Leserstimmen zu
Weißt du, warum ich tot bin?

Kim Lock

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Das Buch ist wirklich erschreckend. Aber ich bin so froh, es gelesen zu haben. Fairlies beste Freundin Jenna hat Selbstmord begangen. Warum? Das erfährt der Leser in Rückblenden von 'Damals'. Jenna hat sich in einen Mann verliebt, ihn geheiratet und einen Sohn bekommen. Eigentlich alles Perfekt, oder? Aber dass der Mann sie vergewaltigt, einengt, psychisch unter enormen Druck setzt, ihr Soziales Leben nach und nach komplett kappt und ihr ständig an den Kopf wirft, sie sei eine faule Schlampe, ahnt zunächst nicht einmal Fairlie. "Manchmal fällt es einem echt schwer, zuzugeben, dass man sich in jemandem geirrt hat." Oder dass man jemanden zwar gekannt hat, aber derjenige einem einfach nicht alles erzählt hat. "Ich halte das nicht mehr aus. Keinen Tag länger." Zweimal hat Jenna sich von Ark getrennt. Und beide Male ist sie zu ihm zurück. Und am Ende hat er sie mit seinem herrscherischen Verhalten umgebracht. Ich glaube, es gibt so viele Frauen, denen es so ergeht. Deswegen hätte ich es gut gefunden, wenn am Ende des Buches eine Seite mit Kontaktadressen für Betroffene gestanden hätte. Ob es was bringt, weiß ich nicht. Denn ich glaube auch, dass viele Frauen sich dessen nicht bewusst sind, dass sie Hilfe brauchen, um aus dem Teufelskreislauf herauszukommen. Aber Schaden würde es gewiss nicht. Ein Buch, das eine fiktive Geschichte von einer Frau erzählt, die meiner Meinung nach aber genau so geschehen sein kann. Das Buch behandelt auch noch ganz am Rande andere sehr wichtige Themen, das Überfordert sein als Mutter zum Beispiel. "Weißt du, warum ich tot bin?" bekommt eine totale Leseempfehlung von mir.

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Fairlie Winter ist schockiert: Ihr beste Freundin Jenna hat sich umgebracht. Nie mehr werden sie zusammen lachen, nie mehr wird Jenna über Fairlies chaotische Unordnung schimpfen, nie mehr wird Fairlie Jenna sagen können, dass sie sie liebt wie eine Schwester. Die beiden jungen Frauen sind zusammen aufgewachsen und gingen beieinander ein und aus. Sie lebten gemeinsam in einer Wohnung bis Jenna den attraktiven Ark Rudolph traf und er die Hauptrolle in Jennas Leben übernahm. Fairlie ist schockiert und wie gelähmt. Den Brief, den Jenna ihr noch vor ihrem Freitod geschickt hat, übersieht sie. Erst als sie ihn wiederfindet, wird sie Antworten erhalten. Antworten darauf, wie es soweit hat kommen können. Der Leser muss jedoch nicht so lange warten, denn Kim Lock schreibt abwechselnd aus der Perspektive von Fairlie und in Rückblenden von Jenna. Gespickt wird das Ganze mit kurzen Briefen von Jennas Mutter, die darauf hinweisen, dass es ein Zerwürfnis zwischen Mutter und Tochter gab, das Jenna aus der Bahn geworfen hat. Es wird recht schnell ersichtlich, dass Jenna sich mit ihrer Ehe mit dem wohlsituierten Weinbauern Ark in eine missbräuchliche Beziehung begeben hat, die der jungen Frau die Luft zum Atmen nimmt. Was wie eine leidenschaftliche Romanze beginnt, wird für Jenna zum Alptraum. „Weißt du, warum ich tot bin?