Leserstimmen zu
Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten

Corinna Kegel

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Corinna Kegel arbeitet u.a. als Trainerin und Coach für hochbegabte und hochsensible Erwachsene in Hamburg. Nun hat sie ein Buch zum Thema geschrieben, das mir von der Verlagsgruppe Random House GmbH dankenswerter Weise zur Rezension zur Verfügung gestellt wurde. Titel: „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“. Das Buch ist kein Fachbuch im eigentlichen Sinn, es erzählt Geschichten. Geschichten von Menschen mit ihren Zweifeln, Sehnsüchten, Schwierigkeiten, Hoffnungen… und v.a. auch Lösungsansätzen und neuen Wegen, die sie für sich entdecken. Corinna Kegel hat das Buch in 15 Kapitel unterteilt, die sich mit verschiedenen Aspekten im Leben von Hochbegabten (HB) und Hochsensiblen (HSP) beschäftigen. Beispiele: „Nur Mut, Sie sind keine Ente – Sie sind ein Schwan! – vom Suchen und Finden des eigenen Wertes“. Oder: „Der Denker – vom Entscheiden, Grübeln und Zerdenken, bis nichts mehr bleibt“. „Der Zappelphilipp“, „Die Nörglerin“, „Der Zauberer, die Hexe, der Priester und die weise Frau“, „Pippi Langstrumpf“ und „Der Neunmalkluge“ – so noch einige der weiteren, phantasievollen Bezeichnungen, die Lebensthemen von HB und HSP umschreiben. „Dieses Buch ist explizit kein wissenschaftliches“, so die Autorin. Es arbeitet mit Bildern und Geschichten und will damit andere (Bewusstseins)Ebenen ansprechen. In dem Sinn: Kein Kopf-Buch, sondern ein Geschichtenbuch zum sich-selbst-wiederfinden oder um Erklärungen zu finden für das manchmal seltsame Verhalten von anderen. Gut zu lesen also für Laien, aber auch nicht uninteressant und sehr erfrischend fürs Fachpublikum. Die Begriffsklärung wird kurz gehalten: Als ausschlaggebendes Kriterium für Hochbegabung gilt der IQ (der sich mittels verschiedener Testungen messen lässt): Ab einem Wert von 120 spricht man von überdurchschnittlicher intellektueller Begabung, ab 130 von Hochbegabung, ab 145 von Höchstbegabung. Was das genau bedeutet wird jedoch nicht weiter erklärt. Und das könnte Kritikpunkt sein, auch generell am System dieser Beurteilung: Was genau bedeutet denn Begabung? Auch hier gibt es verschiedene Facetten – und wie schaut es mit nicht-intellektuellen, zb handwerklichen, sozialen, sportlichen, künstlerischen (Hoch-)Begabungen aus? Noch schwieriger ist der Bereich Hochsensibilität zu fassen und zu messen. Vereinfacht gesagt: „Hochsensible Menschen verfügen über ein Nervensystem, das es ihnen ermöglicht, empfindsamer und feiner wahrzunehmen als die meisten anderen Menschen… Mehrere oder alle ihre Sinne sind empfänglicher für Reize.“ Und das kann zur Belastung werden, weil viel mehr aufgenommen wird und verarbeitet werden muss – was wiederum schnell zu Überforderung bzw. Überlastung führen kann. Ob das Filme sind, die schwer zu verdauen sind oder kratzende T-Shirts, drückende Schuhe, aufdringliche Parfums und Gerüche, große Licht- und Wärmeempfindlichkeit, spürbare Strahlenbelastung durch Handys, lärmende Menschenmengen – Hochsensible erleben die Welt anders, intensiver. Beides, Hochbegabung und Hochsensibilität wird oft nicht erkannt, mehr als Makel, Störfaktor wahrgenommen und kann das Leben der Betroffenen als auch ihres Umfelds schwer beeinträchtigen. Die Autorin plädiert dafür, stattdessen diese Fähigkeiten bewusst als solche anzuerkennen und als Geschenk zu betrachten, das es zu nutzen gilt. Beides ist nicht Krankheit, Störung, die es wegzutherapieren gilt. „Wir sind nicht krank, wir sind reich beschenkt mit einer Vielzahl von Genüssen, Empfindungen, Gefühlen und Wahrnehmungen, mit einem wachen Geist, der unglaublich schnell und komplex arbeitet und der sich Welten erschließt, die den meisten anderen Menschen verborgen bleiben“. Was ich beim Lesen als unklar erlebt habe ist die Trennung der beiden Aspekte: Nicht jeder Hochbegabte muss hochsensibel sein und umgekehrt. Beides wird in dem Buch für meinen Geschmack stark vermischt – oft ist nicht klar, wer nun gemeint ist. Am ehesten wiederfinden werden sich vermutlich Menschen, auf die beides zutrifft. Was aber auffällt: Viele Typen, viele Beschreibungen finden sich durchaus auch unter Normalsterblichen wieder. Mit Perfektionismus und Selbstzweifeln, mit einem mageren Selbstwertgefühl, mit Schwierigkeiten im Umgang mit Autoritäten, mit dauernden Grübeleien, mit zwischenmenschlichen Problemen kämpfen heutzutage sehr viele Menschen. Und angesichts unserer wachsenden Reizüberflutung muss man nicht hochsensibel sein, um schnell einmal überfordert zu sein – von zu viel Information, Lärm, Schmutz, Gestank, von zu vielen Dingen, die auf einmal auf den Einzelnen einprasseln. Insofern könnten sich meiner Einschätzung nach wahrscheinlich sehr viel mehr Menschen in den lebendig geschilderten Portraits wiederentdecken. Alles in allem ein gut lesbares Buch, das sich den Themen Hochbegabung und Hochsensibilität auf berührende, spannende und humorvolle Weise nähert. Wer gerne in den Lebensgeschichten anderer schmökert, sich von deren Entwicklung und Wachstum inspirieren lässt, der kann sich viel aus dem Buch rausholen – ob mit oder ohne Hochbegabung. Es ist auf jeden Fall ein Mut-mach-Buch, das helfen kann, „all das Wunderbare zu entdecken, was in Ihnen noch schlummert, alle Geschenke auszupacken, die Sie mitbekommen haben…“ Corianna Kegel: „Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“. Gütersloher Verlagshaus, München, 1 Auflage 2016. Hier geht´s zur Leseprobe.

