Leserstimmen zu
Erbe und Schicksal

Jeffrey Archer

Die Clifton-Saga (3)

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Inhalt (Klappentext von der Verlagseite) England 1945: Der Zweite Weltkrieg ist beendet. Harry Clifton, der sich aus den Hafendocks Bristols hochgearbeitet hat, und sein treuer Jugendfreund Giles Barrington, Sprößling der Schifffahrt-Dynastie Barrington, haben überlebt. Endlich hat Harry zu seiner großen Liebe gefunden, zu Giles' Schwester Emma Barrington. Doch ein langer Schatten droht auf die jungen Menschen zu fallen. In einer dramatischen Verhandlung obliegt es dem Haus der Lords festzulegen, wer das Vermögen der Barringtons rechtmäßig erben wird: Harry oder Giles. Harry weiß, dass die Entscheidung seine Verbindung mit Emma für immer zerstören könnte. Für die Familien Clifton und Barrington beginnt eine neue Epoche voller Intrigen und Verrat. Meinung Man könnte meinen, es würde langsam langweilig werden. Immer wieder schaut man den Cliftons und Barringtons zu, wie sie ihr Leben neu zusammenbauen und wie es dann wieder durch Intrigen und Verrat umgeworfen wird. Aber nein, es wird nicht langweilig. Jeffrey Archer denkt sich immer etwas Neues und Geniales aus. Ich bin hin und weg von dieser Buchreihe, die mit Band 3 noch lange nicht beendet ist. Soweit ich weiß, werden noch mindestens 3 weitere Bände erscheinen, der 4. im September 2016 und ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten. "Erbe und Schicksal" schließt sich wieder nahtlos am Vorgängerband an. Wir befinden uns immer noch in der Debatte, wer nun Erbe vom verstorbenen Hugo Barrington werden soll - Harry oder Giles. Diese Frage wird dann doch relativ schnell geklärt und wir kehren in den Alltag zurück, der immer mehr Tücken bereit hält. Neu ist, dass auch mal aus der Sicht von anderen Charakteren geschrieben wird. So lernen wir Harrys Sohn, Sebastian Clifton, näher kennen und, man mag es kaum glauben, Major Alex Fisher! Der Voldemort der Clifton-Saga. :D Fand ich echt klasse, dass auch mal aus seiner Perspektive erzählt wurde und dass er immer noch eine tragende Rolle spielt! Andererseits waren die Kapitel aus Giles und Sebastians Sicht dann doch arg lang. Hier hätte man ruhig etwas kürzen können und auch mal Emma zu Wort kommen lassen... Archers Schreibtil gefällt mir immer noch sehr gut. Er beginnt seine Kapitel oft mit einer wörtlichen Rede, allgemein sind Dialoge vorherrschend in den Büchern. Das lockert das Lesen tatsächlich sehr auf und man kommt so schnell voran. Er baut viel Gefühl und Spannung in seine Bücher, man kann perfekt in das England der 40er und 50er Jahre abtauchen. Langsam wird es auch politischer, Giles Barrington befindet sich im Wahlkampf. Hier hätte ich mir kleine Fußnoten zur Erklärung gewünscht. Zum Beispiel wie das britische Unterhaus arbeitet, was die Labour Partei von den Tories unterscheidet usw. Nicht jeder weiß das und sowas erst im Internet für sich selbst zu recherchieren dauert dann doch zu lang. Aber ich denke nicht, dass es in den Folgebänden Fußnoten geben wird. Was mich dann völlig fertig gemacht hat, war das Ende. Denn mal wieder wurde der fieseste Clif(ton)hanger aller Zeiten eingebaut! Wer damit nicht klar kommt, sollte die Bücher in einem Rutsch lesen, wenn sie alle erschienen sind. Fazit Ansonsten kann ich nur sagen, dass "Erbe und Schicksal" locker mit den Vorgängern mithalten kann. Ich liebe diese Familien-Saga!