“ ist ein überraschend vielschichtiger Roman. Einerseits geht es um die Beziehung zwischen Jenna und Ark und damit um Missbrauch und Gewalt in der Ehe. Aber auch die enge Beziehung zwischen Jenna und Fairlie erhält großes Gewicht, eine Freundschaft, die hart auf die Probe gestellt wird. Die Beziehung zwischen Jenna und ihrer Mutter kommt mit leichten Zwischentönen daher, um zum Ende hin mit einem Paukenschlag die Hauptrolle zu übernehmen. Kim Lock stellt in ihrem Roman verschiedene Facetten der Liebe dar. Liebe zwischen Mutter und Kind, Mann und Frau, Freundinnen fürs Leben. Sie zeigt dabei auch, wie die Liebe anderer Wege, auch Irrwege gehen kann und was sie mit den Menschen macht. Zunächst hatte ich keine Ahnung, wohin mich die Geschichte führen würde, doch die Handlung konnte mich zunehmend fesseln, obwohl es sich nicht wie erwartet um einen Thriller handelt. Kim Lock zeichnet hervorragende Figuren, die für sich einnehmen oder zutiefst abstoßen. Besonders gern mochte ich Fairlie, die sich als fett und unattraktiv empfindet, hat Zeit ihres Lebens das Gefühl, innen weiß und außen nur braun angemalt zu sein. Ihre Freundin Jenna, in deren schicken Haus Fairlie sich geborgen fühlt, steht ihr näher als irgendein anderer Mensch auf der Welt. Und doch hat Jenna ein Geheimnis vor ihr. Mich hat das Buch ein paar Nerven gekostet, zeitweise geschockt und vor allem sehr berührt. Mit diesem Leseerlebnis hatte ich überhaupt nicht gerechnet und ich freue mich, über diesen Roman gestolpert zu sein. © Tintenhain

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Autor: Kim Lock Verlag: Diana Verlag Seitenanzahl: 398 ISBN: 9-783453-359833 Preis: 9,99 € Taschenbuch Klappentext WENN DIE GROSSE LIEBE ZUM ALBPTRAUM WIRD Fairlie Winter erhält einen Brief von ihrer besten Freundin Jenna. Doch Jenna ist tot. Den Brief hat sie abgeschickt, bevor sie starb. Jennas kleine Familie schien perfekt, doch jetzt wird Fairlie klar, dass ihre Freundin Geheimnisse vor ihr hatte. Geheimnisse, die sie das Leben gekostet haben. Fairlie muss die Wahrheit herausfinden. Eine Wahrheit, für die sie möglicherweise nicht bereit ist. Meine Meinung Ein Buch was mich zutiefst erschüttert hat und was leider viel zu oft der Wahrheit entspricht. Alles beginnt damit das Jenna einen riesen Streit mit ihrer Mutter hat und sie mit Fairlie, ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen, feiern geht um sich abzulenken. Dort trifft sie auf Ark, einen charmanten, witzigen gutaussehenden Mann. So nimmt alles seinen Lauf und die zwei verlieben sich recht schnell. Dort war mir allerdings schon klar, dass Ark etwas komisch ist und mein Bauchgefühl sagte mir, das es da nicht mit rechten Dingen zugeht. Er wurde mir im Laufe der Geschichte so unsympathisch, wie es selten ein Protagonist geschafft hat. Manchmal hätte ich das Buch am liebsten gegen die Wand geschmissen und laut geschrien. Das war er mit Jenna macht ist einfach nur krank und manchmal hätte ich sie gern geschüttelt. Wie so oft merken die Frauen jedoch nicht wie ihnen geschieht und schon sind sie von demjenigen abhängig und haben keinerlei soziale Kontakte mehr. Oft gibt es dann nur noch einen Ausweg, so wie in dieser Geschichte. Das Buch ist gegliedert in Jennas Vergangenheit und Fairlies Gegenwart. Das macht das ganze authentisch und man kann sich gut in die beiden hineinversetzen. Dazwischen kann man noch Briefe von Jennas Mutter lesen, die sie vor ihrem Selbstmord an sie geschrieben hat. Diese verbergen ein großes Geheimnis, womit ich niemals gerechnet hätte. So kann man aber auch den Streit zwischen den beiden Frauen verstehen. Fairlie fand ich als Protagonistin sehr angenehm. Sie macht sich viele