Leserstimmen zu
Die Zeitagentin - Ein Fall für Peri Reed

Kim Harrison

Peri Reed (1)

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Auf die Zeitagentin habe ich mich sehr gefreut, da ich mich hier auf einen actionreichen Zukunftsthriller eingestellt habe. Der Anfang konnte mich auch gleich begeistern, was vor allem daran liegt, daß sich das Buch wirklich gut lesen lässt. Ich bin förmlich durch die Seiten geflogen. Auch Peri hat mir anfangs wirklich gut gefallen. Ich empfand sie als ausdrucksstark und lebendig. Ihre Lebenslust war für mich förmlich greifbar. Interessant war für mich ihre Position als Zeitagentin, denn darüber erfährt man so einiges. Es macht sie zwar unersätzlich, es zeigt aber auch auf wie verletzlich und angreifbar sie sich dadurch macht. Peris Wut und ihre Verzweiflung konnte ich mitunter sehr gut wahrnehmen. Obwohl die Thematik recht actionreich und facettenreich ist, wurde das Potenzial meiner Meinung nach , nicht ganz genutzt. Immer wieder kamen Passagen auf, die einfach nur langatmig waren und für mich stellenweise auch unnötig. Es gab viel drumherum , was dazu führte, das ich mich mitunter gelangweilt habe. Z.b. über die Kleidung von Peri oder das einfach vieles wiederholt wurde. Leider muss ich auch sagen, haben mich die Protagonisten mitunter etwas genervt. Für mich wurde auch anfangs schon zuviel verraten. Was zwar einerseits wichtig war, vom Aufbau der Story her. Aber andererseits gab es so nicht viele Überraschungen. Die Geschichte ansich ist ziemlich komplex gehalten und man hat mitunter etwas Mühe durchzusteigen. Dennoch konnte ich Peris Empfindungen nachvollziehen, denn auch ich wusste nie, wem ich trauen konnte. Schön war für mich eigentlich die Tatsache des Zeitspringen und was es damit für Vor- und Nachteile gab. Ich fand das sehr faszinierend und wirklich auch beängstigend. Ich glaub, ich würde nicht mit Peri tauschen wollen. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Welt von den beiden Gruppen Allianz und Opti, was vieles nachvollziehbarer macht. Doch es zeichnet sich auch sehr viel Abgründigkeit ab, mitunter hat mich das doch etwas entsetzt und in Atem gehalten. Das Setting der Welt um 2030 hat mir gut gefallen, durch die Beschreibungen wirkte alles sehr realistisch und gigantisch. Letzendlich ist es zwar ein guter Zukunftsthriller über das Zeitspringen, jedoch wurde das Potenzial nicht völlig genutzt. Was wirtklich sehr schade ist. Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Peri und Silas, was ihnen mehr Raum und Tiefe schenkt. Ihre Handlungen und Gedankengänge waren meist gut nachvollziehbar gestaltet. Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und stark einnehmend, dadurch ist man in einem Rutsch durch, da man mehr oder weniger durch die Seiten fliegt. Das Cover und der Titel passen gut zum Buch. Fazit: Ein guter Zukunftsthriller um die Zeitagentin Peri Reed, dessen Potenzial für mich aber leider nicht völlig genutzt wurde. Zuviel drumherum, was die Spannung mitunter leider mindert. Ich vergebe 3 von 5 Punkten.

