Leserstimmen zu
Das Auge

Richard Laymon

(3)
(14)
(6)
(3)
(0)
€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Bodie rutschte und zappelte auf dem Stuhl mit der steinharten Rückenlehne herum, um irgendwie eine bequeme Sitzposition zu finden. (1. Satz) Wie von seinen bisherigen Hardcore Romanen gewohnt, lässt RICHARD LAYMON den Leser auch dieses Mal nicht lange zappeln und konfrontiert ihn direkt mit dem Grauen. Dieses Mal in Form von Visionen. Es ist Melanie. Bei ihrer letzten Vision ist ihre Mutter gestorben. Und nun ....? Schnell wird dem Leser klar, worauf alles abzielt. Enge familäre Bindung, Angst verlassen zu werden, Gewalt. Und ab und zu spritzt auch mal wieder Blut. Na ja, ein echter LAYMON eben. Die geringe Anzahl der Protagonisten sind charakterlich gut aufeinander abgestimmt, wenngleich ihre Handlungen auch nicht immer wirklich schlüssig erscheinen. Auch das Umfeld wird gut und ausreichend beschrieben. Auffällig ist, dass es in DAS AUGE eher etwas gesetzter zugeht. Die brutalen Szenen sind deutlich minimierter, als in anderen seiner Werke. Es ist eher ein etwas gemächlicher Thriller. Als Hardcore würde ich ihn auf keinen Fall beschreiben. Nicht so ganz schlüssig ist mir das Coverbild. Irgendwie kann ich keine Verbindung zur Story finden. Oder soll der Türspion nur ein Auge darstellen? Fazit Der Verlag bietet DAS AUGE als Roman an. Hier sollte man sich auf keinen Fall täuschen lassen. Denn "nur" ein Roman ist es auf keinen Fall. Als Hardcore würde ich ihn aber auch nicht beschreiben. Für mich ist es ein Thriller mit eignen deftigen Szenen. Ich bin gespannt, wie viele Bücher des Autors noch erscheinen werden.

Lesen Sie weiter

Spannend

Von: Weltenbummlerin

03.10.2017

Inhaltsangabe: "Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen… grausame Dinge… Menschen, die sterben… Blut… Sie glaubt an ihre Visionen… Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begenbenheiten zeigen... Morde... Vielleicht hat sie recht… Vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig… Wer weiß?" Genre: Horrorroman Seiten: 353 Titel: 2/5 Cover: 2/5 Inhalt: 4/5 Schreibstil: 5/5 Charaktere: 5/5 Richard Laymon gehört seit Jahren zu einer meiner absoluten Lieblingsautoren. Der Stil von Laymon ist einfach unverkennbar und genial. Deswegen war ich ziemlich glücklich, als ich erfahren habe, dass ich ein Leseexemplar von "Das Auge" vom Bloggerportal erhalten habe. Vielen Dank dafür! Mir hat das Buch auch wirklich sehr, sehr gefallen. An Richard Laymon Bücher nervt mich oftmals die grausige Übersetzung mit viel zu vielen sinnlosen Rechtschreibfehlern, aber da diese sich in diesem Buch in Grenzen gehalten haben, konnte ich gutes Gewissens 5 von 5 Punkte für den Schreibstil vergeben. 1-2 Mal hieß Pen dann plötzlich "Pem" und einmal ist ein verwirrender Zeitsprung passiert - Erst war man bei Bodie und Melanie und in der nächsten Zeile wurde plötzlich aus der Perspektive von Pen geschrieben - aber ansonsten gab es recht wenig zu meckern. Obwohl ich viele Charaktere nicht mochte (ich mochte eigentlich nur Bodie, Pen und Pens Vater) habe ich 5 von 5 Punkten für die Charaktere vergeben, weil ich diese drei dafür umso mehr mochte! Ein schönes Zitat habe ich auch noch für euch: "Sie war an seiner Seite, ein Teil von ihm, der gefehlt hatte, wiedergefunden worden war und nie mehr verloren gehen durfte." (S. 332) Wenn ihr nicht gespoilert werden wollt, solltet ihr JETZT aufhören zu lesen: (!) SPOILERWARNUNG (!) Ich HASSE fremdgehen und finde es überhaupt nicht gut, dass Bodie Melanie mit ihrer Schwester betrügt, aber irgendwie habe ich es auch gehofft, da ich Melanie von Anfang an doof fand und ich Pen und Bodie sehr mochte. Zum Schluss noch: Das letzte Kapitel hat mich echt wahnsinnig gemacht! Bedeutet dies etwa, dass Joyce und Harrison unschuldig sind und Melanie vollkommen grundlos wahnsinnig geworden ist? (Okay, meiner Meinung nach war sie schon vorher wahnsinnig und labil, aber trotzdem) OH MEIN GOTT, das Ende war echt... unvorhersehbar und brutal.

