Leserstimmen zu
Weißt du, warum ich tot bin?

Kim Lock

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Das Buch ließ sich eigentlich recht harmlos an. Geteilt in Heute und Damals erfährt man zunächst vom Selbstmord Jennas, kennt jedoch die Umstände nicht. Auch der Beginn des Damals ist eher ein zweitklassischer Schnulzenroman, Jenna lernt Ark kennen, Jenna verliebt sich Hals über Kopf, Jenna und Ark heiraten binnen 4 Monaten. Doch nach und nach zeigt Ark sein wahres Gesicht. Und das hat es gehörig in sich. Seine psychotischen Spielchen, die er bereits von Anfang an mit Jenna spielte, ließen mir die Haare zu Berge stehen. Zeitweise verzog sich mein Gesicht so angestrengt, als hätte ich geradezu in eine Zitrone gebissen. Da wird kontrolliert, erzwungen, verdreht und genommen. Und immer, wenn es am spannendsten war, wurde man zurück ins hier und jetzt geschleudert, zu Fairlie, Jennas bester Freundin. Plötzlich hatte man mit anderen Problemen zu hadern, den Problemen einer jungen Frau, die nicht verstehen kann, warum sich ihre Freundin das Leben nahm und ihren kleinen Sohn zurücklässt. Die selbst von ihrer Mutter zurückgelassen wurde. Zwischendurch gibt es kurze Briefeinschübe der Mutter von Jenna, die ihr nach und nach von ihrem ganz persönlichen Geheimnis erzählt. Dieses Geheimnis war der Auslöser für Jennas völligen Kontaktabbruch zu ihrer Mutter und vermutlich auch der Hauptgrund, weshalb sie sich so schnell in Arks Arme flüchtete. Außerdem soll dieses Geheimnis den Abgrund zwischen Heute und Damals überbrücken, soll verbinden, was zusammen gehört. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich den zweiten Handlungsstrang nicht wirklich gebraucht. Ich kann hier nicht so viel erzählen, wie ich gerne würde, aber ich hätte es besser gefunden, wenn man sich nur auf Jennas Leid konzentriert hätte. Damit wäre die Geschichte völlig ausgefüllt gewesen. Denn das Ende zog sich meiner Ansicht nach plötzlich reichlich hin, es kamen Wiederholungen von Wiederholungen und irgendwie hat es mich unbefriedigt zurückgelassen. Schade, denn der Mittelteil des Buches hat mich förmlich eingesaugt! Fazit Eine Geschichte, bei derem Fortgang sich die Haare sträuben, eine glaubhafte Entwicklung eines zarten Charakters ins bodenlose, und ein Einblick in die tiefen Abgründe einer menschlichen Seele. Der zweite Handlungsstrang ruiniert ein wenig die Tiefe des Ersten und hinterlässt einen etwas unausgegorenen Nachgeschmack. Trotz allem eine Leseempfehlung für alle, die gerne einen Blick in eine grausame Ehe voll Unterdrückung riskieren möchten.

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Als ich das Cover sah, war mir gleich klar, dass ich diesen Roman lesen möchte und ich wurde nicht enttäuscht. Er ist in 3 Teile gegliedert, in "Damals", "Heute " und Briefe aus der Sicht von Jennas Mutter. Die Kapitel enden immer mit einem Cliffhanger,der es mir unmöglich machte, das Buch aus der Hand zu legen. Die Schreibweise ist sehr flüssig und spannend. Das Thema des psychischen und physischen Missbrauchs hat mich sehr schockiert, wie sich die Situation immer mehr zugespitzt hat und die Aussenwelt so wenig realisiert hat, wie es in Jenna aussieht. Jenna wurde immer mehr gefangen gehalten und hat sich selbst verloren. Das war sehr erschreckend zu lesen. Parallel erfährt der Leser die Wahrheit über Jenna und ihre beste Freundin Fairlie. Die beiden sind sehr authentisch dargestellt und auch Ark konnte ich mir sehr gut vorstellen; Fazit: Dieser Roman hat mich sehr beeindruckt und wird mir im Gedächtnis bleiben. Ich vergebe deshalb gern 4,5/5 Sternen und eine klare Leseempfehlung, wenn man solche Bücher mag.