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"Ich bin also nur eine Art Skizze, wie? Dir gefällt nicht, was du siehst? Dann radier sie einfach aus - schon kannst du das darüberkritzeln, was dir gefällt." (S.516) "Ich bin also nur eine Art Skizze, wie? Dir gefällt nicht, was du siehst? Dann radier es einfach aus - schon kannst du das darüberkritzeln, was dir gefällt." (S.516) Dieses Zitat beschreibt die Geschichte rund um Peri Reed nahezu perfekt. Denn letzten Endes geht es genau darum. Um Dinge, die, wenn sie stören, einfach ausradiert werden. Doch bevor ich darauf näher eingehe, sollte ich zuvor die Situation beschreiben. Peri arbeitet als Zeitagentin für eine Geheimorganisation namens Opti. Diese hat inzwischen fast alle wichtigen Fäden der Regierung in der Hand und dementsprechend sind Menschen wie Peri für sie quasi unentbehrlich. Sie können die Vergangenheit beeinflussen. Der einzige Harken daran: Bei jeder Mission verliert der Zeitreisende einen Teil seines Gedächtnisses. Ab hier überlegt wohl jeder, ob diese Zeitreisegeschichte wirklich noch so cool ist wie sie klingt. Doch dabei kommt der sogenannte Anker, für Peri wurde Jack eingeteilt, ins Spiel. Er soll die verlorenen Erinnerungen wieder herstellen und die, durch die Zeitreise entstandene, zweite Zeitlinie löschen. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt - und so verführerisch diese Möglichkeit auch klingen mag, so hat sie doch auch ihre Schattenseiten, was Peri spätestens dann klar wird, als ihre scheinbar heile Welt in tausend kleine Teile zerbricht. Doch damit nicht genug, denn zudem verdächtigt man sie der Korruption. Schmerzlich enttäuscht, sieht Peri nur noch einen Ausweg und nimmt ihr Schicksal in die eigene Hand. Doch wem kann sie überhaupt noch vertrauen, wenn selbst die Erinnerungen, die ihre eigenen zu sein scheinen, offenbar doch nicht ihr gehören? Wenn ihr Unterbewusstsein ein rotes Lämpchen aufleuchten lässt und sagt, dass hier etwas ganz und gar nicht in die richtig Richtung läuft? Als dann noch Silas, ein Mann aus ihrer vergessenen Vergangenheit, auftaucht, ist das Chaos perfekt. Ist Opti am Ende vielleicht doch nicht die Organisation, für die Peri sie immer gehalten hat? Mehr und mehr Fragen werden im Verlauf dieser eng verwobenen Handlungsstränge rund um Peri aufgeworfen, wobei man immer tiefer in die Materie Opti eindringt. Besonders gelungen fand ich hier die Sichtwechsel, sodass nicht nur einseitig berichtet wurde, sondern sich der Leser quasi in einer "allwissenden" Position befand, was das miträtseln wesentlich nah- und greifbarer machte. Denn im Verlauf werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt, die ich so niemals erwartet hätte. Anfangs können die vielen Namen durchaus verwirrend wirken, doch hat der Leser erst einmal ein Bild von den Personen im Kopf und versteht deren Beweggründe, ist es ein Leichtes, sich genau in diese Personen hineinzuversetzen. Dadurch, dass Jack regelmäßig Peris Erinnerungen verändert oder fragmentiert, sind die Leser Peri immer ein kleines Stück voraus. Wobei diese Löschungen und Fragmentierungen doch das eine oder andere Mal gestört haben. Immerhin fing die Story dann gefühlt von Null an, obwohl sie ja eigentlich weitererzählt wurde - wobei dann leider auch das eine oder andere Mal Wiederholungen auftraten - wobei diese wiederum dafür sorgten, dass man gewisse Personen wesentlich besser einschätzen und vertrauen konnte. Letzten Endes ist die Geschichte quasi ein Puzzle, das durch den Leser selbst zusammengesetzt werden muss. Wodurch dann die wahren Ziele der einzelnen Personen, zum Teil auch Personen, die man so gar nicht leiden konnte, aufgedeckt. Dies kann sowohl positiv als auch negativ gedeutet werden, wodurch sich auch Peri in der Geschichte wesentlich weiterentwickelt, so wie fast alle Personen in diesem Buch. Diese sind so vielschichtig und undurchdringbar, dass erst gegen Ende des Buches ein ganzes Puzzle zu erkennen ist und sich alles zu einem Ganzen fügt. Besonders das Ende hat mich verblüfft. Wendungen, die ich niemals für möglich gehalten habe, sind eingetreten und doch muss ich mit Kim Harrison meckern. DAS KANN DOCH NICHT DAS ENDE SEIN?! Trotz allem wird mir diese Wendung wohl noch lange in Erinnerung bleiben - Opti sollte meiner also nicht habhaft werden. Sie würden Dinge erfahren, die ich gar nicht wissen sollte/kann... ihr wisst schon, was ich meine. Auf den 600 Seiten ist so viel passiert, dass mein Gehirn wohl noch eine Weile für die Verarbeitung brauchen wird (Wo ist Silas, wenn man ihn braucht?!). Letzten Endes hat mir besonders die Message super gefallen: Nur weil jemand dein Freund ist, bedeutet das nicht, dass er dich auch als Freund sieht. Man sollte sich also immer genau aussuchen, wem man was erzählt, bzw. sich immer gut vor Augen führen, wer wirklich treu hinter einem steht und wer dies nur vorgibt. Ich kann nur jedem wärmsten empfehlen, dieses Buch zu lesen.

