Leserstimmen zu
Astrid Lindgren. Ihr Leben

Jens Andersen

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Die Lindgren-Biografie des dänischen Journalisten Jens Andersen kletterte gleich in mehreren Ländern auf die Bestsellerlisten - zu Recht, wie ich finde. Es werden Seiten der schwedischen Kinderbuchautorin beleuchtet, die der breiten Öffentlichkeit so vermutlich noch nicht bekannt waren und es wird schnell deutlich, wie sorgfältig und unfangreich Andersens Recherchen gewesen sein müssen. Der Text lebt von zahlreichen Zitaten und Briefauszügen Lindgrens sowie vieler Fotografien von der Autorin, die umfassend kommentiert werden. Einzig und allein die Zeitsprünge, die Andersen hier und da macht, haben mich teilweise etwas gestört und den Lesefluss unterbrochen. Zudem wurden einige von Lindgrens Werken, die mir sehr gefallen, nicht oder nur am Rande erwähnt (z.B. "Madita", "Ronja Räubertochter"), das ist jedoch mein persönliches Urteil. Insgesamt ist es eine ausgesprochen lesenswerte und kurzweilige Lektüre, die auch die unbekannte dunklere Seite der Astrid Lindgren beleuchtet, die sie nachweislich hatte. Eine sehr runde Sache!

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...Ich mach mir die Welt,: widewide wie sie mir gefällt... Den Songtext habe ich als Kind oft angehört, aber noch viel lieber habe ich die zahlreichen Kinderbücher von Astrid Lindgren verschlungen. Sie war und ist meine Lieblingsautorin und ich habe viel aus ihren Büchern gelernt und bin auch, als ich größer war, selbst nach „Bullerbü“ in Schweden gereist. Das muss man einfach gesehen haben. Da springt das Kopfkino an und die heiteren Geschichten fallen einem beim Spaziergang durchs Dorf, vor Ort, wieder ein. Aber auch ihre unglaubliche Art, jedem Leser, egal ob „groß oder klein“ Optimismus, Lebensfreude, Empathie, aber auch Mitgefühl für Mensch und Tier zu vermitteln, fand ich schon immer klasse und tief beeindruckend. Die Biographie „Astrid Lindgren – Ihr Leben“ von Jens Andersen ist daher etwas ganz besonderes für mich. Am Anfang dachte ich sogar, der traut sich was. Wie und was will der über diese tolle Frau schreiben. Das kann doch nicht gelingen und gut werden. Aber, was soll ich sagen: Andersen ist es gelungen, mich mit seinem Werk über die Schriftstellerin, in den Bann zu ziehen. Und so lese ich gespannt Seite um Seite. Erfahre viel und fühle mich Astrid Lindgren noch tiefer verbunden. Denn sie hat, genau wie ich auch, es in einigen Lebensbereichen nicht einfach gehabt. So etwas verbindet und ist fast wie ein geheimer Pakt des Verstehens und sich verstanden fühlen. Aber vielleicht muss man auch erst ganz „unten“ sein, um solch herrliche Bücher schreiben zu können. Eine traurige, unglückliche Frau mit einem großen Herz und Liebe für Kinder und ihre Belange. Eine vielschichtige Persönlichkeit, die ich gerne persönlich kennengelernt hätte. So einen Menschen wünscht man sich als Freundin oder Beraterin. Mit so einer Person könnte man Pferde stehlen und großartige Geschichten erleben. Dem dänischen Literaturwissenschaftler ist es gelungen, ein großartiges schriftstellerisches Porträt von Lindgren zu erzeugen. Es hat Spass gemacht das Buch zu lesen, auch wenn es mich stellenweise traurig gemacht hat. Und ich gesehen habe, das Lindgren große Probleme hatte. Um so erstaunlicher, dass sie solche tollen Kinderbücher geschrieben hat. Wenn ich deprimiert bin , kann ich nämlich nicht schreiben und erst recht nichts witziges. Andersen wiederum ist es gelungen, tiefe und persönliche Einblicke ins Leben der Astrid Lindgren zu geben. Seien es ihre Kindheit, Jugend, Krieg, unehelicher Sohn, Heirat, Eheprobleme, usw...Lest diese wunderbare Biographie bitte selber, ich kann sie nur empfehlen! ☺ Mit einem lachenden und einem weinenden Auge! Fazit: 5 ***** für dieses großartige Buch über eine besonderes faszinierende Frau. Sie hat meine Kindheit durch ihre Bücher sehr bereichert. Und an manchen Tagen steckt auch heute noch ein wenig „Pippi Langstrumpf oder Michel aus Lönneberga“ in mir und das habe ich ihr zu verdanken und bin froh darüber. Die Lindgren Biographie ist im Pantheon Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 448 Seiten und kostet 16,99 Euro.

