Leserstimmen zu
Astrid Lindgren. Ihr Leben

Jens Andersen

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Meine Meinung: Gibt es eigentlich jemanden, der Astrid Lindgren nicht kennt? Gibt es eigentlich jemanden, der ihre Bücher nicht kennt? Als kleines Kind lernte ich schon die Kinder von Bullerbü kennen und später in der Schule hat unsere Lehrerin uns etwas von Pippi Langstrumpf vorgelesen. Ich will hier nicht aufzählen, welche Bücher mir vorgelesen wurden, welche ich gelesen habe und welche ich später meinen Kindern vorgelesen habe. Von den Filmen ganz zu schweigen. Als Kind wusste ich natürlich noch nicht, welch tolle Frau Astrid Lindgren ist, erst später habe ich ein bisschen über sie erfahren und deshalb freute ich mich jetzt ganz besonders, als ich die Gelegenheit bekam das Buch über ihr Leben zu lesen. Ich bin begeistert und verblüfft, was sie im Leben alles gemeistert und auch erlebt hat. Als sie die ersten Bücher schrieb, war sie ja noch jung und es war eine andere Zeit als heute. Zurück liegend betrachtet war es ganz schön mutig von ihr. Der Autor hat nicht nur ausführlich über ihr Leben geschrieben, sehr interessant finde ich auch die ganzen Bilder, die mir einiges vermitteln. Fazit: Wer neugierig ist und wesentlich mehr über Astrid Lindgren erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen. Es berichtet ja auch nicht nur über ihr Leben sondern auch vom damaligen Alltag und wie sie mit allem klar gekommen ist.

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Das Cover ist ein simples Portrait von Astrid Lindgren, so wie man sie kennt. Innerhalb des Buches aber bekommt man nicht nur ihre Bewegende Lebensgeschichte nahegelegt, sondern diese wird mit Fotografien unterstützt. Ich wollte Anfangen vielfältiger zu Lesen und daher habe ich unter anderem zu diese Biographie gegriffen. Jedoch hätte ich nie gedacht, dass sie mich wirklich so gut unterhält und so interessant ist, dass ich es kaum erwarten kann weiterzulesen. Ich denke wie viele andere auch bin ich bin Astrid Lindgrens Büchern aufgewachsen, zwar nicht mit allen aber Madita, Astrid Lindgrens Märchen, die Pippi Langstrumpf Bücher und vor allem Rasmus und der Landstreicher und Ronja Räubertochter haben meine Kindheit unglaublich bereichert. Nun musste ich beim lesen dieses Buches aber feststellen, dass ich so gut wie gar nichts über die Autorin selbst wusste. Nicht nur wird dem Leser nahegebracht, wie schwierig es für Astrid am Anfang war in als Autorin, aber man begleitet sie so ein bisschen durch die Entstehungsprozesse der einzelnen Werke. Jens Andersen schafft es Astrids Leben in diesem Buch anschaulich, aber auch kompakt wiederzugeben und uns ausführlich ich die Welt der Autorin mitzunehmen. Diese Biographie hat mir wirklich die Augen geöffnet, und gezeigt, dass hinter den Autoren unserer Lieblingsbücher selber Menschen mit einer Geschichte stehen, ich glaube das geht viel verloren. Besonders interessant fand ich, dass Astrid auch eine starke Rolle in der Politik eingenommen hat und sich nicht in die „typische“ Frauenrolle hat zwängen lassen. Sie scheint ihrer Zeit immer voraus gewesen zu sein und war eine derartige „Powerfrau“ wie ich es mir nie hätte erträumen können. Auch hat mich diese Biographie dazu angeregt, sowohl ihre anderen Werke als auch die, die ich schon kenne, noch einmal zu lesen. Aber nun werde ich die Geschichten mit anderen Augen sehen, mit dem Hintergrundwissen, auch rund um politische Angelegenheiten, werden mir hoffentlich viele der Nachrichten in dem Buch besser erreichen. Jedem der ein Fan ihrer Bücher ist, empfehle ich oder besser noch rate ich, sich auch noch mehr mit ihr als Person auseinander zusetzten. Es handelt sich hier wirklich um eine Frau die unser aller Vorbild sein sollte. Ich bin rund um begeistert, von Astrid Lindgren, von Jens Andersens Biographie, meiner Meinung nach ein echt wichtiges, unterhaltsames Buch, welches in mehr Bücherregalen zuhause sein sollte. 5/5 Sterne.

