Leserstimmen zu
Die Holunderschwestern

Teresa Simon

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Kurz nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1918 macht sich die junge Franziska auf den Weg von der Provinz nach München. Auf dem Weg in das Abenteuer ihres Lebens musste Fanny ihre sensible Zwillingsschwester Friederike zurücklassen. Schon im Zug nach München hat sie ihre erste schicksalhafte Begegnung mit der reichen Witwe Dora und ihren Kindern Alina und Bubi. Schon bald macht Fanny sich einen Namen als Köchin, bis durch die Ankunft ihrer Schwester eine Kette von unerwarteten Ereignissen ausgelöst wird. In München im Jahr 2015 lebt die erfolgreiche Restauratorin Katharina und führt ein glückliches Leben. Bis sie eines Tages mit den Tagebüchern ihrer Urgroßmutter Franziska überrascht wird. Alex Bluebird ist extra aus London angereist, um Katharina die Bücher zu übergeben. Sofort ist Katharinas Neugier geweckt und sie beginnt die Vergangenheit ihrer Familie genauer unter die Lupe zu nehmen. Meine Meinung Die Holunderschwestern von Teresa Simon ist ein Familienroman mit zwei verschiedenen Handlungssträngen. Eine Handlung spielt ab dem Jahr 1918 in München aus der Perspektive von Franziska und der andere Strang ist im Jahr 2015 ebenfalls in München mit Katharina. Abwechselnd berichten beide jungen Frauen über ihre Leben, die so eng miteinander verknüpft sind und decken nach und nach ein Geheimnis auf. In einem angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil schafft die Autorin es, den Leser gänzlich in die Welt der beiden Frauen eintauchen zu lassen. Beide Hauptcharaktere Fanny und Katharina sind starke, ruhige Persönlichkeiten, die jedes Problem, das sich ihnen in den Weg stellt bewältigen. Trotzdem haben beide Frauen auch ihre Schwächen und Ängste, die sie sich nicht so leicht eingestehen wollen. Dadurch wirken beide sehr sympathisch. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll von der Autorin ausgearbeitet: Isi die beste Freundin und Geschäftspartnerin von Katharina ist vorlaut, impulsiv und selbstbewusst. Alex ist der perfekte englische Gentleman und Fannys Zwillingsschwester Fritzi ist unüberlegt und anhänglich. Fanny und ihre Urenkelin Fritzi verbindet ein schreckliches Geheimnis aus der Vergangenheit. Die Auflösung des Familiengeheimnisses am Ende ist wirklich packend geschrieben, da die Spannung sich immer weiter zuspitzt. Leider war das Geheimnis für mich nicht überraschend, da ich schon vorher die richtige Lösung vermutet hatte. Fazit Die Holunderschwestern von Teresa Simon ist ein wundervoll leicht geschriebener Familienroman über ein schreckliches Geheimnis aus der Vergangenheit. Die wechselnden Perspektiven und Zeiten, von Fanny in der Vergangenheit und Katharina in der Gegenwart, gestalteten die Handlung extrem spannend und abwechslungsreich. Das Familiengeheimnis ist jedoch schon voraussehbar und wenig überraschend. Trotzdem ein fesselnder Roman für einige gemütliche Lesestunden an einem verregneten Herbsttag. ,Kurz nach dem Ersten Weltkrieg im Jahr 1918 macht sich die junge Franziska auf den Weg von der Provinz nach München. Auf dem Weg in das Abenteuer ihres Lebens musste Fanny ihre sensible Zwillingsschwester Friederike zurücklassen. Schon im Zug nach München hat sie ihre erste schicksalhafte Begegnung mit der reichen Witwe Dora und ihren Kindern Alina und Bubi. Schon bald macht Fanny sich einen Namen als Köchin, bis durch die Ankunft ihrer Schwester eine Kette von unerwarteten Ereignissen ausgelöst wird. In München im Jahr 2015 lebt die erfolgreiche Restauratorin Katharina und führt ein glückliches Leben. Bis sie eines Tages mit den Tagebüchern ihrer Urgroßmutter Franziska überrascht wird. Alex Bluebird ist extra aus London angereist, um Katharina die Bücher zu übergeben. Sofort ist Katharinas Neugier geweckt und sie beginnt die Vergangenheit ihrer Familie genauer unter die Lupe zu nehmen. Meine Meinung Die Holunderschwestern von Teresa Simon ist ein Familienroman mit zwei verschiedenen Handlungssträngen. Eine Handlung spielt ab dem Jahr 1918 in München aus der Perspektive von Franziska und der andere Strang ist im Jahr 2015 ebenfalls in München mit Katharina. Abwechselnd berichten beide jungen Frauen über ihre Leben, die so eng miteinander verknüpft sind und decken nach und nach ein Geheimnis auf. In einem angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil schafft die Autorin es, den Leser gänzlich in die Welt der beiden Frauen eintauchen zu lassen. Beide Hauptcharaktere Fanny und Katharina sind starke, ruhige Persönlichkeiten, die jedes Problem, das sich ihnen in den Weg stellt bewältigen. Trotzdem haben beide Frauen auch ihre Schwächen und Ängste, die sie sich nicht so leicht eingestehen wollen. Dadurch wirken beide sehr sympathisch. Auch die Nebencharaktere sind liebevoll von der Autorin ausgearbeitet: Isi die beste Freundin und Geschäftspartnerin von Katharina ist vorlaut, impulsiv und selbstbewusst. Alex ist der perfekte englische Gentleman und Fannys Zwillingsschwester Fritzi ist unüberlegt und anhänglich. Fanny und ihre Urenkelin Fritzi verbindet ein schreckliches Geheimnis aus der Vergangenheit. Die Auflösung des Familiengeheimnisses am Ende ist wirklich packend geschrieben, da die Spannung sich immer weiter zuspitzt. Leider war das Geheimnis für mich nicht überraschend, da ich schon vorher die richtige Lösung vermutet hatte. Fazit Die Holunderschwestern von Teresa Simon ist ein wundervoll leicht geschriebener Familienroman über ein schreckliches Geheimnis aus der Vergangenheit. Die wechselnden Perspektiven und Zeiten, von Fanny in der Vergangenheit und Katharina in der Gegenwart, gestalteten die Handlung extrem spannend und abwechslungsreich. Das Familiengeheimnis ist jedoch schon voraussehbar und wenig überraschend. Trotzdem ein fesselnder Roman für einige gemütliche Lesestunden an einem verregneten Herbsttag.

