Leserstimmen zu
Das tote Mädchen

Steven James

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Thriller nehme ich ja nun wirklich nicht sehr häufig zur Hand, doch ab und an packt mich die Lust auf eine gute Portion Spannung und Nervenkitzel dann doch. In solchen Fällen greife ich dann vorzugsweise zu Jugendthrillern, weil diese in der Regel nicht ganz so blutig sind und das Risiko für Albträume entsprechend gering ist. Extrem coole Cover, wie das zu Das tote Mädchen und die Aussicht, auf eine gute Portion Mystery bestärken mich dann noch einmal in meiner Wahl und machen Lust auf spannende Lesetunden. Aber worum geht es überhaupt? Nachdem Daniel auf der Beerdigung seiner Mitschülerin Emily eine Vision hatte, in der sie zu ihm spricht und ihn um Hilfe bittet, steht für Daniel bald fest, dass Emilys Tod kein Unfall gewesen sein kann. Er beginnt, Nachforschungen anzustellen und durch seine Visionen, die ihm Hinweise geben, stößt er auf immer mehr Ungereimtheiten, wodurch er sich in seiner Vermutung weiter bestätigt fühlt. Und bald schon muss er erkennen, dass jeder der Mörder sein könnte. Auch er selbst. Ein Start mit Längen Die erste Hälfte von Das tote Mädchen wurde hauptsächlich dazu genutzt, Daniels Visionen genügend Raum zu geben, um genug Fragen aufzuwerfen, wichtige Informationen zu erhalten und vor allem, um Daniel zu einem interessanten Protagonisten zu machen. Das hatte allerdings zur Folge, dass die Spannung, die ich mir von so einem Buch erwarte, die, die mich wie eine Irre an die Seiten fesselt, erst einmal eine ganze Weile auf sich warten ließ. Stattdessen bekam ich seitenweise Teenager-Highschool-Leben, habe den Englisch Unterricht besucht, Daniel beim Hausaufgaben machen und Football spielen zugesehen, bin mit ihm auf dem Schulball gewesen und habe seinen Gedanken gelauscht, als er über ein Mädchen gegrübelt hat. Durchhaltevermögen macht sich bezahlt Zwar hat Steven James auch in der ersten Hälfte den ein oder anderen Brotkrumen fallen lassen, der dann mitten im Teenageralltag erste Fragen aufwerfen sollte und es auch getan hat, aber so richtig los ging es tatsächlich erst ab der zweiten Buchhälfte. Die Brotkrumen wurden endlich mehr, langsam wurde ein Faden nach dem anderen zusammengefügt, was dem Buch die heiß ersehnte Spannung verliehen hat und ich war glücklich. Von dem Schuss Mystery, den ich laut Klappentext zu erwarten hatte, hatte ich mir allerdings mehr versprochen, als ich bekam. An dieser Stelle fehlte es mir einfach ein bisschen an Nervenkitzel, Unerklärlichem und an dieser gewissen unheimlichen Stimmung, die damit häufig einhergeht. Charaktere konnten überzeugen Daniels Visionen und die Aufklärung von Emilys Tod stehen in Das tote Mädchen natürlich im Vordergrund. Nichtsdestotrotz darf auch in einem Thriller nicht bei den Charakteren geschludert werden, wobei natürlich darauf geachtet werden muss, sie authentisch zu zeichnen, ohne dabei zu viel über den Charakter zu verraten, um die Spannung nicht zu zerstören. Ich habe in der Vergangenheit schon einige Male erlebt, dass Dialoge und Handlungen gestellt wirkten und sich dadurch die geheimnisvolle Aura, die um die verschiedenen Charaktere herum entstehen soll, einfach nicht aufbauen wollte, wodurch den Büchern immer ein großes Maß an Atmosphäre verloren ging. Steven James jedoch hat das wirklich richtig gut gemacht. Ihm ist es gelungen, nicht nur Daniel mit einer geheimnisvollen Aura zu versehen, sondern auch alle andere Charaktere, die in dieser Geschichte eine wichtige Rolle spielen. Immer wieder wurden Dinge angedeutet, auf die nicht weiter eingegangen wurde. Dinge, die irgendwie zu dem großen Rätsel um Emilys Tod passen, aber nicht müssen. Dinge, die die Charaktere interessant und den Handlungsverlauf spannend machten. Dadurch habe ich wirklich jeden verdächtigt und bis zum Schluss miträtseln können, was mir einen krönenden Abschluss bescherte. Zusammengefasst heißt das nun Ein Thriller muss mich packen und erst wieder loslassen, wenn die letzte Seite gelesen ist. Steven James ist das mit Das tote Mädchen zwar nur bedingt gelungen, doch hat mich die zweite Hälfte für den langatmigen Start mehr als entschädigt. Hier kam Fahrt auf, die Spannung wuchs und am Ende wartete eine Auflösung auf mich, die ich nicht erwartet hätte.