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Meine Meinung/Fazit: Die Zeitagentin ist der erste Teil der neuen Reihe von Bestsellerautorin Kim Harris, die schon mit ihrer Reihe "Rachel Morgan" einen weltweiten Erfolg feiern durfte. Mit "Die Zeitagentin - Ein Fall für Peri Reed“ starte Autorin Kim Harrison einen neuen Reihenauftakt und kommt wieder aus dem Hause Random House und wird bei Heyne Verlag vertrieben. Das Cover zeigt die Silhouette einer jungen Frau, welche die Agentin Peri Reed auf einer verlassenen Straße in einer Großstadt zeigt. Und wenn man etwas genauer hinschaut sieht man eine gespiegelte Stadtsilhouette. Die Geschichte spielt in Detroit im Jahr 2030 und Hauptprotagonistin ist Peri Reed, die junge und attraktive Frau. Peri ist nicht wie andere, etwas macht sie besonders und sie ist auch nicht die einzige. Sie hat eine besondere Fähigkeit oder sollte ich es Gäbe nennen, welche sie etwas ganz außergewöhnliches machen lässt. Sie kann durch ihre Fähigkeit eine gewisse Zeit in die Vergangenheit zurück springen. Durch ihre Fähigkeit arbeitet Peri für eine Geheime Organisation - Opti. Die Organisation arbeitet mit etlichen von "Zeitagenten" wie Peri, die die beste ist und ihre Mission ist es, gefährliche Kriminelle aufspüren und unschädlich machen. Allerdings sind diese "Zeitsprünge" der Agenten nicht ohne Folgen, denn alles hat seinen Preis. Jeder Zeitagent hat einen sogenannten "Anker" zur Seite, da nach jedem Zeitsprung ein Teil des Gedächtnis gelöscht wird. An dieser Stelle kommt dann der Partner bzw Anker ins Spiel, welcher dem jeweiligen Agenten dabei helfen die entstandenen Lücken wieder zu schließen und sich wieder an vergangenes zu erinnern . Doch als eines Tages anscheinend etwas schiefgelaufen ist wird die junge Agentin Peri Reed der Korruption beschuldigt und soll die Geheime Organisation "Opti" verraten haben. Von nun an ist Peri nicht mehr die Jägerin, jetzt ist sie die Gejagte. Sie möchte ihre Unschuld beweisen und trifft auf ihrer Flucht den jungen und gutaussehenden Mann Silas. Auch Silas scheint eigentlich mehr zu wissen, als er Peri sagt. Wird es der jungen Zeitagentin gelingen ihre Unschuld zu beweisen oder war sie vielleicht doch korrupt und kann sie nur nicht mehr daran erinnern? Oder steckt da vielleicht sogar etwas ganz anderes dahinter? Und was ist mit Silas, kann sie ihm überhaupt vertrauen, einen Fremden? Oder ist Silas ihr gar nicht so fremd wie es scheint? Was ist mit Jack, dem sogenannten Anker von Peri, kann sie ihm vertrauen? Autorin Kim Harris zeigt auch hier wieder einen flüssigen Schreibstil. Die Grundidee von Peri und ihrer Fähigkeit 40 Sekunden in der Zeit zurückzuspringen zu können finde ich eigentlich gar nicht mal so schlecht. Hier merkt man schon ein Unterschied zu anderen Zeitreise- Romanen. Hauptprotagonistin Peri Reed kommt mir sympathisch und relativ real vor. Auch die Nebenfiguren wurden von der Autorin gut und interessant dargestellt. Was für mich jedoch teilweise etwas verwirrend war und ich dann hin und wieder so meine Probleme hatte waren die diversen Zeitsprünge und die daraus resultierenden Gedächtnislücken. Zum Teil war es, wie ich finde etwas mühsam dem ganzen Wirrwarr zu folgen. Dennoch konnte die Spannung, auch bei den etwas langatmigen Stellen in der Geschichte aufrecht erhalten. Autorin Kim Harrison gelingt es den Leser voller Spannung durch die Geschichte zu führen ohne das Interesse an dem Roman, wobei ich es eher als ein Mix aus Dystopie und Thriller beschreiben würde. Zwar konnte mich "Die Zeitagentin- Ein Fall für Peri Reed" nicht voll und ganz überzeugen, dennoch haben mir die Zeitsprünge mit Peri etliche schöne Lesestunden beschert. Und natürlich möchte ich auch auf jeden Fall noch mehr erfahren, wie zum Beispiel welche Rolle Silas wirklich spielt und weiter würde mich auch interessieren wie es mit der Organisation Opti weiter geht und brennend interessiert mich na klar, wer hinter den Intrigen steckt und die Beweggründe. Fazit: Mit zu hohen Erwartungen sollte man an diesen Auftakt der Trilogie nicht heran gehen. Anfangs ein etwas mühsamer Einstieg, langatmig und leicht verwirrend, dennoch hat "Die