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Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Biografie dermaßen voller Spannung lese, nein praktisch inhaliere. Ein großartiges Buch über eine überraschend starke Frau. Zum ersten Mal habe ich ein Buch das ich rezensiere mit Post its gespickt, weil ich wichtige Dinge nicht vergessen möchte, doch am liebsten würde ich Euch das ganze Buch vorlesen so großartig is es geschrieben und so erstaunliche Details hat der Autor Jens Andersen aus den Archiven gefischt, auch Dinge, die noch nie über Astrid Lindgren veröffentlicht wurden. Ich habe Astrid Lindgren noch erlebt, ich war ihren Büchern sogar schon entwachsen als sie neu auf den Markt kamen (ja, ich bin alt ;-) ) Viele lieben Ronja Räubertochter, damals hatte ich schon ganz andere Dinge im Kopf und auch der andere Dauerbrenner aus Schweden ABBA war mir nicht mehr cool genug. Ich bin eben ein Kind der 70er und war in den 80ern schon schwer pubertierend bis schon erwachsen. Wir haben es geliebt wenn Astrid Lindgren im Fernsehen auftrat und als Kind wunderte ich mich auch nicht warum die Frau so perfekt Deutsch sprach. In meiner Kindheit kam man an ihr nicht vorbei, ich hatte ein Puzzle von Pippi, natürlich die Bücher und Abends versammelte sich die Familie vorm Fernseher um gemeinsam über Michel zu lachen. Madita habe ich im Fernsehen auch geliebt und Ferien auf Saltkrokan. Und wenn ich versuche zu erklären wie himmlisch und schön für Kinder wir wohnen sage ich immer "Wir wohnen in Klein-Bullerbü." Mit zu der Bekanntheit von Astrid Lindgren gehört das extreme Arbeitspensum das diese Frau an den Tag legte, aber sie war auch eine gute Geschäftsfrau, hatte ihre Finger wirklich überall drin und wusste genau was sie will. Ich dachte ich weiß viel über Astrid Lindgren, allerdings wusste ich scheinbar so gut wie nichts. Ich werde Euch einmal ein bisschen was erzählen, das ich im Buch gelernt habe. Für mich und viele andere ist Pippi so ein 60er Jahre-Ding, liegt am Film und den Klamotten von Anika und Tommy. In Wirklichkeit entstand Pippi aber im 2. Weltkrieg und könnt ihr Euch an den Zirkusdirektor mit dem starken Mann erinnern, der Direktor ist Deutscher und eine Persiflage auf Hitler. Wäre Astrid Lindgren nicht krank geworden, so hätten wir vielleicht nie etwas von ihr gehört, doch gelangweilt ans Bett gefesselt schrieb sie Pippi auf. Sie hat später übrigens meist im Liegen geschrieben und zwar in Steno. All diese Stenoblöcke sind übrigens aufbewahrt. Vielleicht schrieb sie deshalb auch so schnell und viel. A.L. (ich kürze den Namen jetzt immer ab) war zusätzlich Lektorin in ihrem Verlag und auch ihre Schwestern und Freunde waren Teil dieses ganzen Verlagsklüngels. A.L. hat ziemlich gute Beziehungen und so auch den richtigen Motor für ihr Schaffen. Sie hat nicht nur Bücher geschrieben, sondern Theaterstücke, Radiostücke, später Fernsehserien. Bereits damals wurde Pippi und alles der Autorin so extrem vermarktet wie es damals kaum der Fall war, erst die Amerikaner fingen an ihre Serien auch nebenbei im Spielzeughandel und auf Kleidung zu vermarkten, das gab es damals in Schweden schon kurz nach dem Krieg, erstaunlich. Wer Ferien auf Saltkrokan kennt, Menschen in meinem Alter kamen da nicht drumrum, es gab ja nur 3 Programme und nur in 2 davon kam auch mal was für Kinder. Also diese Fernsehserie ist nicht nach dem Buch entstanden, sondern A.L. hat das Drehbuch geschrieben als Auftragsarbeit, der Roman kam dann erst danach. Ein Zitat aus dem Buch zeigt, dass wer viel schreibt auch nicht immer beste Qualität liefert: "Nicht alles, was A.L. as der Feder floss, war Gold und Genialität, und gewisse