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Über das Buch: Verlag: Heyne (Lin zum Buch) Genre: Roman Format: Taschenbuch ISBN: 9783453419230 Preis: 9,99 Euro Seiten: 511 Erschien: 2016 Originalsprache: Deutsch Gelesen vom 1.9.-9.9.2016 Vielen Dank dem Bloggerportal und dem Heyne Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar! Inhalt: München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden? Das Cover: Das Cover ist so schön harmonisch und verträumt. Die ersten 3 Sätze: Wenn du entdeckst, was ich dir angetan habe, wirst du mich hassen bis in alle Ewigkeit. Deshalb bin ich schon fort, wenn du diese Zeilen liest, hoch in den Bergen jenseits der der Grenze, Im Schoß von Mutter Kirche, die seit jeher gefallenen Sünderinnen Obhut gewährt hat. Du wirst mich nicht finden, dafür habe ich gesorgt, auch wenn mir das Herz blutet angesichts dessen, was ich hier zurücklassen musss. Meine Meinung: Katharina bekommt die Tagebücher ihrer Großmutter. Und die Tagebücher ziehen Katharina so in den Bann, das alles andere vergessen wird. Die Tagebücher sind aber auch sehr spannend zu lesen. Man leidet richtig mit den Zwillingen Fanny und Fritzi mit. Was die alles durch machen mussten. Das Buch ist flüssig zu lesen. Außerdem wird einem bei manchen Stellen im Buch richtig warm ums Herz. So schön sind sie geschrieben. Aber ich finde es schön, das hier Familiengeheimnisse mit so vielen Verwirrungen, Freundschaften und Liebe aufgedeckt werden. Der Roman spielt in zwei verschiedenen Jahren. Einmal Anfang von 1900 und einmal 2015. Vieles hat sich in den Jahren verändert, was die Autorin hier auch gut umgesetzt hat. Fanny und Fritzi sind sehr unterschiedlich, obwohl sie Zwillinge sind. Fanny ist die ruhigere und vernünftigere. Fritzi dagegen ist schnell aufbrausend und sehr eifersüchtig. Am liebsten würde sie Fanny nur für sich behalten. Wer es liebt, Geheimnisse aufzudecken und es Romantisch mag, sollte dieses Buch lesen. Fazit: Eine sehr schöne Familiengeschichte. Über den Autor: Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.

