege führen! Leichter gut unterhaltender Lesegenuss! Allerdings das Cover, das muss der Verlag mir noch erklären!!!

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Buchrezession

Von: Chilli23

05.05.2015

Hallo ihr Lieben, ich möchte euch heute ein tolles Sommerbuch namens "Ein wunderbares Jahr" vom blanvalet Verlag vorstellen. Der Klappentext: "Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat..." Meine Meinung: Eine wirklich anspruchsvolle Geschichte. Das Cover deutet auf ein lockeres Buch mit lässiger Story hin - ist es aber keineswegs. Das Buch ist behaftet durch Probleme der Hauptrolle und wirklich realtitätnah. Ich habe das Buch auch am vergangenen Wochenende gelesen. Es ist ein wenig behaftet von "schwierigen" Wörtern, von denen ich einige, wenn ich ehrlich bin, nicht wusste. Schon nach einem drittel des Buches hatte ich schon die Vermutung wie es enden wird und ich lag richtig :) Die Geschichte an sich ist aber gut ausgetüfftelt und auch die Überraschende Wende fand ich gut. Ich konnte gut mit Giorgia mitfühlen und sie auch total gut verstehen. Von einer Minute auf der anderen bricht ihre ganze kleine heile Welt auseinander. Und dann steht man da... Es passiert in diesem "kleinen" Buch sehr viel, fast schon zu viel. Aber so wird das Buch nicht langweilig. Ich finde das Cover allerdings, passt nicht zu diesem Buch. Eine Weinrebe etc. wäre schöner gewesen. Viele Grüße Mareike

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Giorgia ist bereit für den schönsten Tag ihres Lebens, an dem sie ihren Verlobten Ben heiraten will. Als sie während der Anprobe ihres Hochzeitskleides aus dem Fenster guckt, sieht sie ihn mit einer wunderschönen Frau und einem Kind am Schaufenster vorbeilaufen. Als sie dann noch hören muss, dass das Kind zu Ben "Dad" sagt, dreht sie völlig durch. Wie sie ist, steigt sie in ihr Auto und fährt zu dem einzigen Ort, von dem sie denkt, dass sie dort aufgefangen wird, dem Ort ihrer Kindheit. An dem Ort, an dem sie auch in 5 Tagen ihren Ben heiraten wollte. Ihre Eltern betreiben ein Weingut und genau dorthin führt sie ihr Weg, eine Fahrt von über 9 h. Aber dort angekommen, ist alles nicht mehr, wie es war. Ihre Eltern haben sich getrennt, aus dem Schlafzimmer ihrer Mutter kommt ein fremder Mann, ihre beiden Brüder haben sich zerstritten. Der Gedanke, dass sie wie früher immer, gemeinsam über ihr Problem sprechen und beratschlagen, was zu tun ist, rückt in weiter Ferne. Zudem soll auch noch das Weingut verkauft werden. Dagegen geht Giorgia nun mit aller Macht an ... Als ich das Buch in Händen hielt, suggerierte es mir aufgrund der abgebildeten Pfirsiche einen beschwingten und lockeren Unterhaltungsroman. Das ist es eher nicht. Man hat einen Roman in den Händen, der mit vielen Problemen behaftet ist und deren reichliche Baustellen nach Beseitigung rufen. Es gibt viele Protagonisten, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, deren Probleme aber leider ein wenig oberflächlich abgehandelt werden. Als Kernpunkt ist jedoch Giorgias Erkennen, dass ihr Verlobter Ben ein Kind hat, das er ihr bislang verschwiegen hatte. Selbst wenn auch er es erst kürzlich erfahren hatte, hätte er in den vergangenen 5 Monaten doch reichlich Gelegenheit gefunden, es Giorgia schonend beizubringen. Ihr Misstrauen ist erwacht und es stellt sich ihr die Frage, welche Dinge hat er noch vor ihr verborgen? Kann sie ihm jemals wieder vertrauen? Giorgia, die immer versucht hat, alles in der Familie zu richten, muss zusehen, wie sie dieses Mal nicht weiterkommt, die Probleme sind zu kompakt, als dass sie helfen kann. Ihr eigenes Problem ist auch noch offen, denn das Hochzeitszelt steht schon und ihr Verlobter ist ihr nachgereist. Für meinen Geschmack waren es ein paar Probleme zuviel, die bewältigt werden wollten. Für 350 Seiten definitiv zu viel. Interessiert habe ich jedoch mitverfolgt, wie Giorgia ihres in den Griff bekommen will. Natürlich war ich gespannt, ob sie sich nun letztendlich mit Ben vor dem Traualtar wiederfinden wird oder wie sie sich entscheiden wird. Es passiert viel auf diesen 350 Seiten, langweilig wird es einem nicht. Was für meinen Geschmack so gar nicht geht, ist das Cover. Der Roman spielt auf einem Weingut, was machen da die Pfirsiche auf dem Cover? Hatte sich keines mit Weintrauben gefunden? Ich habe lange überlegt, wieviel Sterne ich vergeben will. Meine Vergabe würde bei 3,5 Sterne liegen, da wir aber keine halben Sterne vergeben, gilt in diesem Fall - für den Angeklagten.

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