Zeitagentin" von Autorin Kim Harrison durchweg Spannung und ist voller Action- Szenen die den Leser fesseln. Peri Reed, Silas und Jack etc. haben mich auf jeden Fall noch neugierig auf den nächsten Teil der Reihe gemacht und ich bin schon jetzt gespannt wer ein falsches Spiel spielt. Von mir bekommt dieser Auftakt der neuen Zeitagentin- Reihe von Kim Harrison 3,5 von 5 möglichen Sternen. An dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön an Bloggerportal, Random House und Heyne Verlag, welche mir ein Exemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Rezension – Die Zeitagentin: Ein Fall für Peri Reed – Kim Harrison – 640 Seiten – Broschiert – Reihe – 14,99€ – ISBN 9783453317307 – Heyne – 11. April 2016 Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar! Näheres zum Buch und zur Reihe erfahrt ihr hier: http://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Zeitagentin-Ein-Fall-fuer-Peri-Reed/Kim-Harrison/e491706.rhd Der Inhalt: Peri Reed ist jung, sexy und tough. Doch das ist nicht das Beste an ihr! Was sie einzigartig macht, ist ihre Gabe: Peri kann vierzig Sekunden in der Zeit zurückspringen und die Vergangenheit verändern. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn man für eine staatliche Geheimorganisation arbeitet, die Jagd auf die gefährlichsten Kriminellen der USA macht. Bis Peri eines Tages der Korruption verdächtigt wird und fliehen muss. Plötzlich zur Staatsfeindin Nummer eins geworden, ist sie fest entschlossen, ihre Unschuld zu beweisen und die Drahtzieher dieser Verschwörung ausfindig zu machen. Doch Peri kann niemandem mehr vertrauen – nicht einmal dem Mann, den sie liebt. Das Cover: ...gefällt mir gut. Es passt gut zur Geschichte und auch zum Genre. Es sieht nach Action, Spannung, aber auch irgendwie fantasievoll aus durch die Farben. Zur Grundidee passt das Cover auf jeden Fall sehr gut. Der Schreibstil: ...ist im Grunde flüssig und spritzig. An Spannung fehlt es diesem Buch eigentlich nicht, dafür aber irgendwie an einer klaren Struktur. Leider wiederholt sich die Autorin öfter, wodurch sich die Story ab einem gewissen Punkt ganz schön zieht. Auch die Perspektivwechsel waren für mich manchmal verwirrend. Meine Meinung: Das ist das erste Buch der Autorin, das ich lese. Und ich muss gestehen, dass mir der Einstieg nicht ganz leicht viel. Am Anfang ist die Story ziemlich verwirrend, aber ich habe mich doch recht schnell zurecht gefunden. Die Idee, die hinter dem Grundkonzept steckt, konnte mich schließlich von der Geschichte überzeugen. Die Story beginnt spannend und bleibt es auch, das liegt vor allem daran, dass ich – wie Peri – einfach keine Idee hatte, welche Figur denn nun welche Pläne verfolgte. Die Autorin schafft es ihre Leser so zu verwirren, dass man wirklich keine Ahnung hat und so der Auflösung entgegen fiebert. Die Charaktere haben mir eigentlich echt gut gefallen, allerdings hat mir der Tiefgang ein wenig gefehlt. Ich habe das Gefühl, dass Kim Harrison sich bei dieser Geschichte eher auf den Handlungsablauf, als auf ihre Figuren konzentriert hat. Dadurch fiel es mir doch schwer, eine richtige Beziehung zu ihnen aufzubauen. Sie sind mir zwar sympathisch, aber ich konnte mich einfach nicht wirklich in sie hineinversetzen. Aber vielleicht folgt das in den nächsten Bänden, denn die Grundidee ist wirklich super. Allerdings bin ich mit dem meckern noch nicht am Ende. Zwischendurch schien es mir die Geschichte sehr langatmig, weshalb ich das Buch ein paarmal aus der Hand gelegt habe. Durch die vielen Wiederholungen zieht sich die Story einfach ganz schön, über 600 Seiten sind für das, was passiert ist, einfach ein bisschen viel. Ich wiederhole mich, aber die Idee hat mir aber sehr gut gefallen, weshalb ich die Folgebände (ich gehe zumindest davon aus, dass es noch weitere Bücher geben wird) dennoch lesen werde. Fazit: „Die Zeitagentin“ ist das richtige Buch für alle, die es gern actionreich und spannend mögen. Die Story hat mich richtig fasziniert und die Grundidee dazu ist es allemal wert, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Leider war es an manchen Stellen aber doch sehr langatmig. Ich vergebe 3 / 5 Leseeulen!

