Leserstimmen zu
Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

Ulla Scheler

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"Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet." Beginnend möchte ich sagen, dass ich das Cover richtig interessant finde. Es ist mir irgendwie sofort ins Auge gesprungen und hat mich dementsprechend auch neugierig auf den Inhalt gemacht. Der Klappentext klang sehr gut, sodass ich mich auf ein tolles Buch freute. Mir haben die Charaktere von Anfang an gefallen, weil sie einfach mal so unterschiedlich sind. Hanna ist eher die Vernünftige, bei der immer alles nach Plan laufen muss. Ben dagegen ist voll der Draufgänger, für den das Wort "Regeln" echt ein Fremdwort ist. Aber irgendwie sind die zwei doch die besten Freunde und das schon seit Jahren. Als die zwei nach ihrem Abitur auf ein Abenteuer aufbrechen, erfahren sie von einer mystischen Legende. Diese Legende dreht sich um den Strand an dem die zwei campen. Als dann Anzeichen auftauchen, dass die Legende doch wahr sein könnte, bekommt es Hanna mit der Angst zu tun. Ich muss dennoch sagen, dass ich mich anfangs echt durch das Buch quälen musste. Ich weiß nicht ob es daran lag, dass ich gerade mitten in einer Leseflaute war oder dass ich einfach nicht in das Buch reingekommen bin. Der Schreibstil hat mir anfangs auch nicht so wirklich gefallen, weil das Buch sich dadurch echt gezogen hat und einige Stellen sehr langatmig rüberkamen. Im Laufe des Buches wurde es dann halbwegs besser und auch mal spannend. Aber es hielt auch nicht lange an, sodass ich schon erahnen konnte wie das Buch enden wird. Mit meiner Vermutung lag ich auch gar nicht so schlecht. Dennoch endet das Buch mit einem offenen Ende, sodass sich der Leser selbst Gedanken machen kann. Es war auf jeden Fall mal schön ein Buch zu lesen, das in Deutschland am Meer spielt. Außerdem wurde das Ganze aus Hannas Sichtweise geschrieben, wo ihre Gedanken und Gefühle sehr detailreich beschrieben wurden. Alles in allem fand ich das Buch ganz ok.

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Die Charaktere: Hanna und Ben sind schon von klein auf miteinander befreundet und ihre Freundschaft besteht auch noch als sie ihr Abitur machen. Niemand kann die beiden trennen. Sie sind wie zusammen gewachsen. Ein Herz und eine Seele. Wo der eine ist, ist auch der andere. Hanna ist die Vernünftige von beiden. Sie versucht Ben immerzu bei seinen Dummheiten auszubremsen. In den meisten Fällen scheitert sie allerdings dabei und schließt sich ihm an, weil sie eben alles gemeinsam tun. Ben war schon immer etwas draufgängerisch und schon gar kein Musterschüler. Er kommt aus einem schlechten Elternhaus und den Selbstmord seines Vaters hat er nicht verkraftet. Das alles formt ihn - das alles macht ihm zu dem, der er ist. Hanna und Ben verbindet eine so tiefe Freundschaft, dass sie Sehnsüchte weckt und man sich auch einen Freund wie Ben wünscht. Frau Scheler kann die Gefühle der beiden Protagonisten zueinander so unglaublich authentisch transportieren, dass es weh tut. Da der Leser alles aus der Sicht von Hanna erfährt, kann er sich besonders gut in sie hinein fühlen und spürt ihre Gefühle, die sie für Ben hat. Mit den Charakteren und der Darstellung derer hat die Autorin ein großes Talent bewiesen. Die Story: Im Großen und Ganzen ist "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" eine tragisch-schmerzvolle Liebesgeschichte. Der Hauch Mystery, der durch den Klappentext suggeriert wird, ist eher unbedeutend und hat mich auf eine falsche Fährte geführt. Dennoch bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. Nicht gut gefallen haben mir die vielen Gedanken von Hanna und einige Handlungssequenzen, bei denen es einfach nicht vorwärts geht und die schlichtweg nicht wichtig und sogar langweilig sind. Dadurch plätschert die Geschichte nur vor sich hin und nimmt kaum richtig Fahrt auf. Wäre da nicht die überzeugend dargebotene Beziehung zwischen Hanna und Ben, wäre das Buch einfach nur öde. Der Schreibstil: Frau Scheler hat trotz der fehlenden Sogwirkung einen einnehmenden Schreibstil, geschmückt mit schönen Metaphern. Und obwohl es ihr Debüt ist, hat sie eindeutig ihr Können bewiesen. Im letzten Drittel schafft sie es sogar, die Spannung nach oben zu treiben, sodass man unbedingt weiterlesen muss. Leider kann sie diese nicht halten. Der Punkt "Spannung" ist also noch ausbaufähig oder aber in diesem Roman einfach nicht gewollt. Ende: Das Ende erfährt eine Wendung, mit der man Hoffnung schöpft, aber Frau Scheler lässt den Leser mit dem Schlusskapitel unbefriedigt zurück. Man möchte Hanna weiter begleiten, aber die Autorin beendet das Buch und lässt den Leser im Regen stehen. Dabei möchte man doch so gern nur noch ein bisschen mehr erfahren... Nur ein ganz klein wenig, um das Buch mit einem Lächeln zu schließen. Fazit: Frau Scheler schafft es mit ihrem einnehmenden Schreibstil eine tragische Liebesgeschichte mit authentischen Charakteren zu zaubern. Allerdings kommt auch häufig Langeweile auf, da die Sogwirkung fehlt. litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de