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Heyne Verlag | 497 Seiten | € 9,99 (D)/ € 10,30 (A) | Leseprobe | Sternebewertung 5,0 Anfangs möchte ich gleich mal Paddi vom Booktube-Kanal Paddilovebooks danken, dass sie mir dieses Buch so schmackhaft gemacht hat in einem ihrer Videos, sodass ich gar nicht anders konnte als es mir zu holen. Was für ein tolles Buch! In diesem Roman von "Teresa Simon", der Name ist ja bekannterweise nur ein Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin (wenn jemand weiß wer dahintersteckt, bitte ab in die Kommentare damit! Wäre super gespannt), geht es um die begabte Restauratorin Katharina Raith. Diese steht, bis auf kleinere Schwierigkeiten in Sachen Liebe und ständige Streitereien mit ihrer Mutter, mit beiden Beinen fest im Leben und führt in München mit ihrer besten Freundin Isi eine Werkstatt in welcher sie alten Dingen neues Leben schenken. Eines Tages jedoch wird ihr Alltag von einem Geschehniss unterbrochen, denn jemand steht auf einmal in ihrer Küche und hält etwas, wie Katharina feststellen wird extrem kostbares, in Händen. Der Londoner Alex Bluebird hat sich mit den Tagebüchern von Katharina's Urgroßmutter Fanny nach München begeben, um der Urenkelin die Tagebücher zu bringen. Zuerst versteht Katharina nicht, warum und weshalb, schnell wird aber klar wie wichtig es ist, dass Katharina die Aufzeichnung ihrer Vorfahrin liest. Fanny schrieb über die Zeit, als sie in München für eine jüdische Familie kochte und ein immer rauerer und kälterer Wind zu wehen begann, ...die Zeit nach dem Ersten- und vor dem Zweiten Weltkrieg. Auch über ihre anhängliche Zwillingsschwester Fritzi ist in den Aufzeichnungen die Rede und immer klarer tritt hervor, dass in Katharina's Familie sehr lange vieles todgeschwiegen worden ist. Man sinkt zusammen mit Katharina in die Tagebucheinträge ein und somit in eine längst vergangene Zeit, will immer unbedingt wissen was als nächstes geschieht, aber auch Katharina's Geschichte in der Gegenwart ist alles andere als langweilig. Durch die unterschiedlichen Erzählweisen, ist die Geschichte wunderbar aufregend und durch die Zeitsprünge merkt man, wie verwoben das Vergangene mit dem Jetzt sein kann. Außerdem fand ich den Erzählstil wunderbar flüssig zu lesen und nicht ein einziges Mal musste ich damit kämpfen weiterzulesen, es war eher das Gegenteil der Fall. Wie so oft, hat mich an diesem Buch ebenfalls das Nachwort sehr berührt. Die Weise in der die Autorin mit der Geschichte umgeht hat mich zutiefst begeistert, denn manchmal ist es, dass wenn man ein Buch über eine schwere Thematik wie den Krieg liest so, dass man gar nicht glauben kann, soetwas habe sich tatsächlich zugetragen. Die Nachworte beweisen aber das Gegenteil und so bekommt diese ganze Geschichte nocheinmal eine ganz andere Dimension. Ich kann euch nur sagen: Wenn ihr gerne Geschichten lest, die in zwei unterschiedlichen Zeiten spielen, mit Herz und Spannung geschrieben, in welcher starke weibliche Charaktere einem die Sprache verschlagen und welche auch zum Nachdenken anregt, dann holt euch dieses wunderbare Buch. xxx Anna

