Leserstimmen zu
Paradies

Amelie Fried

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Petra Lehrerin, dreifache Mutter. Seit dem sie den Flyer gelesen hat, freut sie sich auf eine Auszeit ganz für sich. „Eine Woche im Paradies. Hier zählen nur sie!“ Hieß es. Eine Woche auf einer Spanischen Insel im sympathischen, familiären Hotel Paradiso, direkt am Meer mit allen Annehmlichkeiten. Eine Gruppenreise die allen Teilnehmer mit Yoga, Meditation und psychologischen Unterstützung garantiert. Dort trifft sie andere Teilnehmer der Gruppenreise, darunter Anka, Suse, und Jenny, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und Geheimnisse haben, die nicht nur Petras Leben durcheinander bringen. Als noch ein Sturm die Reisende im Hotel einschließt, ein entkommen von der Insel unmöglich macht und die ganze Hotelpersonal verschwindet, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich. Was für eine toller Roman, ich bin begeisterst! Das mit vielen Blümchen verzierter Cover täuscht es! Inhaltlich bietet die Geschichte viel mehr. Es fängt mit einem Todesunfall an, die ganze Handlung lang nicht mehr erwähnt wird. Da rätselt man die ganze Geschichte entlang, wer das sein mag und genau dass sorgt für die richtige Spannung. Die vielen Charakteren sind sehr ausdrucksstark geschrieben aber auch die Kulissen sehr bildhaft. Ich hatte das Gefühl vor Ort zu sein. Der Schreibstil ist sehr schlicht und einfach gehalten, sodass man ohne Schwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird kapitelweise abwechselnd aus Sicht von vier Frauen, woraus der Leser einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Gefühls- und Gedankenwelt erhält. Ein Roman voll mit Gefühlen! Ich habe mit getrauert, mit gelacht, mit geliebt, mit gelitten. Es ist mein erster Roman von der Autorin aber bestimmt ist es nicht das letzte. Absolut empfehlenswert!

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Hier legt die Erfolgsautorin Amelie Fried ihr neues Werk vor. Im Prolog wird schon Spannung erzeugt, wo dass eine Frauenleiche aus dem Meer geborgen wird. Erst dann wird die eigentliche Ausgangslage beschrieben: Eine Gruppe Erholungssuchender, die unterschiedlicher kaum sein könnten, trifft in dem Hotel Paradiso auf einer spanischen Insel aufeinander. Alle haben ein oder mehrere belastende Probleme, die sie gerne hinter sich lassen wollen. Das ist zunächst mal die einzige Gemeinsamkeit: Schon bald prallen die verschiedenen Charaktere aufeinander, innerhalb der Gruppe gibt es Streit und Animositäten. Vom frustrierten Witwer bis zur nur vordergründig entspannten Esoterikerin ist alles vertreten. Neben den Aktivitäten der einzelnen Personen der Reisegruppe und das langsame Lüften ihrer privaten Geheimnisse stehen unvorhersehbare Ereignisse im Mittelpunkt. Das Hotel Paradiso mit Meditation und Selbsterfahrung entwickelt sich zum Alptraum: Das Wetter schlägt um, ein Sturm unterbricht den Fährverkehr und die Reiseteilnehmer sitzen auf der Insel fest. Als noch das Personal verschwindet, sind sie ganz unter sich. Es bleibt nun genügend Zeit, sich und das Leben zu Hause in Frage zu stellen, sich zu streiten und Entscheidungen zu treffen. Dies und die Interaktion der Reiseteilnehmer und die noch immer offene Frage des Schicksals der Frauenleiche machen das Buch sehr spannend und kurzweilig. Die tatsächlichen Ereignisse sind nur Nebenschauplätze, im Mittelpunkt des Romans steht die Entwicklung der Reiseteilnehmer und das Aufeinanderprallen von verschieden Charakteren an einem abgeschiedenen Ort. Die Personen werden so gut beschrieben, dass jeder Leser sich in einer von ihnen widerspiegeln wird. Wie zwischenmenschlichen Beziehungen unterschiedlichster Art funktionieren, wird hier auch eindrucksvoll geschildert. Außerdem wie man vor Problemen davonlaufen kann, anstatt sie anzugehen. Das Buch ein Spiegel der menschlichen Seele, spannend geschrieben und in eine scheinbar romantische Umgebung hineingepackt.