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Als ich das Buch "Astrid Lindgren. Ihr Leben" von Jens Andersen entdeckt habe, musste ich es unbedingt lesen, schließlich ist Astrid Lindgren eine faszinierende Frau, von der ich bisher viel zu wenig wusste. Habe ich hauptsächlich Kinderbücher, wie Pippi Langstrumpf, die Kinder aus Bullerbü, Ronja Räubertochter und Karlsson vom Dach, mit ihr verbunden, durfte ich nun erkennen, was für eine Person dahinter steckte. Nicht nur Lindgrens Kinderheit in Smaland, wird von Jens Andersen erwähnt, sondern auch alles was danach kommt. Ihre frühe Schwangerschaft, ihre Probleme mit dem Vater des ersten Kindes und auch die Schwierigkeiten ein uneheliches Kind zu bekommen und in eine Pflegefamilie geben zu müssen. Die Ehe mit Sture Lindgren, welche nicht immer einfach war, wird in dieser Biografie auch intensiv beleuchtet. Neben diesen persönlichen Dingen, erfährt man sehr viel über die einzelnen Werke und der eigenen Interpretationen von Astrid Lindgren. Natürlich geht der Autor auch auf die Doppelrolle als Lektorin bei dem Kinderbuchverlag, bei welchem auch ihre eigenen Kinderbücher erscheinen, ein und macht sich darüber und über das harte Arbeitspensum Gedanken. Später kommt dann auch noch die politische Komponente Lindgrens dazu. "Astrid Lindgren. Ihr Leben." zeichnet ein umfassendes Bild einer Person, die nicht nur fantastische Werke schrieb, sondern auch Sorgen, Ängste und Fehler hatte. In einer verständlichen, klaren Sprache, schreibt Jens Andersen ein ganzes Leben zwischen zwei Buchdeckel, sodass man der geliebten Autorin Astrid Lindgren näher kommt und die Person hinter den Kinderbüchern entdeckt und (teilweise) versteht.

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Biographien gehören nicht unbedingt zu meinen bevorzugten Genre‘s, da mir viele immer als viel zu trocken erscheinen. Die weltbekannte schwedische Autorin Astrid Lindgren interessierte mich schon lange Zeit und als mir diese Biographie von Jens Andersen ins Hause flatterte, griff ich gerne zu. Für mich, die Astrid Lindgren nur von einigen wenigen Büchern her kennt, war es eine sehr interessante Lektüre. Man merkt dem Buch an, das der Autor Jens Andersen viel Zeit für seinen Recherchen zum Buch aufgewendet hat. Man merkt, dass er sich sehr mit dem Thema Astrid Lindgren beschäftigt hat. Denn in meinen Augen geht er sehr respektvoll und keineswegs reißerisch mit dem Menschen, seinen Ängsten und seinen Gefühlen um. Gerade bei dem doch sehr bewegenden Thema, dass sie ihren unehelichen Sohn bei Pflegeeltern gelassen hat – gerade bei den Schuldgefühlen die sie da hat: er verurteilt nicht, er erzählt. Was mir ausgesprochen gut gefallen hat war das umfangreiche Bildmaterial, welches im Buch zu finden ist. Die vielen Zitate, Briefauszüge und Tagebuchauszüge aus ihrer Feder, die nicht spekulieren liesen sondern Fakten schafften. Für mich erweckte die 2002 verstorbene Autorin durch dieses Buch wieder zum Leben und ich habe es sehr genossen, ihr Leben durch die Augen von Jens Andersen zu betrachten. Es ist ein Buch, das man über einen längeren Zeitraum hinweg liest, lesen muss. Nicht weil man sich zwingen muss weiterzulesen oder weil es langweilig ist. Sondern weil es so viele Fakten und Informationen enthält, die man erst einmal verarbeiten muss. Meine Wertung für diese Biographie: 4 ½ von 5 Sternen.