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Schauplatz ist zum einen wieder München, dieses mal im Jahr 1918. Aus der Oberpfalz zieht es Fanny hinaus in die Metropole, ihre Zwillingsschwester Friederike lässt sie zurück. Bereits im Zug kommt es zu einer Bekanntschaft, die Fanny ihr Leben lang berühren wird. Schauplatz der zweite, wieder München im Jahr 2015. Katharina, eine erfolgreiche Restauratorin erhält unbekannten Besuch aus London und die Tagebücher ihrer Urgroßmutter Fanny. Ihr Interesse ist geweckt und eine aufregende Suche beginnt. Wie schon erzählt habe ich dieses Buch in beinahe einem Rutsch in herrlichster Umgebung gelesen. Mich haben beide Zeitschienen fasziniert. 1918 Fanny, eine begnadigte Köchin, die einem wie nebenbei auch noch das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt (am Schluss des Buches findet ihr übrigens den bayerischen Rezeptanhang), 2015 Katharina, eine Schreinerin/Restauratorin, mit viel Liebe für Holz, Heimat und Detail. Es ist so herrlich flüssig, spannend und in Bann ziehend geschrieben, und durch das Wechseln der jeweiligen Epochen war ich immer wieder verleitet und neugierig, noch weiter zu lesen, wie´s weiterging. Die aufkommende Kriegszeit, die Szenerie der Künstler, das Thema Zwillinge, Beziehungen, Emotionalität, alles Themen die sich zu einem runden Gesamten schließen. Ich kann es euch diese unterhaltsame und fesselnde Familiengeschichte wirklich ans Herz legen!

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Zwillingsbande

Von: Eliza

24.08.2016

Nach „Die Frauen der Rosenvilla“ ist dies der zweite Roman aus der Feder von Teresa Simon und die Autorin hat mich so unglaublich gefesselt, sodass ich das Buch in zwei Tagen ausgelesen habe. Denn wir Leser bekommen einen wundervollen Roman geboten, der uns in seinen Bann zieht und süchtig macht. Das Cover finde ich sehr hübsch, es hat etwas Romantisches und dennoch wirkt es nicht kitschig. Die Geschichte, die die Autorin uns präsentiert ist einfach fantastisch. Wer Familiengeheimnisse mag, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Eine Geschichte die insgesamt vier Generationen umfasst und durch die Zeiten geht, von 1918 (Fanny und Fritzi) bis 2015 (Katharina). Die zwei Zeitebenen werden geschickt durch die Tagebücher miteinanderverwoben und beide Erzählstränge bekommen ihren Raum, um sich entfalten zu können. Was mir an dem Roman so unglaublich gut gefallen hat, war die Verbindung von Einzelschicksalen zu einer gesamten Einheit, die Verbindung zwischen Historie und Liebe in all ihren Facetten. Die Protagonisten agieren als überzeugende Figuren in dem Roman, die Autorin erweckt sie zum Leben. Geschichte wird hier an den Protagonisten lebendig, denn sie werden wie selbstverständlich zu Akteuren in ihrer Zeit, aber auch zum Spielball der Macht. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht zu lesen, ohne dass er in die Umgangssprache abdriftet. Die Zeichnung der Charaktere geschieht nicht nur durch Worte sondern, vor allen Dingen durch Taten und dies macht es für mich noch authentischer. Das hat zur Folge, dass wir Leser uns nicht durch lange Beschreibungen und erzählende Passagen hindurchkämpfen müssen, sondern uns direkt auf die Reise begeben können. Die Geschichte von Fanny und Fritzi ist logisch aufgebaut, man kann der Autorin zu jedem Zeitpunkt in dem Roman folgen und rätselt mit, was die beiden Zwillingsschwestern entzweit hat und welches Geheimnis sie verbindet. Aber auch mit Katharina fiebern wir mit, hat die Liebe in ihrem Leben noch eine Chance? Diesen Roman kann ich nur allen Lesern empfehlen, die gerne Familiensagas lesen und einen historischen Background schätzen. Mich hat dieser Roman sehr berührt, denn er vermittelt auch ein klein wenig Lebensweisheiten und aus der Geschichte kann man immer lernen… Am Ende des Buches befinden sich eine Reihe von Rezepten die Fanny aufgeschrieben hat, wer also selber zum Kochlöffel greifen möchte, kann dies gerne tun, denn Hunger bekommt man bei diesem Roman ganz sicher, soviel wie bei Fanny und Katharina gekocht wird. Für mich eine ganz klare Leseempfehlung, die perfekte Lektüre für Urlaub, Garten, Balkon oder Couch, ein Buch das man so schnell nicht wieder aus der Hand legt. Ein Buch mit Happy-End-Garantie! Vielen Dank an die Verlagsgruppe Random House und dem Heyne Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars!