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Tolles Debüt

Von: Kitty

25.01.2017

Meine Meinung: Der locker leichte Schreibstil von Steven James lässt sich hervorragend lesen. Man rauscht nur so durch die Seiten und ist erstaunt, wie viel man in kurzer Zeit hinter sich gelassen hat. Hinzu kommen die eher kurz gehaltenen Kapitel, die mir sehr gut gefallen haben. Der Autor beschreibt das Setting genauso gut wie seine Figuren. Er haucht erst den Protagonisten und anschließend der Umgebung Leben ein und macht die Geschichte somit zu einem Film, der dem Leser abgespielt wird. Dabei fühlt man des Öfteren eine ziemlich bedrückende Stimmung, schließlich geht es hier aber auch um das Ableben eines jungen Mädchens. Emily. Zwar lernt man sie nicht zu Lebzeiten kennen und doch entwickelt man im Laufe der Geschichte ein Gefühl für sie. Es werden immer mal wieder Dinge aus ihrer Vergangenheit hinausposaunt, die mir das Mädchen schon ziemlich nahe gebracht haben. Aber auch zu Daniel habe ich irgendwann eine Bindung aufgebaut. Ich mochte es sehr, dass er so authentisch blieb und sich von niemanden hat reinreden lassen. Auch seine Unternehmungen mit seinem besten Freund haben mir ziemlich gut gefallen, wenngleich diese den eigentlichen Plot leider etwas in den Hintergrund gerückt und die Geschichte zum Stillstand gebracht haben. »Ein totes Mädchen, das ihn schon zweimal tagsüber heimgesucht hatte, kam jetzt auch nachts zu ihm - ein grässlicher Gedanke.« Zitat aus: "Das tote Mädchen" Das Mystische hat mir bei "Das tote Mädchen" ausgesprochen gut gefallen. Wer sich auf dieses Buch einlässt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es hier um Übersinnliches geht. Emily, die tote Schülerin, die bei einem Unfall ums Leben gekommen sein soll. Nur ist dem wirklich so? Diese Frage beschäftigt Daniel und somit auch den Leser. Ich konnte es kaum abwarten die Auflösung des Ganzen zu lesen, denn Spannung wird hier wirklich groß geschrieben. Dies in Verbindung mit einem hohen Tempo und schon hält man ein wirklich gelungenes Debüt in der Hand. Mir hat insbesondere gefallen, dass man sich so leicht mit Daniel identifiziert und selbst irgendwann gar nicht mehr weiß, was real und was eingebildet ist. Man tappt wirklich bis zuletzt im Dunkeln, ob es ein Unfall war und wenn nicht, wer dafür verantwortlich gewesen ist. Stellenweise denkt man sich die abstrusesten Dinge aus, weil sie passen würden, um sie auf der nächsten Seite wieder zu revidieren, da es scheinbar doch unmöglich ist. So durcheinander wie Daniel, ist man als Leser auch und genau diese Gabe, das Übertragen von Emotionen, das "Mit-Der-Hauptfigur-Verschmelzen" schätze ich an einem Autor sehr. Die Auflösung am Ende war für mich eine Überraschung, mit der ich rundum zufrieden bin. Sie rundet diese tolle Geschichte perfekt ab. Fazit: Für mich ist "Das tote Mädchen" eine positive Überraschung. Die Stimmung passt, die Figuren wirken greifbar und die Spannung reißt (fast) nie ab. Einmal begonnen, liest man so lange, bis man alles inhaliert hat. Einzig, dass ab und zu das Tempo ein bisschen runterfährt, lässt mich eine Blume abziehen.