Lesen Sie weiter

Das Auge

Von: Dunkles Kapitel

03.10.2017

Melanie hat Fähigkeiten, die andere nicht haben. Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen können. Sie glaubt an ihre Gabe, ihre Visionen. Als sie sieht, wie ihr Vater stirbt, steigt sie mit ihrem Freund sofort ins Auto und macht sich auf den langen Weg zu ihm und ihrer Schwester, die sie um ihr Aussehen beneidet. Melanie hat noch mehr Visionen, doch werden sie sich bewahrheiten? Oder ist der Grad zwischen Glauben und Wahn zu dicht beieinander? Wie sehr ich mich auf einen neuen Laymon gefreut habe. Da ich schon seit Wochen auf das Buch warte, war die Freude so groß und ich fing sofort zu lesen. Die Geschichte lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Auch die Charaktere, vor allem Melanie, waren mir von Anfang an sympathisch. Laymon lässt den Leser nicht lange warten und schon früh ist von Melanies Visionen und deren weiteren Werdegang die Rede. Dem Leser werden Ausschweifungen erspart und dennoch fügt sich langsam aber doch das Bild. Was mir als Laymon Leserin auffiel war, dass das Thema Sex und die erogenen Zonen eines Menschen auch hier nicht wegzudenken sind. Nach einer Zeit fehlte mir jedoch ein wenig die Brutalität. Zu Ende hin wird dem Leser dennoch ein wenig Gewalt und Blut geboten. Eine Geschichte, gekennzeichnet durch Eifersucht und Rache. Titel: Das Auge Autor: Richard Laymon Genre: Roman Verlag: Heyne Hardcore Seitenanzahl: 352 Seiten Preis: 10,30€ ISBN: 978-3-453-67703-6

Lesen Sie weiter

Melanie Conway war elf Jahre alt, als es zum ersten Mal geschah. Sie hatte eine Art Vision, in der sie ihre Mutter sterben sah, während sie selbst in der Ferne von heftigen Krämpfen ergriffen wurde. Als es nun wieder passiert, geht sie zunächst vom Tod ihres Vaters aus. Zeitgleich wird allerdings auch ihrer Schwester übel mitgespielt. Da weder Vater noch Penelope telefonisch erreichbar sind, nimmt Mels Freund Bodie die achtstündige Fahrt von Phoenix nach Brentwood, Kalifornien, in Kauf, um die Lage vor Ort zu checken. Bei Pen angekommen, erfahren sie von obszönen Anrufen und der großen Angst, der Fremde könnte sich womöglich gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschaffen. Also alles halb so schlimm? Nicht wirklich, denn kurz darauf folgt eine Nachricht aus dem Beverlywood Medical Center, dass Whitman Conway einen schweren Unfall hatte. Ein Sportwagen erfasste ihn beim Überqueren der Straße, der Fahrer flüchtete. Whit liegt nach mehreren Knochenbrüchen und einer schweren Kopfverletzung im Koma. Geht es nach Melanie, gibt es dafür nur eine Erklärung: Die weitaus jüngere Joyce Conway habe es nur auf das Geld des Vaters abgesehen und mache gemeinsame Sache mit Harrison Donner, Whits Kanzleipartner. Es sei unverkennbar, dass die beiden eine Affäre sowie Lebensversicherung und Erbe fest im Blick haben. Tatsächlich ist Donners Weste nicht blütenrein und auch Joyces Verhalten scheint nicht ohne … Melanie schwört Rache! RICHARD LAYMON erzählt von einer typisch-amerikanischen Familie, in der erwartungsgemäß nicht alles rund läuft: Nachdem die Mutter früh stirbt, schnappt sich eine deutlich jüngere Frau den Vater als gute Partie. Der kleinen Tochter ist sie natürlich ein Dorn im Auge. Ebenso die ältere Schwester, die nicht nur besser aussieht, sondern auch sämtlichen Männern den Kopf verdreht und ihr den Freund ausspannt. Die Beziehungen untereinander könnten wahrlich besser sein. Nichtsdestotrotz ist Blut dicker als Wasser. Mit der Vision vom vermeintlichen Tod eines Familienmitglieds, erhält DAS AUGE einen übersinnlichen Touch. Im Großen und Ganzen ranken fünfundzwanzig Kapitel, in dritter Person Singular aus verschiedenen Perspektiven verfasst, um allerhand Missverständnisse, wilden Theorien und falschen Schlussfolgerungen sowie kleinen Überraschungen. Der Autor lässt kein Detail aus, was den Leser eng ans Geschehen bindet. Wer LAYMON kennt, weiß allerdings um seine Vorliebe für sekundäre Geschlechtsmerkmale der Frauen, die auch in diesem Buch nicht fehlen. Eine frühere Vergewaltigung kommt zur Sprache und ab und an spritzt Blut. Darüber hinaus bietet der Roman spannende Unterhaltung mit einem Ende, das sämtliche Ereignisse ad absurdum führt. DAS AUGE erscheint als handliches Taschenbuch bei Heyne Hardcore. Aber Achtung: Das Cover, an sich nett gestaltet, will nicht so ganz zur Handlung passen, ebenso wenig wie die Inhaltsbeschreibung auf der Rückseite des Buches! Ein Werksverzeichnis der von RICHARD LAYMON im Heyne Verlag erschienen Titel, inklusive persönlicher Anmerkungen des Autors hier und da, rundet den Titel ab. Fazit: DAS AUGE ist kurzweilige Unterhaltung anno 1992. Einfach, ruhig – eher Thriller, denn Horror – aber summa summarum ein echter LAYMON mit Pfiff.