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Schauplätzen inspirieren. Ich komme aus einem Forsthaus und wenn ich als Kind oder Jugendliche eine beginnende Erkältung in den Gliedern hatte, gab es dort heißen Holunderblütentee. Bei Halsweh auch gerne selbstgemachten Holundersaft und dazu ein heißes Bad, eingelassen von der lieben Mama. Gleich im Anschluss ging es dann ab ins Bett zum Schwitzen, Schwitzen, Schwitzen… Und am nächsten Tag war man so gut wie neu ;-) Holunder habe ich also in bester Erinnerung und daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich den Taschenbuch Roman „Die Holunder Schwestern“ von Teresa Simon für mich entdeckt habe. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Man meint förmlich die fein duftenden Blüten zu riechen, mir geht es jedenfalls so. Das Buch bereitet dem Leser spannende Unterhaltung mit vielen tollen Holunder-Rezepten. Selten hatte ich beim Lesen so viel Appetit und so viel sei verraten, ich habe mir nun Marmeladengläser und Flaschen für den Herbst gekauft. Aber lest selber und werdet wie ich, ein Holunder-Fan! Zum Inhalt: München 1918. Die junge Fanny – Franziska – sitzt im Zug nach München und will der Provinz entfliehen. Ihre sensible Zwillingsschwester Friederike musste sie zurücklassen. Als die reiche Witwe Dora mit ihren beiden Kindern zusteigt, ahnt Fanny noch nicht, dass ein tragisches Schicksal seinen Anfang nimmt. München 2015. Katharina erhält einen Brief aus London: In einem Archiv wurden Tagebücher ihrer Urgroßmutter Franziska gefunden. Katharina wird neugierig. Wie kommt es, dass die Aufzeichnungen ihrer Urgroßmutter, einer einfachen Köchin, in London verwahrt werden? Mehr zur Autorin: Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Fazit: 5 Sterne***** Der Roman “Die Holunder Schwestern“ ist im Heyne Verlag erschienen. Er hat 512 Seiten mit vielen Rezepten, die den Leser hungrig machen und kostet 9,99 Euro. Dieses Buch habe ich zur Rezension kostenlos erhalten, dass hat aber keinerlei Einfluss auf meine ehrliche und faire Bewertung.

