Leserstimmen zu
Libellenschwestern

Lisa Wingate

(94)
(25)
(2)
(0)
(0)
€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

New-York-Times-Bestseller, bei Amazon (deutschsprachig) über 85 % 5-Sterne-Bewertungen (der Rest bewertet mit 4 Sternen) – kann Lisa Wingates historischer Roman „Libellenschwestern“ halten, was er verspricht? Vordergründig geht es um ein Familiengeheimnis, das per Zufall ans Licht kommt. Aber man braucht gar nicht so genau hinzuschauen, um festzustellen, dass dieser Roman dann wesentlich mehr zu bieten hat. Die Autorin hat reale Ereignisse, die sich so oder so ähnlich Mitte des letzten Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten ereignet haben, als Vorlage genommen und um diese herum eine Geschichte ersonnen, deren Ausgangspunkt im „tiefen Süden“ der USA zu finden ist. Der von Wingate beschriebene historische Hintergrund entspricht den Tatsachen, die Geschichte von Rill Foss und Avery Stafford ist fiktiv. Die Autorin nutzt zwei verschiedene Zeitebenen sowie diese beiden Protagonistinnen, um die schockierenden Ereignisse rund um die Machenschaften der Tennessee Children’s Home Society und ihrer Repräsentantin Georgia Tann zu schildern, die unter dem Deckmantel eines Waisenhauses ein zutiefst menschenverachtendes System des Kinderhandels entwickelte. Durch stattliche Schmiergeldzahlungen an die Vertreter der staatlichen Organe (Polizei und Behörden) konnte sie sich zum einen deren Unterstützung sichern, zum anderen aber auch sicher sein, dass gegen sie nichts unternommen würde, zumal auch zahlreiche Prominente zu ihren „Kunden“ zählten. Die Gegenwart wird repräsentiert durch Avery Stafford, Tochter eines Senators, die ihren Vater im Wahlkampf unterstützt und mit ihm ein Altenheim besucht. Über ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, kommt sie mit einer alten Dame ins Gespräch, die scheinbar in einem früheren Leben eine Verbindung zu Averys inzwischen an Alzheimer erkrankten Großmutter Judy hatte. Das Wie, Wann und Warum erschließt sich erst allmählich, dafür aber umso schockierender. Die Erlebnisse der zwölfjährigen Rill Foss schließlich liefern mit dem zweiten Handlungsstrang (beginnend 1939) die Erklärungen, die Avery Stafford sucht, damit sie ihre Familiengeschichte verstehen und ihre Wurzeln finden kann. Wingate hält, was sie verspricht. Sie schreibt engagiert und emotional, was sich bei dieser Thematik auch nicht vermeiden lässt. Dennoch wirkt ihre Erzählweise nicht kitschig plump und auf Effekte aus, im Gegenteil. Oft genügen ihr Andeutungen, um Situationen und Geschehnisse dennoch eindringlich zu schildern. „Libellenschwestern“ erzählt eine Geschichte, die betroffen macht, gerade weil klar ist, dass sie auf Tatsachen beruht. Dazu kommt, dass die Betroffenen, seien es nun die unter zweifelhaften Umständen vermittelten Kinder oder deren leibliche Eltern, bis weit in die neunziger Jahre hingehalten wurden, bevor ihnen Auskunft über Herkunft bzw. Verbleib gewährt wurde. Ein Versagen des Systems auf breiter Linie!