Lesen Sie weiter

Melanie sieht in einer Vision, wie ihr Vater einen Unfall hat. Mit Freund Brodie fährt sie schnell zu ihm, der aber im Koma liegt. Sie quartieren sich bei Melanies Stiefmutter Joyce ein und auch Pen, Melanies Schwester, die Angst vor einem Stalker hat, wohnt bei ihnen. Das sorgt für Spannungen. Als die Schwestern herausfinden, dass Joyce ihren Mann betrügt, wittern sie ein Komplott und beginnen herumzuschnüffeln. Der Klappentext ist in meinen Augen nicht gut gewählt. Melanie hat zwar Visionen, aber die geraten ob der Handlung bald in Vergessenheit und die Story switcht in eine ganz andere Richtung. Wer also hier auf etwas Grusel oder Blutvergießen hofft, ist fehl am Platz. Ich fand das Buch dennoch wieder eins von Laymons gelungeneren. Es hat eine durchgehende Handlung, nicht zu viel Abartiges und auch ausschweifende Sexszenen gibt es nur am Rande. Stattdessen wartet auf den Leser eine etwas abgefahrene Geschichte, in der viel mit den Ängsten und Paranoia einiger Personen gespielt wird. Und die so ähnlich durchaus in der Realität vorkommen könnte. Auch sprachlich gibt es wieder nichts auszusetzen, Laymon hat einfach einen unverwechselbaren Stil.

