Leserstimmen zu
Basar der bösen Träume

Stephen King

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Stephen King Basar der bösen Träume (Heyne) Hier werden Albträume wahr Abermals legt Stephen King, u. a. Träger des renommierten »O.-Henry-Preises«, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Von den insgesamt 20 Storys wurden bislang erst drei auf Deutsch veröffentlicht. Die Originale erschienen teilweise in Zeitschriften; andere sind bislang gänzlich unveröffentlicht. Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder, wie er selbst in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für Sie geschrieben. Aber seien Sie vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.« Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem »Edgar Allan Poe Award« den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Basar der bösen Träume. © Heyne & Shane Leonard Meinung zur Veröffentlichung: "Ich schreibe so lange, wie der Leser davon überzeugt ist, in den Händen eines erstklassigen Wahnsinnigen zu sein." Stephen King Stephen King erweist sich in der Sammlung von Kurzgeschichten und Gedichten, die den Titel Basar der bösen Träume trägt, als begnadeter Erzähler. Auch, oder vielleicht sogar gerade in seinen Kurzgeschichten zeigt sich deutlich, dass man eine King-Geschichte nicht als reine „Horror“-Story lesen sollte, sondern die eigentliche Handlung mehr als Metapher für etwas übergeordnetes, wesentlich persönlicheres steht. Man spürt, dass King, dessen Schreib- und Erzählstil sich in den letzten Jahren spürbar verfeinert hat, seine erzählerische Mitte gefunden zu haben scheint, sich keinen Deut mehr um andere Meinungen zu scheren braucht und gradlinig sein Ding durchzieht. Dies gibt ihm eine Selbstsicherheit, die sich angenehm in seine Erzählungen einbringt und diese zu etwas machen, was alles andere als „Pulp“ ist, sondern Literatur, die sich „bodenständiger“ Stilmittel bedient um etwas wesentlich komplexeres zu schaffen. Die Kurzform einer Geschichte ist dabei meiner Meinung nach immer noch die Stärke des Autors, gelingt es ihm hier, nicht zu ausschweifend zu formulieren, sondern sich auf den wesentlichen Kernpunkt seiner Aussage zu konzentrieren. Das gibt den Geschichten ein oftmals straffes Erzähltempo und dank der häufig guten Ausarbeitung der Charaktere sogar literarische Tiefe! „I keep a stiff upper lip and I shoot from the hip“ AC/DC Basar der bösen Träume (Originaltitel: „The Bazaar of Bad Dreams”) erscheint u.a. als gebundene Ausgabe bei Heyne (768 Seiten, €22,99, verschiedene Übersetzer). Zu jeder der zwanzig Geschichten gibt es eine individuelle, sehr autobiografische Einleitung des Autors. Zudem hat Heyne den Montag als King-Tag ernannt, wo jeweils eine Story des Bestsellerautors Stephen King als eBook zu lesen ist. Das Schöne an einer Sammlung von Kurzgeschichten ist der Umstand, dass auf jede Story, die man persönlich nicht so gut fand, weitere folgen, die einen dann wieder restlos begeistern. So erging es mir auch mit der vorliegenden Sammlung Basar der bösen Träume. Alle waren sie durchweg unterhaltsam, die einen waren besser, die anderen fand man eher nicht so gut. Allesamt jedoch zeigten, gerade wegen der informativen, sehr ehrlichen und persönlichen einleitenden Worte einen Autoren, der sich mit seinem Leben, dem Alter und dem Tod auseinandersetzt und dieses in der ihm unnachahmlichen Art in seinen Geschichten verarbeitet. Mal humorvoll, mal melancholisch, mal sarkastisch und so manches Mal latent gruselig. In seinen Kurzgeschichten lässt er seine Phantasie Kapriolen schlagen und es macht Spaß, ihm dabei zuzuschauen. Es gibt keine geistige Schublade mehr, in die man King schieben kann, den einen mag es stören, für mich persönlich macht aber genau dieser Umstand den Reiz seiner Geschichten aus. Für mich sind seine Erzählungen deshalb immer wieder eine Überraschung, auf die ich mich gerne einlasse! Christian Funke