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Auf diesen Roman bin ich beim Stöbern im Bloggerportal (unbezahlte & unbeauftragte Werbung) aufmerksam geworden. Mich sprach der Titel an und natürlich das Cover, die großen Blätter und schönen Blüten. Dann las ich den Klappentext und war überzeugt – das Buch musste ich lesen. Besonders der letzte Teil der Beschreibung hat mich gefesselt: “[…] Als auch noch ein Sturm die Hotelgäste einschließt und ein Entkommen von der Insel unmöglich macht, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich hoch. Am Ende wird aus dem Meer eine Frauenleiche geborgen. Aus der paradiesischen Wellnesswoche ist ein Albtraum geworden, und keiner der Teilnehmer ist mehr der Mensch, als der er gekommen ist – wie im Prospekt versprochen.” Leider entstanden dadurch völlig falsche Erwartungen in meinem Kopf. Denn ich dachte an einen Krimi. An eine Art “Cluedo” oder “Tod auf dem Nil” Geschichte. Viele Menschen eingesperrt an einem Ort, kein Entkommen und dann stirbt jemand. Mein Fehler war auch, dass ich direkt von einem Mord ausgegangen bin. Kaum hatte ich den Roman in den Händen begann ich zu lesen und freute mich auf einen lustigen Krimi, wo ich als Leser mittüfteln kann, wer wohl der Mörder ist. Tja. Kennt ihr die Roman von Dora Heldt oder Hera Lind? Die Paradies Autorin “Amelie Fried” könnt ihr hinter diese Namen einreihen. Damit möchte ich die Autoren und deren Bücher nicht schlecht reden. ABER es ist ein Genre für sich. Es in Worte zu fassen fällt mir schwer. Es sind Frauen in den Hauptrollen, die so 40-60 Jahren alt sind, in ihrem Familienalltag gefangen sind und das Klischee einer frustrierten Hausfrau entsprechen. Sie sind weder modern, noch spürt man einen weiten Horizont. Dann gehen sie auf Reise und ihr Leben verändert sich. Ich könnte ganze Beiträge damit füllen, was dieses Genre für mich bedeutet (kurz zusammengefasst: Nicht meins.), aber hier geht es um “Paradies”. Und ja, das Buch gehört in das eben genannte Genre. Und ich bin die absolut falsche Zielgruppe. Deshalb fällt es mir auch sehr schwer, eine Rezension zu schreiben. Ich habe mir verschiedene Meinungen zu dem Buch durchgelesen und viele sind sehr begeistert. Es ist auch nicht der erste Roman von Amelie Fried und all ihre Romane haben eine große Leserschaft und wurden ebenfalls schon mit Starbesetzung vom deutschen Fernsehen verfilmt. Ich wurde nicht warm mit den Figuren. Andere Leser fieberten mit, hatten Tränen in den Augen beim Lesen und waren faszinierte von den Charakteren. Das alles hatte ich nicht. Mich nervten die Figuren, die sehr stereotypisch waren. Einzig mit Suse konnte ich mich ein wenig identifizieren. Sie ist die jüngste der Frauen (Ende 20) und engagiert sich für Umwelt und Menschen. Leider wird dann ausgerechnet Suse oft als lächerlich dargestellt. Ihre Art kommt nicht an und wird fast schon angeprangert. Dabei ist sie diejenige mit den vernünftigen Gedanken. Das regte mich schon ziemlich auf. Auch geht es in dem Seminar im Hotel Paraiso um Meditation, Yoga und Selbsterfahrung. Ihr wisst, dass das genau meine Themen sind und ich das bestimmt nicht für Humbug halte. Die positive Wirkung von Meditation ist wissenschaftlich bestätigt und es ist eine Jahrhunderte alte Tradition in vielen Kulturen. Genauso ist Yoga sicherlich nicht nur “Dehnen und Hopsen”. Dennoch vermittelte der Roman wieder eine Lächerlichkeit bei diesen Themen. All diese Praktiken werden in ein schlechtes Licht gerückt. Der Seminarleiter ist ein blöder Typ und auch die Yoga Lehrerin ist unsympathisch. Die Teilnehmerinnen haben Angst zu “Eso Tanten” zu werden (schon allein dieser Begriff macht mich aggressiv).. Dann gibt es noch Körperarbeiten und Selbsterfahrungen – dazu kann ich wenig sagen, aber auch das kam mir im Roman seltsam vor. Denn alles wurde sexualisiert. Die Teilnehmer sind gern alle nackt. Und es ist keine FKK Veranstaltung. Dennoch laufen die Frauen einfach oben ohne rum und die Herren sind dann natürlich öfters mal erregt (dass das auch als so selbstverständlich dargestellt wird.. oh Mann). Nicht nur, dass alle ständig nackt und erregt sind. Nein: Jeder mit jedem. So oft wie diese Leute in dem Roman Sex haben – das ist schon fast ein Softporno. Und dann auch abseits jeglichen Anstands. Ja, es soll provoziert werden. Ok. Aber dass auch Körpererfahrung plötzlich Tantra wird – ich weiß nicht. Hilft dem Ruf von solchen Seminaren sicherlich nicht. Positiv zu sagen ist, dass die Autorin aktuelle Themen aufgegriffen hat. Politik und Zeitgeschehen, die Kursteilnehmer diskutieren gern mal. Auch die geistige Gesundheit wird thematisiert. Leider – ja, hier gibts NATÜRLICH wieder ein leider, ging es oft auch etwas daneben. So gibt es eine Diskussion über Flüchtlinge, Rassismus und Menschenhass generell. Es gibt Anhänger einer Nazi Partei und die diskutieren mit meiner sympathischen Suse, die natürlich den gesunden Menschenverstand vertritt. Sie kommen zu keinem Ergebnis, aber später wird diese Diskussion als “blöder Streit” (Seite 213) für fast nichtig erklärt und alle machen gewohnt weiter. Sorry, aber das ist nicht meins – dafür ist diese Thematik zu indiskutabel. Und dann wartete ich auf den Mord – ja, irgendwie bin ich von einem Mord ausgegangen, obwohl der Klappentext nur von einem “Todesfall” ausgeht. Mich hat das Warten kirre gemacht und tatsächlich kommt es wortwörtlich erst “am Ende”. Und der Todesfall war nicht wirklich passend und nötig für die Geschichte. Ohne hätte sie auch wunderbar funktioniert. Genug gemeckert, ein paar freundliche Worte will ich auch loswerden. Der Roman ließ sich nämlich wirklich gut lesen und war wenig vorhersehbar. Ich fand es total kreativ, wie die Autorin das Hotel Paraiso den Bach runtergehen ließ. Teilweise etwas unrealistisch – aber das darf Fiktion sehr gern sein. Ich kann mir vorstellen, dass die Leser diesen Genres das Buch gut finden werden und für Fans von Amelie Fried ist es auf jeden Fall ein Muss. Für mich war es nicht der passende Roman, denn über zu viele Punkte konnte ich einfach nicht hinweg sehen und ich war zu oft frustriert. Auf der Webseite von Amelie Fried seht ihr ihre weiteren Romane und auch welche Bücher schon verfilmt wurde. Vielleicht kennt ihr ja den einen oder andere Film. Fazit: Da mich die Buchbeschreibung etwas in die Irre geführt hatte, war ich leider die völlig falsche Leserin für diesen Roman. Fans von Dora Heldt und Hera Lind finden mit Sicherheit ihre Freude daran. Mich störten stereotypische Charaktere, das Lächerlichmachen von Meditation, Yoga und Co., und auch das Fehlen des Kriminalfalls.