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Dieses Buch ist fantastisch. Ich möchte es am liebsten aufnehmen in die Liste 'Bücher, die man gelesen haben muss'. Und zwar unabhängig davon, ob man selbst hochsensibel oder hochbegabt ist bzw. jemanden kennt, der dieser Charakterform entspricht. Das Buch bringt dem Leser auf humorvolle und informative Weise diese beiden Charakterzüge nahe und zeigt Lösungsansätze auf, um mit diesem Geschenk der Hochbegabung und/ oder Hochsensibilität umzugehen. Es ist kein trockenes Sachbuch sondern erklärt charmant und kurzweilig diese besondere Welt, in der Menschen mit diesen Wesensmerkmalen leben. Aufgebaut ist das Buch in 14 größere Kapitel, davon befassen 12 sich mit bestimmten Phänomenen, die die Zielgruppe betreffen können. Beispiele: Phänomen Einsamkeit, Feinsinnigkeit, Reizüberflutung, etc. Dank dieser Gliederung kann man sich gut einzelne Kapitel herauspicken und sich mit dem für sich relevanten Umstand auseinandersetzen. Am Ende jedes dieser Kapitel wird ein für dieses Phänomen typischer Mensch vorgestellt. Seine Probleme und Situationen sowohl in privater als auch beruflicher Hinsicht werden detailliert vorgestellt und der Leser kann sich gut in die jeweilige Person hineinversetzen. Ganz sicher entdecken viele sich in diesen Beispielen wieder. Mir persönlich hat dieses Buch sehr viele Aha-Effekte beschert. Vor dem Hintergrund, dass ich einen hochsensiblen Sohn habe, kann ich nun etliche 'Macken' und Gewohnheiten von ihm viel besser verstehen und Situationen einschätzen. Ich weiß, dass es normal ist, dass er nach einem Filmegucken Zuwendung und Aufmerksamkeit braucht, da er die Fülle an Bildern nicht so schnell verarbeiten kann wie das normale nicht-hochsensible Kind. Ich habe gelernt, dass er mich nicht ärgern will, wenn er erklärt, dass dieses oder jenes Kleidungsstück für ihn nicht tragbar ist - obgleich es vom gleichen Typ ist wie fünf andere in seinem Schrank. Dank Corinna Kegel baut man Verständnis für diese Menschen auf und schaut in ihr Seelenleben. Gleichwohl ich mittlerweile der Autorin zustimme, dass diese Charakterzüge Geschenke sind, werden gleichzeitig die Probleme, die diese Merkmale mit sich bringen, ausführlich dargestellt und es ist an der Zeit, diese Menschen zu erkennen und anzunehmen. In ein Schema gepresst wurden solche Kinder (und auch Erwachsene!) lange genug. Nun ist es an der Zeit, die positiven Aspekte zu erkennen, herauszuarbeiten und wertschätzen zu lernen. Ein Buch, das Mut macht. Betroffenen und Angehörigen.

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Ich habe diese Woche „die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten“ (Rezensionsexemplar) zu Ende gelesen. Ein wunderbares Buch, welches nicht nur für Menschen geschrieben wurde, die das Gefühl haben, zu einer bestimmten Sparte dazuzugehören. Viel mehr liefert es viel Basic Wissen, welches gerade leicht verständlich viele Informationen für Angehörige liefern kann, oder auch Bekannte, die alles sehr skeptisch beäugen. Die Autorin ist ein Coach, was mich zuerst etwas zögernd das Buch lesen ließ. Aber sie schafft es durch viele Geschichten aus dem Alltag das zu übermitteln, was auch ich vertrete, zumindest was die Kategorie Hochsensibilität betrifft (woanders kann ich nicht mitsprechen): Es ist ein Geschenk und bietet viel Potenzial. Es ist keine Hürde, wenn man erst gelernt hat es für sich zu nutzen, diese vielen kleinen Nuancen im Alltag. Wer bereits schon viele Bücher zu diesem Thema gelesen hat, wird hier kaum neue Informationen finden. Mir hat es dennoch gefallen.