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Kurzbeschreibung Wisconsin. Die 16-jährige Emily wird tot am Lake Algonquin gefunden. Genau wie alle anderen, glaubt ihr Mitschüler Daniel, dass es sich um einen Unfall handelte. Schon bald aber plagen ihn Visionen, in denen Emily ihn um Hilfe bittet. Wurde sie etwa ermordet? Niemand glaubt Daniel, dem es immer schwerer fällt, seine Visionen von der Realität zu unterscheiden. Doch wie soll er verhindern, dass der Täter erneut zuschlägt? Eindruck Steven James ist bereits mehrfacher Thriller Autor und legt mit dieser Geschichte seinen ersten Jugendthriller an den Start. Der Einstieg fiel mir unheimlich leicht denn nach einem kurzen Prolog beginnt sie mit dem Tag an dem Daniel auf Emilys Beerdigung seine erste Vision erlebt. Diese ist schon recht unheimlich beschrieben so das der erste leichte Schauer sich schon bemerkbar macht. Allerdings bleibt die Geschichte nicht durchweg spannend. Immer wieder finden sich ruhigere Passagen ein, die aber dennoch sehr interessant und meines Erachtens auch für die Geschichte notwendig sind. Die Handlung wird in sehr kurzen aber zahlreichen Kapiteln erzählt in denen der Autor verschiedene Fährten und Wendungen einbaut. Dies verleitet dazu, noch schnell ein weiteres Kapitel zu lesen und so entwickelt sich dieser Jugendthriller zu einem richtigen Pageturner. Denn Steven James versteht es, den Leser immer wieder aufs Neue zu verwirren, ihn auf falsche Fährten zu locken und durch die mysteriösen, geheimnisvollen Szenen einen leichten Schauer über den Rücken zu jagen. So bleibt der Handlungsverlauf mysteriös und spannend aber auch unterhaltsam, was der gelungenen Charakterzeichnung zuzuschreiben ist. Denn nicht nur Daniel, sondern auch seine Freunde und einige Nebenfiguren sind sehr detailliert und bildhaft beschrieben. Daniel überzeugte mich als Protagonist auf voller Linie, denn seine Art gefiel mir unheimlich gut und passte zu seiner Rolle. Auf der einen Seite schüchtern und verschlossen, auf der anderen Seite sehr mutig und entschlossen. Eine gelungene Mischung, die für Unterhaltung sorgte. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Der Autor verwendet recht kurze Sätze, die zeitweise aber auch etwas poetisch sein können. Hin und wieder lässt er den Leser an Daniels Gedanken teilhaben, die in kursiv dargestellt werden. Seine Beschreibungen sind sehr bildhaft und die Ereignisse und Schauplätze lassen sich sehr gut vorstellen. Fazit „Das tote Mädchen“ konnte mich als Jugendthriller auf ganzer Linie überzeugen. Auch wenn er nicht vor Hochspannung trotzte, war er mysteriös und fesselnd genug um sich zu einem richtigen Pageturner zu entwickeln, den ich in einem Rutsch durchgelesen habe. Nur eine einzige Frage blieb mir am Ende offen, die aber mit der eigentlichen Handlung nicht viel zu tun hat und daher auch nicht ins Gewicht fällt. Alles in allem ist diese Geschichte also rundum gelungen und ich hoffe sehr auf weitere Jugendromane des Autors.