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"Paradies" der Autorin Amelie Fried sprang mir direkt durch das farbenfrohe Cover ins Auge. Es strahlt eine gewisse Harmonie aus und macht Lust auf Sommer, Sonne und Erholung. Der Einstieg in den Roman beginnt gleich spannend, da eine Leiche geborgen wird und der Tod in das Paradies Einkehr hält, wobei nicht klar ist, um wen es sich handelt. Es ist auch völlig überraschend und dennoch passend inszeniert zum Ende hin. Mir hat es gefallen, dass im Roman einige Protagonisten zu Wort kommen, um ihr Denken und Handeln zu verstehen, gleich zu Beginn oder auch erst im Nachhinein. Die Story ist definitiv nicht blass, sondern dem Cover angemessen. Meinen freien Tag verbrachte ich mit Lesen, denn diese mitunter chaotische Story packte mich und ich war einfach sehr gespannt darauf, immer tiefer in die Emotionen der Protagonisten einzutauchen. Einmal abschalten und die Seele baumeln lassen, dass wäre auch mein Traum. Dem Alltag einfach entfliehen, obwohl ich sagen muss, dass ich in meinem Urlaub bitte auf diverse Unannehmlichkeiten wie hier im Roman auftretend, komplett verzichten möchte. Den Menschen im Roman wird mitunter übel mitgespielt, wobei manches selbstverschuldet ist und anderes eine Laune der Natur ist. Hier und da macht sich in mir auch Schadenfreude breit, da manches entstandene Chaos nicht fremd verschuldet ist, sondern dem Charakter des Menschen entsprungen. Was harmonisch beginnt endet in einem Drama, denn die Geheimnisse, die einige Protagonisten mit sich herumtragen lassen sich leicht durch Google identifizieren oder auch Handynachrichten dienen der Wahrheitsfindung. Manches kommt für mich überraschend, manches ist vorhersehbar und dennoch gelungen präsentiert. "Paradies" ist definitiv nicht das Paradies, was sich die Teilnehmer der Reise erhofft haben. Es führt zu Veränderungen und für einige entwickelt sich die Reise zu einem Alptraum. Die Päckchen, die die beschriebenen Frauen mit sich herumtragen, werden im Verlauf der Story ausgepackt und der Inhalt ist nicht immer schön, sondern dient dazu, die Lebendigkeit des Geschehens aufrecht zu erhalten. Es sind nicht nur die Probleme der Frauen, sondern auch aktuelles Zeitgeschehen im Roman zu finden, daher kommt auch eine gewisse Authentizität ins Spiel. Mir hat "Paradies" wirklich sehr gefallen, denn Drama, Situationskomik oder auch Tantra lassen schmunzeln oder auch Mitleid empfinden. Insgesamt ein sehr gelungener Roman, den ich mir auch verfilmt sehr gut vorstellen könnte und daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung an alle, die einfach mal abtauchen möchten in ein Paradies, welches sich im Nachhinein nicht als solches präsentiert.