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Katharina Raith betreibt eine Werkstatt als Möbelrestauratorin gemeinsam mit ihrer Kollegin Isi. Sie entstammt einer Linie stolzer Frauen, am bekanntesten die Urgroßmutter Fanny von der alle mit großer Hochachtung sprechen und deren Erbe noch immer in der Familie spürbar ist. Als plötzlich ein charmanter Engländer vor Katharinas‘ Tür steht und ihr verschollene Tagebücher ihrer Urgroßmutter übergibt, droht das hohe Podest der Urgroßmutter zu bröckeln. Katharina erfährt durch die Tagebücher die ungeahnte Geschichte einer Frau, die in den „zerrissenen Jahren“ – den Jahren zwischen den großen Kriegen jung war und ihr Leben versuchte zu meistern. Ihre Partnerin Isi hat ein Talent überteuerte Möbelruinen anzuschleppen, aber als sie eine Ladenzeile aus den 1920er Jahren auftut ahnen beide Frauen noch nicht wie eng ihr Schicksal mit dieser verwoben sein wird… Teresa Simon verzauberte uns vor einem Jahr mit ihrem Debütroman „Die Rosenblütenvilla“. Ihr zweiter Roman ist ungefähr in der gleichen Zeitepoche angesiedelt und wieder geht es um eine Familiengeschichte, die ihre Schatten von der Mitte des vergangenen Jahrhunderts bis weit in die Gegenwart zu werfen vermag. Liebevoll ausgearbeitete Charaktere bewegen sich in einer hervorragend recherchierten Umgebung. Vergangenheit und Gegenwart fließen völlig natürlich ineinander. Katharina ging in ihren eigenen Weg aus dem Schatten einer überkritischen Mutter heraus, die wie sich später herausstellt, durch übertriebenen Ehrgeiz ihre Unsicherheit und Selbstzweifel besiegen wollte, dass dabei die Beziehung zur einzigen Tochter auf der Strecke bleibt, stellen die beiden Frauen beinahe zu spät fest. Interessant ist auch die Verbindung von Fanny und Fritzi den ungleichen Zwillingsschwestern. Während Fanny sich dem Leben stellt und ihm mit Kraft und Durchhaltevermögen begegnet, scheint Fritzi wie ein Blättchen im Wind vom Schicksal durchgewirbelt zu werden. Was die Schwestern verbindet, scheint sie auch zu trennen, denn sie neiden einander die Eigenschaften der jeweils anderen. Die zerrissenen Jahre, also die Zeit zwischen den zwei großen Kriegen, werden erschreckend gut dargestellt, die aufkeimende Hoffnung der Menschen nach Ende des ersten Weltkrieges sowie die bittere Enttäuschung dieser Hoffnungen lässt die Leserinnen oft erdrückt innehalten. Mehr als einmal wünscht man sich einen alternativen Ausgang als die steile Karriere Hitlers, die mit seiner Machtergreifung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Was Simon vor allem im letzten Drittel des Buches fehlt, ist eine klare Linie, die sie verfolgt um offene Erzählstränge zu einem stimmigen Ende zu bringen. Der Ausgang verschiedener Teilgeschichten bleibt völlig im Dunkeln. Zwar mutmaßen die ProtagonistInnen zu einigen Ereignissen über einen möglichen Ausgang, aber auch das wird nur halbherzig verfolgt. Der obligatorische Kitsch-Schluss, den offensichtlich alle Frauenromane haben müssen hilft da leider auch nicht um die Leserin befriedigt zurück zu lassen. Trotzdem für Regenstunden oder einen Tag am Strand ein durchaus geeigneter und sehr schöner Roman.