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"Das tote Mädchen" ist ein Buch voller Irrungen und Wirrungen, denn der Mysteryanteil innerhalb der Story ist sehr hoch und brachte mich auf viele Gedanken, die sich hinterher nicht bewahrheiten konnten. Manchmal sollte man sich als Leserin geistig nicht mit auf Mörderjagd begeben, denn die Fährten, die Steven James legt, ergeben hinterher ein ganz anderes überraschendes Ergebnis. Daniel, der Protagonist ist sehr sympathisch und gibt aus der Tatsache heraus, dass seine Gedanken und Erfahrungen den Thriller voranbringen, die nötige Würze für die Story. Der Thriller beginnt während der Beerdigung von Emily, als die erste Vision Daniel heimsucht. Es wirkt von Beginn an gruselig und als Leserin erwartete ich weitere Visionen, die letztendlich dahin führen, den Mörder des Mädchens zu überführen. Der Alptraum in dem sich Daniel nun befindet, gibt ihm Hintergründe der Tat, die als Selbstmord oder Unfall getarnt wurde. Vielleicht war es aber auch kein Mord? Es ist wirklich mysteriös und die Wege, die der Autor einschlägt sind atemberaubend. Ich war wirklich fasziniert, wie genau er seine Protagonisten beschreibt und wie sehr mich Daniel überzeugen konnte in seinen Ängsten, denn sich einem Geist gegenüber zu stellen scheint erst einmal psychotisch. Hat Daniel Halluzinationen oder ist das, was ihm begegnet Realität? Das Cover finde ich sehr gelungen und war mit ein Grund, warum ich den Thriller unbedingt lesen wollte. Wer das Buch liest, wird schnell erkennen, dass das Cover wunderbar zur Story passt. Optisch hat es mich wirklich überzeugen können. Da ich an der Story auch nichts zu meckern finde, kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen, da ich mich komplett auf die Story einlassen konnte. Mystery ist eigentlich nicht meins, aber hier wirkt es nicht aufgesetzt, sondern entscheidend, um die Wahrheit herauszufinden. Die Mittel, derer sich der Autor bedient hat, sind ausschlaggebend, um dem Thriller wirklich Pfiff zu verleihen. ★★★★

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Spannung pur

Von: Lovin Books

17.01.2017

Das tote Mädchen hat ein wundervolles Cover. Wenn man näher hinschaut entdeckt man zwar Mädchenbeine im Wasser (welches durchaus das tote Mädchen sein könnte), aber ich finde die Farbgebung sehr schön. Der Protagonist Daniel war mir von Anfang an sympathisch. Er ist der Quaterback der Footballmannschaft seiner Schule und damit natürlich sehr beliebt. Aber er ist überhaupt nicht abgehoben oder arrogant. Ihm erscheint auf Emily's Beerdigung ihr Geist und dieser fordert ihn auf die Wahrheit über ihren Tod heraus zu finden. Und hier fängt auch schon die Spannung an. Denn Daniel kann natürlich keinem sagen, dass er einen Geist gesehen hat. Er selber versteht teilweise nicht mehr, ob nun eine Situation real ist oder nicht. Es passieren ihm Dinge an die er sich nicht mehr erinnern kann und ich habe tatsächlich von Anfang an mitgerätselt was wohl dahinter steckt. Ob es Mord war? Wenn ja, wer ist der Mörder? Die Verstrickung mehrerer Personen ist hier sehr gut gelungen und ich wusste bis zum Ende nicht, wer der Mörder ist! Das hat mir richtig gut gefallen, denn so etwas findet man doch sehr selten. Der Autor schafft es den Spannungsbogen stetig weiter aufzubauen und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Durch die kurzen Kapitel geht es sogar noch schneller. Denn man kann mal eben sagen: "Nur noch dieses eine Kapitel!" und dann werden es doch 5,6 Kapitel mehr :D Wie gesagt war ich sehr angetan davon, was der Autor sich alles ausgedacht hat und das man so oft aufs Glatteis geführt wird. Man verdächtig fast jeden und am Ende war ich dann doch total überrascht... Das tote Mädchen ist der erste Jugendthriller, der mir richtig (!) gut gefallen hat. Die kleinen Mysteryelemente machen es zu einem rundum gelungenen Jugendbuch, welches durchaus auch das ältere Semester ansprechen könnte :D 5 von 5 Punkten!