Lesen Sie weiter

Libellenschwestern ist eines der wenigen Bücher, das mich von der ersten Seite an gepackt hat - und das meine ich wörtlich, denn schon der Prolog war so unfassbar gut und spannend, dass ich sofort von der Story angefixt war und das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte. Warum? Weil Lisa Wingate gleich zu Beginn Spannung aufbaut, indem sie die Geschichte mit einer unheimlich authentischen und dabei sehr bedrückenden Szene einleitet. Man weiß sofort, dass dieses Buch einen ziemlich mitnehmen, einem vielleicht einiges abverlangen wird - aber man muss wissen, wie es weitergeht. Ein gigantischer Einstieg in eine Geschichte, die ebenso entsetzlich wie unvorstellbar und dabei hoffnungsvoll ist. Eine Geschichte, die leider auf wahren Begebenheiten beruht. Erzählt wird Libellenschwestern aus zwei Perspektiven und auf zwei verschiedenen Zeitebenen. In der Gegenwart lernen wir Avery Stafford kennen, eine junge Frau, die in eine reiche und einflussreiche Familie hineingeboren wurde und somit Zeit ihres Lebens privilegiert war. Sie steht kurz vor einem gewaltigen Karriereschub und vor der Hochzeit mit ihrem langjährigen Freund, als etwas Unvorhergesehenes passiert und sie ihr bisheriges Leben hinterfragen lässt. Nach jedem Kapitel über Avery folgt ein Kapitel, das aus der Sicht der 12-jährigen Rill Foss erzählt wird - einem Mädchen, das in den 1930er Jahren auf einem Hausboot aufgewachsen ist und das ihren Eltern gewaltsam entrissen und zusammen mit ihren Geschwistern in ein Kinderheim verschleppt wurde, um meistbietend an Adoptionseltern verschachert zu werden. Die Thematik des Buches ist also wirklich harter Tobak, wird von Lisa Wingate aber auf sehr einfühlsame und dabei ehrliche und schonungslose Art und Weise verarbeitet. In den Gegenwarts-Kapiteln ist Avery dem Geheimnis ihrer Großmutter und einer Unbekannten namens May Crandall auf der Spur, während parallel dazu Rills Erlebnisse im Kinderheim der Tennessee Children's Home Society geschildert werden. Ich fand beide Sichtweisen sehr spannend, Avery ist mir als Figur aber einen Ticken zu blass geblieben - zu ihr fand ich keinen rechten Zugang, auch wenn ich es großartig finde, wie Lisa Wingate es darstellt, dass Avery durch die Geheimnisse, auf die sie stößt, ihr bisheriges sorgenfreies Leben in Frage stellt und endlich darüber nachdenkt, was sie eigentlich will. Trotzdem fand ich die Begegnung mit Trent und alles, was in Bezug auf ihn darauf folgt, etwas zu erzwungen und vorhersehbar. Das gilt aber absolut nicht für Rills Geschichte - diese ist schmerzhaft, grauenvoll, auf gewisse Weise unheimlich und dabei wahnsinnig authentisch. Lisa Wingate schreibt sehr bildhaft - sie erweckt das "Königreich" Arcadia zum Leben, sorgt dafür, dass man den Mississippi riecht und einem die drückende Schwüle an jenem schicksalhaften Tag den Atem raubt. Sie zeigt die zwei Seiten von Rills bisheriger Kindheit, die zum einen voller Liebe und Freiheit, zum anderen aber auch von Armut und Entbehrung geprägt ist. Dem gegenüber steht die Entführung der Foss-Kinder durch Georgia Tann und ihre Verschleppung in ein Kinderheim, das einem wie die Hölle auf Erden vorkommt. Es war für mich unglaublich schwer zu lesen, wie die Kinder dort behandelt werden - wie Vieh, das gerade so am Leben gehalten wird, um meistbietend verschachert zu werden. Von Misshandlungen, körperlicher und seelischer Folter und sogar Pädophilie ganz zu schweigen. Man darf definitiv nicht zart besaitet sein, denn die Geschichte von Rill und ihren vier Geschwistern geht einem mächtig an die Nieren. Und das Schlimmste dabei ist: Rill Foss und ihre Familie sind zwar fiktiv, Georgia Tann und die Tennessee Children's Home Society sind es hingegen nicht. In den 1930er bis hinein in die 1950er Jahre hat Georgia Tann tatsächlich Millionen von Dollar damit verdient, armen Familien die Kinder zu entreißen und sie für horrende Summen an kinderlose Reiche zu vermitteln. Auch für den Tod von Hunderten Babys ist Georgia Tann verantwortlich und die Zustände in ihren Heimen waren tatsächlich so, wie Lisa Wingate sie beschreibt. Es jagt einem einen Schauder über den Rücken und lässt einen fassungslos zurück - und genauso geht es auch Avery, als sie nach und nach den Skandal aufdeckt, der die nach außen hin so tadellose Familie Stafford in ein ganz anderes Licht rückt. Rills Schicksal und das ihrer Geschwister, das ihrer Eltern steht stellvertretend für Tausende von Schicksalen und das hat mich sehr betroffen gemacht. Lisa Wingate hat in Libellenschwestern ein Thema aufgegriffen, das in der Öffentlichkeit bis heute nicht wirklich aufgearbeitet wurde, und sie hat daraus einen Roman gemacht, der einen nicht mehr loslässt, der einen immer weiterlesen lässt - bis man am Ende fassungslos zurückbleibt. Für mich ist dieses Buch etwas ganz Besonderes. Mein Fazit: Libellenschwestern erzählt eine Geschichte, die einen schockiert, mitnimmt und berührt. Die so authentisch geschrieben ist, dass man manchmal vor Entsetzen kaum mehr atmen kann. Trotzdem habe ich vor allem Rills Geschichte geliebt, weil sie wichtig ist und weil ich dieses kleine, starke Mädchen schnell fest in mein Herz geschlossen hatte. Zur zweiten Protagonistin Avery hatte ich zwar nicht durchgehend einen Draht, trotzdem ist dieses Buch ein Pageturner und es bleibt spannend, bis zur letzten Seite.