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Jeffrey Archer ist es wieder sehr gut gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen. Gepaart mit den familiären Problemen und Intrigen kommt ein Großteil der Story eher etwas düsterer daher. Der gewohnt schöne Schreibstil nimmt der Leser schnell mit auf die Reise durch die Geschichte der Familien Clifton und Barrington. Immer wenn man denkt, so langsam könnte etwas Ruhe einkehren, kommt der nächste Intrigant um die Ecke und macht ein ruhiges Leben unmöglich. Die Figuren sind sehr plastisch beschrieben, so dass sie einem wie alte Bekannte vorkommen. Und alte Bekannte sind die meisten ja auch, jetzt im dritten Band der Reihe. Herauszustellen ist aber, wieder die großartige Art und Weise wie Jeffrey Archer den Figuren Leben einhaucht. Sie kommen einem alle so vor als wären es reale Personen. Das ist ganz großes Kino und nur wenige schaffen dies so herauszustellen. Besonders interessant beschrieben waren die Wahlen, die doch so anders ablaufen wie hierzulande. Sehr schön beschrieben auch das Verhältnis zwischen Harry Clifton und Giles Barrington, die trotz aller Intrigen immer wieder zueinander finden. Gelungen beschrieben auch die Lebensart der Briten, das teilweise etwas snobistische was mich durchaus etwas schmunzeln ließ. Gespannt bin ich insbesondere darauf, wie es mit der Familie weitergeht, vor allem mit den dieses Mal noch jugendlichen Mitgliedern Es ist schwer hier etwas über das Buch zu berichten was man nicht in den ersten beiden Teilen schon darüber geschrieben hat. Was mich immer wieder dem Wahnsinn nahebringt sind die Cliffhanger, die die Wartezeit auf den folgenden Teil extrem lang erschienen lässt. Für mich war das Buch für gute 4 von 5 Sternen gut, sowie eine Empfehlung.

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Jeffrey Archers dritter Band um Harry Clifton und die Barringtons ist genial. Das Buch knüpft nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängers an und ist ebenso gut erzählt. Es geht weiter, spielt in Argentinien, New York und England. Die Spannungsbögen sind exzellent gesetzt und wohltemperiert, fast, wie bei einer guten Klaviersuite. Das Ende hingegen ist weniger wunderbar für Leser: absolut spannend lässt der Autor ihn in der Luft hängen. Wie es weitergeht, erfahren wir wohl erst im September auf Deutsch. Lesenswert :D ARCHER, J. (2016): Erbe und Schicksal - die Clifton Saga Band 3, Goldmann Verlag