Auftragsarbeiten erwiesen sich als Albtraum." Das beruhigt ach mich als Blogger, nicht immer schreibe ich genial, aber ab und zu auch mal eine Perle. Die Brüder Löwenherz kannte ich auch und das Ende verwirrte mich immer ein bisschen, war man doch so auf Happy End getrimmt und hier bleibt ganz viel offen. Es ist eigentlich auch ein sehr politisches Buch aus dem Jahr 1973, doch das A.L. nie zu und sagte es sei einfach der ewige Kampf Gut gegen Böse. A.L. war schon immer politisch und schon immer eine Kämpferin und Vorreiterin. So war sie 1924 die erste Frau die sich in Vimmerby die Haare kurz schnitt und später bei einer Zeitung arbeitete. Auch für das damals schon so fortschrittliche und emanzipierte Schweden etwas besonderes. Wer bei Vimmerby aufhorcht, ja, das kennen wir Deutschen von Michel. Auch Pippi spielt dort, denn A.L. ist in Smaland aufgewacsen und viele Vorbilder ihrer Romanfiguren sind Teil ihrer Familie. Sehr berührend ist die Geschichte, dass A.L. als ledige Frau Mutter wurde und der Vater des Kindes noch verheiratet war. Sie brachte das Kind heimlich auf die Welt und gab es 3 Jahre in Obhut einer Pflegemutter, das verkraftete A.L. nie und wusste, dass das Band zu ihrem Kind dadurch nie so stark war, wie es hätte sein können. Die Ansichten über Erziehung von A.L. kann ich nur abnicken, genau so sollte es sein und man denkt sie hätte Mütter der heutigen Zeit kennengelernt und zu ihnen gesprochen: "...denk darüber nach was Du tust, und vertrau nicht unkritisch dem, was Du von Freundinnen und Verwandten zu hören bekommst - wie alt und erfahren sie auch sein mögen. Es ist dein eigenes Kind..." Heute könnte man noch Blogger und Ratgeber ergänzen. AL. ging immer erhobenen Hauptes "Denn wissen Sie, die beste Art und Weise, die Leute zum Schweigen zu bringen, ist es, ihnen zu zeigen, dass sie mit ihrem Verdacht recht hatten" Genau so haben wir es immer mit unserem Kind mit Behinderung gehalten und es wurde nicht getuschelt, denn es gab ja nichts zu tuscheln, wenn es öffentlich ist. A.L. hatte viele Verehrer und eine große Verehrerin, mit der sie eng befreundet war, doch die Liebe der lesbischen Deutschen konnte sie nie erwidern, am liebsten war sie alleine mit sich oder verteilte ihre Liebe an die Kinder, nach dem Tod ihres Mannes fand sie alleine zu sein recht angenehm. In einem Interview mit Vi erklärte A.L. dass man in der Erziehung Respekt gegenüber dem Kind haben muss und Zuneigung und Entschlossenheit und dass auch die Kinder Respekt vor den Eltern haben müssen. Recht hat sie, Respekt vermisse ich heute so oft, Respekt darf man nicht mit Angst verbinden, doch ich erwarte, dass auch ich Bedürfnisse haben dar und nicht nur mein Kind, es ist wichtig, dass Kinder lernen, dass es noch andere gibt außer ihnen selbst. A.L. äußerte 1947 die Hoffnung auf die neue Generation. Menschen die sich gegenseitig das Leben gönnen, humaner und großzügiger ist und keine Neinsager Rechthaber und Machtgierige sind. Ja diese Generation gab es, doch die Neu ist nachgewachsen und wenn ich mir das so ansehe...... 1991 schrieb die Bild A.L. sei verwirrt und fast blind und säße nur noch am Fenster. A.L. wäre aber nicht sie selbst, wenn sie da nicht dagegen geschossen hätte. Natürlich war das mal wieder typisch BILD, denn gerade in der Zet unternahm A.L. noch Auslandsreisen und anstrengende Termine wahr. Astrid Lindgren war so viel mehr als eine liebe Märchentante, sie war Autorin, Lektorin, Verlagsretterin (zB Oettinger in Deutschland), Drehbuchautorin, Umweltaktivistin, Mutter, Oma, Briefschreiberin, extrem stur, manchmal ein bisschen am Altertümlichen hängende, Preisträgerin, Mildtäterin und noch so, so, so viel mehr.