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Als Kind wollte ich immer so stark und frei sein wie Pippilotta Viktualia Rullgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Astrid Lindgrens Geschichten haben meine Kindheit geprägt. Ich liebte es, in ihre Fantasiewelten zu entgleiten. Oft habe ich heimlich unter der Bettdecke mit der Taschenlampe gelesen, weil mich Pippi, Kalle Blomquist, Michel oder Karlsson vom Dach so in ihren Bann zogen. Wer war die Frau hinter diesen unglaublichen Erzählungen? Jens Andersen hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt. Im Resultat dessen ist eine bemerkenswerte und umfassende Biografie "Astrid Lindgren - Ihr Leben" entstanden, die im März 2017 bei der Verlagsgruppe Random House erschienen ist. Vor mehr als siebzig Jahren begann Astrid Lindgrens großartige Karriere als Schriftstellerin. Mit Pippi Langstrumpf hat sie den Kinderbuchmarkt revolutionärt, eine einzigartige Figur geschaffen und den Grundstein für viele tolle Kinderbücher gelegt. Ihre Bücher werden vermutlich noch Generationen von Kindern nach uns lesen. Jens Andersen beleuchtet jedoch nicht nur die erfolgreiche Autorin, sondern betrachtet auch die Frau Astrid Lindgren, die von Einsamkeit, Trauer und Schuldgefühlen geplagt wurde. Er erzählt von der jungen Astrid, die ungewollt schwanger wurde und ihren unehelichen Sohn bei Pflegeeltern unterbringen musste, was sie sehr schwer belastete. Aber Andersen berichtet auch von der Kämpferin Astrid Lindgren, die sich politisch engagierte und unermüdlich für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Frieden eingetreten ist. in ihren späteren Jahren konnte sie sehr gut allein sein und liebte die Natur. eine bewundernswerte Frau! Der Autor hat für diese Biografie über Jahre hinweg tiefgründig recherchiert und viele unveröffentlichte Quellen durchgearbeitet. Das spürt man als Leser sehr deutlich. Detailreich zeichnet Andersen den Lebensweg Astrid Lindgrens auf, geht auf ihre Freunde und Wegbegleiter kurz ein, wie z.B. die Freundschaft zu Louise Hartung, ihrer deutschen Lektorin. Das war für mich überaus interessant, genauso wie ihren Briefwechsel mit einem Teenager namens Sara Ljungcrantz -immerhin trennen sie 50 Jahre Altersunterschied. Oft bindet Andersen auch Zitate, Kommentare und Briefe von Astrid Lindgren, Freunden und Familienangehörigen ein, verleiht damit seinem Werk diesen persönlichen und authentischen Charme. Komplettiert wird das Ganze durch die vielen Fotografien und Dokumente aus ihrem Leben, die hier zwischendurch mit eingearbeitet wurden. So gewinnt man als Leser ein imposantes Gesamtbild von dieser starken, ehrlichen und äußerst liebenswerten Frau. Im Anhang zum Buch sind neben dem Quellennachweis die Werke von Astrid Lindgren chronologisch aufgelistet. Obwohl ich schon einige Biografien herausragender Persönlichkeiten gelesen habe, hat mich bislang noch keine emotional so berührt. "Astrid Lindgren - Ihr Leben" liest sich romanartig, ist interessant und unterhaltsam. Ich bin durch die Seiten geflogen. Ein beeindruckendes Buch über eine tolle Frau und überaus talentierte Kinderbuchautorin. Eines meiner Lese-Highlights 2017!

