Leserstimmen zu
Erwin, Enten & Entsetzen

Thomas Krüger

Erwin Düsedieker (3)

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Mein erster Entenkrimi

Von: Daniela

07.11.2015

Erwin Düsendieker hat seine Heimat Bramschebeck noch nie verlassen und hat eigentlich auch keinen Bedarf, dies zu ändern. Doch dann verschwindet seine Freundin Lina während eines Urlaubs bei ihrer Schwester auf der Insel Oddinsee und die Zeitungen berichten von einer unbekannten Toten. Zusammen mit seinen Enten Lothar, Lisbeth und Alfred und seinen Freunden Arno und Hilde macht sich Erwin auf nach Oddinsee, um Lina zu suchen - und kommt dabei einer ganzen Reihe von Verbrechen auf die Spur. "Erwin, Enten & Entsetzen" ist bereits der dritte Band um Erwin und seine Enten. Man muss allerdings die ersten beiden Romane nicht gelesen haben, um der Handlung folgen zu können - zwar wird einige Male auf die früheren Romane verwiesen, aber die eigentliche Handlung versteht man auch ohne Vorkenntnisse. Ich kannte Erwin vor diesem Band nicht und ausgehend vom Titel hätte ich deutlich mehr albernen Humor erwartet. Tatsächlich war die Grundstimmung stellenweise eher düster und es floss deutlich mehr Blut als erwartet. Die Suche nach der verschwundenen Lina erweist sich dann auch als äußerst spannend mit einigen unerwarteten Wendungen. Aufgelockert wird das Ganze dann aber doch von den titelgebenden Enten, die - wenn man nicht gerade um ihr Leben bangt - es immer wieder schaffen, ein wenig Humor und Warmherzigkeit ins Spiel zu bringen. Punktabzug gibt es dagegen für die drei menschlichen Hauptfiguren, die stellenweise einfach zu „einfach“ gestrickt sind – so ganz nimmt man ihnen ihren detektivischen Spürsinn jedenfalls nicht ab. Und auch Erwins ausufernde Fantasien, die teils schon an Wahnvorstellungen grenzen, sind teilweise sehr anstrengend zu lesen. Fazit: ein spannender Krimi mit kleinen Abstrichen und großem Entenbonus.

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Super Spannend! Verständlich, einfach ein tolles Buch. Muss man gelesen haben :)

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Normalerweise höre ich nicht das Hörbuch, wenn ich gerade erst das Buch gelesen habe. Meist entscheide ich mich für ein Medium und bleibe, gerade bei einer Reihe, dabei. Manchmal finde ich es nett, ein Hörbuch zu hören, wenn ich das BUch schon vor einiger Zeit gelesen habe - oder andersherum, weil ich anders höre als lese. Hörbücher sind da eher 'das schnelle Buch für unterwegs'. Auch immer gut, wenn man keine Zeit hat, die vorangegangenen Teile zu lesen, man aber eine Erinnerungshilfe braucht. Bei manchen Büchern lohnt sich aber auch sowohl als auch. Zum Beispiel dann, wenn ich das Buch richtig, richtig gut finde, aber es ein bisschen anspruchsvoll ist. Denn dann habe ich manchmal Probleme, alle Kleinigkeiten bewusst zu lesen und aufzunehmen. Und da hilft es, anschließend das Hörbuch zu lesen. Meine Güte, was für eine lange Einleitung, aber jetzt geht es los! 'Erwin, Enten & Entsetzen' ist ein durchaus anspruchsvolles Buch, da Thomas Krüger erstens eine sehr poetische Sprache benutzt und er zweitens immer mal wieder irgendwelche abgedrehten Dinge einbaut. Hier sind es die Odyssee und die Edda (zum Glück nicht im Original). Da kommt es zuweilen zu Unaufmerksamkeiten meinerseits. Natürlich lese ich nicht das gleiche Buch zwei Mal hintereinander, aber ich habe während des Hörens des Hörbuches festgestellt, dass ich einiges 'überlesen' hatte, oder gleich wieder vergessen. Oder ich habe mich über eine Stelle gefreut, weil sie mir im Buch so gut gefallen hat. Manches habe ich beim Lesens jedoch als sehr viel dramatischer empfunden, besonders die Entwicklung von Erwin. Anderes war gewichtiger im Hörbuch, zum Beispiel Arno und Hilde. Und natürlich hat das auch was damit zu tun, wer das Buch liest. Hier wieder Dietmar Bär natürlich, der auch die anderen Teile gelesen hat. Und ja, er hat ein gutes Gespür für die ostwestfälische Rettungstruppe. Seltsamerweise ist er für mich eher Arno als Erwin - das mag aber daran liegen, dass ich Erwin den Dorftrottel eh nie so richtig abgenommen habe. Lesen und hören ist immer subjektiv! Schauspielerisch hält sich Dietmar Bär zum Glück zurück, spielt nur mit den 'Dialekten' und ist ansonsten eher der ruhige, geduldige Vorleser, der mehr Wert auf das Wort legt als auf Selbstdarstellung. Manchmal war mir das zu 'öde', insgesamt gefällt mir das aber ganz gut. Fazit? Die Kombination Erwin-Krimi mit Dietmar Bär passt hundertprozentig, und so ist das Hörbuch für mich eine wunderbare Ergänzung zum Buch. Und nein, ich kann mir das eine ohne das andere nicht vorstellen.