Vorwürfe und weiß nicht so recht was sie mit sich anfangen soll. Sie trauert ihrer besten Freundin nach, und als sie den Brief bekommt nimmt die Geschichte einen Verlauf, den ich so nicht vorausgesagt hätte. Zum Schluss war es spannend und man fiebert richtig mit. Natürlich ist vieles schon vorhersehbar, wie man schon anhand des Klappentextes lesen kann. Trotzdem wurde ich oft überrascht. Ich habe mich häufig gefragt, wie ich an Jennas oder Fairlies Stelle gehandelt oder mich gefühlt hätte. Ich fand ihre Reaktionen und Gedanken sehr natürlich und nachvollziehbar. Vor allem bei Jenna frage ich mich, wie schlecht es einem gehen muss, um sein Kind allein zu lassen. Für mich als Mutter nicht nachvollziehbar, aber ich habe das so natürlich auch nicht erlebt. Deswegen fälle ich hier kein Urteil. Alles in allem hat es mich sehr traurig gemacht und ich habe die ganze Zeit gehofft, dass Henry ein Happy End bekommt. Fazit Ein Buch was aufwühlt. Leider ist das oft die Realität. Ich gebe 4/5 Sternen Ich bedanke mich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

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Schon von Kindesbeinen an sind Jenna und Fairly die besten Freundinnen, sie wohnten nebeneinander, wuchsen zusammen auf, haben den gleichen Job und wohnten sogar einmal zusammen. Doch dann lernte Jenna Ark kennen und verliebts sich Hals über Kopf in ihn. Nach kürzester Zeit zogen die beiden zusammen und heirateten und Jenna bekam einen Sohn. Dabei geriet Fairly jedoch immer mehr in den Hintergrund, bis sie plötzlich einen Anruf von Ark erhielt: Jenna hat sich umgebracht. Fairly konnte es kaum glauben und als sie einen Brief ihrer verstorbenen Freundin erhielt, wurde für sie eines klar, sie muss dieser Sache auf den Grund gehen. Meine Meinung Bei diesem Cover musste ich ein wenig an ein Musikvideo der neunziger Jahre denken – the wild rose – und wurde schon sehr neugierig, denn auch der Titel und der Klappentext klangen sehr spannend. Der Schreibstil der Autorin ist jedoch ein wenig anders und gewöhnungbedürftig, ich hatte hier immer wieder den Eindruck, dass es eher abgahackt wirkte, denn flüssig. Allerdings konnte ich mich dann doch noch recht gut an diese Art des Erzählens gewöhnen, so dass es mir nach kurzer Zeit leicht fiel, dem Inhalt zu folgen. Dieser Inhalt wird in zwei verschiedenen Zeitsträngen erzählt, einmal aus der Sicht Fairlys in der Gegenwart nach Jennas Tod, einmal in der Vergangenheit ab dem Moment, in dem sich Jenna und Ark kennenlernen, aus der Sicht Jennas. Zwischendurch verfolgt man Briefe, die Jennas Mutter Evelyn an Jenna geschrieben hat, denn Mutter und Tochter hatten sich in einem Streit völlig entfremdet. Gerade bei den Briefen fiel es mir schwer, da eine Verbindung zu dem Geschehen rund um Jenna zu sehen, denn so richtig mit dem eigentlich Roman hatte dies nicht zu tun. Es war vielmehr eine Art zweiter Handlungsstrang, der für mich nicht unbedingt relevant war, um Jennas Selbstmord zu erklären. Für mich hätte dieser Part gar nicht unbedingt mit in die Geschichte gehört, denn mir nahm das immer ein wenig den Lesefluss und auch die Spannung. Für Hintergründe zum Leben der beiden Freundinnen war es recht interessant, aber nahm zuviel Raum ein. Der Part rund um Jenna in der Vergangenheit hat mir wiederum recht gut gefallen. Ich hatte hier zwar schon sehr schnell eine Ahnung, worauf es hinauslaufen wird, doch