Leserstimmen zu
Die Honigtöchter

Cristina Caboni

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Inhalt Kurz nach Sonnenaufgang verlässt Angelica Senes eine Landstraße in Südfrankreich und folgt einem von Rosmarin und Lavendelbüschen gesäumten Weg. Sie sucht den Bienenstock auf, den man ihr anvertraut hat. Sie ist reisende Imkerin, und sie liebt ihre Freiheit. Auch wenn sie dabei das türkisblaue Meer ihrer Heimat Sardinien vermisst. Erst als ihre Patentante stirbt und ihr ein Cottage hinterlässt, kehrt Angelica zurück. Doch dort muss sie sich dem stellen, was sie einst zurückließ: ihrer Familie, den Geheimnissen der Insel – und Nicola, dem Mann, an den sie schon als Kind ihr Herz verlor … (Quelle: Bloggerportal ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog aus Margheritas Sicht – Angelica hat in ihrer Kindheit zwei Jahre bei ihr verbracht. Die Mutter war damals nicht fähig sich um sie zu kümmern und kehrte erst 24 Monate später zurück um die Tochter wieder abzuholen. Während dieser Zeit lernte Angelica alles über die Bienen und wurde zu einer „Honigtochter“, auch nachdem sie die Insel verlassen und studiert hat, blieb sie den Tieren treu. Sie wurde zur Wanderimkerin, die sich um „Problembienenstöcke“ kümmert. Bis ihr der Tod der Ziehmutter mitgeteilt wird – sie wurde im Testament als Alleinerbin für das Haus / Grundstück und die Bienen eingesetzt. Angelica macht sich auf den Weg nach Sardinien und bekommt sofort Probleme mit der Verwandtschaft, die sich große Hoffnungen in das mögliche Erbe gesetzt haben. Und auch ein alter Bekannter aus der Vergangenheit taucht auf, doch es stellt sich die Frage, auf welcher Seite er steht… Angelica haben ich von der ersten Erwähnung an ins Herz geschlossen – sie ist so naturverbunden und mit Leib und Seele Imkerin. Wer kann in der heutigen Zeit noch so voller Liebe und Achtung über seinen Beruf reden, wie sie. Stets das Gesamtbild vor Augen und nie auf den eigenen Vorteil bedacht. Hut ab, die Autorin hat es geschafft einen durchweg authentischen und symmpathischen Charakter zu schaffen. Eine Menge von Angelica steckt bestimmt auch in der Autorin, wie auch beim Debütroman. Mit Nicola hat es länger gedauert, bis ich mit ihm warm wurde. Er ist doch sehr speziell und lässt seinen Bruder im Geschäft freie Hand. Doch trotz seinem Anwaltsjob hat er den Bezug zur Natur und zu seiner Heimat nicht verloren, obwohl er schon länger durch Abwesenheit im Dorf glänzt. Die Beziehung der beiden ist von Missverständnissen geprägt, als Kinder unzertrennlich und als Jugendliche fast ein Paar. Bis Angelica das Dorf verließ, der Kontakt schlief ein und Jahre später treffen sie wieder aufeinander. Eine schöne Liebesgeschichte, die vollkommen ohne Kitsch und rosarote Brille auskommt. Real und in einigen Punkten auch schwierig, wie es eben im echten Leben ist. Die anderen bedeutenden Charaktere (wie z.B. Memma) sind so liebevoll dargestellt, das man sie alle sofort ins Herz schließen muss. Sie emfangen die junge Frau mit offenen Armen und heißen sie in der Dorfgemeinschaft willkommen. Der Schreibtsil hat mir sehr gut gefallen – er ist einfach gehalten und das Buch lässt sich zügig lesen. Der Einstieg in die Geschichte fand ich allerdings nicht so wirklich gelungen, doch noch ein paar Seiten wurde es immer besser. Ein kleines Highlight sind die Kapitelüberschriften und der Anhang: nebenbei lernt der Leser einiges über die verschiedenen Honigsorten und ihre „Heilungskünste“. Ich habe den Debütroman „Die Rosenfrauen“ geliebt und bei „Die Honigtöchter“ ging es mir nicht anders. Beim Lesen merkt man wirklich, wie sehr die Autorin der Insel und der Landschaft verbunden ist. Ich habe mich durch die Beschreibungen ein wenig in den Ort verliebt. Mal schauen, ob es mich irgendwann mal auf die Insel verschlägt😉 Die Geschichte ist wirklich etwas besonderes, man lernt einiges über die geliebten Bienen und ihren benötigten Lebensraum. Aber auch die Traditionen spielen hier eine große Rollen – in dem kleinen Ort sind sie sehr wichtig und möchte diese den Touristen zeigen. „Die Honigtöchter“ ist nicht nur eine Geschichte über ein Erbe, sondern auch ein Appell, auf die Natur und die anderen Lebewesen Acht zu geben. Ihnen ihren Lebensraum zu lassen und nicht alles ohne Sinn und Verstand abzuholzen. Klare Lese- und Kaufempfehlung! Schönstes Zitat „Niemand kann dich zwingen, an einem Ort zu bleiben, an dem du dich nicht wohlfühlst. Niemand kann einen Menschen ändern. Denn Menschen ändern sich nicht.“ (Margherita / Jaja S. 232) 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

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Die Pflege der Honigbienen und der Landschaften mit ihren Blumen und Bäumen, die die Eigenarten und vielfältigen Geschmäcker von Honigarten bewahren - darum geht es in diesem Roman primär. Schön beschrieben ist das bisher eher unstete Leben der Hauptperson, die nach Jahren als umherziehende Imkerin ein Haus samt Garten auf Sardinien erbt. Dort dreht sich alles um das beschauliche Landleben, die Vor- und Nachteile eines kleinen Dorfes mit mehr Alten als Jungen, den Kampf gegen ein Feriendorf auf der Insel. Letzteres wäre fatal für die Landschaft, die Blüten und damit die Bienen. Die Autorin versuchte mehrere Erzählstränge mit zum Teil völlig unabhängigen Inhalten unterzubringen. Einige stören den Lesefluss erheblich, auch, weil sie wenig bis nichts zur eigentlichen Geschichte beitragen. Aber: man kann sie überblättern ohne Wesentliches zu verpassen. Ansonsten ist es ansprechend beschrieben, man kann sich den Wald über dem Dorf, die Verwandtschaftsverhältnisse und auch die Liebe zu den Bienen gut vorstellen. Ein Buch für den Strand :-)

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