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20 Kurzgeschichten aus verschiedenen Schaffensperioden versammelt Stephen King in diesem Werk. Kurze und auch umfangreichere Geschichten, sowie eine Reihe von „irgendwie dazwischen2 Erzählungen, die doch sehr verschieden in ihren Schwerpunkten sind und auch im gewählten Sprachstil sich unterscheiden. Inspiriert aus vielen Quellen. Manchmal von einer Liedzeile wie in „Bad Boy“, eine Geschichte die an den frühen King mit seinem Clown Pennywise erinnert, wenn das absolut Böse in Gestalt eines kleinen Jungen unvermittelt auftaucht und wieder verschwindet. Nicht ohne Spuren hinterlassen zu haben. Oder von einer verlassenen Raststätte, auf der King (lange nach „Christine“) wieder einmal einen alten PKW zu neuer Kraft erwachen lässt und einen kleinen Jungen (ebenfalls wie öfter in anderen Werken Kings) den „Kampf“ aufnehmen lässt. Oder von einem kleinen Lesegerät eines großen Internet-Konzerns. Wobei „Ur“ eine der stärksten Geschichten im Buch darstellt. Wie King hier die Verbindung zwischen einem rosafarbenen Kindle und dem „Dunklen Turm“ sich flüssig entfalten lässt fasziniert ebenso, wie die Reife Darstellung der handelnden Charaktere. Erinnerungen an die 60er Jahre und vor allem an jene, die nicht mehr unter den Lebenden Weilen demgegenüber hinterlässt Irritationen und passt so gar nicht in den überwiegenden Reigen der Geschichten. Der hier und da auch autobiographische Züge trägt, wenn die zerstörerische Kraft des Alkohols in den Blick rückt oder der sengende Schmerz, für dessen Beseitigung einem irgendwann wohl jedes Mittel Recht wäre (King selbst war Opfer eines schweren Unfalls und weiß in dieser Geschichte „Der kleine grüne Gott der Qual“ erkennbar, wovon er schreibt, Wie er gerade in dieser Geschichte auch exemplarisch vorführt, wie sich das eigene Erleben dann in der „dunklen Fantasie“ verselbstständigt). Allerdings, wer King in vielfacher Form bereits gelesen hat, weiß, dass eines der prägenden Stilmittel eine gewisse Breite ist. Sich Zeit lassen mit der Entfaltung von Geschichten und, vor allem, Personen. In manchen Romanen teilweise 100, 150, 200 Seiten lang, bevor es „richtig los geht“, während die tiefen Bedrohungen bei King während dieser „Entfaltung“ zwar immer gegenwärtig sind, aber lange im Hintergrund lauern. Bei Kurzgeschichten entfällt naturgemäß diese Breite und so wirken doch viele der 20 Geschichten gerade am Ende wie abgeschnitten. Schnell zu Ende geführt. Was gerade bei den packenden Erzählungen ein Gefühl des Bedauerns hinterlässt und man als Leser gerne noch wesentlich länger bei manchen Kindles oder an manchen Krankenbetten verweilt hätte. Alles in allem eine überwiegend anregend zu lesende Sammlung von Kurzgeschichten mit einigen überflüssig wirkenden „Exkursionen“ und ebenso einigen „zu kurz“ geratenen „Erlebniswelten“. Mit dennoch vielfach der erkennbaren „Handschrift“ Kings, die für das ein oder andere dann am Ende doch erfolgreich versöhnt. Zudem ist Und bleibt es natürlich sehr anregend und interessant zu lesen,w als King jeder der Geschichten als Einleitung mit auf den Weg gibt und damit auch Einblick in seinen Schaffensprozess ermöglicht.