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Meinung: Diese dramatische Familiengeschichte wird in zwei Zeitsträngen erzählt und besteht zum großen Teil aus Briefen aus der Vergangenheit. In der Gegenwart lernen wir Katharina Raith kennen , die mit ihrer besten Freundin Isi zusammen eine Werkstatt betreibt, die Möbel restaurieren und sich somit ihren Traum zum Beruf gemacht hat, ganz zum Leidwesen ihrer ehrgeizigen Mutter. Das Verhältnis zu ihr ist immer schon von einer gewissen Spannung geladen, da die Mutter sich ihre Tochter immer als erfolgreiche Akademikerin vorgestellt hat und das so gar nicht in Katharinas Welt zu passen scheint. Eines Tages wird sie von einem Unbekannten Mann aus London namens Alex in ihrer Werkstatt überrumpelt, der ihr Tagebücher von Urgroßmutter Fanny bringt. Diese lebte zu einer schwierigen Zeit um 1918 in München, wo sie versuchte das triste Dorfleben und das beengte Verhältnis zu ihrer Zwillingsschwester Fritzi zu umgehen. Wie die Tagebücher nach London gelangten und warum ihre Familie so beharrlich schweigt über die Vergangenheit macht Katharina wahnsinnig und neugierig zu gleich und die verbringt jede freie Minute mit dem Lesen der fesselnden Aufzeichnungen und stößt dabei auf prekäre Informationen. Die Geschichte wird aus der Perspektive der dritten Person erzählt und wir erfahren abwechselnd etwas über die Familiengeschichte der Raiths in der Gegenwart und dann während Katharina in die Aufzeichnungen eintaucht, die aus der Vergangenheit, was dem Roman einen interessanten Aspekt verleiht. Katharina war für mich eine sehr glaubwürdige und angenehme Protagonistin, welche mir dadurch sympathisch war, jedoch zog mich der Erzählstrang aus der Vergangenheit doch mehr in seinen Bann aufgrund der interessanten Zeitepoche. Die beiden Zwillingsschwestern Fanny und Fritzi haben eine sehr dramatische und belebte Beziehung zueinander, welche die Autorin unglaublich gut vermitteln konnte. Auch sonst war das Leben der beiden scheinbar alles andere als leicht und sie haben viel schlimmes erlebt und durchmachen müssen, was mir auch an einigen Stellen sehr unter die Haut ging. Abgesehen von der politisch unruhigen Zeit, zu welcher die Handlung spielt, hat mich auch sehr die Beziehung zu den jüdischen Arbeitgebern von Fanny und dessen berühmten Freunden interessiert. Eingeholt von einem Schicksalsschlag nach dem nächsten, versuchen die Geschwister dennoch irgendwie ein glückliches Leben zu führen, doch ob ihnen das gelingen konnte, müsst ihr selbst herausfinden. In der Gegenwart umrankte die Handlung auch eine kleine Liebesgeschichte, in welcher Katharina zwei Männerherzen für sich einnimmt, was ich für mich persönlich nicht gebraucht hätte, aber es hat der Geschichte auch keinen Abbruch getan. Als in der Hälfte auch noch ein altes Gemälde eines berühmten Künstlers in Katharinas Hände fällt, dass mit einer Widmung an ihre Urgroßmutter Fanny unterzeichnet ist, nimmt die Geschichte auch nochmal an Fahrt auf. Ebenfalls hat mir gut gefallen, dass die Autorin immer wieder das Motiv des Holunders mit in die Geschichte eingeflochten hat und sich dies durch das gesamte Buch zog, welches auch sinnvoll im Cover und Titel widerspiegelt. Des weiteren bin ich sehr zufrieden mit der Auflösung der Geschichte, auch wenn diese mit viel Dramatik und schlimmen Ereignissen in Verbindung steht, da Katharina ihren Segen mit der eigenen angespannten Situation finden konnte und auch der Vater sehr schön mit eingebunden ist in die Aufklärung des Familiengeheimnisses. Als letzten positiven Aspekt ist die schöne Aufmachung des Buches zu nennen, da wir auf der ersten Seite ein wundervolles kurzes Gedicht finden und anschließend der Prolog mit einem Brief eröffnet, den wir später in der Geschichte auch wieder zu lesen bekommen und dann auch den Verfasser und den Grund dazu erfahren. Auf den letzten Seiten sind typisch bayrische Rezepte zu finden, die von der Oma der Autorin stammen, uns aber als Fannys Rezepte in der Geschichte schon bekannt sind. Insgesamt eine sehr schöne Geschichte und eine absolute Leseempfehlung. Bewertung: 4 Sterne

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