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Astrid Lindgren – Ihr Leben Jens Andersen Das Buch ist eine Biografie über Astrid Lindgrens Leben, weshalb ich statt einer Inhaltsangabe, kurz etwas über den Autor, Jens Andersen, anfügen möchte. Jens Andersen, geboren 1955, hat sein Studium der Nordistik an der Universität von Kopenhagen mit einer Promotion abgeschlossen, arbeitete viele Jahre als Literaturkritiker für große dänische Zeitungen und lebt nun als Schriftsteller in Kopenhagen. 2005 erschien auf Deutsch sein viel beachtetes Buch "Hans Christian Andersen", für das er mehrfach ausgezeichnet wurde. "Astrid Lindgren. Ihr Leben" wurde in Dänemark 2015 zum "Sachbuch des Jahres" gekürt und erhielt den renommierten Politikens Literaturpreis; das Buch wurde in Dänemark und Schweden zum Bestseller. Das Buch habe ich über das Bloggerportal vom DVA Verlag als Rezensionsexemplar bekommen, darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Dankeschön für diese Möglichkeit. Ich habe das Buch mit wenig Erwartungen begonnen, was ja meistens immer gut ist. Das Buch ist sehr ausführlich recherchiert und bis ins kleinste Detail beschrieben. Jens Andersen hat in unveröffentlichten Quellen recherchiert, weshalb man sehr viel Neues über Astrid Lindgren erfährt. Einziges Manko, meiner Meinung nach, ist der Schreibstil. Er schweift mir oft zu sehr ab, weshalb ich manchmal nachlesen musste, wie wir zu diesem Punkt gekommen sind, das beeinträchtigt den Lesefluss und hat mich des Öfteren gestört. Außerdem fand ich es oft sehr hochgestochen geschrieben, so als würde man einen sehr alten Klassiker lesen. Grade für eine Biografie über Astrid Lindgren, die immer Jung und Spritzig war, hätte ich mir das anders gewünscht. Was aber nur meine Meinung ist. Astrid Lindgren fand ich immer schon sehr beeindruckend und wie so viele andere Kinder, habe ich ihre Geschichten geliebt. Umso mehr erstaunte mich, das Astrid Lindgren sehr viel über Einsamkeit und Trauer wusste. Außerdem plagten sie immer wieder Schuldgefühle, weil sie ihren unehelichen Sohn bei Pflegeeltern unterbringen musste. Abgesehen davon fand ich toll, dass Astrid Lindgren immer schon eine fortschrittlich denkende Frau war. Im Buch erfährt man beispielsweise was es mit ihrer Kurzhaarfrisur auf sich hatte, oder dass sie eine von wenigen Frauen in der damals Männer dominierten Journalsitenbranche war. Man erfährt viel über ihre frühe Schwangerschaft und die damit auftretenden Probleme zum Beispiel mit Ihren Eltern. Doch vielleicht oder sogar ganz sicher deswegen, hat sie das alles zu der Frau gemacht die wir kannten. Eine Heldin des Alltags für Jung und Alt, eine Aktivistin die für Frauenrechte einstand, eine Tierschützerin und zu alledem auch eine Mutter und Ehefrau. Astrid Lindgren ist nach diesem Buch nicht nur mehr meine Heldin, sie ist auch ein Vorbild. Sie machte Mut zu sich selbst zu stehen und dass man sich als Frau in einer Männerdominierten Welt nicht unterkriegen lassen soll. Danke Jens Andersen für ein so tolles und berührendes Buch. Zum Buch selbst: Im Buch findet man sehr viele und schöne Bilder von Astrid Lindgren, ihrer Familie und Freunde. Ganz vorne weg ein sehr schönes, stimmungsvolles Bild von Astrid selbst. Das Bild zeigt sie in einer Denkerpose, das Gesicht auf drei Finger gestützt, ihr Blick schweift in die Ferne, vielleicht schon zum nächsten Abenteuer? Die Vielen Bilder im Buch und Zitate von Astrid Lindgren selber, lassen Astrid zum Leben erwecken. Hin und wieder hat man das Gefühl, sie würde vor einem Sitzen und einem alles selbst erzählen. Fazit: Ein sehr ausführlich Recherchiertes Buch, das sehr viel Neues über DIE Astrid Lindgren erzählt. Ihre Kindheit wurde leider nicht so ausführlich beschrieben, aber es wurde auch auf niemanden vergessen. Der einzige Punkt der mich störte war, wie oben beschrieben, der Schreibstil des Autors, aber dieses Empfinden ist ja immer Subjektiv. Ich würde es jedem empfehlen, der mehr über die Autorin erfahren möchte, die so vielen Kindern ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Eine beeindruckende Frau mit einem beeindruckenden Leben.

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,Astrid Lindgren ist eine meiner größten Kindheitsheldinnen. Als ich dieses Buch gesehen habe, war mir sofort klar, dass ich mich dafür bewerben muss. Jens Andersen ist wirklich ein einzigartiges Buch gelungen. Er blickt hinter die Fassade einer Erfolgsautorin, die mit ihren Büchern nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsene auf der ganzen Welt begeistern konnte. Aus der Kindheit der Autorin erfährt der Leser nur Bruchstücke. Vielmehr konzentriert sich Jens Andersen auf "Das Leben danach". Das Schreiben nutzte sie oft, um sich von ihrem eigenen Kummer abzulenken. Von ihrer frühen Schwangerschaft, von Problemem mit dem Vater ihres Sohnes oder scheinbar nie enden wollenden Konflitkten mit ihren Eltern. Im sozialistischen Schweden galten ihre Bücher nicht immer als Bestseller, eher im Gegenteil. Oft wurde ihr vorgeworfen, mit ihren Büchern zur Rebellion aufzurufen. Astrid stellte sich dagegen und zog weiterhin ihr Ding durch. Ich muss ehrlich gestehen, jetzt - wo ich eine weitere Biographie über ihr Leben gelesen habe - ist sie mir noch mehr Kindheitsheldin, als sie es vorher schon war. Eine starke Frau, die alle Höhen und Tiefen des Lebens am eigenen Leib erfahren hat. Eine starke Frau, die sich nie wirklich hat unterkriegen lassen und die eine Menge Respekt verdient. Eine starke Frau, die auf ewig meine persönliche Kindheitsheldin sein wird - nicht nur wegen ihrer Bücher, in denen sich viele verschiedene Facetten des Lebens - und auch ihres Lebens - wiederspiegelt. Jens Andersen ist es gelungen, einen wirklichen guten Einblick in das Leben einer Frau zu geben, die so viel mehr getan hat, als nur Bücher zu schreiben. Sie galt als engagierte Frau, die für Frieden, Gerechtigkeit und die Rechte von Kindern eintrat. 2002 verstarb die Kinderbuchautorin im Alter von 94 Jahren.