trotzdem finde ich diese Geschichten immer wieder spannend. Aber hier hätte ich gerne noch tiefere Einblicke in die gesamte Gefühls- und Gedankenwelt Jennas erhalten, denn je mehr sie von Ark isoliert und auch psychisch unter Druck gesetzt wird, desto intensiver hätte hier auch ihre Gedankenwelt werden können/müssen. Allerdings bleibt man hier auch durch die gewählte Erzählform in dritter Person mehr der Beobachter des Geschehens. Die Charaktere der Geschichte werden authentisch dargestellt und vor allem von Fairly hatte ich schnell einen gute Vorstellung, aber auch Jenna und Ark ergaben ein klares Bild. Jenna und Fairly sind sowohl optisch als auch charakterlich völlig gegensätzlich und trotzdem ergänzen sie sich sehr gut. Wie bereits erwähnt, hätte ich mir hier zwar noch mehr von der Entwicklung der Gefühlswelt gewünscht, doch als Zuschauer waren die Handlungen der Charaktere vorstellbar. Neben den beiden Frauen erleben wir noch Jennas Ehemann Ark, der natürlich die passenden Emotionen in mir hervorrufen konnte. Auch seinen Part fand ich gut herausgearbeitet und vorstellbar. Neben diesen drei Charakteren gibt es gar nicht so viele weitere Personen, denn erst zum Schluss lernt man die Mütter der Frauen kennen, wobei man von Evelyn durchaus in den Briefen einiges erfährt. Sie bleiben trotzdem eher ausserhalb der Kerngeschichte und lediglich Evelyn nimmt ein wenig mehr Raum ein. Mein Fazit Grundsätzlich ein Roman, der eine spannende Handlung, auch auf psycholigischer Ebene verspricht, aber dies leider nicht ganz halten kann. Gerade bei Jenna hätte mir eine Ich-Perspektive noch besser gefallen, um ihre gesate Entwicklung noch intensiver nachspüren zu können. So blieb mir das gesamte Bild zu oberflächlich und auch wenn es gut unterhalten hat, hätte diese Geschichte noch sehr viel intensiver werden können. Gute Ansätze sind hier durchaus gegeben, aber bei solchen Büchern mag ich es immer besonders, wenn ich mich auch in die Charaktere versetzen kann und das gelang mir hier leider nicht.

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Schon von Kindesbeinen an sind Jenna und Fairly die besten Freundinnen, sie wohnten nebeneinander, wuchsen zusammen auf, haben den gleichen Job und wohnten sogar einmal zusammen. Doch dann lernte Jenna Ark kennen und verliebts sich Hals über Kopf in ihn. Nach kürzester Zeit zogen die beiden zusammen und heirateten und Jenna bekam einen Sohn. Dabei geriet Fairly jedoch immer mehr in den Hintergrund, bis sie plötzlich einen Anruf von Ark erhielt: Jenna hat sich umgebracht. Fairly konnte es kaum glauben und als sie einen Brief ihrer verstorbenen Freundin erhielt, wurde für sie eines klar, sie muss dieser Sache auf den Grund gehen. Meine Meinung Bei diesem Cover musste ich ein wenig an ein Musikvideo der neunziger Jahre denken – the wild rose – und wurde schon sehr neugierig, denn auch der Titel und der Klappentext klangen sehr spannend. Der Schreibstil der Autorin ist jedoch ein wenig anders und gewöhnungbedürftig, ich hatte hier immer wieder den Eindruck, dass es eher abgahackt wirkte, denn flüssig. Allerdings konnte ich mich dann doch noch recht gut an diese Art des Erzählens gewöhnen, so dass es mir nach kurzer Zeit leicht fiel, dem Inhalt zu folgen. Dieser Inhalt wird in zwei verschiedenen Zeitsträngen erzählt, einmal aus der Sicht Fairlys in der Gegenwart nach Jennas Tod, einmal in der Vergangenheit ab