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Mit der Clifton Saga hat Jeffrey einer der größten und gewaltigsten Familiensagas überhaupt erschaffen. Schon die ersten beiden Bände konnten mich gnadenlos überzeugen und in den Bann ziehen. Daher hab ich auch etwas gezögert bis ich diesen begonnen habe. Warum? Ich wollte einfach nicht schon wieder Abschied nehmen, weil ich sie einfach so sehr liebe. Der 3.Band schließt nahtlos an den Vorgänger an. Es besteht auch keinerlei Problem in das Geschehen hineinzufinden. Zum einen sind die Charaktere sehr vertraut, zum anderen erhält man immer wieder Rückblicke, die den Einstieg erleichtern. Sofort war ich wieder in der Welt von Harry und Giles und hab mit ihnen gelitten, geliebt und geweint. Dieser Band besticht vor allem durch sorgsam und gut durchdacht gesponnene Intrigennetze, die selbst hartgesottene Leser wie mich an den Rand der Verzweiflung brachten. Es gab Momente da hätte ich wirklich die betreffende Person gern geschüttelt oder quer durch den Raum geschleudert. Die Wut und die Fassungslosigkeit ist wirklich enorm und hat mich immer wieder an den Rand des Abgrunds getrieben. Man muss dabei aber auch sagen, das es eine recht komplexe Geschichte ist, um genau zu sein zwei. Aber ich hatte keine Probleme diese zu verstehen, auch wenn sie viel in der Politik gespielt haben. Man begegnet hier alten Charakteren, die man nie wiedersehen wollte, aber man trifft auch auf neue. Die einen sind an Abgründigkeit einfach nicht zu überbieten. Aber dann gibt es auch Charaktere die mein Herz erwärmt haben und einfach die ganze Menschlichkeit spüren ließen. Das sind diese Momente wo man wieder an das Gute im Menschen glaubt. Harry und Giles haben hier einiges zu meistern. Dabei geht es um perfide Intrigen in der Welt der Politik. Aber auch um Sebastian, Harrys Sohn geht es hier. Er hat mir unheimlich gut gefallen. Auch sein Weg ist steinig und von Verzweiflung und Wut durchzogen. Er hat mich sehr berührt mit seiner Art. Seine Sorglosigkeit und sein jugendlicher Leichtsinn der uns teilweise begegnet hat mich immer wieder zum schmunzeln gebracht. Ich konnte seine Emotionen unheimlich gut spüren. Jeffrey Archer gelingt es, seine Charaktere so liebevoll und ausdrucksstark zu gestalten, das sie einfach immer lebendiger werden. Man betrachtet sie als Freunde und möchte sie einfach nicht mehr missen. Man durchläuft hier einen Strudel aus Ängsten, Intrigen, Macht und Loyalität. Man sollte sich jedoch auch klar sein, das der Fokus von Buch zu Buch immer mehr auf dem Nachwuchs liegt, das macht ja eine Familiensaga auch aus. Ich bin nicht eine Minute zum Luft holen gekommen und habe schon extra langsam gelesen, um es einfach mehr zu genießen. Der Abschluss hat mich dann nochmal in einen tiefen Abgrund gestürzt, der mich dem nächsten Band der im September erscheint, entgegenfiebern lässt. Obwohl das Geschehen doch recht vorhersehbar ist, so tut dies der Spannung keinen Abbruch. Ich liebe diese Saga einfach über alle Maßen. Hier erfahren wir die Form eines auktorialen Erzählers. Er lässt uns sowohl in die Perspektiven von Sebastian, Harry, Giles und verschiedenen anderen Personen blicken. Je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Mir hat das enorm gut gefallen. Man konnte so die Personen sehr gut kennenlernen und sie verstehen. Sie gwannen so einfach mehr Tiefe und wirkten die ganze Zeit über ausdrucksstark und authentisch. Ihre Handlungen und Gedankengänge waren stets gut nachvollziehbar gestaltet. Das Buch ist in mehrere Teile unterteilt, es spielt in der Zeit von 1945 -1957. Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Der Schreibstil des Autors ist fließend und stark einnehmend, aber auch absolut bildgewaltig und mitreißend gehalten. Das Cover und der Titel passen sehr gut zum Inhalt des Buches. Fazit: Erneut ist es Jeffrey Archer gelungen, mich in die Welt der Cliftons und Barringtons zu entführen. Es warten einige Intrigen, Liebschaften, Erfahrungen und Kämpfe auf den Leser. Enorm spannend, abgründig und sehr gut durchstrukturiert. Das Buch hat mich einfach wieder völlig entfesselt und meinen Emotionen freien Lauf gelassen. Für mich eine der besten Familensagas überhaupt. Unbedingt lesen. Ich vergebe 5 von 5 Punkten.