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Steven James schafft mit diesem Debüt ein unglaublich fantastisches Leseerlebnis! Zum Cover : Das Cover finde ich persönlich sehr schön und passt gut zum Inhalt. Die bunten Farben der Blumen und das Türkis des Wassers harmonieren sehr schön und sind für mich ein Hingucker im Regal. Worum geht es : Es geht um den 16 jährigen Daniel, dem auf einmal der Geist einer verstorbenen Mitschülerin erscheint und der dann von Visionen geplagt wird. Zwischen dem auseinander halten von Realität und Vision soll er für das tote Mädchen aufklären wie sie gestorben ist, denn alle glauben es sei ein Unfall gewesen! Doch war es so? Meine Meinung : Steven James hat eine angenehme Schreibweise und sein Jugendkrimi ließ sich flüssig weg lesen. Neben der mysteriösen Hauptstorie beschreibt er auch die alltäglichen Probleme eines Jugendlichen in der Pubertät. Und Daniel muss sich zwischen Schule, Hausaufgaben, Football, Freunden und der Liebe um den mysteriösen Fall der toten Mitschülerin kümmern. Der Autor baut von Anfang an eine Spannung auf, die sich durch die ganze Storie zieht und sich sogar zum Ende hin steigert. Ausserdem regt er den Leser zum miträtseln an und wirft immer wieder häppcheneweise neue Indizien hin. Es gibt unerwartete Wendungen und ein sehr mitreißendes Finale. Deshalb habe ich es in nicht ganz zwei Tagen verschlungen und es fiel mir schwer es aus den Händen zu legen. Als Leser fiebert man mit Daniel mit und nicht nur er zweifelt im Laufe der Geschichte an seinen Verstand! Auch man selber fragt sich was ist real und was nicht. War es ein Unfall oder wenn nicht, wer ist der Mörder? Wie kommt Daniel mit diesem Irrsinn klar? Insgesamt wird Daniel als Hauptprotagonist gut beschrieben und man erfährt Stück für Stück etwas über ihn. Die Auflösung des ganzen Wahnsinns endet in einem spannenden Abschluss. Dennoch bleiben einige Fragen dem Leser unbeantwortet und hätten detaillierter beschrieben werden können, aber um nicht zu spoilern erzähle ich natürlich nicht was genau ich damit meine. Nur soviel: Die Familiengeschichte von Daniel, einige sich als wahr herausstellende Vermutungen bleiben ein Rätsel! Aber wie mein Mann immer so schön sagt "Man muss nicht immer alles bis zum Ende ausdiskutieren" und ich meine auch "man muss nicht immer alles bis zum bitteren Ende ausschreiben"! Manchmal liegt in der Kürze die Würze. Denn so bleibt es der Fantasie des Lesers überlassen, was er aus den Vorgaben und nicht geklärten Dingen macht. Steven James ist mit diesem Jugendkrimi sein Debüt in diesem Bereich gelungen! Auch wenn er sich in der einen oder andern Sache noch verbessern könnte.

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Schreibstil Mysteriöse Bücher für Jugendliche reizen mich immer wieder. Kein Wunder also, dass ich "Das tote Mädchen" von Steven James unbedingt lesen musste. Schon allein das Cover hat mich neugierig gemacht. "Das tote Mädchen" ist hierbei in erster Linie ein Jugendkrimi, der zum Miträtseln einlädt. Interessant fand ich hier in erster Linie, dass das Buch aus der Sicht eines Jungen geschrieben ist, der mit dem toten Mädchen offensichtlich nichts zu tun hatte. Daniel kannte Emily kaum und dennoch erscheint sie ihm, als eine Art Geist. Ob es in dieser Geschichte tatsächlich um Geister geht, lasse ich in meiner Rezension hier offen, aber ich kann verraten, dass der Autor eine tolle Mischung zwischen Wahn und Realität geschaffen hat. Irgendwann, im Laufe des Buches, kommt der Leser zusammen mit dem Protagonisten an den Punkt, an dem er selbst an sich zweifeln muss. Steve James Schreibstil ist sehr jugendlich. Neben der Mysterygeschichte in diesem Buch beschreibt der Autor auch noch das normale Highshool-Leben eines Teenagers zwischen Football, erster Liebe und Freunden. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen und ich denke, dass sich besonders jüngere Leser in diesem Buch sehr wohl fühlen werden! Charaktere - Daniel - Unser Protagonist ist ein normaler Teenie. Er spielt Football, hat einen tollen besten Freund und ist total verschossen in ein neues Mädchen an seiner Schule. Sein Leben gerät aus den Fugen, als er vor Emilys Sarg steht und diese sich bewegt und zu ihm spricht. Natürlich glaubt ihm erst einmal niemand, doch Daniel beginnt Nachforschungen anzustellen und begibt sich und seine Freunde damit selbst in Gefahr. Ich mochte Daniel. Er ist ein sympathischer Junge, genau wie all die Nebencharaktere. Zwar ist "Das tote Mädchen" kein Buch, das einem die Charaktere besonders nah bringt, doch der Autor hat all seine Personen ausreichend beschrieben, sodass ich mitfiebern konnte! Meine Meinung "Das tote Mädchen" ist ein Jugendbuch mit einer Geschichte zwischen Wahn und Wirklichkeit. Mit dem Hauptcharakter Daniel begeben wir uns auf die Suche nach der Wahrheit und bekommen wie durch Zauberhand immer neue Hinweise geliefert, an welchen Stellen zu suchen ist. Im ersten Moment fand ich es schade, dass Daniel und Emily sich kaum kannten, denn dadurch wurde ihr Tod zur Nebensache, aber letztendlich muss ich sagen, dass auch dies absolut zur Geschichte passt. Der Leser soll nicht mit der getöteten Emily mitfühlen, denn diese wird überhaupt nicht thematisiert. Sie bleibt ein Phantom, um sich komplett auf die Tätersuche konzentrieren zu können. Diese Tätersuche nimmt das ganze Buch ein. Daniel bekommt einige Hinweise, die er deuten muss, um auf die richtige Spur zu kommen. Im Laufe der Geschichte werden beinahe alle Charaktere verdächtig und der Leser wird animiert, selbst mitzuermitteln. Ein paar Details waren für mich zwar sehr vorhersehbar, doch dennoch bietet das Buch so einige Überraschungen. Der Autor schafft es, den Leser selbst zweifeln zu lassen. Kann ich Daniel vertrauen? Verfolge ich gerade die Geschichte eines Mörders? Das Ende kam dann recht schnell, für mich persönlich haben zwar noch einige Erklärungen zum Motiv und Tathergang gefehlt, aber dennoch fand ich das Ende passend. Schade ist nur, dass zum Schluss hin alles in einem zu schnellen Tempo ablief, der meiner Meinung nach nicht zu der sehr ruhigen Atmosphäre des Buches passen wollte. Fazit Auch wenn "Das tote Mädchen" eine sehr ruhige Erzählung ist, weiß der Autor doch, wie er eine mysteriöse Spannung aufbauen kann! Die Geschichte rund um die tote Emily und die Suche nach dem Täter eignet sich perfekt für junge Leser, die gerne miträtseln und mit Daniel gemeinsam dem Geheimnis auf die Spur kommen wollen!