Lesen Sie weiter

Melanie hat immer wieder Visionen, in denen sie schreckliche Ereignisse vorherzusehen scheint. Dieses Mal ist sie nicht sicher, ob ihrem Vater oder ihrer Schwester etwas zustößt oder bereits zugestoßen ist. Zusammen mit ihrem Freund Brodie fährt sie zu ihrem Elternhaus, um festzustellen, dass ihr Vater bei einem Autounfall schwer verletzt worden ist. Doch auch ihre Schwester Pen fühlt sich nicht in Sicherheit, weil sie immer wieder von einem Unbekannten telefonisch sexuell belästigt wird. Melanie vermutet, dass hinter dem Unfall ihre Stiefmutter Joyce steckt und stellt auf eigene Faust Ermittlungen an. . Immer noch macht der Heyne-Verlag uns Laymon-Fans eine große Freude und bringt nach und nach nun auch die älteren Werke des Kultautors im Heyne Hardcore Programm auf den Markt. So jetzt auch geschehen mit „Das Auge“, einem Thriller, der im Original bereits 1992 erschienen ist. Und auch wenn die meisten Fans von Laymon immer wieder behaupten, dass nur seine ersten, ins Deutsche übersetzten Romane wirklich gut sind, so empfinde ich das vollkommen anders. Die Werke, die nun auf den Markt kommen, runden das Gesamtbild dieses Mannes für mich viel mehr ab und zeigen, dass Laymon auch in der Lage war, relativ ruhige Geschichten zu erzählen, die nicht nur übertrieben brutal und sexbeladen sind. Das hat er bereits mit dem vor kurzem erschienenen „Das Ufer“ bewiesen, bei dem es sich ebenfalls um eine eher gemäßigte Story handelt. Ich für meinen Teil muss sagen, dass mir auch diese Art von Laymon-Romanen sehr gut gefällt. Im vorliegenden Buch beschränkt sich Richard Laymon auf drei Haupt- und drei Nebencharaktere. Jeder, der schon einmal ein Buch von Laymon gelesen hat, weiß, dass sich seine Charaktere eher im unteren Mittelmaß bewegen und niemals eine tiefgründige Basis haben, sondern im Gegenteil meist treudoof-naiv wirken. Aber vielleicht ist es genau dieser Umstand, der die Bücher des Amerikaners zu kultigen und kultverdächtigen Pageturnern macht, die immer wieder an die Plots ähnlich funktionierender Horrorfilme aus den 80er Jahren erinnern. Die Protagonisten verhalten sich unentwegt „dämlich“ und machen Dinge in gefährlichen Situationen, die kein durchschnittlich intelligenter Mensch machen würde, und denken permanent an Sex. Sind nicht dies genau die Zutaten jener oben erwähnen Horrofilme, die meist oft ebenfalls Kultstatus genießen wie Laymons Bücher? Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Richard Laymon schreibt kurz und knackig und fesselt den Leser durch seine unkomplizierten Handlungen, die durch die bildhaften Beschreibungen wie Filme anmuten. Gerade der saloppe Schreibstil und die immer wiederkehrenden Sexmomente in seinen Büchern machen Laymons Geschichten immer wieder zu einem unglaublich kurzweiligen Leseerlebnis. Die Qualität von Richard Laymons Büchern schwankt immer wieder mal. Wenn ich zum Beispiel an die abstruse, an den Haaren herbeigezogene Handlung von „Der Pfahl“ denke, muss ich fast schon darüber lachen. Dennoch zeigen seine Bücher immer wieder die gleiche Wirkung, egal ob sie „schlecht“ oder „gut“ sind: Man fühlt sich trotz allen Logikfehlern und den bereits erwähnten naiven Handlungsweisen der Protagonisten unglaublich gut unterhalten und an „Heftchenromane“ wie seinerzeit „John Sinclair“ oder „Gespenster-Krimi“ erinnert. Genauso verhält es sich auch bei „Das Auge“, wobei hier eindeutig mehr Augenmerk auf Thriller- und Krimi-, als auf Horrorelemente gerichtet wurde. Laymon ist wahrlich kein großer Literat, aber ein ganz passabler und manchmal sogar begnadeter Geschichtenerzähler. Seine Storys bleiben einfach im Gedächtnis haften und das alleine zeigt, dass er schreiben kann. Laymon verwendet in seinen Büchern immer wieder viel wörtliche Rede, wodurch das Buch im Nachhinein (aber auch schon während des Lesens) immer wie ein Film wirkt. Schön ist auch, dass gegen Ende des Romans eine Wendung beziehungsweise sogar zwei Wendungen kommen, die man eigentlich in dieser Art nicht so erwartet hätte. Für mich wieder eine „Neuentdeckung“ im Laymon-Universum, die mich überzeugt hat und wieder eine etwas andere Seite des Autors darstellt, die mir uneingeschränkt gefällt. Eine kurze Anmerkung noch, die zwar nichts mit dem Werk an sich zu tun hat, aber an das Lektorat des Heyne-Verlages gerichtet ist: „seid“ und „seit“ zu verwechseln ist für das Lektorat eines großen Verlagshauses kein Aushängeschild. 😦 So geschehen auf Seite 331, Zeile 7: „Melanie… seid eure Mutter tot ist, haben meine jüngere Tochter und ich so unsere Probleme miteinander gehabt.“ . Fazit: Kurzweilige, ruhige, aber dennoch sehr spannende Geschichte um Visionen, einen perversen Telefonanrufer und verbotene Liebe. Eine Familiengeschichte mit Thriller-, Horror- Sexelementen. © 2017 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Lesen Sie weiter