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Nachdem ich bereits den ersten und zweiten Teil der Familiensaga gelesen habe, freute ich mich auf den dritten Teil. Mittlerweile sind insgesamt fünf Teile vorgesehen. Ich mag die Bücher von Jeffrey Archer, deshalb möchte ich auch alle Teile dieser Saga lesen. Obwohl es immer etwas schwierig ist, eine Familiengeschichte in mehreren Bänden zu verfolgen, man verliert zwischenzeitlich doch ein wenig den Überblick, wenn man nicht alle Bände direkt hintereinander lesen kann. Beschreibung des Buches: „Erbe und Schicksal“ von Jeffrey Archer ist 2016 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch erschienen. Es hat 510 Seiten. Das Titelbild zeigt in hellgrün gehalten ein Pärchen, das vor einem Flugzeug steht. Das Bild passt wie immer gut zum Roman. Leichter Nebel umspielt die Szene. Kurze Zusammenfassung: Der Roman knüpft an den zweiten Band „Das Vermächtnis des Vaters“ der Familiensaga an. Die Zeit: England 1945, die nächste Generation wächst heran. Das Buch ist in zwei Hauptstränge aufgeteilt: Während es im ersten Teil zunächst um das Erbe der Familie Barrington und hier speziell um Giles Barrington geht (Hochzeit und Erbe, Machtkampf zwischen Giles Barrington und Alex Fisher, die beide um einen Parlamentsposten kämpfen), so liegt der Fokus im zweiten Teil auf Harrys Sohn Sebastian, der in eine üble Machenschaft hineingezogen wird. Dieser dritte Band der Saga spielt in den Jahren 1945 – 1957. Mein Leseeindruck: Auch dieser Roman ist wie seine Vorgänger in verschiedene Zeitabschnitte und mit Sicht auf die verschiedenen Protagonisten unterteilt. So kann man hier als Leser aus den unterschiedlichsten Perspektiven das Geschehen mitverfolgen. Für den Überblick über die verwandtschaftlichen Verhältnisse gibt es in den Innenseiten der Buchdeckel die Stammbäume der beteiligten Familien zum Nachschauen. Um diesem Roman folgen zu können, sollte man schon die ersten beiden Teile gelesen haben, sonst kann man nicht gut in die Geschichte eintauchen. Selbst wenn man diese Bände gelesen hat, so verblassen einige Details nach ein paar Monaten. Da sind die Stammbäume durchaus hilfreich. Mir gefällt auch weiterhin der Schreibstil Jeffrey Archers. Leider finde ich die Aufteilung in diesem Buch mit dem Haupt-Fokus auf nur zwei Personen (Giles und Sebastian) ein wenig eintönig, hier hätte man etwas mehr „Leben“ durch etwas mehr unterschiedliche „Themen“ und „Protagonisten“ hineinbringen können. Die Beschreibungen des Lebens in den Nachkriegsjahren in den Städten (insbesondere London) hat mir wiederrum gut gefallen. Wie auch in den ersten Teilen der Saga gibt es auch hier wieder viel Gefühl und Spannung. Man kann eintauchen in die 40er und 50er Jahre Englands. Leider hat Jeffrey Archer auch bei diesem Band wieder einen Cliffhänger eingebaut, so dass man wieder monatelang auf den nächsten Teil warten muss, um zu erfahren, was genau – und wem – passiert ist. Fazit Auch den dritten Teil der Clifton-Saga finde ich spannend und gut gelungen. Ein Buch für alle, die Familiengeschichten lieben. Deshalb möchte ich auch den 4. Teil gerne lesen.

