Leserstimmen zu
Die Fliederinsel

Sylvia Lott

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Schreibstil Es war mal wieder Zeit für etwas leichte Lektüre, da meine Konzentration gerade nicht sonderlich gut ist. "Die Fliederinsel" von Sylvia Lott kam da ganz gelegen, denn der Schreibstil der Autorin ist sehr einfach gehalten, was einen sofort in die Geschichte katapultiert. Mit vielen interessanten geschichtlichen Fakten verbindet die Autorin in "Die Fliederinsel" mit einer lockerleichten Familiengeschichte. Sie wechselt zwar zwischen Vergangenheit und Gegenwart, doch nimmt die Zeit um 1938 einen viel größeren Raum ein und verdrängt ein wenig die kleine Geschichte der Gegenwart. Mir hat dies aber gut gefallen, da ich in den meisten Büchern dieses Genres die Vergangenheitssicht eh bevorzuge. So war es auch hier. Charaktere - Ruth - Ruth ist Jüdin und lebt zu Beginn dieser Geschichte mit ihrem Mann noch in Berlin. Das Leben ist schwer, obwohl sie beide nicht gerade arm sind und bis dahin eigentlich ein angenehmes Leben geführt haben. Urplötzlich ändert sich alles und Ruth und Jakob beschließen zu fliehen - eine gute Idee, nur wo soll es hingehen? Während Jakob noch auf eine Einreiseerlaubnis aus Amerika wartet, will Ruth zu ihren Verwandten nach Dänemark, doch auch dies erweist sich als recht schwierig. Als die beiden es dennoch schaffen, erwartet sie ein ganz anderes Leben ... Ein Leben in Armut und ein Leben auf der Flucht ... Ruth selbst ist eine Künstlerin. Sie malt und illustriert und ist eine sehr starke Persönlichkeit. Beinahe die gesamte Geschichte verliert sie ihren Sinn für das "Schöne" nicht, obwohl sie selbst diese düstere Zeit miterlebt hat. Das habe ich an ihr bewundert, allerdings fehlte mir zu ihr eine gewisse emotionale Bindung. Ich hatte Mitgefühl mit Ruth und ihrer Geschichte, fand sie interessant und toll charakterisiert, doch es war schade, dass ich keine richtige Nähe zu ihr habe aufbauen können. - Jakob - Jakob ist Ruths Mann und er ist selbst Künstler. Er schreibt und ist ein sehr aufgeschlossener Mensch. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, dass Ruth und er nicht so recht zusammenpassen wollen und daraus hat sich eine gewisse Abneigung entwickelt. - Celia - Celia ist die Urlauberin aus der Gegenwart, die in das Ferienhaus kommt und von der Vermieterin nach und nach Ruths und Jakobs Geschichte erfährt. Celia selbst bleibt nur Nebenfigur, als Leser erfahren wir so gut wie nichts über sie, was ich ein klein wenig schade fand. Meine Meinung "Die Fliederinsel" ist ein Buch, das durch den leichten Schreibstil und der interessanten Thematik sofort in den Bann zieht. Zu Beginn begleiten wir Celia, die nach Dänemark kommt und in dem Ferienhaus, das auch für sie eine Bedeutung zu haben scheint, ein altes Bild finde. Sie fragt bei der Vermieterin nach und bekommt sofort bereitwillig die Geschichte von Ruth und Jakob erzählt. Diese Geschichte ist das Kernstück dieses Romans. Ich muss sagen, dass es mir zu Beginn etwas zu flott ging, denn die Gegenwartssicht wird schnell abgehandelt, um endlich mit der Hauptgeschichte anzufangen zu können. Letztendlich fand ich dies jedoch passend, da ich in den meisten Büchern dieses Genres die Vergangenheitssicht eh viel aufregender finde. So war es auch hier. Ruths Geschichte ist tragisch. Sie beginnt kurz vor dem zweiten Weltkrieg und erzählt ihre Flucht aus Deutschland und der Suche nach einem neuen Leben. Interessant fand ich hier die geschichtlichen Fakten, die Sylvia Lott geschickt eingebaut hat. Es war spürbar, wie intensiv sie sich mit der Thematik auseinandergesetzt hat. Ich habe beim Lesen einiges lernen können. Unter anderem, wie die damalige Situation in Dänemark war und wie mit Juden in anderen Ländern umgegangen wurde. Es war schön, hier auch eine menschliche Seite zu sehen und zu erfahren, dass es damals auch Mitgefühl und ehrlichen Zusammenhalt gab. Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen. Zwar habe ich schon geahnt, wohin sich alles entwickelt, aber das hat dem Lesegenuss keinen Abbruch getan. Das Ende und die Überleitung zur Gegenwart fand ich gelungen und ich habe das Buch mit einem guten Gefühl zuschlagen können! Fazit "Die Fliederinsel" ist ein interessante Einblick in die Zeit vor und während des zweiten Weltkrieges. Ruths und Jakobs Geschichte konnte mich zwar emotional nicht direkt berühren, aber ihre Flucht, die Suche nach einem neuen Leben und die ganzen Hürden, die sie meistern müssen, um endlich "anzukommen" konnten mich in den Bann ziehen!

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Inhalt In ihrem Ferienhäuschen auf der idyllischen dänischen Insel Fünen entdeckt die Urlauberin Celia ein wunderschönes Fliedergemälde, das seit Jahrzehnten als verschollen galt. Ihre Vermieterin ist beim Anblick des Bildes tief bewegt und erzählt Celia die Geschichte ihrer Mutter, der jüdischen Malerin Ruth Liebermann. Im Jahr 1938: Das frisch verheiratete Paar Ruth und Jakob Liebermann muss aus Berlin fliehen, auf Fünen finden die beiden im ehemaligen Sommerhaus von Ruths Familie Zuflucht. Trotz der schwierigen Situation erleben sie glückliche Jahre, Ruth kann mit ihrer Passion, dem Malen, sogar die Familie ernähren. Als sie erneut zur Flucht gezwungen sind, müssen Ruth und Jakob die folgenschwerste Entscheidung ihres Lebens treffen … (Quelle: Bloggerportal ) Meine Meinung Zuerst möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Celia hat ein Bild von einem Ferienhaus aus Fünen in den Erinnerungen ihrer Familie gefunden und möchte dort gerne hin. Sie recherchiert und findet schließlich exakt das Haus – ihr Mann und ihr Sohn möchten sie nicht begleiten, weswegen sie den Weg allein antritt. Sie fühlt sich dort in Dänemark sehr wohl und schließt ihre Vermieterin, Inger, ins Herz. Als sie durch einen Zufall ein Bild entdeckt und es zu Inger bringt, ist diese zuerst sprachlos und erzählt dann ihre Geschichte. Die Geschichte zu dem Fliederbild und die Geschichte ihrer Familie…die sie auch mit einem Familienmitglied wieder versöhnt. Celia scheint ein unglaublich netter und einfühlsamer Mensch zu sein, der sehr an der Geschichte der eignen Familie und die ihrer Mutter interessiert zu sein scheint. Das gibt es heute wirklich selten. Inger ist eine wirklich gute Erzählerin und da bleibt Celia auch nichts anderes übrig, als gespannt zu lauschen. Leider fand ich es etwas schade, das Celias Geschichte sehr in den Hintergrund gedrängt wurde, da Ruths Geschichte so umfangreich behandelt wurde. Man erfährt zwar was über Celia, aber sie blieb schon etwas farblos im Gegensatz zu Inger, Ruth und den anderen Charakteren. Ruth ist mit dem älteren Autor Jakob liiert, beide haben jüdische Wurzeln und fühlen sich in Deutschland nicht mehr wohl. Jakob möchte das Land nicht verlassen, weil er es als seine Heimat ansieht, und eine Auswanderung würde nur in die USA in Frage kommen. Ruth dagegen drängt auf einen Länderwechsel und schlägt Dänemark vor – dort hat sie Verwandte und