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Der dritte Teil der Krimireihe um Erwin Düsedieker ist anders. Nicht nur, dass der Held mit seiner Entourage das beschauliche Ostwestfalen verlässt - zum Glück in Richtung Norden - , irgendwie ist Erwin verändert. Vielleicht liegt das an dem mythologischen Lesestoff, vielleicht an Alfred. Wer wie ich die ersten beiden Teile gelesen und geliebt hat - auch wegen der tollen Sprache, die Thomas Krüger benutzt, immer ein bisschen poetisch, immer ein wenig verschlungen und schnörkekig - der wird auch 'Erwin, Enten & Entsetzen' lieben, natürlich. Allerdings fand ich es irritierend, wie sehr Erwin hier zu sich selbst findet und sich mehr noch als zuvor als ein Mensch zeigt, der intellektuell sehr viel zu bieten hat. Vielleicht liegt das an den veränderten häuslichen Umständen, vielleicht auch daran, dass er endlich Unterstützung erfährt, ja, zum Anführer einer bunten Truppe wird. Und es geht sehr viel spannender zu, finde ich. Sicherlich sind auch 'Erwin, Mord & Ente' und 'Entenblues' spannend, aber eher gegen Ende, beim Showdown. Hier habe ich schon sehr viel früher damit angefangen mitzufiebern und zu bangen. Vielleicht, weil Lina einfach ein Sympathieträger erster Güte ist und der Leser natürlich Anteil an ihrem Schicksal nimmt. Vielleicht aber auch, weil von Anfang an unheilvolle Dinge geschehen - oder es wenigstens so aussieht. Da wird der Leser sehr schnell in den Bann der schicksalhaften Verstrickung gezogen, auch unterstützt durch die Zitate, denn lustig ist das wenig. Natürlich kommt auch hier der Humor nicht zu kurz, wenn auch beinahe ausschließlich auf Kosten von Arno. Meist liegt er jedoch auch in der Ausdrucksweise und der Wortwahl. Erwin ist jedenfalls schon lange keine Lachnummer mehr! Stilistisch, nun, was soll ich schreiben? Thomas Krüger beherrscht seine Sprache, hat seinen Rhythmus und schreibt Bilder aus Poesie und Liebe zum verdrehten Denken. 'Wenn Schiffe Eltern hatten...' - dieser Satz (der natürlich noch weitergeht) hat mich beinahe umgeworfen (zum Glück liege ich beim Lesen), weil er so wunderbar das Naive im Denken Erwins versinnbildlicht - für mich. Oder, um es anders auszudrücken: Obwohl Erwin auf eine gewisse Art erwachsener ist, bleibt ihm das Kindliche, das die Geschehnisse erträglicht macht. Aus irgendeinem Grund habe ich das Gefühl, diese Reihe wäre eine Trilogie. Zum einen fände ich das von den Covern her schön. Außerdem reichen drei Enten. Und Ewin hat sich nun endgültig von seinem Vater befreit und kann jetzt gut in den Sonnenuntergang reiten. Eine neue, bessere Familie hat er eh. Aber dieser Gedanke macht mich auch ein bisschen traurig. Denn irgendwie ist mir Erwin und seine Umwelt ans Herz gewachsen - vielleicht auch, weil sie mir so vertraut ist! Fazit? Selten habe ich die Entwicklung eines Protagonisten so intensiv miterlebt. Ein wundervoller dritter Teil.

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Erwin Düsendieker hat es im Gefühl. Irgendwas stimmt da nicht! Seine Freundin Lina Fiekens ist zu ihrer Schwester auf die Insel Oddinsee gefahren um diese endlich mal wieder zu besuchen. Aber plötzlich bricht der Kontakt ab! Und dann wird in der Zeitung auch noch von mysteriösen Morden auf der Insel berichtet. Also verlässt Erwin zum ersten Mal in seinem Leben sein Heimatdorf und begibt auf die Suche nach Lina. Natürlich mit von der Partie sind da seine Lauf- und Ermittlungsenten Lothar und Lisbeth. Dessen Spross der rabenschwarze und gar nicht brave Enterich Alfred lässt sich auch nicht bitten :-) Uff! Was eine Fortsetzung der beiden ersten Teile "Erwin, Mord und Ente" und "Entenblues". Ich bin immer noch auf Hochspannung! Oh Mann, oh mann, oh mann... Wie oft ich mir die Enten unter den Arm klemmen und sie im Schweinsgalopp in Sicherheit bringen wollte kann ich nicht mehr zählen! Aber auch Erwin (ok, den könnte ich wohl nicht unter den Arm klemmen), den hätte ich dann eben auf einem Stuhl festgebunden und dann wäre ich zur Polizei gerauscht und hätte denen den Marsch geblasen! Ich sags euch! Die Geschichte von Erwin und seinen Enten hat mich ab dem ersten Band soo gebannt und gleichzeitig verzaubert! Wer könnte sich auch solch herzensguten Personen bzw Laufenten entziehen?!? Also ICH nicht! Auch bei 3. Band ist es Thomas Krüger wieder voll und ganz gelungen ein vielschichtiges und durchdachtes Meisterwerk zu schaffen. Und zu der Stimme von Dietmar Bär brauch ich glaub nix mehr sagen, die passt einfach perfekt. Bei diesem Band fällt auf, wie Erwin, der Dorfdepp (das sind nicht meine Worte!) sich immer mehr entwickelt. Wie er aus dem Schatten seiner Vergangenheit immer mehr hervortritt. Bravo! Teilweise wünsche ich mir seinen Mut (und seine Enten)! Hier gebe ich 10 von 5 Sterne und keinen weniger!!! Oder sollte ich einen abziehen, weil nun wieder die lange Zeit des Wartens auf Fortsetzung kommt? Wie soll ich das nur aushalten?

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