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Runde 3

Von: Eliza

08.05.2016

Dieser Serie bin ich einfach verfallen, selten hat eine Reihe einen solchen Suchtfaktor für mich gehabt, wie die Clifton-Saga. Das Cover hat einen hohen Identifizierungswert zu den vorangegangenen beiden Bänden. Der Wiedererkennungseffekt ist dementsprechend sehr hoch und man kann in der Buchhandlung oder den diversen Online-Portalen quasi gar nicht daran vorbei. Auch die Geschichte bietet wieder alles was das Leserherz in den ersten beiden Bänden so gemocht hat: Liebe, Intrigen, Machtspiele, Schicksal und Spannung bis zur letzten Seite. Harry und Giles „kämpfen“ um das Erbe, wird Harry mit Emma zusammenbleiben können oder muss er sich der Entscheidung dem Haus der Lords beugen. Die Story beginnt dramatisch und die Spannung zieht sich wie ein roter Faden durch dieses Buch. Als Leser hat man kaum Zeit zum Atem holen, denn eine Intrige jagt das Nächste und das Schicksal ist auch nicht immer gnädig. Was mir wieder gut gefallen hat, ist das die Geschichte weiterhin aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Für mich macht es das Ganze interessanter, die Gedanken der einzelnen Figuren erleben zu können und in ihr Seelenleben blicken zu dürfen. Schön finde ich auch, dass nun zum ersten Mal die jüngere Generation erzählt, Sebastian, der Sohn von Harry und Emma, bekommt hier einen großen Anteil und das finde ich gut. Man merkt regelrecht wie Archer versucht noch die Waage zu halten zwischen der „alten“ und „neuen“ Generation, aber ich denke dem Verlauf der Reihe tut es gut, Sebastian und auch Jessica (seine kleine Schwester) in die Starpositionen zu bringen. Besonders mitgefiebert habe ich in diesem Roman mit Emma, sie tritt aus dem Schatten ihres Mannes (Harry), der als Schriftsteller Karriere macht, als auch aus dem Schatten ihres Bruders, der sich sehr in der Politik engagiert. Sie verwirklicht ihren Traum und ergreift die Gelegenheit beim Schopf und macht erstmals etwas was ihre Karriere voran bringt. Zwar weiß ich nicht so recht wie ich mir die Zeit bis September vertreiben soll, aber irgendwie wird es wohl gehen müssen, obwohl der Cliffhanger am Ende wieder ganz böse ist. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich hoffe natürlich, dass es auch diesmal wieder gut ausgeht. Ich kann diesen Band wieder nur allen Fans der Clifton-Saga empfehlen. Allen die neugierig geworden sind sei gesagt, bitte fangt bei Teil 1 an, sonst macht das Ganze keinen Spaß und ich glaube auch, dass man diese Bücher nicht einzeln leben sollte (vieles wird man einfach nicht verstehen oder nicht in seiner Tiefe erfassen, wenn man das Vorwissen der ersten beiden Bände nicht hat). Vielen Dank an den Heyne Verlag und die Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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"Erbe und Schicksal" ist bereits der dritte Teil von Jeffrey Archers "Clifton-Saga" und auch wenn dieses Buch problemlos unabhängig von den Vorgängern zu lesen ist, nimmt man sich selbst viel Lesevergnügen, wenn man nicht mit dem ersten Teil beginnt. Wie bereits in den vorhergehenden Bänden wird chronologisch fortlaufend aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Neben Harry, der im Verlauf der Handlung immer mehr in den Hintergrund tritt und somit Raum für seinen Sohn Sebastian schafft und Giles, deren Perspektiven wir aus den Jahren davor kennen, gibt es auch einige neue Blickwinkel, die das Handlungsgeschehen noch umfassender für den Leser darstellen. Über "Erbe und Schicksal" lässt sich kaum etwas sagen, was man nicht bereits bei den ersten beiden Bänden gedacht oder geschrieben hat - ein hervorragender Lesefluss und ein erzählerisches Können, dass nicht nur den Leser gebannt die Seiten umblättern lässt, sondern auch trocken politische Themen wie Parlamentswahlen zu einem spannenden Ereignis macht. Die hervorragenden Charakterisierungen von Jeffrey Archer lassen uns auch in diesem Band nicht im Stich und der Cliffhanger ist in diesem Buch mit Abstand der gemeinste, da man nun mehrere Monate auf die Fortsetzung warten muss. Eine mitreißende, spannende Lektüre, hervorragend erzählt, die jeden willigen Leser ins England der Nachkriegszeit katapultiert.