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Inhalt: Petra, Anka, Suse und Jenny lernen sich auf ihrer "Wellnessreise" kennen. 4 Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie haben alle ihre kleinen Geheimnisse die der Leser zusammen mit ihnen in diesem Buch entdeckt. Was aber feststeht...nach diesem Urlaub werden sie nie mehr so sein wie vorher..... Rezension: 4 Frauen, ein Hotel und noch viele andere Personen begleiten uns in diesem Buch. Es sollte nur eine Woche Wellness Urlaub sein und es entpuppt sich als Reise ihres Lebens. Alle Personen lernen sich untereinander kennen und schon zu Beginn entstehen einige Diskrepanzen. Im Laufe der ersten Tage spitzt sich die Lage zu und einige Frauen würden am liebsten wieder die Heimreise antreten, aber es kommt anders als geplant.... Vorurteile spielen in diesem Buch ein sehr wichtige Rolle, vor allem wie jede der Frauen damit umgeht und was durch Diskussionen und Einsicht am Ende herauskommt. Ich möchte dieser Geschichte nicht zu viel voraus nehmen, denn das würde diesem wunderbaren Roman alles vorwegnehmen. Ein Buch von über 400 Seiten und ich war nach 2 Tage damit durch..... weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Es tun sich in dieser Geschichte so viele Dinge auf die einen mitreißen und obendrein ist es ist mit kleinen Denkanstößen gespickt, dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Alle Charaktere wirken so real und glaubhaft, so etwas habe ich selten erlebt in einem Roman. Dies ist wie eine kleine Homage an das Leben und fühlte sich beim Lesen an als wäre man mitten im Geschehen. Dadurch realisiert man wie schnell doch alles vorbei sein kann. Das man jeden Augenblick bewusst wahrnehmen und genießen, aber auch das heutige Weltgeschehen nicht aus den Augen verlieren sollte. Ich denke das dieses Buch sehr viel Aufmerksamkeit verdient hat....ich lieeeebe es.