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Die Agentin Peri Reed besitzt eine besondere Gabe, denn sie kann bis zu vierzig Sekunden in die Zeit zurückspringen und so die Vergangenheit verändern. Diese Fähigkeit hat Peri Reed bei manch schwierigen Einsätzen schon das eine oder andere Mal das Leben gerettet. Sie jagt voller Eifer die gefährlichsten Kriminellen, doch eines Tages wird sie selbst der Korruption verdächtigt und so setzt Peri alles daran, ihre Unschuld zu beweisen. Die Verschwörung scheint jedoch tiefer zu reichen als erwartet und Peri kann absolut niemanden mehr vertrauen… Kim Harrison ist vor allem durch die „Rachel Morgan“ Reihe vielen Lesern und Leserinnen bekannt. Auch ich habe schon einige Bände eben dieser Reihe gelesen und hatte dementsprechend bestimmte Erwartungen an die Autorin. Die Idee, die hinter dem Roman steckt und auch das Zeitspring-System finde interessant und gut durchdacht, denn der Roman hebt sich definitiv von anderen Zeitreiseromen ab. Die Agentin kann nicht in andere Epochen zurückspringen und dort interagieren, sondern lediglich wenige Sekunden, sodass sie sich aus prekären Situationen retten kann und so beispielsweise ihren tot verhindern kann. Die Protagonistin kann also praktisch eher hüpfen als springen. Das Zeitspringen hat jedoch auch ihren Preis und so ist es möglich, dass Peri nach dem Zeithüpfen Tage, Wochen, Monate oder sogar auch Jahre vergisst. Jedem Zeitagenten ist jedoch ein Anker zugewiesen und diese Person versucht den Zeithüpfern nach einem Zeitsprung zu helfen sich an das Vergessene zu erinnern und Klarheit zu verschaffen. Insgesamt gelingt es der Autorin dem Ganzen eine durchaus realistisch und glaubwürdige Note zu verleihen und es wirkt absolut nicht märchenhaft oder kindisch. Durch die vielen Intrigen und auch durch die vielen Zeitsprünge trägt Peri einige Gedächtnislücken davon, sodass ich manchmal einfach nicht wusste, wo mir wirklich der Kopf steht. Ich konnte einfach nicht einschätzen wer wirklich zu den Bösewichten gehört und wer nicht, dies hat mich immer wieder zum Mitfiebern und Miträtseln angeregt. Über fehlende Spannung konnte ich mich daher nicht Beschwerern. Leider konnten mich hingegen die Charaktere absolut nicht überzeugen und so konnte ich die Geschichte leider kaum genießen. Die Geschichte wurde einmal aus der Sicht von Peri geschildert und aus der Sicht des männlichen Protagonisten Silas. Durch die Perspektivwechsel erhält man einen recht guten Überblick über die Gedanken der beiden Figuren. Peri wird durchaus als taff dargestellt, was zu erwarten war, da ein kleines Mädchen absolut nicht zu der Rolle der Zeitagentin passt. Peri hat daher eher einen Hang zum Selbstmörderischem und liebt die Gefahr. Sie genießt die Macht in gewisser weise und liebt den Kick. Silas stellt Peri jedoch immer als absolute Tussi dar und dies war extrem anstrengend und oft habe ich es auch einfach nicht verstanden. So beschwert er sich beispielsweise bei einer anderen Figur, dass er Peri immer die Tür aufhalten muss, dies ist aber zuvor in keiner einzigen Szene vorgekommen und Peri ist es durchaus gelungen als Erste einen Raum zu verlassen oder zu betreten und eine Tür zu öffnen. Des Weiteren betont Silas immer, wie wichtig Mode für Peri ist und, dass sie einiges an Geld dafür ausgibt. Peri macht sich jedoch kaum Gedanken über ihr Aussehen. Sie erwähnt vielleicht stellenweise, dass ihre Kleidung viel zu verschmutz und dreckig ist. Ihre Gedanken werden aber einfach nicht, so wie Silas es darstellt, von den aktuellen Modetrends beherrscht. Diese widersprüchlichen Darstellungen habe ich als sehr anstrengend empfunden und sie haben mir durchaus etwas von meiner Leselust genommen. Die Autorin hätte sich schlussendlich einfach für eine Darstellung entscheiden müssen. Insgesamt hat mir die Idee rund um die Zeitreise absolut gefallen und Kim Harrison verleiht dem Zeitspringen eine gewisse erwachsenere Note. Die Figuren konnten mich hingegen absolut nicht begeistern, da die Charakterbeschreibungen einfach zu widersprüchlich waren.