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Eine gute Biografie

Von: Mara

29.08.2017

Meine Meinung: Astrid Lindgren war eine starke, sehr interessante Frau. Nicht nur ihre Bücher haben mich in meiner Kindheit fasziniert, sondern auch ihre Art wie sie mit ihrem nicht leichten Leben umgegangen ist. Er schildert das Leben von Astrid Lindgren von klein auf und erklärt die Motivation und Beweggründe für eine der größten Kinderbuchautorinnen.Die Ideen von Astrid stammen aus der engen Interaktion mit ihrem Sohn und später mit ihrer Tochter Karin und auch den Enkeln. Immer war es ihr Anliegen, Kinder glücklich zu machen und vor allem zu erahnen, wie dies am besten geschähe. Der Autor hat einen wunderbaren Schreibstil und es gelingt ihm ganz wunderbar Bilder wie auch Zitate und Briefausschnitte einzuarbeiten. Briefe, welche sie im Laufe ihres Lebens geschrieben hat von ihrer Jugend über Pippi Langstrumpf und andere Kinder Klassiker. Man erfährt aber auch eine Menge über Lasse's richtigen Vater und dessen Scheidung, und über die Eheprobleme der Schriftstellerin, was in der Stroemstedt Biographie zu kurz kommt und in den Kriegstagebüchern nur angedeutet wird. Ich habe einige neue Dinge über Astrid erfahren die ich bisher noch nicht wusste, für mich wirkte sie immer faszieniert. Vor allem hat mich besonders beeindruckt,denn sie wusste, was sie im Leben wollte, aber auch von ihren schweren Zeiten zu lesen und wie sie damit umging, fand ich sehr interessant. Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, man sollte sich komplett in diese Biografie hineinfallen und lesen und sich überraschen lassen. Fazit: Eine der tollsten Biografien, die ich Ej gelesen habe, weil sie so nahe an dem Werk den Büchern ähneln, ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Es fehlt mir immer schwer Biografien zu bewerten und das Leben eines Menschen zu beurteilen.