Lesen Sie weiter

Meine Meinung zum Buch: Die Liebellenschwestern war für mich ein sehr Gefühlvoller emotionaler Roman. Die erzählte Geschichte die damit beginnt das Avery und ihr Vater ein Altenpflegeheim besuchen, Avery trägt an diesem Tag ihr Liebellenarmband das sie von Ihrer Großmutter geerbt hat. Dieses Armband entdeckt die Bewohner in May Crandall die das Armband zurückfordert da es wohl ein Erbstück ihrer Familie ist, zudem steht bei May ein Foto auf dem Nachttisch das YMay mit Averys Familie in Verbindung bringt. Im Laufe der Geschichte die 1939 in Memphis Tenesee ihren Anfang nimmt, Max erzählt ihre Geschichte wie sie im Kinderhandel in Amerika mitinvolviert war und Avery beginnt darüber zu recherchieren. Georgia Tann ist die Hauptaktive im Geschäft des Kinderhandels und sie hatte eine große Anhängerschaft die Sie im Geschäft unterstützt haben findet Avery bei ihren Recherchen heraus. Erschreckend wie viele Familien Georgia Tann mit ihrem Geschäft zerstört hat. Mich hat die Geschichte die Lisa Wingale mit ihren Libellenschwestern erzählt sehr gerührt. Man braucht immer wieder Zeit um die erzählte Geschichte zu verarbeiten. Das Buch bekommt von mir 5 Sterne. Und ich kann dieses Buch allen erzählen die sich für die historische Geschichte interessieren und einen tollen Familien Roman lesen möchten. Danke an die Autorin und den Limes Verlag für diese toll erzählte Geschichte

Lesen Sie weiter

Zum Inhalt / Klappentext »Lisa Wingates ergreifender Roman basiert auf verbrecherischen Adoptionen in den USA bis 1950.« (FÜR SIE) Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf … Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt … Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann … Ein zutiefst bewegender Roman, inspiriert von einer wahren Geschichte. (Quelle: Limes Verlag / Randomhouse) Meine Meinung zum Buch Cover: Das Cover ist wunderschön hell gestaltet und zeigt eine durchscheinende Libelle. Durch das Insekt hindurch kann man den Arm und einen Teil des Körpers eines Mädchens erkennen. Das Cover hat mich gleich begeistert und als ich dazu den Klappentext gelesen habe, musste ich das Buch einfach lesen. Mein erster Eindruck wurde bestätigt, eine ergreifende und mitreißende Geschichte. Inhalt: Rill lebt mit ihren 4 Geschwistern und ihren Eltern im Jahre 1939 auf einem Hausboot. Als die Mutter während einer weiteren Geburt in ein Krankenhaus muss, werden die Geschwister von Polizisten abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Rill versucht verzweifelt ihre Geschwister zu beschützen und zusammenzuhalten, aber die skrupellose Leiterin des Waisenhauses bestraft und quält die Kinder und vermittelt sie in verschiedene Familien um möglichst viel Geld dabei herauszuschlagen. Die Kinder im Waisenhaus leben in Angst und kein Erwachsener schützt sie vor Misshandlung, Hunger und Missbrauch. In der Gegenwart unterstütz Avery Stafford ihren Vater, einen Senator und soll in seine Fußstapfen treten. Dieser ist an Krebs erkrankt, muss aber in einen Pflegeheimskandal Rede und Antwort stehen. Avery trifft bei einer Veranstaltung in einem Pflegeheim auf die 90jährige May Crandall, die ihr zuerst verstört und verwirrt vorkommt. Als May aber Averys Libellenarmband an sich nimmt und die beiden Frauen dadurch zusammenfinden, entdeckt Avery ein Foto, dass sie stutzig werden lässt. Die Frau auf dem Bild, sieht ihrer Großmutter zum Verwechseln ähnlich. Sie versucht herauszufinden, was ihre Großmutter mit May Crandall verbindet und kommt dabei hinter ein wohlgehütetes Geheimnis und findet gleichzeitig heraus, welchen Weg sie im Leben gehen will. Schreibstil: Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen geschrieben. Rill/May erzählt ihre Geschichte in der Vergangenheit und Avery die Ereignisse in der Gegenwart. Der Schreibstil der Autorin ist ruhig, aber gleichzeitig so fesselnd, dass es mir schwer gefallen ist das Buch aus der Hand zu legen. Die furchtbaren Dinge, die den Kindern im Waisenhaus widerfahren und das schlimme Leid der Familientrennung haben mich tief bewegt. Wundervoll zeigt die Geschichte wie tief und verbindend Geschwisterliebe sein kann und wozu Menschen aus Habgier fähig sind. Lieblingslesezeichen: "Sieht eure Mama nicht wie eine Märchenprinzessin aus? fragt er mich manchmal. Nein, sie ist die Herrscherin des Königreichs Arcadia. Das ist eure Mama. Und wenn sie die Königin ist, bist du eine Prinzessin, stimmt's?" Seite 52 Fazit: Eine historische Familiensaga die spannend und bewegend mitten ins Herz trifft. 5 Sterne