dem Moment, in dem sich Jenna und Ark kennenlernen, aus der Sicht Jennas. Zwischendurch verfolgt man Briefe, die Jennas Mutter Evelyn an Jenna geschrieben hat, denn Mutter und Tochter hatten sich in einem Streit völlig entfremdet. Gerade bei den Briefen fiel es mir schwer, da eine Verbindung zu dem Geschehen rund um Jenna zu sehen, denn so richtig mit dem eigentlich Roman hatte dies nicht zu tun. Es war vielmehr eine Art zweiter Handlungsstrang, der für mich nicht unbedingt relevant war, um Jennas Selbstmord zu erklären. Für mich hätte dieser Part gar nicht unbedingt mit in die Geschichte gehört, denn mir nahm das immer ein wenig den Lesefluss und auch die Spannung. Für Hintergründe zum Leben der beiden Freundinnen war es recht interessant, aber nahm zuviel Raum ein. Der Part rund um Jenna in der Vergangenheit hat mir wiederum recht gut gefallen. Ich hatte hier zwar schon sehr schnell eine Ahnung, worauf es hinauslaufen wird, doch trotzdem finde ich diese Geschichten immer wieder spannend. Aber hier hätte ich gerne noch tiefere Einblicke in die gesamte Gefühls- und Gedankenwelt Jennas erhalten, denn je mehr sie von Ark isoliert und auch psychisch unter Druck gesetzt wird, desto intensiver hätte hier auch ihre Gedankenwelt werden können/müssen. Allerdings bleibt man hier auch durch die gewählte Erzählform in dritter Person mehr der Beobachter des Geschehens. Die Charaktere der Geschichte werden authentisch dargestellt und vor allem von Fairly hatte ich schnell einen gute Vorstellung, aber auch Jenna und Ark ergaben ein klares Bild. Jenna und Fairly sind sowohl optisch als auch charakterlich völlig gegensätzlich und trotzdem ergänzen sie sich sehr gut. Wie bereits erwähnt, hätte ich mir hier zwar noch mehr von der Entwicklung der Gefühlswelt gewünscht, doch als Zuschauer waren die Handlungen der Charaktere vorstellbar. Neben den beiden Frauen erleben wir noch Jennas Ehemann Ark, der natürlich die passenden Emotionen in mir hervorrufen konnte. Auch seinen Part fand ich gut herausgearbeitet und vorstellbar. Neben diesen drei Charakteren gibt es gar nicht so viele weitere Personen, denn erst zum Schluss lernt man die Mütter der Frauen kennen, wobei man von Evelyn durchaus in den Briefen einiges erfährt. Sie bleiben trotzdem eher ausserhalb der Kerngeschichte und lediglich Evelyn nimmt ein wenig mehr Raum ein. Mein Fazit Grundsätzlich ein Roman, der eine spannende Handlung, auch auf psycholigischer Ebene verspricht, aber dies leider nicht ganz halten kann. Gerade bei Jenna hätte mir eine Ich-Perspektive noch besser gefallen, um ihre gesate Entwicklung noch intensiver nachspüren zu können. So blieb mir das gesamte Bild zu oberflächlich und auch wenn es gut unterhalten hat, hätte diese Geschichte noch sehr viel intensiver werden können. Gute Ansätze sind hier durchaus gegeben, aber bei solchen Büchern mag ich es immer besonders, wenn ich mich auch in die Charaktere versetzen kann und das gelang mir hier leider nicht.