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Von: Christiane Ladewig aus Hamburg

22.11.2016

Dieses Buch zu lesen hat mir sehr viel Freuden bereitet. Es lässt sich locker und fluffig lesen und ich habe es kaum aus der Hand gelegt.Dem Buch wünsche ich eine grosse Leserschaft. Die Hochsensiblen und Hochbegabten können sich besser verstehen und alle Anderen ein Verständnis für dieses Anderssein bekommen.

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Inhalt Diesem nahezu schon Hype-Thema unserer Zeit widmet sich Frau Kegel aus ihrer Sicht als Coach für hochbegabte und hochsensible Menschen. Sie stellt die verschiedenen Facetten von Hochbegabung und Hochsensibilität anhand von Fallbeispielen ihrer Praxis vor. Das macht das Lesen zu einem kurzweiligen und doch lehrreichen Genuss. Hochbegabte und Hochsensible werden nicht nur aus ihrer eigenen Perspektive heraus dargestellt. Frau Kegel gelingt es, immer beide Seiten der häufig nicht gelingenden Interaktion bzw. Kommunikation darzustellen. So wird es für alle Leser gleichermaßen möglich, sich in die Lage der jeweils anderen Seite hineinzuversetzen. Wichtig ist für Frau Kegel auch, Hochbegabung und Hochsensibilität nicht als Fluch oder last zu begreifen, sondern als Geschenk, was sie mit Sicherheit auch sind, wenn man es schafft, angemessen damit umzugehen. Dafür bietet sie durch die vielen Fallbeispiele viel Anregung und in Ansätzen Anleitung. Subjektive Eindrücke Für mich war besonders beeindruckend zu erfahren, dass es (insbesondere) Hochbegabten meist gar nicht so gut geht, wie man es eigentlich hinsichtlich ihrer Intelligenz erwaten würde. Sie fühlen sich anders. Sie haben Kommunikationsprobleme, weil sie sich gar nicht vorstellen können, dass jemand weniger verstehen könnte als sie. Weil ihnen vieles schneller und einfacher von der Hand geht, haben sie das Gefühl, faul zu sein, zu wenig zu leisten. Durch die anschaulichen Beispiele in diesem Buch wird man in die Lage versetzt, dies nachzuvollziehen und zu verstehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es vielen Hochbegabten und Hochsensiblen hilft, ihre Probleme in einem anderen Licht zu sehen und – wie sich das Frau Kegel so sehr wünscht – ihre Gaben als Geschenk zu sehen und auch entsprechend lust- und freudvoll zu nutzen. Fazit Dieses Buch ist sicher nicht nur wertvoll für Hochbegabte und Hochsensible. Jede/r kann hier Erklärungen für Kommunikationsmuster finden, die ihm/ihr schon einmal begegnet sind oder die ihr/ihm in Form einer solchen Kollegin oder eines solchen Kollegen täglich begegnet. Außerdem ist es wohl Ziel von jeder/m, seine Potenziale als Geschenk zu begreifen und sie bis ins letzte Zipfelchen umzusetzen. Was auch immer mich dieses Buch hat zum Rezensieren anfordern lassen, ich habe hier viele aufschlussreiche Informationen gefunden und die Fallberichte mit Freude und Genuss gelesen. Ich danke dem Verlag für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

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Die fabelhafte Welt der Hochsensiblen und Hochbegabten

Von: Regine Lang aus München

05.11.2016

Das Buch ist eine abwechslungsreiche und gelungene Reise durch die komplexe Gefühls- und Gedankenwelt vieler "Beschenkter". Wer Geschichten mag und Bilder vor seinem Auge entstehen lassen kann, wie ich, genießt das Buch als ruhige und teilweise komische Beobachtung von Phänomenen, die das Leben der HB und HSB begleiten und hilft so, mit ihnen Frieden zu schließen. Verwirrend ist für mich die Form, die der Verlag gewählt hat. Verschiedene Farben von grau, grauer Hintergrund, anderes Schriftbild, alles wohl dazu geeignet, Unterschiede zu unterstreichen; mal erzählt die Autorin, mal berichtet die Autorin über Erzähltes, mal beschreibt die Autorin Personen und deren Entwicklung, etc. Für die nächste Auflage würde ich dem Auge mehr Ruhe gönnen wollen. Die Umschlagsgestalltung ist ein befremdlicher Versuch, das Thema zu fassen. Glücklicherweise ist das Buch darunter in wunderschönen Material in hellblau.

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