‚Das Auge‘ ist die deutsche Erstausgabe eines Werkes von Laymon, das bereits 1992 veröffentlicht wurde. Ich freue mich wirklich sehr, dass nach und nach auch die Altwerke des Autors veröffentlicht werden, denn ich bin ein großer Fan seiner Geschichten. Im Buch gebleiten wir Melanie, die in einer Vision ein Familienunglück erahnt, und ihren Freund, die sich sogleich zusammen auf den Weg Richtung Heimat machen. Dort begegnen sie Melanies Schwester, Pen, und zu dritt versuchen sie einen Unfall, in den ihr Vater verwickelt war, aufzuklären. Die Story ist für Laymon-Verhältnisse recht übersichtlich, auch was die Anzahl der Charaktere angeht. Wir haben drei Hauptcharaktere, die Laymon wieder mal recht gut eingefangen hat, wenngleich er nie zu den Atoren für mich gehörte, die besonders tiefsinnige Charakterzeichnung betreiben. Doch gerade diesen Aspekt finde ich für seine Stories immer sehr passend. Gerade weil die Charaktere tendenziell oberflächlich beschrieben sind, nehme ich ihnen ihre dummen Entscheidungen viel besser ab. Denn unsere Charaktere machen jede Menge dumme Entscheidungen. Doch genau davon leben Laymon Geschichten, man sollte sie einfach nicht zu ernst nehmen. Man fliegt nur so durch die Seiten des Buches, denn die Laymons Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Die Sätze sind kurz und präzise, außerdem verwendet Laymon viel wörtliche Rede. Im Gegensatz zu anderen Büchern von Laymon ist ‚Das Auge‘ fast schon harmlos, denn wir haben gar nicht so viel rohe Gewalt und vor allem kaum Sexszenen. Natürlich lassen es sich unsere Charaktere trotzdem nicht nehmen in den unmöglichsten Momenten an Sex zu denken. Insgesamt wieder mal eine gelungene Geschichte aus der Feder von Laymon und definitiv nicht meine letzte!

Lesen Sie weiter

*Vorsicht Spoiler* Klappentext: Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen ... grausame Dinge ... Menschen, die sterben ... Blut ... Sie glaubt an ihre Visionen ... Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begebenheiten zeigen...Morde...Vielleicht hat sie recht ... vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig ...Wer weiß? (Quelle: Heyne Verlag) Kurze Zusammenfassung: Melanie bricht während eines Auftrittes mit ihrer Violine zusammen. Krampfend liegt sie am Boden und wird von einer Vision heimgesucht. Das letzte Mal, als sie solch eine Vision hatte, starb ihre Mutter und Melanie hat es vor ihrem inneren Auge gesehen. Jetzt stirbt wieder jemand, weiß sie. Entweder ihr Vater oder Pen, ihre Schwester. Sofort macht sich Melanie zusammen mit ihrem Freund Bodie auf den Weg in Melanies alte Heimat. Während der Fahrt versucht Mel immer wieder ihren Vater oder Pen zu erreichen, doch niemand geht an das Telefon. Gleichzeitig sitzt Pen in ihrer Wohnung und steht fast unter Schock. Ein Stalker belästigt sie, und um sich vor seinen Anrufen zu schützen hat sie das Telefon abgestellt. Deswegen bekommen weder Pen noch Melanie mit, das Joyce, die neue Frau des Vaters verzweifelt versucht sie anzurufen. Der Vater wurde angefahren und liegt nun im Sterben. Sehr schnell beschließt Melanie, dass Joyce an dem Unfall Schuld ist und den Tod des Vaters herbei sehnt. Da bekommt Melanie noch eine Vision, die genau dieses Bild zeigt. Melanie, die ihrer Vision absolut vertraut, beginnt Joyce zu verfolgen. Pen und Bodie allerdings wissen nicht, ob sie der Vision glauben dürfen oder ob Melanie immer mehr in einen Wahn abgleitet .... Fazit: Ein sehr amerikanischer Krimi, der mich an Crime Noir denken lässt. Sämtliche Charaktere sind beschädigt und sind alles andere als Helden und genau das trägt auch durch die Handlung. Hier kommt kein Held und löst die Probleme, hier geht die Handlung voran, weil sie durch die einzelnen Fehlverhalten vorangetrieben wird. Letztendlich weiß ich gar nicht, wenn ich am Schlimmsten finden sollte: Melanie, die zwischen Vision und Wahn rachsüchtig jeden verfolgt oder Bodie, der pausenlos nur an Sex denkt und statt empathisch den Zustand seiner Freundin wahrzunehmen nur auf Pens Brüste starrt, oder Joyce, die perfekte junge neue Frau, die auch vom Sterben ihres Mannes nicht abgehalten wird mit dem Anwalt der Familie körperlichen Freuden nachzugehen oder der Anwalt, der sich als alter Freund der Familie sieht aber nicht vor Vergewaltigung und Betrug zurückschreckt oder.... Richtig spannend wird es, als alle aufeinander treffen und eigentlich keiner der Betreffenden mehr irgendeine Art von Kontrolle hat. Es passiert einfach was passiert. Der Krimi hat mich bestens unterhalten und noch auf der letzten Seite, als ich dachte alles schon gelesen zu haben, kommt etwas Neues, bei dem ich nochmal darüber nachdenken muss, wer denn hier der Schlimmste ist ;) Ein guter Krimi für dunkle Herbstabende

Lesen Sie weiter