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Der Roman spielt zum größten Teil im Jahr 2030 und ist, auch aufgrund der weiterentwickelten Technik und des Zeitspringens, wahrscheinlich in den Bereich Science-Fiction einzuordnen. Ich bin wahrlich kein großer Sci-Fi-Fan, aber da Technik hier ein Hilfsmittel und nicht Handlungsgegenstand ist, habe ich mich dennoch in die Welt von Peri Reed gewagt. Mit über 600 Seiten hat Kim Harrison kein Buch geschrieben, das man "mal eben" liest und auch die Handlung fordert die Aufmerksamkeit des Lesers voll ein. Denn wenn Peri springt, hat sie hinterher einen Teil ihrer Erinnerungen verloren und muss sich auf das verlassen, was ihr "Anker" ihr erzählt und wiederbringt - auch der Leser vertraut immer wieder dem, was er zu wissen meint und muss so, zusammen mit Peri, des öfteren neu anfangen. Auch wenn dies anstrengend klingt, ist es eher eine Herausforderung. Der Lesefluss ist durchweg gut, weil es der Autorin gelingt, das Interesse des Lesers wach zu halten und genug Spannung aufzubauen, dass man Teil des Geschehens wird und bleibt. Die Protagonisten sind lebensecht charakterisiert, ob gut oder böse, wenn auch nicht mit sonderlich viel Tiefgang, was mir bereits bei einigen amerikanischen Autoren aufgefallen ist - aber das stört hier nicht. Insgesamt habe ich einige unterhaltsame, spannende Stunden mit Peri Reed verbracht, deren Geschichte nicht dem landläufigen Roman, sondern eher einem spannenden Agententhriller entspricht.

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Die toughe Peri Reed hat eine ganz besondere Begabung, als Zeitagentin bei der Regierungsorganisation OPTI besitzt sie die seltene Fähigkeit bis zu 40 Sekunden in die Vergangenheit zu springen und diese dabei zu ihrem Vorteil zu verändern. Doch das Springen hat leider einen entscheidenden Nachteil und als Peri plötzlich der Korruption verdächtigt wird, fällt es ihr schwer zu entscheiden wem sie noch vertrauen kann. Selbst ihr Partner Jack scheint etwas vor ihr zu verheimlichen. Ich hatte am Anfang des Buches so meine Schwierigkeiten mich so richtig auf die Geschichte einzulassen. Die Art wie Peri springt und welche Konsequenzen das hat ist ein klein wenig kompliziert, zumindest habe ich das so empfunden. Denn um ihre geistige Gesundheit bei diesen Sprüngen nicht zu verlieren sind allerhand Maßnahmen sowie ihr Partner - der Anker - nötig. Das ganze System ist sehr interessant wenn man es einmal verstanden hat und es sorgt für allerlei Schwierigkeiten und Wirrungen in Peris Leben die mir gut gefallen haben und das Buch doch sehr spannend gemacht haben. Vielleicht fiel es mir etwas schwer weil lange Zeit der Leser wesentlich mehr weiß als Peri selbst. Dadurch hatte ich irgendwie ein klein wenig das Gefühl ein bisschen gebremst zu werden bis Peri irgendwann mal auf dem selben Stand war wie der ich. Das passte zwar irgendwie zur Geschichte und auch zum Thema der Zeitreisen und deren Schwierigkeiten, doch ich habe einfach gebraucht bis ich das akzeptiert habe. Im Laufe der Geschichte habe ich das allerdings dann nicht mehr so empfunden weil einfach immer mehr Verrat und Dinge aus der Vergangenheit ans Licht kamen die der Geschichte Spannung verliehen haben. Ein wenig hätte man das Buch aber sicher kürzen können denn die 640 Seiten ziehen sich an manchen Stellen eben doch ein bisschen. Peri als Charakter mochte ich