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,,Zugegeben – dieses Buch fällt nicht unbedingt in mein übliches Genre. Aber ich habe so viel Gutes darüber gehört, dass ich es unbedingt ausprobieren wollte. Der Inhalt dieser Geschichte konnte mich leider nicht packen. Allerdings fand ich das Setting sehr schön und auch irgendwie vertraut. Ich habe ja so meine Vorurteile Büchern deutscher Autoren mit deutschen Settings gegenüber – davon war ich jedoch positiv überrascht. Inhaltlich ist für mich den Großteil des Buches einfach nichts passiert. Es gab ungefähr eine Handvoll spannendere Stellen, aber keine konnte mich für sich gewinnen. Erst gegen Ende hat mich ein Ereignis zu Tränen gerührt. Ich hatte so feuchte Augen, dass ich den Text überhaupt nicht mehr entziffern konnte! (Und ich weine sonst nie bei Büchern! NIE!) Der Schreibstil war sehr angenehm und man ist gut voran gekommen. [...] Die Beziehung der zwei Protagonisten war spannend. Sie waren beste Freunde, aber vielleicht auch mehr?  Ben war der kreative, freie Geist und Hanna eher rational. Die beiden waren manchmal sehr unterschiedlich und Ben musste Hanna oftmals dazu überreden etwas zu tun, was sie eigentlich so nicht wollte. Trotzdem haben sie sich gut ergänzt, auch wenn ich noch immer nicht aus Ben schlau geworden bin. Manchmal war ich auch von Hanna enttäuscht. Sie hat sich alles gefallen lassen, was Ben sich so ausgedacht hat, aber bei anderen war sie frecher und kritischer. Ganz schön fand ich es, wenn Ben seine Geschichten erzählt hat. Sonst konnte ich das Handeln der Figuren relativ gut nachvollziehen. Auch die anderen Charaktere waren ganz nett. [...] Mir war es größtenteils einfach zu mau. Es ist nichts passiert und wir waren eine gefühlte Ewigkeit an einem Strand, wo auch nichts passiert ist. Allerdings fand ich den Schreibstil ganz schön und die Wendung gegen Ende der Geschichte hat mir sehr gefallen. Ulla Scheler hat meines Erachtens auf jeden Fall das Zeug dazu emotionale Geschichten zu erzählen. Das Cover passt wirklich gut zu der Geschichte und gefällt mir persönlich sehr gut. Zudem war es ihr Debütroman und ich denke wir können noch mehr von ihr erwarten. [...]"

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Meinung: Ben und Hanna. Hanna und Ben. Beide sind beste Freunde, obwohl sie grundverschieden sind. Ben sticht aus der Menge heraus, ist tollkühn und mutig und ein Graffitti-Künstler, was für Hanna ja viel zu gefährlich wäre. Sie selber bleibt gerne im Hintergrund wagt nicht viel und tut was man ihr sagt. Nach einer Weile entsteht bei ihnen ein Spiel "I dare you" in diesem Spiel geht es um eine Mutprobe, man soll etwas wagen. Als Ben die Worte ausspricht packen beide ihre Sachen und fahren ans Meer. Vielleicht werden sie die Entscheidung bereuen und den Tag nie vergessen. Denn ab diesen Tag wird sich alles verändern. Ulla Scheler weiß sich echt auszudrücken, einige Sätze waren echt poetisch. Der Schreibstil war sehr leicht aber nicht besonders. Was ich sehr schön fand, war dass das Buch frei von jeglichen Klischees ist. An ein paar Stellen war es zwar vorausschauend, trotzdem konnte mich das Buch gut unterhalten. Ich habe mir schon einige Rezensionen zu dem Buch durch gelesen und 90% der Blogger finden das Ende nicht gelungen. Ich aber finde, dass das Ende die beste Szene im ganzen Buch war. Alles in allem ein sehr guter Jugendroman, den ich auf jeden Fall weiter empfehlen werde. Cover: Das Cover strahlt für mich nichts besonderes aus aber dafür strahlt der Inhalt um so mehr. Fazit: Ein gefühlvoller Jugendroman mit einem wundervollen Schreibstil und einem Hauch von Dramatik, genial!