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Diese Rezension enthält Spoiler Inhalt/Klappentext Fairlie Winter erhält einen Brief von ihrer besten Freundin Jenna. Doch Jenna ist seit einigen Tagen tot. Den Brief hat sie abgeschickt, bevor sie starb. Jennas kleine Familie schien perfekt, aber jetzt wird Fairlie klar, dass ihre Freundin Geheimnisse vor ihr hatte. Geheimnisse, die sie das Leben gekostet haben. Fairlie muss die Wahrheit herausfinden. Eine Wahrheit, für die sie möglicherweise nicht bereit ist. Schreibstil/Storyverlauf Der Schreibstil war sehr flüssig und man konnte das Buch gut lesen. Es war in drei Zeitabschnitte aufgeteilt. Vergangenheit, Gegenwart und die Briefe von Jennas Mutter. Mich stören solche Zeitabschnitte selten und auch hier war es gut gewählt. Denn so wurde man als Leser Schritt für Schritt aufgeklärt, warum Jenna sich umgebracht hat. Die Gegenwartsparts waren bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auch sinnvoll für die Handlung. Schließlich musste Fairlie auch den Tod ihrer besten Freundin verkraften. Die Briefe der Mutter fand ich störend, was aber daran liegt, dass ich den verfolgten Handlungsstrang ziemlich unnötig und schlecht fand. Entwicklung der Story Das Buch beginnt gleich mit dem Schocker, dass Jenna sich umgebracht hat. Schon auf den ersten Seiten weiß man, dass ihr Ehemann Ark ein Arsch ist und ich war mir sicher, dass er Schuld an dem Selbstmord hatte. Das wird im Laufe der Geschichte auch bestätigt. Denn die Beziehung bzw. die Ehe zwischen Jenna und Ark ist einfach die Hölle für Jenna. Am Anfang wirkte Ark wie der perfekte Mann und nach und nach wurde er zu einem Albtraum. Körperlich rührt er seine Frau erst gar nicht an, sondern dein Terror fängt auf einer psychischen Ebene an. Was ich persönlich sogar schlimmer fand als Schläge. Erst waren es nur so Kleinigkeiten, dass sie mit Kellnern flirtet, aber nach und nach hat sich das gesteigert. So weit, dass er sie quasi zu Hause angesperrt hat und ihr Auto angesteckt hat. Den Part rund um Jennas Vergangenheit fand ich wirklich hart zu lesen, weil sie mir echt leidgetan. Einige Aktion von ihr konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Aber ich denke, da tickt jeder anders. Was mir gar nicht gefallen hat und das hat das Buch in meinen Augen runter gezogen, war der Gegenwartspart. Irgendwann kam es mir vor als wäre das ganze Buch eine Soap. Mit Fairlie konnte ich mich anfangs gut identifizieren. Schließlich muss sie einiges verarbeiten und will verstehen warum ihre Freundin das getan hat. Das war auch alles vollkommen nachvollziehbar und verständlich. Aber als dann im Laufe des Buches raus kam, dass Fairlie und Jenna Zwillinge mit zwei verschiedenen Vätern sind, dachte ich echt ich bin im falschen Film. Das war sowas von überflüssig. Und das Ende….ich meine, es ich fand es gut, dass Ark bestraft wurde. Doch leider nicht für die Taten, die er seiner Frau angetan hat. Die Tatsache, dass er Geld unterschlagen hat, wirkte auch wie ein Strang aus einer Soap. Es wirkte so, als wolle man unbedingt ein Happy End. Meine Meinung Das Hauptthema des Buches fand ich, wenn man es so sagen kann, gut umgesetzt. Die Entwicklung der Ehe von Ark und Jenna war gut und realistisch beschrieben. Das war Jenna durchmache musste, wünsche ich niemanden. Und leider gibt es solche Ehe sicherlich viel zu oft…. Daher finde ich es auch gut, dass Bücher zu so einem ernsten Thema geschrieben werden. Schließlich sollten Frauen wie Männer glücklich und gleichberechtigt in meiner Ehe/Beziehung leben. Aber der Gegenwartspart hat mich so massiv gestört, dass ich das Buch nicht wirklich gut finden kann. Das war so absurd und man hätte sich wirklich mehr auf Jennas Leiden konzentrieren sollen. Auch das Ende hätte man sicherlich besser lösen können. Das wirkte einfach so konstruiert.