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Auch für Männer geeignet..

Von: Edwin Bopp aus Pirmasens

11.10.2018

Ja, es ist ein Frauenbuch. Es ist ein eher feminines Thema und es handelt hauptsächlich von Frauen. Und ja, es ist das erste Buch von Amelie Fried, das ich gelesen habe. Es ist nach längerer Zeit, mal wieder ein "richtiges" Buch gewesen, kein eBook. Es hat eine angenehme Größe und die Schrift lässt sich gut lesen, also kein Grund, den Schmöker gleich wieder aus der Hand zu legen. Zugegeben, es ist der gelungene Kunstkniff, der einem bei der Stange hält, das Buch mit dem Bergen einer Frauenleiche zu beginnen und dann ohne diese zu benennen, eine Woche zurück zu springen, wenn die Autorin beginnt ihre Protagonistinnen vorzustellen. Nicht, dass dies langweilig wäre, aber Amelie ist eine Frau, die Frauen beschreibt. Trotzdem, es ist ein gutes Gefühl, bei der Geschichte zu bleiben und diese Frauen kennen zu lernen, mit ihnen in die Selbsterfahrungswoche einzutauchen und in Turbulenzen zu geraten, die in Summe für mehrere Inselurlaube reichen. Die beteiligten Männer auf der Insel bleiben ein wenig flach, quasi von außen beschrieben, sei es der geläuterte Ex-Ehemann Günther, der bedauernswerte Witwer Manfred, der nicht ganz so coole Seminarleiter Jan oder der schmierige Zimmervermieter Juan. Die Auflösung ist überraschender als manche Komplikation zwischen den Frauen, die sich schon bei der Zimmerverteilung abzeichnen. Der Epilog ist tröstlich, meines Erachtens aber unnötig. Fazit: Das Buch ist gut geschrieben, kurzweilig, spannend und wenn man will, lehrreich mit seinen Einblicken in das Seelenleben verschiedenster Frauen und deren Reaktionen auf äußere Ereignisse. Die einzelnen Anwendungen, Stationen der Selbsterfahrung werden augenzwinkernd beschrieben, ebenso wie der Blick hinter die Türen der Urlaubshotellerie und die Schwierigkeiten eines außersaisonalen Urlaubs auf einer Insel ohne Flugplatz.