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KLAPPENTEXT: Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches … MEINUNG: Ganz egal, was auch immer ich in dieser Rezension schreibe, es wird dem Buch nicht gerecht. Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, auf wie vielen Ebenen und mit welcher Wucht mich dieser Roman berührt und mitgerissen hat. Einfach nur großartig, wunderbar und ganz ganz besonders! Es ist nicht allein die Geschichte, die so dermaßen mitreißend ist, was mich komplett umgehauen hat ist die Sprache. Problemlos hätte ich die ersten zwei Seiten komplett zitieren können. Fast jeder Satz ist es wert, eingerahmt an die Wand gehängt zu werden. Und dieses bleibt das ganze Buch durch so. Dinge werden beschrieben und Dialoge werden geführt und das mit einer sprachlichen Intensität, dass mir der Mund offen stand und die Gänsehaut es sich dauerhaft auf meinen Armen gemütlich machte. Ulla Scheler versteht es auf brillante Weise, Wörter zu jonglieren, mit Sprache zu spielen und Kopfkino auf höchstem Niveau zu erzeugen. Ich bin begeistert! Ben und Hanna verbindet eine sehr tiefe und besondere Freundschaft. Mit jedem Dialog, den die Beiden führen und mit jedem Erlebnis, das sie haben merkt man, wie sie noch enger zusammenwachsen und noch wichtiger füreinander werden. So bleibt es dann auch nicht aus, dass Ben Hanna zum Geburtstag keine ordinäre Karte schenkt, sondern ein Graffiti an der Schulwand. So ist Ben. War ich am Anfang noch über dieses doch eher ungewöhnliche Geschenk verwundert, so merkt man im Laufe der Geschichte, während ihrer Reise ans Meer, dass Ben selbst sehr besonders ist. Gesegnet mit einem großen Talent, Geschichten zu erzählen und sein Leben zu leben, so wie er es will und für richtig hält, wuchs er mir immer mehr und mehr ans Herz. Doch nicht nur mir wuchs er ans Herz, sondern auch Hanna immer mehr. Die Nähe, Anziehung und Chemie zwischen den Beiden ist fast greifbar. Selten habe ich so gehofft, dass zwei Protagonisten zusammen kommen, wie in diesem Buch. Doch nicht nur Hanna und Ben haben es mir angetan, sondern auch die ganzen Nebencharaktere, die sie während ihrer Reise ans Meer treffen und die ebenfalls einfach nur wunderbar beschrieben sind. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass es neben der zwischenmenschlichen Ebene, den Konflikten, Ängsten und auch dem Humor durchaus auch mysteriöses in diesem Roman gibt. Zum Beispiel die Legende von Oceana, die sich Jungen und Männer ins Meer holt und die so erschreckend genau mit Bens Geschichte übereinstimmt. Viele Fragen werden im Laufe des Buches aufgeworfen und einige werden erst am Ende aufgelöst, andere hingegen gar nicht, was mich sehr, sehr, sehr auf eine Fortsetzung dieses großartigen, poetischen und brillanten Romans hoffen lässt. LIEBLINGSZITATE: Alle haben gespürt, dass Ben anders war, und alle haben hingesehen, bis man Ben nicht mehr sehen konnte, weil er zwischen seinen Geschichten verschwand wie ein Lesezeichen. Seite 9 Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Seite 19 Worte. Was für Worte? Zwischen der Freude und der Wut und den ganzen Fragezeichen blieb nichts übrig. Seite 28 Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Die Gedanken schubsten sich gegenseitig von meiner Zunge. Seite 34 Waren wir jetzt auch schon Leute, die Musik brauchten, um sich nicht zu unterhalten? Seite 51 Tränen rannen seine Wangen hinunter, und ich wollte ihn auffangen, aber er war noch im Fallen, er fiel so schnell und in so vielen Teilen, dass ich ihn nur umarmen konnte, ohne ihn im Mindesten zu berühren. Seite 148 "Sind wir denn so kompliziert?" "Bitte. Wir sind wie das Tausend-Teile-Puzzle mit tausendundeins Teilen." Seite 208 FAZIT: Ein großartiges, wunderbares, brillantes, poetisches mitreißendes Buch! Ich Euch nur sagen: Lest dieses Buch! I dare you!