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Fairlie Winter und Jenna Rudolph (beide 26 Jahre alt) sind schon ihr Leben lang beste Freundinnen, obwohl sie recht verschieden sind: Fairlie dunkelhäutig, pummelig, oft spontan und immer noch Single; Jenna hingegen weiß, schlank, meist überlegt handelnd, verheiratet und Mutter eines zweijährigen Sohnes. Seit Jennas Heirat jedoch ist der Kontakt der beiden Frauen nicht mehr so intensiv wie einst. Eines Tages erhält Fairlie von Jennas Mann Ark einen Anruf, in dem er ihr mitteilt, dass seine Frau tot sei - sie hat sich in der Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten. Fairlie ist zutiefst geschockt und kann kaum glauben, dass die Freundin Selbstmord begangen haben soll. Sie hatte immer den Eindruck, dass sie dem kleinen Henry eine liebevolle Mutter und trotz gelegentlicher Eheprobleme nicht verzweifelt war. Je mehr Fairlie darüber nachdenkt, desto stärker wird das Gefühl, dass Jenna ihr etwas Gravierendes verheimlicht hat. Als sie einen Brief erhält, den die Freundin kurz vor ihrem Tod abgeschickt hat, bekommen ihre dunklen Ahnungen noch mehr Nahrung, und sie muss unbedingt die Wahrheit über Jenna herausfinden. Resümee: Das Buch besteht aus 24 Kapiteln, die zwischen "Damals" und "Heute" alternieren und mit Perspektivwechseln einhergehen. Der Strang, der Ereignisse aus der Vergangenheit schildert - inbesondere das Verhältnis von Jenna und Fairlie sowie Jenna und Ark -, nähert sich immer mehr dem Gegenwartsgeschehen, bis beide Zeitebenen komplett miteinander verschmelzen. Eingeschoben in die Handlung sind Briefe von Jennas Mutter an ihre Tochter, bei denen man sich anfangs nach dem Bezug zum Gesamtgeschehen fragt. Dieser wird jedoch immer deutlicher und liefert schließlich die Erklärung für das zum Schluss schlechte Mutter-Tochter-Verhältnis und die Beziehung der Freundinnen zueinander. Durch den geschilderten Aufbau des Romans steigt die Spannung stetig an: Es werden Umstände aus der Vergangenheit beider Frauen offenbart, mit denen man nicht gerechnet hat, und auch das Gegenwartsgeschehen lässt einen so manches Mal fassungslos den Atem anhalten. Alle drei Protagonisten - Fairlie, Jenna und deren Ehemann Ark - sind in ihren für die Handlung relevanten Eigenschaften hervorragend gestaltet: Fairlie - dunkelhäutig, pummelig und oft spontan - wurde als Kind von einer weißen Familie adoptiert und leidet darunter, dass sie ihre richtigen Eltern nie kennengelernt hat. Ihre beste Freundin Jenna - weiß, attraktiv und meist überlegt handelnd - ist behütet aufgewachsen, obwohl der Vater die Familie früh verlassen hat. Ark ist ein extrem kontroll- und eifersüchtiger Mensch, der seine Frau als Eigentum betrachtet, mit dem er nach Belieben verfahren kann. Die das Geschehen dominierenden Themen ergeben sich aus den genannten Merkmalen: Freundschaft, Mutter- bzw. Elternliebe, physische und psychische Gewalt in der Ehe. Im Hintergrund stellte sich mir auch immer die Frage, ob Fairlie die Situation ihrer Freundin rechtzeitig hätte erkennen und deren Selbstmord verhindern können. Fazit: ein spannendes Buch mit einer ebenso interessanten wie Unheil erzeugenden Themen-Zusammenstellung.

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Das Cover gefällt mir sehr gut. Das Wasser und die Beine einer Frau darin wirken irgendwie beruhigend und doch geheimnisvoll. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte beginnt gleich mit der schrecklichen Nachricht von Jennas Tod. So wird gleich zu beginn Spannung aufgebaut und ich war sofort in der Geschichte gefangen.  Die Protagonistinnen Fairlie und Jenna wurden sehr schön herausgearbeitet und beschrieben. Beide besitzen Tiefe und ich konnte mich in beide hineinversetzen. Zu Ark hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht.  Die Trennung zwischen "Heute", "Damals" und den Briefen der Mutter über ein Geheimnis fand ich ganz gut ausgearbeitet, obwohl die Autorin meist dann einen Zeitsprung einbaute, wenn es gerade richtig spannend und aufregend wurde. So wollte ich einfach immer weiterlesen und wissen, was passiert.  Einfach ist die Geschichte rund um Jennas Vergangenheit nicht. Ark und sie haben einfach viel zu schnell geheiratet und erst dann hat er sein wahres und krankes Gesicht gezeigt. Immer wieder musste ich stoppen und durchatmen. Jenna tat mir oft richtig leid.  Die Lovestory, wie sich Jenna und Ark kennen und lieben gelernt hatten, hätte man etwas verkürzen können, da sie stellenweise etwas mühsam und langwierig war.  Fazit Ich kann das Buch wirklich empfehlen, da die Geschichte spannend geschrieben wurde und sie auch zum Nachdenken anregt. Man sollte nichts überstürzen und sich die Zeit nehmen, einen Menschen wirklich kennen zu lernen.

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