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Eigentlich bin ich kein Freund von Kurzgeschichten, aber für King mache ich schon mal eine Ausnahme. Und ich bin sehr froh, dass ich bei dieser Geschichten-Sammlung zugegriffen habe. Schon im Vorwort hat mich der Meister direkt wieder eingefangen, so wie er da seine Geschichten auf dem Basar anpreist. Schon hier macht es Spaß, dieses Buch zu lesen. Dass King vielseitig ist, wissen seine Fans schon längst. Von Horror über Krimi und Psychothriller bis hin zu stimmungsvoller Erzählung beherrscht er die ganze Bandbreite des Erzählens und jede einzelne seiner Facetten ist in diesen Geschichten vorhanden. „Böser kleiner Junge“ erinnert ein bisschen an „Es“ und geht in Richtung Horror, in „Die Düne“ findet man eine wunderbar makabre Geschichte, in „Ur“ erleben wir parallele Bücher-Universen und hier hat er für seine Fans auch den ein oder anderen Hinweis auf den „Dunklen Turm“ eingebaut. Sogar ein Ausflug in die Lyrik ist dabei, der mir persönlich nicht so gut gefallen hat, aber bestimmt auch seine begeisterten Fans findet. Wunderbar ist es, dass er jeder Geschichte ein paar Worte zur Entstehung und / oder zum Hintergrund der Story voranstellt. Das bringt ganz viel persönliche Note hinein und man geht als Leser noch ein bisschen anders an die Geschichten heran. Und jede seiner Geschichten ist einem anderen Autor gewidmet, was mich das ein oder andere Mal auch zum Nachschlagen verleitet hat, da ich nicht alle kannte. Dieses Buch sollten sich Fans nicht entgehen lassen – King für zwischendurch sozusagen. Aber dieses Buch ist auch perfekt für Leser geeignet, die King kennenlernen wollen. Hier kann man King in seiner ganzen Genialität erleben. Von mir uneingeschränkte 5 Sterne und eine ebensolche Leseempfehlung. Fazit: King von seinen besten Seiten, vielseitig, abwechslungsreich und auch sehr persönlich. Absolut lesenswert!

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Stephen King, der Meister des Horrors – oft geht diese Bezeichnung einher mit der Nennung des Autoren. King kann auf eine beachtliche und äußerst erfolgreiche Ludographie zurückblicken, zu der auch einige Sammlungen von Kurzgeschichten zählen. Insofern ist „Basar der bösen Träume“ keine Neuerung für die vielen Leser und Fans, bietet aber doch einige sehr prägnante Neuerungen, die dieses Buch von seinen anderen Werken unterscheidet. Denn der Horror, der sonst so prägend für seine Geschichten war, tritt hier deutlich zurück, auch wenn immer noch Elemente davon vorhanden sind. Auch Mystery und Grusel finden Verwendung, einheitlich ist aber eine gewisse Melancholie zu verzeichnen. King beschäftigt sich mit dem Altern, mit dem Verfall, und besonders auch mit dem Tod, wagt sogar einen Blick auf das Leben nach dem Sterben. Das ist sicherlich nicht ganz das, was man ansonsten von ihm gewohnt ist, durch seine typische, eher langsame und tragende Erzählweise entlockt der den 20 Werken aber eine sehr intensive und nachdenkliche Note. Und wieder gibt es so allerlei menschliche Abgründe und psychologische Komponenten, sodass mich diese Sammlung durchaus überzeugen konnte. Zwar haben mich die beiden Gedichte nicht wirklich gepackt, und auch einige der Geschichten habe ich als zu langatmig und nichtssagend empfunden. Doch es gibt eben auch wirkliche Perlen zu entdecken, die eine sehr dichte und eingängige Stimmung aufweisen, die in fremdartige Welten und beeindruckende Gedankengänge offenbaren, die wieder einige der typischen Querverweise zu anderen Werken des Autors aufweisen. Die verwendete Sprache ist wieder sehr gelungen, trotz der Kürzung auf wenige Seiten Handlung schafft er eindringliche Stimmungen und eine lebendige Ausdrucksweise, sodass jede Geschichte eine ganz eigene Note bekommt. Er passt sich immer wieder den jeweiligen Umständen an und verleiht seinen Charakteren prägnante Eigenschaften. Als besonders gelungen empfinde ich auch die einleitenden Worte des Autors zu jeder Geschichte, diese sind manchmal sogar amüsanter und kurzweiliger als der Hauptteil selbst. „Der Basar der bösen Träume“ ist eine ungewöhnliche Geschichtensammlung für Stephen King, die in den Hintergrund tretenden Horrorelemente und die Beschäftigung mit dem Thema Alter und Tod schaffen ganz eigene Welten. Das ist manchmal nicht so gut gelungen, kann insgesamt aber mit vielen kreativen Einfällen und dichten Stimmungen überzeugen.