Lesen Sie weiter

Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen. Die Vergangenheit aus der Sicht von Rill und der Gegenwart, in der wir Avery begleiten. Beide Handlungsstränge haben mir sehr gut gefallen! Speziell das Geschehen in der Vergangenheit ist so gut beschrieben, dass ich mich wirklich zurückversetzt gefüht habe. Unsere 2 Protagonistinnen wirken auf den ersten Blick so unterschiedlich wie zwei Menschen nur sein können, doch je besser man die beiden kennenlernt, desto mehr Ähnlichkeiten erkennt man. Beide sind von Anfang an super sympathisch. Rill ist ja noch ein Kind, jedoch aufgrund ihrer Lebenssituation schon sehr vernünftig. Als älteste Schwester passt sie auf ihre kleineren Geschwister auf und übernimmt natürlich so die Mutterrolle. Der Zwiespalt zwischen der Verpflichtung auf die Geschwister aufzupassen und den Zweifeln/Schuldgefühlen aufgrund ihrer kindlichen Hilflosigkeit der Situation gegenüber, die sie im Laufe der Geschichte plagen, wird klar und authentisch dargestellt. Man fühlt mit ihr mit, möchte sie am liebsten aber auch einfach nur an sich drücken und ihr Trost zusprechen. Avery erfüllt anfangs das typische Klischee als Tochter einer politischen Familie. Das Auftreten in der Öffentlichkeit wird kontrolliert, damit es im Wahlkampf keinerlei Angriffsfläche dem Konkurrenten bietet. Und natürlich soll sie in die politischen Fußstapfen ihrer Familie treten. Jedoch merkt man schnell, dass sie sich eher familiär gezwungen fühlt in diese zu treten. Und als sie das Bild ihrer Oma im Zimmer einer fremden Frau im Seniorenheim sieht, kommt der Stein so langsam ins Rollen aus dieser Rolle auszubrechen. Ich konnte auch mit Avery sehr gut mitfühlen und den inneren Zwiespalt verstehen. Das Geschehen der Vergangenheit ist teils wirklich schockierend und die Hilflosigkeit der Kinder der Situation gegenüber macht einen einfach nur traurig. Averys Suche nach der Wahrheit ist interessant gestaltet und bringt trotz der Traurigkeit der Geschichte einem öfters ein Lächeln auf die Lippen. Der Schreibstil ist sehr leicht und gefühlvoll. Man fliegt nur so durch das Buch, da man ständig wissen möchte, wie es denn weitergeht. Und das, obwohl das Ende ja eigentlich schon von Anfang an klar ist. Ich war wirklich beeindruckt und positiv überrascht. Und trotzdem bleiben die Emotionen beim Leser nicht auf der Strecke! Klasse, wirklich klasse! Das Ende ist so harmonisch und emotional, dass auch bei mir ein paar Tränen gekullert sind! Der Leser bleibt mit einer inneren Befriedigung zurück, die das Buch im Ganzen total schön abrundet. Das Nachwort haut einen dann nochmal richtig um, da gewisse Bestandteile des Buches auf wahren Begebenheiten beruhen. Ich war am Ende einfach nur noch sprachlos und überwältigt! Für mich ein absolutes Jahreshighlight! Fazit: Ein grandioser Schreibstil, der den Leser auf jeglicher Ebene mitreißt. Emotional, schockierend und befriedigend zugleich! Eine traurige, doch schön inszenierte, Geschichte um eine wahre Begebenheit, die damals die Menschen schockierte und es auch heute noch tut. Ein Buch, was zu Tränen rührt! Für mich ein wahres Leseerlebnis und eine absolutes Jahreshighlight! 5/5 Sterne!!! ❤