die beiden hätten gute Startbedingungen, da Ruth ein kleines Häuschen auf Fünen gehört. Als es schließlich immer schlimmer wird, fiehen sie 1938 nach Fünen und dort entdeckt Ruth ihre Leidenschaft zur Malerei, der Flieder hat es ihr angetan und sie hat schnell Erfolg. Als Töchterchen Ingrid auf die Welt kommt, ist das Familienglück perfekt, doch 1943 erreicht die Judendeportation auch Dänemark und das Ehepaar muss wieder fliehen – neues Ziel wird Schweden. Ingrid lassen sich bei Svea und ihrem verlobten Erik und die beiden lieben das Mädchen wie eine eigene Tochter. Aus Ingrid wird Inger und sie wird eine waschechte Dänin, und als die Eltern 24 Monate später zurückkommen, erkennt Inger sie nicht mehr…. Ich habe mit Ruth gelitten – sie möchte nur das Beste und wird immer wieder von Jakob sabotiert. Er will sich nicht ihren Plänen fügen und geht immer gegen an. Ruth verdient lange alleine den Unterhalt und er dankt es ihr mit keinem Wort. Ich freue mich aber sehr, das sie am Ende doch noch glücklich geworden ist. Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisprobleme lesen kann. Erzählt wird aus der Sicht von Celia und Ruth, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, was ich liebe – man lernt zwei Frauen kennen, die unterschiedlicher nicht sein können. Zwei Generationen, die eine ungeahnte Verbindung haben… Im letzten Jahr habe ich „Die Inselfrauen“ gelesen und habe dort die fehlende Spannung bemängelt – hier ist Spannung vorhanden von Seite 1 bis zum Ende. Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen und habe es in einem Zug durchgelesen. Die Thematik ist sehr gut recherchiert und ich finde dieses Buch bringt einem das Thema Nationalsozialismus und Judendeportation viel näher als jeder Geschichtsunterricht. Man hat das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein und mit Ruth den schweren Weg zu gehen. „Die Fliederinsel“ ist eines meiner Lieblingsbücher geworden und ich werde die Geschichte nie vergessen können. Vielen Dank für dieses überragende Buch, Sylvia Lott. Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung. 🌟🌟🌟🌟🌟 Sterne

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Hinter diesem lieblichen Buchtitel verbirgt sich ein packender Roman rund um ein jüdisches Paar auf der Flucht vor den Nazis. Ruth und Jakob Liebermann sind frisch verheiratet und leben in Berlin, sie arbeitet als Modezeichnerin, er feiert erste Erfolge als Autor von Theaterstücken. Doch die Herrschaft der Nationalsozialisten bringt sie immer mehr in Bedrängnis und nach der Reichskristallnacht bittet Ruth Jakob inständig, mit ihr nach Dänemark zu flüchten, denn auf der dänischen Ostseeinsel Fünen hat Ruths Familie ein kleines Sommerhaus. Jakob gibt Ruths Drängen nur zögerlich nach, zu sehr hängt er an dem Leben in der Großstadt. Doch schließlich verlassen beide Deutschland in Richtung Dänemark. Auf Fünen, wo Ruth die Sommer ihrer Kindheit verbracht hat, werden die beiden herzlich aufgenommen und erfahren viel Hilfsbereitschaft, vor allem durch ihre Nachbarsfamilie Larsson. Nach und nach gelingt es Ruth, das Sommerhaus in ein Heim zu verwandeln. Die herrliche Fliederblüte, für die Fünen bekannt ist, inspiriert sie zu wundervollen Bildern und so macht sie sich allmählich einen Namen als Malerin und kann mit ihren Gemälden schließlich sogar den Lebensunterhalt für ihre kleine Familie bestreiten. Auf Fünen wird nämlich aus dem Ehepaar Liebermann die Familie Liebermann, denn hier kommt Tochter Ingrid zur Welt, ausgerechnet an dem Tag, als der Zweite Weltkrieg ausbricht. Zunächst hat dieser allerdings nur wenig Auswirkungen auf das friedliche Inselleben. Doch der Widerstand der Dänen gegen die Nazis wächst, immer mehr Juden suchen hier Zuflucht und so gibt es schließlich immer mehr Aufstände und Protestaktionen im „Musterprotektorat“. 