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Sie war Schriftstellerin, Lektorin, Humanistin, politische Aktivistin, Tierrechtlerin, aber auch Mutter, Frau und Tochter. Astrid Lindgren prägt Generationen über ihr Leben hinaus. Doch wer ist die Autorin, die Pippi Langstrumpf, Die Brüder Löwenherz und Ferien auf Saltkrokan geschrieben hat? Und was war das für ein Leben, das weit nach ihrem Tod nachwirkt? Man möchte weinen, wenn man die Fotos von Astrid Lindgren sieht und Ausschnitte aus ihrem Tagebuch liest, so schön ist es. Dass sie herzensgut ist, merkten auch ihre Leser*innen sofort. Immerhin bekam Astrid Lindgren sage und schreibe 75.000 Briefe von ihren Leser*innen und sie bemühte sich jeden Brief einzeln zu beantworten. Viele schrieben ihr und baten sie um Hilfe, auch um finanzielle Unterstützung. Obwohl sie wusste, dass sie es wahrscheinlich nie wieder zurückbekommen wird, verschickte Astrid Lindgren auch mal Geld an ihre Leser*innen. Eine Frau ersuchte 14 Jahre lang finanzielle Hilfe von Lindgren. In 72 Briefen an die Kinderbuchautorin schrieb sie wegen einer Brille, einer Autoreparatur, Spielschulden, einer Rechnung vom Klempner und weitere Ausgaben dieser Art. Lindgren unterstützte ein junges Mädchen sogar bis zur Ausbildung. Astrid Lindgren galt als “klok gumma”, die kluge Alte des Nordens, die man bei allen Belangen und Fragen um Rat fragen konnte und man wusste, dass Lindgren mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Lindgrens Fanpost befindet sich im Astrid-Lindgren-Archiv der Königlichen Bibliothek von Stockholm. Gütig, großzügig und gut gelaunt Gütig ist auch Pippi Langstrumpf. Gütig, großzügig und gut gelaunt wie Astrid Lindgren. Es ist ein gutes Gefühl die Biografie einer Frau in der Hand zu halten, die von Natur aus unabhängig ist. Astrid Lindgren war so unbeeindruckt von den Männern ihrer Zeit, so mutig und so fesch. Und sie hatte einen guten Sinn für Zeitmanagement. Die Zeit für ihre Kinder hat sie sich einfach genommen. Nach dem Heranwachsen ihrer Kinder hat sie wohlbedacht eingeteilt, wann sie an ihren eigenen Büchern schreibt und wann sie als Verlegerin arbeitet. Und sie hat viel gearbeitet. Am Ende eines Lebens steht Astrid Lindgren mit Erfolgen da, mit großen Erfolgen. Aber hinter diesen Erfolgen steht ein starker Wille, Fleiß, die Hartnäckigkeit sich nicht unterkriegen zu lassen und so viel Güte. Lindgren hat so viele Krisen gemeistert und sie hat bei all dem ihr weichmütiges Wesen bewahrt. Das ist stark. Das ist ein großartiges Leben. Mehr zum Buch Zahlreiche Zitate aus Lindgrens Tagebüchern und eine reiche Bebilderung machen die Biografie lebendig. Oft schreibt Jens Andersen im Stil eines Romanautors. Der Leser bekommt das Gefühl, das gelesene zu erleben wie auf einer Zeitreise. Nicht zuletzt das umfangreiche Quellenverzeichnis lässt auf das Ausmaß der Recherche schließen. Für seine Recherchen führte Andersen Gespräche mit anderen Biografen und mit Karin Nyman, Lindgrens Tochter. Das Buch erschien zuerst im Gyldendal Verlag in Dänemark und wurde 2015 in Dänemark und Schweden zum “Sachbuch des Jahres” gekürt. Auch hat es den renommierten Politikens Litteraturpris erhalten.

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