Lesen Sie weiter

INHALT: Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf … Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können ― aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt … Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann … MEINUNG: Libellenschwestern ist ein Roman, der momentan in aller Munde ist und worum sich die sehr guten Bewertungen und Meinungen förmlich überschlagen…und ich muss sagen zu Recht. Die Geschichte wird aus den Sichten von May Crandall, Rill Foss und Avery Stafford erzählt. Es wird ziemlich schnell klar, dass May Crandall und Rill Foss ein und dieselbe Person sind. Wie es dazu gekommen ist, wird nach und nach in diesem Buch erzählt. Avery und May treffen durch Zufall aufeinander. Besagtes Libellenarmband und ein Foto, auf dem Avery ihre Großmutter zu erkennen glaubt, ist der ausschlaggebende Punkt, an dem beide Frauen aufeinandertreffen und Avery anfängt zu graben. Avery ist Anwältin und geboren in eine Politikerfamilie. Ihr Vater ist Senator und auch sie hat Ambitionen in die Politik einzusteigen, was mir zunächst nicht ganz so klar war. Sie begleitet ihren Vater, der an Krebs leidet, bei diversen politischen Veranstaltungen. Dabei ist immer wieder die Situation der Pflege- und Altenheime ein Thema. Man bekommt hier einen tollen Einblick in diese Themen und auch wie es so läuft, wenn sein Leben von A bis Z durchgeplant ist und selbst bei der Planung seiner eigenen Hochzeit fremdbestimmt ist. Avery muss immer erreichbar sein und jeder mögliche Skandal ist sofort im Keim zu ersticken. Ich hätte nicht mit ihr tauschen wollen. Ich empfand auch ihre Mutter als sehr anstrengend, auch wenn sie hier die klassische Rolle sehr gut erfüllt und ist das Bild einer Südstaaten-Lady passt. Die mögliche Verknüpfung zu May Crandall kann für die bedeutende Politikerfamilie einen riesigen Skandal bedeuten. Wenn man sich vor dem Lesen ein bisschen mit dem Buch beschäftigt, dann wird schnell klar, dass es sich hier um wahre Begebenheiten handelt, auch wenn die meisten Figuren frei erfunden sind. Es geht hier um die Machenschaften der Tennessee Children’s Home Society, wo tausende Kinder in den 1950er/1960er Jahre zur Adoption vermittelt worden sind und das auf sehr dubiosen, illegalen Wegen. Die Kinder wurden zum Teil ohne Einwilligung den Eltern entzogen und viele Babys kamen unter fragwürdigen Umständen ums Leben. In Form von Rill Foss erfährt man beispielhaft, wie man dort landen konnte und was die Kinder dort ertragen mussten. Das sind keine einfachen Kapitel und man hat da länger dran zu knabbern. Auch nicht jedes Kind kommt dann in eine liebevolle Familie, sondern muss dann dort noch mehr leiden als ohnehin schon im Heim. Im Nachwort erfährt man dann noch so einiges, wie dann doch alles herausgekommen ist und dass man da auch lange die Hand draufgehalten hat, weil natürlich eine einige prominente Adoptiveltern dabei gewesen sind. Georgia Tann, die Leiterin der Society wurde dafür auch nie wirklich für bestraft, weil sie dann gestorben ist. FAZIT: Libellenschwestern beschreibt ein dunkles Kapitel in der Geschichte der USA, welches mir vorher so nicht bekannt war, weswegen das Buch umso wichtiger ist. Wenn auch die Figuren zu großen Teilen fiktiv sind, die Geschichte ist es nicht. Eine Geschichte, die spannend und aufwühlend zu gleich ist und mich sicher noch länger beschäftigen wird. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Lesen Sie weiter

Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten: LIBELLENSCHWESTERN von Lisa Wingate —————————————— 1939 Memphis, Tennessee: Rill Foss ist zwölf und lebt ein einfaches, aber glückliches Leben mit ihren Eltern und vier Geschwistern auf einem Hausboot. Doch dann passiert das Unfassbare: Sie und ihre Geschwister werden einfach von der Polizei abgeholt und in ein schreckliches Kinderheim gebracht....Was sich anhört wie ein schlechter Albtraum, hat so ähnlich in tausenden von Fällen tatsächlich stattgefunden! Ein wirklich erschütterndes Thema und somit war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch. Zu Beginn wurde ich auch nicht enttäuscht und konnte das Buch gar nicht mehr zur Seite legen. Doch leider konnte für mich die Spannung nicht aufrecht gehalten werden und spätestens am Ende wurde ich etwas enttäuscht zurück gelassen. Zu viele Fragen wurden nicht geklärt und es fehlte mir bei so einem berührenden Thema einfach an Tiefgang. Auch der immer wiederkehrende Wechsel in die Gegenwart, der zu Beginn das Buch noch spannend machte, verlor irgendwann an Substanz und war für mich zu durchschaubar. Alles in allem ein lesenswertes Buch, das ich in einem Zug durchgelesen habe, das aber für mich leider kein Highlight wurde!

Lesen Sie weiter

Inhalt: 1939, Memphis, Tennessee. Die 12-jährige Rill Foss wohnt zusammen mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern auf einem Hausboot, das auf dem Mississippi liegt. Als ihre Eltern sie wegen eines Notfalls allein lassen müssen, werden die Kinder von Polizisten abgeholt und in ein Waisenhaus gebracht. Dort widerfahren ihnen unglaubliche Dinge. 70 Jahre später begegnet Avery Staffort in einem Altenheim der 90-jährigen May Crandall. Der Anblick von Avery scheint May zu verwirren und sie entwendet Avery deren Libellenarmband, ein Familienerbstück. Neugierig geworden, sieht Avery sich später in Mays Zimmer um und entdeckt auf einem alten Foto eine Frau, die ihrer Großmutter Judy sehr ähnlich sieht. Sie beginnt zu recherchieren um die Verbindung der beiden Frauen aufzuklären und deckt unglaublich erschütternde Geheimnisse auf. Meine Meinung: „Die Libellenschwestern“ ist zwar eine fiktive Geschichte, beruht aber auf wahren Begebenheiten. Die Kinderheime von Georgia Tann, in denen schätzungsweise 5.000 Kinder wie Waren angepriesen und regelrecht verkauft wurden, gab es wirklich. Von den 1920er Jahren bis 1950. Viele von den Kindern hauptsächlich armer Leute wurden entführt, oder die Mütter wurden quasi gezwungen Verträge zu unterzeichnen, deren Sinn sie oft nicht verstanden. Es lohnt sich auf jeden Fall, das Nachwort in diesem Buch zu lesen. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die mir beide gleich gut gefallen haben. Im Jahr 1939 schildert Rill zunächst ihr Leben auf dem Hausboot, dann die Entführung und die darauf folgenden dramatischen und berührenden Ereignisse. Trotz des traurigen und aufwühlenden Inhalts war ich total gefesselt von der Handlung. In der Gegenwart forscht Avery nach der Verbindung zwischen ihrer Großmutter und May. Nach und nach klären sich auch für den Leser die Zusammenhänge. Die kleine Liebesgeschichte, Averys Schwestern und vor allem die Kinder, lassen die Geschichte nicht ganz so bedrückend wirken und lockern die Handlung etwas auf. Durch den fesselnden, bildhaften und berührenden Schreibstil und die spannende Handlung konnte ich das Buch schlecht aus der Hand legen. Lisa Wingate ist der Wechsel zwischen den Zeiten sehr gut gelungen, so dass der Roman im Ganzen nicht ZU bedrückend wirkt. Fazit: Ein großartiges Buch, das mir sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Lesen Sie weiter