1943 kommt es zu einer groß angelegten, nächtlichen Aktion der Nazis, bei der alle Juden in Dänemark „festgesetzt“ werden sollen. In letzter Minute gelingt Ruth und Jakob die Flucht nach Schweden, doch ihre Tochter Ingrid müssen sie schweren Herzens bei den Larssons zurücklassen. Erst nach Kriegsende ist die Familie wieder vereint, aber das Wiedersehen verläuft alles andere als erhofft. Dieses Zitat aus dem Buch beschreibt die Situation meiner Meinung nach sehr gut: „Ich hab immer nur bis zum Ende des Krieges gedacht“, sagte Ruth unvermittelt. „Irgendwie hab ich geglaubt, wenn der Krieg vorbei ist und die Nazis besiegt sind, dann wird auf einen Schlag alles gut, wunderbar und herrlich. Wir werden wieder eine glückliche Familie sein und überhaupt… Ich hab durchgehalten. Aber jetzt sind meine Reserven verbraucht. Mir fehlt die Kraft.“ Jahrzehnte später mietet die Deutsche Celia das Sommerhaus, nachdem sie sich auf einem Foto in das schmucke Gebäude verliebt hat. Vor Ort findet sie nicht nur ein verschollen geglaubtes Fliederbild von Ruth Liebermann, sondern kommt auch einem Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit auf die Spur. Mich hat dieser Roman von der ersten Seite an gefesselt. Durch die wechselnden Perspektiven und die zwei Zeitebenen verliert die Geschichte nie an Spannung, im Gegenteil: So manches Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der es absolut unmöglich macht, das Buch aus der Hand zu legen. Ich habe mit Ruth gemeinsam gebangt, gelitten, geweint und gelacht. Ich vermeinte, den Duft des Flieders zu riechen und für mich steht nun fest, dass ich unbedingt selbst mal nach Fünen reisen muss. Darüber hinaus habe ich aber auch jede Menge gelernt. Denn ich muss gestehen, dass ich vorher absolut keine Ahnung von der Rolle Dänemarks im Zweiten Weltkrieg hatte. Noch viel weniger wusste ich von der beispiellosen Rettungsaktion, in der viele Dänen ihre jüdischen Mitmenschen vor dem Zugriff der Nazis gerettet haben. Wie ich dem Nachwort der Autorin entnehmen konnte, ist diese Aktion in Skandinavien hingegen nicht nur allgemein bekannt, sondern nahezu legendär und identitätsstiftend. Immerhin haben 99 Prozent der Juden in Dänemark diese schreckliche Zeit überlebt und das nicht zuletzt auch dank der großen (aber nicht immer selbstlosen) Unterstützung durch die dänische Bevölkerung. Allerdings teilten viele der damaligen Flüchtlinge das Schicksal von Ruth und Jakob, ihre Kinder bei Verwandten oder Freunden zurück lassen zu müssen. Welche Auswirkungen das auch noch auf nachfolgende Generationen hatte, wird in dem Roman ausgesprochen einfühlsam geschildert. Auf die Autorin Sylvia Lott wurde ich vor gut zwei Jahren aufmerksam, als ich ihren Roman „Die Glücksbäckerin von Long Island“ gelesen habe. Schon dieses Buch hatte mich begeistert, so dass ich mit Spannung auf „Die Fliederinsel“ gewartet habe. Und ich wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil! Ich kann dieses Buch all jenen von Herzen empfehlen, die einen gut recherchierten, spannend geschriebenen Familienroman in historischem Kontext zu schätzen wissen. Und ganz nebenbei: Ist dieses Buchcover nicht einfach nur zum Verlieben?