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„Wenn jemand sie gesundlieben kann, dann du.“ 📖 In dem Buch „Paradies“ von Amelie Fried geht es um 4 Protagonisten (die unterschiedlicher nicht sein könnten) die eine Woche auf einer Selbstfindungsreise sind, wo es am Ende auch noch eine Leiche gibt. Mich hat dieses Buch sehr gepackt, denn der Schreibstil der Autorin lässt dich tief in die Gefühle der Protagonisten blicken. Während ich das Buch gelesen habe habe ich gelacht und sogar die ein oder andere Träne vergossen. Die Wendung am Ende hat mich sehr überrascht! Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Authentisch und lebensnah

Von: Gilda Laske aus Limburg

05.10.2018

Vier Frauen, vier Charaktere, in jeder ein Stück vom eigenen Ich Eine Wellnesswoche auf einer Insel, Sommer Sonne, Entspannung und ein Guru. Hat es doch alles schon gegeben, denkt die geneigte Leserin und beginnt nicht gerade engagiert zu lesen. Die einzelnen Damen kennenzulernen weckt dann aber doch erstaunlich schnell die Neugier und die Erwartungshaltung, was denn nun wohl passieren wird. Amelie Fried hat es verstanden, durch das sehr geschickt gewählte Vorwort einen Spannungsbogen zu erzeugen, der bis zum Schluss anhält. Sie beschreibt, wie eine weiß gekleidete Frauenleiche aus dem spanischen Meer gezogen wird. Jede der vier Frauen hat eine sehr eigene Motivation, diese Wellnesswoche zu buchen. Wir haben die engagierte und nicht zu Kompromissen bereite Aktivistin. Es gibt die Schönheit, die natürlich unglücklich ist, die Ausrangierte und vom Leben gebeutelte und selbstverständlich die Angepasste, die immer nur über Jahrzehnte für ihre Familie da war. Und doch steckt in jeder Frau ein bisschen von einem selbst und man kann nicht anders, als sich mit jeder einzelnen Persönlichkeit zu identifizieren. Man möchte ihnen während des Lesens Rat geben, ihnen zurufen, wie blöd sie doch sind, weil sie nicht bemerken, was der Leser weiß. Man möchte sie schütteln, damit sie aufwachen und man möchte ihnen Mut zusprechen. Es wäre eine perfekte Woche, wenn nicht plötzlich alles schiefginge. Die Aktivistin mischt sich in das Inselleben ein, das Personal verschwindet, ein Sturm entfacht die Naturgewalten, die Versorgung bricht zusammen. Nun zeigt sich die wahre Stärke der Gruppe. Sie müssen sich arrangieren und es ist Schluss mit Wellness und Luxus. Am Ende dieser Woche ist wirklich nichts mehr wie es war. Die Starken lernen ihre Schwächen kennen, die Schwachen überbieten sich selbst und die Angepassten werden renitent. Der Guru erweist sich als gewöhnlicher Mensch und die Gruppe wächst zusammen. Alles in allem hat dieses Buch Spaß gemacht. Ich habe gerätselt und war lange Zeit ziemlich sicher, wer die Frauenleiche war, aber das hat Amelie Fried sehr geschickt ausgehebelt. Ich war geneigt, Petras Mann anzurufen und ihm zu sagen, dass er ein Idiot ist, gleichwohl wollte ich Petra das Gleiche sagen. Und Anka, der schönen und unglücklichen Frau wollte ich unbedingt sagen, dass sie sich darauf besinnen soll, etwas für sich zu tun und nicht auf ihre Außenwirkung fixiert zu sein. Und Suse, die strenge Suse, jung und unnachgiebig, hätte ich am liebsten geschüttelt, damit sie gelassener wird. Und Jenny? Jenny hätte ich am umarmt und ihr gesagt, sie soll die Vergangenheit vergessen und im Hier und Jetzt leben und nehmen, was ihr angeboten wird. Ich habe inmitten der Yogagruppe gestanden, habe den Guru verspottet, habe in den Zimmern der Frauen auf der Bettkante gesessen und ihren Gesprächen gelauscht, habe zugehört, wie sie geplant und gefeiert haben. Habe miterlebt, wie sie sich verändert haben. Packend, authentisch und lebensnah. Schade, dass ich nur ein Wochenende gebraucht habe, um dieses Buch durchzulesen. Gerne hätte ich mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.

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