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„Raststätte Mile 81“ ist die erste von 20 Erzählungen, die Bestsellerautor Stephen King in seiner neuesten Kurzgeschichten-Sammlung „Basar der bösen Träume“ gesammelt hat, und dürfte eingefleischten King-Fans bereits bekannt vorkommen, schließlich wurde diese bereits im Herbst 2011 als eBook veröffentlicht. Das neueste Werk des Meisters der Grauens ist jedoch vor allem für deutsche Leser alles andere als neu aufgewärmter kalter Kaffee, denn die stark an Kings Horror-Klassiker „Christine“ erinnernde Story ist nur eine von gerade mal drei Geschichten des Sammelbandes, die zuvor schon auf Deutsch erschienen sind – alle andere gibt es in „Basar der bösen Träume“ zum ersten Mal in der deutschen Übersetzung. Wie schon in seiner letzten Kurzgeschichten-Sammlung „Im Kabinett des Todes“ zeigt sich Stephen King auch diesmal wieder äußerst vielseitig und keinesfalls nur auf das Horror-Genre beschränkt, sondern wechselt munter zwischen Grusel, Mystery und Melancholie, sodass man auch als eher zartbesaiteter und daher sonst nicht so King-affiner Leser durchaus auf seine Kosten kommt. Strenggenommen ist der Auftakt mit „Raststätte Mile 81“ sogar fast schon die gruseligste der Geschichten, ansonsten entsprechen wohl am ehesten noch „Böser kleiner Junge“ über die unheimliche Beichte eines zum Tode verurteilten Sträflings und „Der kleine grüne Gott der Qual“ um einen angeblichen Wunderheiler der Vorstellung einer „typischen“ Stephen-King-Story. Allerdings sind viele der Kurzgeschichten auch eine kleine Hommage an die eigenen Werke, so erinnert neben der bereits erwähnten „Christine“-Referenz z.B. „Ein Tod“ mit einem im Wilden Westen des Mordes an einem kleinen Mädchen angeklagten und eher simpel gestrickten Farmer mehr als nur ein wenig an Kings mit Tom Hanks und Michael C. Duncan verfilmtes Meisterwerk „The Green Mile“, die ebenfalls schon angesprochene Wunderheiler-Story lässt an „Revival“ denken und die zur Markteinführung des Kindles verfasste Erzählung „Ur“ weist durchaus die ein oder andere Parallel zur Kings Zeitreise-Epos „Der Anschlag“ auf. Eingefleischte Fans des Autors finden zudem hin und wieder Querverweise auf dessen frühere Werke, so spielt z.B. die Geschichte „Premium Harmony“ in Kings berühmter fiktiver Kleinstadt Castle Rock und liefert einen Einblick darauf, wie es dem Städtchen nach den Ereignissen von „In einer kleinen Stadt“ ergangen ist. Interessant sind auch die kurzen Einleitungen von Stephen King selbst, die den einzelnen Geschichten jeweils vorausgehen und in denen er ein paar Sätze über deren Entstehung verliert, die mal mehr und mal weniger informativ ausfallen, der Sammlung aber eine angenehme persönliche Note verpassen. Insgesamt sind die Geschichten in „Basar der bösen Träume“ auf einem fast durchweg guten Niveau, auch wenn nur wenige wirklich zum Gruseln einladen und/oder durch einen besonderen Twist noch länger nachhallen. Meine persönlichen Highlights waren die bereits erwähnten „Raststätte Mile 81“, „Böser kleiner Junge“, „Ein Tod“, „Ur“ sowie die Erzählung „Nachrufe“ um einen Journalisten, dessen gemeine Abgesänge plötzlich eine ungeahnte Wirkung entfachen sowie das muntere Feuerwerks-Wetteifern von einer amerikanischen und italienischen Familie in „Feuerwerksrausch“, das mit seinem höchst amüsanten Spektakel ein im wahrsten Sinne des Wortes krachender Abschluss der Sammlung hätte sein können – wenn Stephen King nicht die eher lahme Apokalypse-Story „Sommerdonner“ an das Ende von „Basar der bösen Träume“ gestellt hätte. Wirklich enttäuschend fand ich nur das eher befremdliche Gedicht „Die Knochenkirche“, welches zum Glück aber mit Abstand die kürzeste Episode darstellt. Wie man es von den King-Hörbüchern kennt ist natürlich auch hier wieder David Nathan als Sprecher im Einsatz, der von den meisten Geschichten zwar nicht sonderlich gefordert wird, aber dennoch einen großen Teil zum Unterhaltungswert von „Basar der bösen Träume“ beiträgt – vor allem seine sehr launige Lesung der Feuerwerks-Story hat bei mir für ein vergnügtes Dauerschmunzeln gesorgt. Somit ist Stephen Kings neueste Kurzgeschichten-Sammlung insgesamt trotz der satten 20 Stunden Spielzeit eine fast durchweg unterhaltsame und abwechslungsreiche Angelegenheit. Mir persönlich hat der etwas düstere und dadurch auch gruseligere Sammelband „Im Kabinett des Todes“ im direkten Vergleich zwar ein wenig besser gefallen, nichtsdestotrotz zeigt Stephen King auch hier eindrucksvoll, dass er nicht nur lange und komplexe Geschichten erzählen kann, sondern auch in komprimierter Form zu unterhalten weiß.