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Endlich - ein ganz tolles Buch zu Astrid Lindgren! Eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, neben Cornelia Funke und J.K. Rowling! Als Kind hat man sich nie so recht gefragt, was hinter der tollen Autorin steckt, die Geschichten so anschaulich beschreiben kann und ihre Helden in Kinderköpfen zum Leben erweckt. Doch wenn man später eben jene Bücher wieder in die Hände nimmt und vielleicht sogar noch einmal liest... dann kommen einem solche Fragen in den Kopf. Wer ist Astrid Lindgren? Wie ist sie aufgewachsen, wie hat sie gelebt? Hatte sie selbst Kinder? Was hat sie zu ihren Geschichten inspiriert? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet dieses Buch! Wer Astrid Lindgrens Geschichten liebt, der wird auch dieses Buch sehr mögen!!

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Literarisch INTERESSANT, dabei durchaus UNTERHALTSAM ist die 2015 erstmals auf Deutsch veröffentlichte, jetzt im März 2017 vom Pantheon-Verlag zum 15. Todestag als Taschenbuch neu aufgelegte Biografie "Astrid Lindgren. Ihr Leben" des dänischen Literaturwissenschaftlers Jens Andersen. Anhand von Tagebucheinträgen, unzähligen Briefen und vielen anderen Quellen beschreibt der Autor nicht nur das Leben der ab 1945 durch ihre Pippi-Langstrumpf- und nachfolgenden Bestseller weltbekannten schwedischen Kinderbuch-Autorin. Sondern er macht vor allem deutlich, wie sich Lindgren für die Gleichberechtigung der Kinder im Verhältnis zu den Erwachsenen stark gemacht und die Kinderliteratur gegen den Widerstand konservativer Denker in den ersten Nachkriegsjahren revolutioniert hat: Wurden Kinderbücher früher aus der Sicht eines Erwachsenen geschrieben, kommen in den Lindgren-Büchern erstmals die Kinder selbst als Ich-Erzähler zu Wort. Parallel zur Schriftstellerin lernt man Lindgren als clevere Geschäftsfrau kennen, die es versteht, ihre Geschichten vielfältig zu vermarkten - in Zeitschriften, als Buch, als Hörspiel oder Drehbuch, wobei die Bearbeitungsfolge je Geschichte durchaus unterschiedlich war: mal war erst das Buch da, ein anderes Mal erst die TV-Serie wie bei "Ferien auf Saltkrokan". Trotz aller Detailfreude des Autors bleibt die Biografie dennoch interessant zu lesen. Nur hin und wieder haben mich einzelne Wiederholungen in der Charakterisierung der Person Lindgrens gestört. In jedem Fall macht es Freude, nach Lektüre ihrer Bücher in Kinderjahren, jetzt als Erwachsener die Schriftstellerin, ihre Entwicklung und die vielschichtigen Hintergründe hinter ihren Geschichten zu erfahren, um dadurch - jetzt aus der Sicht des Erwachsnenen - ihre Bücher besser verstehen und deuten zu lernen.