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Was nach einem locker-luftigen Strandroman ausschaut, entpuppt sich als historischer Roman mit Tiefgang. In zwei Erzählsträngen - einer heute, einer zwischen 1933 und 1945 handelnd - beschreibt Sylvia Lott wie jüdische Familien aus Deutschland in Dänemark aufgenommen; und wie sie innerhalb einer Nacht größtenteils außer Landes ins neutrale Schweden gebracht wurde. Dies gelang, weil die Dänen zusammenhielten, mit der Denkart der Nazis nichts gemein hatten und sich als ein Volk ansahen. Die Erzählstränge Diese Haltung und wie es zu dieser Nacht kam, beschreibt die Autorin anhand eines Ehepaares, das im Laufe der Zeit zur kleinen Familien wächst. Die Flucht aus Berlin ebenso wie das Leben auf der dänischen Insel Fünen als auch das Überleben macht den zweiten Erzählstrang aus. Ich fand sowohl die Geschichte Dänemarks im Umgang mit den Emigranten als auch die Haltung der dänischen Bevölkerung hochspannend, habe bereits viel zu dieser Zeit gelesen und mir war vieles völlig unbekannt. Der erste Erzählstrang bewegt sich in der Gegenwart und lässt ahnen, dass es sich auch noch um eine Familiengeschichte handelt. Die jüngere Akteurin stellt die für die heutige Generation "richtigen" Fragen während eine ältere Dame erzählt und ihre Rolle im zweiten Strang später ebenfalls sehr interessant wird. Denn es wird ein weiteres Phänomen jener Zeit beschrieben, dass noch heute Auswirkungen auf deren Nachkommen hat. Sehr spannend und teilweise auch noch mit vergnügtem Unterton. Hut ab vor der Autorin! Cover und Titel sind übrigens gut gewählt: die Insel Fünen, auf der die Handlungen größtenteils angesiedelt sind, ist für ihre Fliederhecken bekannt.

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Das Cover spiegelt die Landschaft und die Atmosphäre, die die Geschichte schafft, gelungen wider. Beim Lesen habe ich mich immer wieder dabei ertappt, das Buch zu schließen und das Bild auf mich wirken zu lassen und es findet sich ja auch eine Beschreibung hierzu in der Geschichte. Optimal gelungen und passend. Der Schreibstil der Autorin ist von Anfang bis Ende einnehmend und nimmt einen mit ins Geschehen. Hier werden Gefühle, Ereignisse und Landschaften gekonnt in Szene gesetzt. Dieses Buch konnte ich nicht mehr weglegen, da mich die Vorkommnisse und Erläuterungen von Beginn an gefesselt haben. War voll und ganz im Geschehen. Die Protagonistin Ingrid erzählt im Jahr 2016 in Fünen der Urlauberin Celia ihre Familiengeschichte. Diese umfasst die Zeit kurz vor Ausbruch und bis nach dem Ende des zweiten Weltkrieges. Dabei wechselt die Handlung immer wieder zwischen den Zeiten und wird somit zu einem authentischen und vollkommenen Bild. Die Szenerien, die dabei entstehen, können somit hervorragend nachvollzogen und verstanden werden. Die Gefühle und Vorkommnisse werden lebhaft dargestellt. So kann man sich als Leser ein klares und einleuchtendes Bild der damaligen Zeit machen. Die Darstellung der Hintergründe und örtlichen Begebenheiten lassen auf eine intensive und genaue Recherchearbeit der Autorin schließen. Hier wird Geschichte gelebt. Mein Fazit: gelungenes Geschichtsportrait, das einen in damalige Zeiten versetzt und zum Nachdenken anregt