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Die Clifton-Saga geht in Runde 3 England 1945: Der Zweite Weltkrieg ist beendet. Harry Clifton, der sich aus den Hafendocks Bristols hochgearbeitet hat, und sein treuer Jugendfreund Giles Barrington, Sprößling der Schifffahrt-Dynastie Barrington, haben überlebt. Endlich hat Harry zu seiner großen Liebe gefunden, zu Giles' Schwester Emma Barrington. Doch ein langer Schatten droht auf die jungen Menschen zu fallen. In einer dramatischen Verhandlung obliegt es dem Haus der Lords festzulegen, wer das Vermögen der Barringtons rechtmäßig erben wird: Harry oder Giles. Harry weiß, dass die Entscheidung seine Verbindung mit Emma für immer zerstören könnte. Für die Familien Clifton und Barrington beginnt eine neue Epoche voller Intrigen und Verrat. [ Quelle: Heyne ] Harry Clifton ist erwachsen geworden Lang ersehnt und endlich da - der neue Teil der Clifton-Saga. Nachdem ich den ersten Teil eigentlich noch ohne große Erwartungen gelesen hatte, war ich nach dem Zuschlagen dieses ersten Teils aber voll infiziert. Seitdem fiebere ich ständig dem Erscheinungstermin des neuen Bandes entgegen. Und nun war es im April wieder soweit. Bereits der dritte Teil der für sieben Teile geplanten Reihe beschäftigt sich wieder mit dem Leben von Harry Clifton und seinen Freunden Emma und Giles Barrington. Teil 2, der da heißt Das Vermächtnis des Vaters endete ja mit einem ganz miesen Cliffhanger. Gerichtlich mussten sie klären lassen, ob Harry der rechtmäßige Erbe des Barrington-Imperiums sein soll oder ob dies Giles bleibt. Obwohl vor allem Harry nicht an dem Unternehmen und allem, was dazu gehört, interessiert ist, fiebert auch er dieser Entscheidung entgegen. Sollte nämlich festgestellt werden, dass er von nun an als legitimer Sohn von Hugo Barrington gelten solle, wäre ihm eine Heirat mit Emma, seiner großen Liebe, für immer verwehrt. Denn in diesem Fall würden sie fortan als Bruder und Schwester gelten. Cliffhanger nur stiefmütterlich abgehandelt Nachdem der Leser also fast ein Jahr darauf gewartet hat, um zu erfahren, wie es denn mit den Dreien weitergeht, wird die große Frage nachher nur mal kurz aufgeklärt und dann... weiter im Text. Die ganze Sache wird innerhalb weniger Seiten aufgeklärt und dann springt die Handlung sechs Jahre in die Zukunft. Da hat man einfach so unglaublich deutlich gesehen, dass der gerichtliche Prozess rein aus verkaufstechnischen Gründen nicht noch in Band 2 aufgelöst wurde. Da wollte Herr Archer wohl einfach nur sicherstellen, dass auch sein nächstes Buch wieder reißenden Absatz findet. Soviel kann schon einmal vorweg genommen werden: auch in Erbe und Schicksal bedient er sich wieder dieser Hilfe. Ich persönlich bin da kein großer Fan von. Was die weitere Handlung angeht, muss man wohl ein wenig differenzieren, denn wenn man genau sein will, dann besteht das Buch aus zwei Handlungssträngen. Diese laufen aber nicht parallel, was auch gar nicht geht, da sie zeitlich aufeinanderfolgen. Zunächst begleitet man, wie erwartet, Harry, Emma und Giles. Die beiden erstgenannten können endlich heiraten und gemeinsam mit ihrem Sohn Sebastian eine Familie gründen. Giles dagegen konzentriert sich auch weiterhin auf seine Karriere als Abgeordneter des Unterhauses. Da taucht mit Alex Fisher ein alter Bekannter aus dem Auftaktband wieder auf und versucht, der Barrington-Familie in jeglicher Hinsicht das Leben schwer zu machen. Ein Buch - zwei Geschichten Der Handlungsstrang um Giles und vorallem auch Alex Fisher ist in sich recht abgeschlossen. Etwa zur Hälfte des Buches beginnt eine eigentlich komplett andere Geschichte. Zum großen Teil dreht sie sich nun um Sebastian, den Sohn von Emma und Harry. Er ist inzwischen zu einem jungen Mann heran gewachsen und beginnt, auf eigenen Füßen zu stehen. Doch wo sein Vater pflichtgebewusst und ehrgeizig war, da ist der Sohn eher ein ausgewachsenes Früchtchen. So kommt es, dass er vorzeitig in die Ferien geschickt wird und sich nicht so recht nach Hause traut. Auf die Geschehnisse, die in der ersten