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Ulla Scheler ist ganz neu in der Buchbranche, im August erschien ihr Debut "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen". Die Geschichte handelt von Hannah und Ben, die nach dem Abitur nicht wissen, wie es weitergehen soll und sie ihre Freundschaft aurecht erhalten können, wenn sie doch beide in ganz andere Städte ziehen werden. Vom Charakter her sind sie grundverschieden. Während Ben der Draufgänger ist, der heimlich Graffitis sprayt oder auch mal für Wochen ohne ein Wort verschwindet, ist Hannah eher ruhig und ängstlich. Nichtsdestotrotz fühlt sie sich an Bens Seite stärker und so entsteht das Spiel "I dare you", bei dem sich die beiden gegenseitig Mutproben stellen. Eine solcher Mutproben war die, dass Hannah Ben auf einen Ausflug ans Meer begleiten soll. Was die beiden noch nicht wissen - dort gibt es eine Legende derzufolge jedes Jahr ein junger Mann im Meer umkommt. Und bald schon häufen sich die Anzeichen, dass Ben dieser junge Mann sein könnte... "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" ist ein gefühlvolles, dramatisches Jugendbuch, das ich hauptsächlich Lesern im Alter von 15-18 Jahren empfehlen würde. Der sprachliche Stil ist im Großen und Ganzen eher einfach gehalten und entspricht in etwa dem für Jugendbücher üblichen Niveau. Hin und wieder gibt es aber wirklich schöne, geradezu poetische Passagen, die einen mitten ins Herz treffen (ohne allerdings prätentiös zu wirken). Die Charaktere Ben und Hannah sind sehr eindrücklich geschildert, in wenigen Worten schafft es die Autorin, deren Persönlichkeiten klar abzuzeichnen und den Leser mitzunehmen auf eine Reise in ihre Welt. Ich persönlich hätte es noch schön gefunden, wenn sich die Autorin noch etwas mehr vom Mainstream entfernt hätte, denn das Potential dazu hat sie, das merkt man immer wieder. Gespannt wäre ich auch darauf, wie sie wohl ein Buch für Erwachsene schreiben würde. Alles in allem ist "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" ein Buch, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Es wird vermutlich keinen großen Buchpreis gewinnen, weil es dafür zu "gewöhnlich" ist, aber das Potential ist da und es ist eine Geschichte, die berührt und unterhält. Besonders das Ende ist wirklich beeindruckend.