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" Die Fliederinsel " Sylvia Lott Verlag: blanvalet ISBN: 978-3-7341-0335-3 Preis: 9,99 Euro Veröffentlichung: 15. Mai 2017 Gestaltung des Buches: Einfach wundervolle Farben wurden für das Cover genommen. Die unterschiedlichen Farben des Flieder sind toll gestaltet. Im Hintergrund der Leuchtturm sowie das Meer. Einfach traumhaft diese Kulisse. Der Flieder ist in verschiedenen Farben und Tönen. Man kann beim Anschauen des Covers den Flieder riechen und fühlt sich an einem tollen Ort. Ich liebe Flieder und in meinen Kindheitstagen, im Garten der Großeltern, war es herrlich den Flieder zu sehen und zu riechen. Meinung zum Buch: Es war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher auch hier nicht das letzte Buch, was ich lesen werde. Die Autorin hat eine feine Ader, die Geschichte zu verdeutlichen und beeindruckend zu schreiben. Nie hätte ich gedacht, das dieser Roman so eine Geschichte beinhaltet. Sie regt sehr zum Nachdenken an. Von meinem Großvater habe ich viel über Geschichte gelernt, da er die am eigenen Leib erfahren hat und auch Geschichtslehrer war. Durch diesen Roman habe ich mich meinem Großvater sehr nahe gefühlt. Es ist nicht immer eine schöne Geschichte, jedoch gehört dies im Leben dazu und für mich hat die Autorin das Schreiben der Geschichte auf den Punkt gebracht. Danke an das Bloggerportal und den Blanvalet Verlag für die Zusendung. Mein Fazit: 5 von 5 *

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Meine Meinung: Dieses Buch war jetzt das fünfte, das ich von Sylvia Lott gelesen habe und wieder bin ich sowas von begeistert! Ich mag Flieder, ich finde die vielen verschiedenen Farben toll und atme den Duft jedes Jahr auf neues gerne ein. Und nun würde ich am liebsten die Fliederinsel besuchen, wenn es dort blüht und duftet. Oder zumindest ein Gemälde mit einem Fliederstrauß bewundern können. Aber die Autorin hat mich nicht nur neugierig auf Fünen gemacht, sie hat auch dafür gesorgt, dass ich mein Wissen erweitern konnte. Mir war nicht bekannt, wie die Juden zur Nazizeit in Dänemark gelebt haben und was dort noch alles geschehen ist. Diesen durchaus wichtigen Teil der schlimmen Zeit hat sie wunderbar in einen Roman verpackt und mich so sehr an das Buch gefesselt, dass ich mal wieder Nachtlesestunden eingelegt habe, damit ich das Buch in einem Rutsch lesen konnte. Celia macht in einem Ferienhaus auf Fünen Urlaub und entdeckt dabei eine Leinwand mit einem wunderschönen gemalten Fliederstrauss. Ihre Vermieterin ist berührt und erzählt Celia, was ihre jüdischen Eltern erlebt haben. Ich fand es ungemein interessant etwas über das Leben von Ruth und Jakob Liebermann zu erfahren. Ich habe mit ihnen gebangt, gezittert und das schlimmste befürchtet. Aufregend war es, sie und ihre Freunde zu begleiten. Schaffen sie die Flucht? Aber es hat mir auch weh getan, welche Rückschläge sie vorher erleben mussten. Ich war mal wieder mittendrin im Geschehen. Ich bin ganz begeistert, dass Sylvia Lott Informationen, die sie bei einer Reisereportage in Dänemark bekommen hat, in Romanform an uns Leser weitergibt. Das zeigt mir dann auch mal wieder, dass es noch vieles gibt, was wir aus dieser schrecklichen Zeit nicht wissen. Das Buchcover gefällt mir sehr gut und wenn ich nicht sowieso nach Büchern von Sylvia Lott Ausschau halten würde, wäre ich durch dieses Cover darauf aufmerksam geworden. Fazit: Ein wunderschönes Buch, das ich sehr gerne weiterempfehle. Allerdings könnte das Verlangen die Insel Fünen zu besuchen extrem groß werden. Das Buch fesselt einen und berührt durch die Erlebnisse, ganz besonders über den Zusammenhalt eines ganzen Volkes und deren Hilfsbereitschaft, das hat mich ganz besonders beeindruckt.

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