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Meine Meinung Als ich das Cover gesehen habe und den Klapptext gelesen hatte, war klar dass ich dieses Buch lesen muss. Das ganze klang für mich sehr nach einer Geschichte alla „Tote Mädchen lügen nicht“ und ich wurde nicht enttäuscht – denn es war noch besser. Doch erstmal zum Grundsätzlichen. Der Aufbau der Geschichte unterscheidet sich in drei Teile: Damals, Heute und Briefe von Jenna’s Mutter an Jenna. Damals und Heute werden beide aus der Sicht einer Dritten Person geschrieben, die Briefe sind natürlich aus der Sicht von Jenna’s Mutter schrieben. In den Kapiteln „Heute“ steht hauptsächlich Farlie im Fokus, während „Damals“ die Geschichte von Jenna erzählt. Die Kapitel wechseln sich ab und enden manchmal mit einem Cliffhänger, die mich oftmals in den Wahnsinn trieben. Heute: Farlie erfährt hier das Jenna sich umgebracht hat. Für sie bricht eine Welt zusammen und ich hatte wirklich das Gefühl dabei zu sein. Ihre Fassungslosigkeit und ihre Reaktion wird so unglaublich authentisch beschrieben, ich konnte gar nicht anders als mitzutrauern. Ark lernen wir hier auch kennen, genauso wie Henry, den Sohn von ihm und Jenna. Der kleine tat mir die ganze Zeit über so unglaublich Leid, jedoch hätte ich mir gewünscht etwas mehr über seine Bindung zu Jenna zu erfahren, beziehungsweise wie er reagiert wenn er versteht. Ark’s Reaktion auf Jenna’s Tod lies einen Erahnen was für ein Mensch er ist, er war mir von Beginn an total unsympathisch. Farlie kann er offensichtlich nicht sonderlich leiden, und zu Henry scheint er keinen Bezug zu haben. Doch was für ein Mensch Ark wirklich ist erfahren wir in den Kapitelabschnitten „Damals“. Farlie kommt im Laufe der Kapitel einer Sache auf die Spur, die ich hier nicht näher erläutern möchte. Jedoch ist Farlie auch hier unglaublich authentisch dargestellt und gefällt mir wirklich sehr. Damals: Jenna begegnet hier zum ersten Mal Ark und ihre Geschichte beginnt. Farlie ist zu Beginn ein großer Teil davon doch das ändert sich schnell und an ihre Stelle tritt Ark. Was genau sie damals an ihm fand verstehe ich bis jetzt nicht. Denn im Laufe der Geschichte verändert sich Ark. Ohne es zu merken wird Jenna abgegrenzt und abhängig von Ark. Ich konnte ihre Reaktion nicht immer nachvollziehen aber Ark war auch ein, entschuldigt den Ausdruck, Kotzbrocken. Ich weiß nicht wie ich reagiert hätte in der ein oder anderen Situation. Jenna wird nach und nach isoliert und schließlich nimmt sich Ark einfach was er will. Funktioniert es nicht verdreht er Tatsachen zu seinen Gunsten und misshandelte sie auf psychischer Ebene um zu bekommen, was er will. Am Ende habe ich verstanden, nein das wäre gelogen. Ich war nicht mehr ganz so wütend auf Jenna. Verstehen, wie sie ihr Kind alleine lassen konnte, war mir nicht möglich. Die Briefe: Die Briefe sind zu Beginn sehr kryptisch geschrieben und ich habe nicht ganz verstanden was sie mit der Handlung zu tun haben. Doch nach und nach merkt man, dass hier erklärt wird warum Jenna den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen hat, an jenem Tag an dem sie Ark begegnete. Und die Briefe nehmen irgendwann auch Bezug zu der Handlung aus den Kapiteln „Heute“. Als ich mit dem Buch fertig war, war ich erschrocken wie schnell ich es gelesen hatte. Irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen, denn ich musste wissen was Jenna dazu getrieben hatte und vor allem ob Ark am Ende blutet. Leider blutete er mir persönlich um einiges zu wenig. Farlies Reaktion auf die Enthüllungen, die Jenna ihr hinterließ, war mir um einiges zu rational und deckte sich nicht mit meinem Eindruck zu Beginn der Geschichte. Auch wenn Evelyn, Jennas Mutter und Pattie, Farlies Mutter, nicht sehr im Fokus der Geschichte stehen, haben sie doch einen Großen Anteil daran. Ich weiß das diese Rezension sehr wage gehalten ist, aber mehr wollte ich nicht sagen um die Geschichte nicht zu spoilern. Ich wurde von der Geschichte völlig eingenommen und war zwischendurch geschockt, traurig, wütend oder auch einfach sprachlos. Ich hoffe sehr das es Frauen gibt die sich Hilfe suchen und es nicht öfter so Enden muss. Das Ende der Geschichte finde ich, bis auf Ark’s Ende, sehr gut, vor allem das wir wissen wie es mi Henry weiter geht. Fazit Ein tolles Buch mit einem sehr schwierigen aber auch wichtigem Thema. Mir wurde das ein oder andere mal etwas übel, denn es ist traurig wie die Geschichte endet. Daher, wenn ihr selber von diesem Thema (Kontrollsüchtiger Ehemann, psychische/physische Misshandlungen) betroffen seid, überlegt euch ob ihr dieses Buch lesen könnt ohne unnötig getriggert zu werden. Ansonsten eine tolle Story, auch wenn ich mir den ein oder anderen Charakter etwas tiefgreifender Gewünscht hätte sind Farlie und Jenna so authentisch dargestellt, das ich super mit ihnen mit fühlen konnte. Das Ende hat mich im Hinblick auf Ark etwas enttäuscht, wobei man hier auch realistisch denken muss. Das hat die Autorin wohl getan.

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