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Jeder der das Meer und dramatische Geschichten lieb wird sich hier in vielen Sätzen wiederfinden können. Ulla Scheler erzählt die Geschichte von Ben und Hanna. Zwei Freunde die mehr sind als einfach nur gute Freunde und trotzdem nicht so richtig zueinander finden können. Ein aussergewöhnlicher Jugendroman, weicht er doch von den gängigen Klischees der üblichen Einheitsware in den Jugendbuchabteilungen ab. Leider nicht ganz ohne das ein oder andere unausgesprochen zu lassen, oder eine gewisse Vorhersehbarkeit an zu legen. Das fällt aber nicht ins Gewicht, denn es wird mit toll ausgearbeiteten Charakteren und einer stilvollen Sprache wieder wett gemacht. Hanna und Ben sind beste Freunde seid Kindertagen, nun haben sie beide ihr Abitur in der Tasche und ihr gemeinsamer Lebensweg scheint sich bald zu trennen. Ben will nach Berlin und Hanna nach Regensburg. Ein letztes Mal begeben die beiden sich auf einen Trip ins Ungewisse und lassen sich den Geruch von Meer und Abenteuer um die Nase wehen. Ohne Plan und Ziel fahren sie mit Bens klapprigen, alten Auto los ans Meer. Als sie endlich eine gute Stelle für ihr Zelt gefunden haben, erfahren sie von einer sagenumwobenen Legende am Strand. Hanna kommt Ben sehr nahe auf diesem Trip und hofft endlich hinter seine dunklen Geheimnisse zu kommen, die ihn so unnahbar machen, doch dann passiert etwas schreckliches. Klingt nicht nur spannend, war es auch. Wobei der Klappentext fast schon zuviel verrät und man die ganze Zeit auf dieses schreckliche Ereignis wartet. Das ist nicht geschickt gelöst, nimmt es doch zuviel vorne weg. Ben und Hanna sind tolle Charaktere und auch die Nebencharaktere im Buch sind toll gelungen. Hanna ist allerdings etwas zu naiv und beeinflussbar für meinen Geschmack, denn Ben scheint ein charismatischer Kerl zu sein der seine Wirkung schamlos ausnutzt. Sie verzeiht ihm eine ganze Menge, die ich niemals verzeihen würde. Deswegen wurde ich mit Ben auch überhaupt nicht warm. Dafür das die beiden so lange und gute Freunde sind, ist ihre Beziehung doch sehr distanziert. Hanna scheint mir mehr zu geben als Ben bereit ist an zu nehmen und zwischen den beiden findet nie ein klärendes Gespräch statt, dass auch nur den Hauch von echter Freundschaft durchschimmern lässt. Das frustrierte mich. Ben war wie ein Meteor der auf die Erde zuraste und Hanna himmelte in seiner Umlaufbahn herum, bis sie mit ihm verglühen würde. Zumindest kam mir das so vor und das erinnerte mich daran, wie Freundschaften nicht sein sollten. Das spiegelt allerdings die Realität vieler ungleicher Freundschaften in der Jugendzeit wieder. Jeder von uns hatte bestimmt mal so einen Freund. Das einzige was mir wirklich gut an Ben gefallen hat, waren die Geschichten die er erzählte und die eine weitere Ebene ins Buch brachten. Das hatte etwas von Lagerfeuerromantik und zeigte aber auch wie verloren er eigentlich wirkte. Das Buch wirft immer wieder mehr Fragen auf, als das es Antworten liefert. Die Handlung ist oft einfach nur verrückt, unkontrolliert, wild, verworren aber auch gefühlsbetont, schnelllebig, mitreißend und traurig. Stück für Stück erfährt man Puzzleteile von Bens dunkler Vergangenheit und versucht mit Hanna Licht ins Dunkel zu bringen, dass eigentlich immer dunkler wird. Die Freundschaft der beiden beruht darauf das sie sich gegenseitig verzweifelt brauchen. Keiner von beiden will in die Mittelmässigkeit abrutschen. Erwachsen werden und seine Träume verlieren. Übrigens etwas vor dem viele Angst haben. Hanna ist ein Anker für Bens traurige Welt und Ben ist die Freiheit und Spontanität die Hanna ohne ihn niemals in sich finden würde. Insofern ist die Geschichte genial konstruiert, auch wenn es mich beim lesen oft frustrierte. Ich bin eben ein ganz anderer Charakter. Jemand anderes findet sich vielleicht wieder. Es werden wichtige und ernste Themen im Buch angesprochen, was mir gut gefallen hat. Schade nur das diese dann nicht weiter besprochen oder gar gelöst werden. Das ganze bleibt als Ahnung in der Luft hängen, die für mich hätte weiter thematisiert werden müssen. Doch gerade durch den Aufbau reisst einen das Buch mit und wirft unsere Gefühle, wie das aufschäumende Meer hin und her, vor und zurück. Tragisch und schön zugleich. Dramatisch aber auch so frei. Besonders die fast schon poetische Sprach der jungen Autorin hat mich dann überrascht und beeindruckt. Kein perfektes Buch aber eine perfekte Leseempfehlung !

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Sensibler Jugendroman, sprachlich ausgefeilt

Von: Yana27 aus Adendorf

06.10.2016

Habe gerade das Buch bis zum Schluß gelesen. Meine Meinung: Ulla Scheler schreibt sprachlich sehr ausgefeilt und man merkt, daß sie sehr viel Zeit auf die Metaphern und Wortspiele verwendet hat. Trotzdem hat dieses Buch meiner Meinung nach nur 3 Sterne verdient. Warum? In den ersten 200 Seiten passierte fast gar nichts. Es muß ja nichts weltbewegendes sein, aber wenn Hanna und Ben entweder am Strand chillen, frühstücken oder beim Bäcker was holen, kann es für die beiden sehr chillig sein, für den Leser ist es einfach nur langweilig. Und dann hat die Geschichte so ein offenes Ende, daß der Leser irgendwie verwirrt zurückläßt. Ich würde es besser finden, wenn die ersten 200 Seiten straffer erzählt wird und dafür das Ende ausführlicher erzählt wird. Vielleicht finden Jugendliche den Ben interessant und cool, aber irgendwie kamen mir ( ich bin keine Jugendliche mehr) nur der Gedanke: hoffentlich verliebt sich MEINE Tochter nicht in so einen Typen wie Ben.

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