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Aufmerksam war ich darauf geworden durch das Cover. Als mich dann auch die Beschreibung begeistern konnte, war ich voll drin und habe es sofort angefragt und glücklicherweise dann ja auch bekommen! Der Stil war für mich erst ein wenig verwirrend, weil ich bei dem Stil irgendwie immer mit der Ich-Perspektive gerechnet habe, aber auch die Er-Sie-Es-Perspektive hat ordentlich Würze in die Sache gebracht. Und mit ordentlich meine ich ganz schön viel! Schon zu Anfang ging der Grusel heftig los und ich hatte ehrlich Angst danach einzuschlafen. (Gut, ich bin ja auch ein kleiner Angsthase...) Aber das hat bei mir viel mehr den Kick ausgelöst immer und immer weiter lesen zu wollen! Die Spannung ist einfach fantastisch eingesetzt und dabei aber nicht auf eine makabere Art und Weise, sondern wirklich sinnvoll. Auch die Geschichte hat sich über das Buch bis zum Ende wirklich toll entwickelt. Neben einigen tollen Einfällen, die ich so noch nicht gelesen habe, konnte auch die Tiefsinnigkeit im Buch überzeugen. "Manchmal bleibt dir nur die Wahrheit." Wenn man nicht mehr zwischen Realität und Fantasie entscheiden kann, muss das wirklich hart sein, aber dafür hat Daniel die Sache auf seine Art wirklich gut gemeistert! Ich war wirklich begeistert, vor allem von dem Ende, dass mir insoweit die Angst genommen hatte, dass ich auch wieder normal schlafen konnte! Die Charaktere fand ich ebenfalls gut gewählt und vor allem mit einer Intensität beschrieben, dass man nie sicher war, wenn man eigentlich verdächtigen sollte. Daniel selbst? Seinen besten Freund? Seinen Vater? Die unscheinbare Neue? Herrlich! Wirklich toll gestaltet und genial umgesetzt! Insgesamt habe ich also eine wirklich überzeugende Geschichte und vor allem auch gute Geschichte vorgesetzt bekommen, nach der man sich, ähnlich wie bei besonders guten Essen, die Finger nach mehr leckt. Ich hoffe auch noch einige Bücher von James lesen zu können, weil mir dieses wirklich gut gefallen hat!

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