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Mit seiner sechsten Kurzgeschichtensammlung “Basar der bösen Träume“, bringt Stephen King ganze 20 seiner bis dato nicht im klassischen Buchformat veröffentlichten Werke unter die Leser. Diese wurden in den letzten Jahren in den unterschiedlichsten (englischsprachigen) Magazinen abgedruckt oder waren zumindest dem deutschen Publikum nicht oder nur schwer zugänglich. So finden wir unter anderem “UR”, eine Geschichte die exklusiv für Amazon bzw. für den Release ihres Kindle geschrieben wurde und sich tatsächlich um das kleine Lesegerät dreht. Klingt seltsam und vor allem nach billiger Werbung, funktioniert aber mit dem angewandten Konzept so gut, dass das recht abwegige Thema nichts von der vorhandenen Spannung nimmt. “Böser kleiner Junge” wurde als Dankeschön für den warmen Empfang des Autors im Jahr 2013, in Europa exklusiv als eBook auf französisch und deutsch veröffentlicht. Der Meister des Horrors war im Herbst vor drei Jahren in München, Hamburg und Paris zu Gast und bewarb seine “Shining“-Fortsetzung “Dr. Sleep“, wobei dies zur Nebensache wurde und der Autor im Laufe der jeweiligen Abende selbst den Mittelpunkt des Geschehens darstellte. Stephen King Für mich wurde der 13. November (ein Freitag!) in der bayerischen Landeshauptstadt ohnehin zu einem unvergesslichen Erlebnis. Neben wenigen anderen Fans hatte ich die Ehre den erfolgreichsten Schriftsteller der Gegenwart und meinen Lieblingsautoren persönlich zu treffen und mir und meiner Freundin jeweils ein Buch signieren zu lassen (“Der Anschlag“, der aktuell als Serie mit dem Titel “11.22.63” auf hulu läuft und “Dr. Sleep”). Bezüglich der Kurzgeschichte mussten im Umkehrschluss das erste Mal Kings heimische Fans auf eine seiner stärksten Erzählungen warten. IMG_1553 Inhaltlich erstreckt sich die Bandbreite vom klassischen Horror wie “Raststätte Mile 81”, über persönlich angehauchte Geschichten wie “Leben nach dem Tod”, in dem King seine Gedanken über das nahende Ende verarbeitet (der gute Mann geht auf die 70 zu), bis hin zu den hässlichen Dramen, die nur das Leben schreiben kann. Im Detail wird die Frage der “Moral” erörtert, die Beziehung eines Sohnes zu seinem an Alzheimer erkrankten Vater beschrieben oder die alltägliche Gewalt unserer Gesellschaft gekonnt in Worte gefasst. Dazwischen befinden sich gleich zwei Gedichte die aufzeigen, dass King nicht Unterhaltungsliteratur mit Talent und ohne Ahnung publiziert, sondern ein gewaltiges Wissen um die englischsprachige Geschichte der Lyrik und Prosa verfügt, die er bei vollem Bewusstsein zu nutzen weiß. So ist beispielweise “Die Knochenkirche” sowohl konzeptionell als auch stilistisch an Robert Browning angelehnt, der wohl den berühmtesten “dramatic monologue” in Form von “My Last Duchess” verfasste. Neben dem Inhalt, der über 700 Seiten einnimmt, überzeugt die eben beschriebene Fülle an unterschiedlichsten Ansätzen, die vor allem beweist, dass King nicht ohne Grund seit Jahrzehnten Erfolge feiert und insbesondere in den letzten Jahren auch von der “seriösen” Kritik und Presse ernst genommen wird und neben Horror auch Drama und Fantasy zu seinem natürlichen Terrain gehören. Um dabei den Hintergrund der jeweiligen Handlung für alle verständlich aufzuschlüsseln, steht jeder Geschichte ein einleitender Text vor, in dem die Intention, Entstehungsgeschichte und passende Anekdoten zur nachfolgender Handlung aufgeführt werden. Als Fazit kann man anführen, dass man nicht nur vor Blut triefende Massaker oder übernatürliche Effektfeuerwerke erwarten kann. Sollte dies die Haltung des Lesers sein, hat er zum einen Stephen King nicht verstanden, und zum anderen das Konzept einer Kurz(!)Geschichte nicht begriffen, die nur bedingt Platz für eine ausufernde Handlung bieten kann. Für alle anderen ist “Basar der bösen Träume” nicht nur eine Ergänzung zum inzwischen zu einer stattlichen Größe angewachsenen Gesamtwerk des Autors, sondern eine auch für sich stehende, tolle Zusammenstellung an Storys, die ich persönlich nach der Lektüre nicht missen möchte!