Hälfte des Buches erzählt wurden, werden gar nicht oder wenn, dann nur ganz kurz, noch aufgegriffen. Getrennt voneinander betrachtet waren beide Geschichten nicht schlecht, aber von Hocker gerissen haben sie mich auch nicht unbedingt. Gerade in der Erzählung rund um Giles' Versuch, wieder ins Unterhaus gewählt zu werden, empfand ich die Story manchmal etwas zu kompliziert dargestellt für diese Reihe. Die Intrige, die dort gesponnen wurde, war mir ein wenig zu gekünselt und auch die Sache mit dem Verkauf und Ankauf der Aktien... hach ja, man kann es eben auch kompliziert machen. Die zweite Geschichte dagegen war um einiges einfacher gestrickt. Hier ist mir aber sehr stark aufgefallen, dass Band 3 doch sehr stark von Geschehnissen außerhalb der eigentlichen Familie geprägt wird. Das war in den beiden Vorgängern noch etwas anders. Wie Archer sein Erfolgskonzept über den Haufen warf... Besonders gut gefallen hat mir die Reihe zu einem großen Teil wegen Jeffrey Archers Art, seine Geschichte zu erzählen und aufzubauen. Die Perspektive wechselte immer wieder zwischen den wichtigsten Personen, wobei mir persönlich immer am besten gefallen hat, wenn ein und dasselbe Ereignis aus zwei unterschiedlichen Sichtern erzählt wurde. Archer hat das wirklich gut drauf und obwohl man bereits wusste, wo die Geschichte hingeht, war es trotzdem immer wieder spannend. Im aktuellsten Band der Reihe findet man ebenfalls wieder die Wechsel der Erzählperspektiven. Allerdings fehlte mir dieses Mal die zeitliche Überschneidung. Die Geschichte läuft ständig fort, wird dabei eben von unterschiedlichen Charakteren dargestellt. Das fand ich unglaublich schade, denn gerade die bekannte Art der Vorgänger hat den Charme der Reihe so sehr ausgemacht. Auch was die Charaktere angeht, war ich etwas enttäuscht. Seit nun drei Büchern begleitet man Harry, Emma und Giles. Einige wichtige Personen mussten ja bereits ihr Leben lassen und auch bei den gerade genannten merkt man so langsam wie sie immer weiter aus dem Fokus geschoben werden. Vor allem Harrys und Emmas Sohn Sebastian scheint nun die Rolle des Protagonisten einzunehmen. Leider mochte ich ihn rein persönlich nicht so ganz, das mag daher individuell von Leser zu Leser schwanken. Doch irgendwie befürchte ich, dass (vorausgesetzt, dass die Jahre auch weiterhin in dieser Geschwindigkeit vorbeiziehen) Harry, Emma und Giles das Ende der Reihe nicht mehr erleben werden. Gutmenschen und böse Schurken Ob man eine Person in einem Buch mag oder nicht, ist wohl die eine Sache. Aber etwas ganz anderes ist die Gestaltung der Charaktere, wenn sie so eindimensional erfolgt ist, wie hier. Denn was diesen Umstand angeht, hat Jeffrey Archer tief in der "Schwarz-Weiß-Kiste" gegraben. Scheinbar gibt es in seiner Welt nämlich nur absolute Gutmenschen, die im Leben noch keinen schlechten Gedanken hatten und richtig böse Bösewichter. Und die sind dann gleich dermaßen skurpellos, dass es schon kaum noch glaubhaft ist. Dabei wäre das eigentich gar nicht nötig gewesen. Wenn man den Guten ein wenig mehr Ecken und Kanten gegeben hätte, wäre das zum einen sehr viel glaubhafter rüber gekommen und zum anderen hätte es der ganzen Geschichte auch noch ein wenig Pepp verpasst. Und auch nicht durch und durch böse Menschen machen ab und an mal nicht so gute Dinge. Dafür hätte Archer nicht gleich den Teufel höchstselbst auftreten lassen müssen. Zusammenfassend lässt sich sagen... Der dritte Teil der Clifton-Saga hat einen gewaltigen Sturz in den Keller hingelegt. Erbe und Schicksal kann mit seinen beiden Vorgängern kaum bis gar nicht mithalten. Warum Archer von seiner bewährten Methode abgewichen ist, ist mir ein Rätsel. Ein Geniestreich war das auf jeden Fall nicht. Natürlich habe ich mich unglaublich gefreut, die altbekannten Charaktere wieder zu sehen, doch ich hätte mir wirklich gewünscht, der Autor wäre in jeglicher Hinsicht etwas konsequenter gewesen. Nun lässt sich nur hoffen, dass Archer in Band 4 wieder zu seiner alten Größe zurückfindet.

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