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Das Cover: Das Cover ist genau passend. Anders hätte es gar nicht sein sollen. Die ersten 3 Sätze: In den Siebzigerjahren hatte die Beamten an der Ecke Palagatan und Odengatan in Stockholm immer mehr zu tun. Es lag an einer älteren Dame, die vielen älteren Damen glich, denen man im Stadtteil Vanastan auf der Straße, im Park, Im Lebensmittelgeschäft oder in einer der Konditoreien begegnete. Über Jahre hinweg war täglich eine Handvoll Briefe durch den Briefschlitz dieser älteren Dame gefallen, doch als sie 1977, 1987 und 1997 runde Geburtstage feierte, mussten die Postboten an der Tür der Dalagatan 46 klingeln, um säckenweise Post mit Marken aus aller Welt abzuliefern. Meine Meinung: Dieses Buch ist eine Biographie über Astrid Lindgren. Einer der bekanntesten Kinderbuchautorinnen, die es gibt. In dieser Biographie erfährt man sehr viel über ihr Leben als Kind und als Erwachsene. Jens Andersen erzählt von Geburt bis zum Tod alles über sie. Abgerundet wird es mit persönlichen Tagebucheinträgen, Briefen und Anekdoten von Astrid Lindgren. Ich finde es sehr schön, hier viel neues über sie kennengelernt zu haben. Ich finde es außerdem toll, das Astrid Lindgren immer im Herzen ein Kind geblieben ist. Was ich bewundere ist, denn das können nicht viele, ist das sie immer zu ihren Fehlern gestanden hat. Egal wie gravierend sie waren. Das Buch ist richtig mitreißend geschrieben und überhaupt nicht trocken, wie sonst Biographien sind. Ganz am Ende des Buches werden auch noch mal alle Bücher von ihr aufgelistet mit Erscheinungsdatum. Fazit: Eine super Biographie über eine bemerkenswerte Frau und Kinderbuchautorin. Über die Autorin: Jens Andersen, geboren 1955, hat sein Studium der Nordistik an der Universität von Kopenhagen mit einer Promotion abgeschlossen, arbeitete viele Jahre als Literaturkritiker für große dänische Zeitungen und lebt nun als Schriftsteller in Kopenhagen. Seit 1990 veröffentlicht er Biografien skandinavischer Persönlichkeiten, u.a. 2012 über Königin Margrethe II.; 2005 erschien auf Deutsch sein viel beachtetes Buch "Hans Christian Andersen", für das er mehrfach ausgezeichnet wurde. Jens Andersen erhielt u.a. den Georg-Brandes-Preis, den Søren-Gyldendal-Preis und den Preis des dänischen Schriftstellerverbands. "Astrid Lindgren. Ihr Leben" wurde in Dänemark 2015 zum "Sachbuch des Jahres" gekürt und erhielt den renommierten Politikens Litteraturpris; das Buch wurde in Dänemark und Schweden zum Bestseller.

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Bewunderung

Von: Lena

28.07.2017

Inhalt In Astrid Lindgren. Ihr Leben wird die Geschichte der weltberühmten Kinderbuchautorin erzählt. Denn in ihren Leben gab es viele Höhen und Tiefen, die zu Astrid Lindgrens einzigartigen Charakter geführt haben. Sie ist eine tapfere Kämpferin, die aber auch einsame und depressive Phasen durchleben musste. Ihre Schuldgefühle und Qualen die Lindgren hatte, als sie noch als junge Frau ihr uneheliches Kind in ein er Pflegefamilie abgeben musste. Astrid Lindgren führte in vielen Hinsichten ein unkonventionelles Leben und ist somit eine sehr außergewöhnliche Frau, die ich sehr bewunder. der Schreibstil/der Aufbau Jens Andersen überzeugte mich mit seiner Art, wie er Astrid Lindgren und ihr Lebenswerk beschrieb. Er ging akribisch dabei vor und gibt oft auch Denkanstöße hervor. Ihre Persönlichkeit wurde liebevoll und respektvoll dargestellt. Dabei versteifte er sich nicht in einer Perspektive sondern behandelte auch kritische Aspekte von mehreren Perspektiven. Mir gefiel sehr, dass Andersen viele Zitate und Bilder in die Biographie gut einbrachte. Dadurch wurde vieles veranschaulicht und förderte die Interesse und Spaß am lesen. mein Fazit Astrid Lindgrens Werke begleiteten mich meine Kindheit durch und so entdeckte ich schon früh meine Begeisterung für sie. Sie ist eine bewundernswerte Frau, die mich sehr geprägt hat. Nach dem lesen der Biografie stieg die Bewunderung noch mehr. Sehr interessant fand ich das Kapitel über die Kriegstagebücher und wie ihre politische Denkweise war.

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