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Als großer Fan von Stephen King war ich sehr neugierig auf sein neuestes Werk. Eine Kurzgeschichtensammlung, ganze 20 Stück. Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, da sie oftmals nicht so richtig spannend werden, aber hier wurde ich eines besseren belehrt. Folgende Kurzschichten sind in „Basar der bösen Träume“ vertreten: Raststätte Mile 81 Premium Harmony Batman und Robin haben einen Disput Die Düne Böser kleiner Junge Ein Tod Die Knochenkirche Moral Leben nach dem Tod Ur Herman Wouk lebt noch Ein bisschen angeschlagen Blockade Billy Mister Sahneschnitte Tommy Der kleine grüne Gott der Qual Jener Bus ist eine andere Welt Nachrufe Feuerwerksrausch Sommerdonner Ich muss sagen, dass mir bis auf zwei Geschichten alle super gut gefallen haben. Sie haben nichts mit Horror zu tun, sondern gehen eher auf die Psyche, auf seelische Abgründe und den Tod. Spannend und eindrucksvoll wird dieses Hörbuch von David Nathan gelesen, einer meiner Lieblingssprecher. Hier kommt keine Langeweile auf, alleine schon dieser Stimme zu lauschen ist einfach wundervoll. Das Hörbuch ist in 3 MP3-CDs aufgeteilt und hat eine Gesamtspielzeit von über 20 Stunden. Fazit Auch wenn es mal ein anderer King ist als gewohnt ist dieses Buch durchaus hörenswert. King ist auch keine 30 mehr und wenn man älter wird ändern sich auch Gedanken. Daran lässt er uns teilhaben und ich habe diese Einladung gerne angenommen. Spannende Kurzgeschichten mit dem gewissen Tiefgang, ich würde es jederzeit wieder anhören.

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Mit Basar der bösen Träume zeigt Stephen King, dass er nicht unbedingt mehr als tausend Seiten benötigt, um eine gute Geschichte zu erzählen. Mit dieser Sammlung von Kurzgeschichten bringt uns King einige gruselige, mit viel schwarzen Humor durchsetze Erzählungen. Wie immer bei solchen Sammlungen sind auch hier Geschichten dabei, die einen überhaupt nicht ansprechen und so wird jeder Leser seine eigenen Favoriten haben. So ging es auch mir. Die Kurzgeschichten die ich am besten fand waren: Raststätte Mile 81 Premium Harmony Böser kleiner Junge Ur Der Rest gefiel mir nicht so sehr, weil ich z.B. nur Bahnhof verstand wie bei "Blockade Billy" , wo es viel um Baseball ging, oder wo einfach nur eine Geschichte ohne "Moral" erzählt wurde, nichts worüber man später nochmal dran denkt. Denn das sind für mich gute Kurzgeschichten. Die die mir auch noch nach langer Zeit in der Erinnerung bleiben. Wie King schon im Vorwort erwähnt ist die Kunst Kurzgeschichten zu schreiben eine ganz andere als die Romane zu verfassen. Meiner Meinung nach ist King bei weitem der Bessere in der Romansparte. Herausragend fand ich diese Sammlung leider nicht, eher mittelmäßig. - See more at: http://gosureviews.blogspot.de/2016/02/basar-der-bosen-traume-von-stephen-king.html#sthash.ymzfyJZG.dpuf

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