eigentlich ganz gerne, Sie ist definitiv keine 2. Rachel Morgan, aber sie ist eine toughe und gefährliche Frau die zwar ein paar nervige Allüren als Agentin hat, die mich jedoch nur am Rande gestört haben. Auch die anderen Charaktere wie Allen, Jack und Silas mochte ich ganz gerne, sie waren jedoch nicht unbedingt sympatisch. Lediglich Silas konnte ich noch etwas abgewinnen so wie einigen Nebencharakteren. Es werden im Buch letztendlich fast alle aufkommenden und wirren Vergangenheits - und Korruptionsereignisse aufgedeckt und das Buch endet mit einem kleinen Cliffhanger das mich neugierig macht auf Band 2. Eine am Anfang ein wenig komplizierte Geschichte über zeitreisende Agenten, korrupten Machenschaften innerhalb eine geheimnisvollen Organisation und einer toughen Agentin die entscheiden muss, wem sie vertrauen kann und wer nur seinen eigenen Vorteil im Sinn hat. Nachdem man sich in der Geschichte richtig zurecht gefunden hat, liest sich das Buch flüssig auch wenn es ein paar kleinere Längen gab. Ich hoffe der im Englischen im Herbst erscheinende 2. Band wird bald übersetzt.

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Die Zeitagentin war mein erstes Buch von Kim Harrison. Das Cover sieht schick aus und der Klappentext versprach eine spannende Zeitreisegeschichte. Der Einstieg in die Geschichte war etwas wirr, aber spannend und aus diesem Grund gefiel mir das Buch anfänglich echt sehr gut. Ich bin schließlich ein großer Zeitreisegeschichten Fan und weder Thrillern noch Krimis abgeneigt. Ich mag spannende Storys bei denen man nie weiß wer Freund und Feind ist und als Leser immer wieder überrascht wird…das alles versprach das Buch. Auch Kim Harrisons Schreibstil ist gut zu lesen. Leider blieb es aber nicht bei dem spannenden Auftakt, sondern die Geschichte wurde ziemlich schnell sehr farblos. Die Protagonistin macht nichts anderes als ihre Erinnerungen zu suchen, dass scheitert…wieder Erinnerungen suchen, das scheitert…Ach, und zwischendurch tauchen unglaublich viele Personen auf, die überhaupt keinen tieferen Sinn haben…und ebenso farblos bleiben wie die Gesichte. Wie ich schon sagte, wiederholte sich stellenweise immer wieder und wieder und wieder… Zusätzlich blieb es wirr …beziehungsweise wurde im weiteren Verlauf immer wirrer und nicht weil der Plot so komplex war, sondern einfach nur wirr. Ständige Perspektivenwechsel machen es da auch nicht unbedingt besser. Zwischenzeitlich musste ich das Buch aus der Hand legen, weil ich überhaupt nicht damit zu recht kam und nur mit Müh und Not habe ich es zu Ende gelesen. Wobei ich nicht einmal genau sagen kann warum…Vielleicht hatte ich die Hoffnung, dass es der Autorin gelingen würde so ihrem spannenden Anfang zurück zu kehren…und natürlich muss ich immer wissen was genau dahinter steckt. Ich bin glaube ich einfach zu neugierig um auf das Ende eines Buches zu verzichten. Auch mit Peri kam ich nicht so wirklich zu recht. Ich fand sie jetzt nicht so taff, wie im Klappentext versprochen wird…sondern irgendwie hatte ich mehr von ihr erwartet. Klar, sie muss ein gewisses Maß an Taffheit für das Leben haben, dass sie führt…aber ich erwarte einfach mehr… Fazit: Puh…schwierig. Sagen wir es mal so, ich habe noch ein weiteres Buch von Kim Harrison ungelesen im Regal stehen und ich denke dort wird es auch vorerst ungelesen bleiben.

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